- Rundenplan -
6. Platzierungsrunde
[ Lausanne ] - [ Ambri ]
5. Platzierungsrunde
[ Ambri ] - [ Biel ]
4. Platzierungsrunde
[ Ambri ] - [ Langnau ]
3. Platzierungsrunde
[ Langnau ] - [ Ambri ]
2. Platzierungsrunde
[ Ambri ] - [ Lausanne ]
1. Platzierungsrunde
[ Biel ] - [ Ambri ]
50. Runde
[ Ambri ] - [ Lugano ]
49. Runde
[ Biel ] - [ Ambri ]
48. Runde
[ Ambri ] - [ Biel ]
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So flitzte der Puck


[ Lausanne ] - [ Ambri ]

7:0 (2:0, 1:0, 4:0)
6. Platzierungsrunde - Donnerstag, 17. März 2016
Malley -- 5072 Zuschauer -- Müller, Wehrli; Espizona, Küng

Tore: 2. Danielsson (Genazzi) 1:0. 12. Louhivaara (Hytönen, Kneubühler) 2:0. 35. Fischer (Savary, Walsky) 3:0. 41. Leblanc (Walsky, Nodari) 4:0. 46. Fischer (Hytönen/Ausschluss Danielsson!) 5:0 (Ambri ohne Goalie). 48. Trutmann (Genazzi, Walsky) 6:0. 54. Mieville (Ryser, Trutmann) 7:0.

Strafen: je 2mal 2 Minuten. – PostFinance-Topskorer: Danielsson; Pestoni.

Lausanne: Huet; Nodari, Jannik Fischer; Dario Trutmann, Genazzi; Stalder, Leeger; Rytz; Louhivaara, Hytönen, Kneubühler; Danielsson, Froidevaux, Déruns; Louis Leblanc, Walsky, Paul Savary; Sven Ryser, Miéville, Benjamin Antonietti; Simon Fischer.

Ambri-Piotta: Hauser; Chavaillaz, Nordlund; Fora, Pinana; Trunz, Sidler; Birbaum, Zgraggen; Stucki, Hall, Giroux; Pestoni, Fuchs, Monnet; Grassi, Poudrier, Elias Bianchi; Lhotak, Bastl, Lauper.

Bemerkungen: Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Flückiger (verletzt), Emmerton, Mäenpää, Duca, Sven Berger (überzählig); Ambri-Piotta von 45:15 bis 45:57 ohne Torhüter.

Match-Zusammenfassung
************************************




[ Ambri ] - [ Biel ]

2:3 (0:2, 0:0, 2:1)
5. Platzierungsrunde - Dienstag, 15. März 2016
Valascia Ambri -- 4637 Zuschauer -- Mandioni, Wiegand; Borga, Kaderli

Tore: 7. Moss (Dufner, Nicholas Steiner) 0:1. 20. Daniel Steiner (Wellinger, Dufner) 0:2. 51. Lauper (Fuchs, Giroux) 1:2. 54. (53:20) Fuchs (Pinana, Giroux) 2:2. 55. (54:14) Earl (Herburger) 2:3.

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 4mal 2 Minuten gegen Biel. - PostFinance-Topskorer: Pestoni; Haas.

Ambri-Piotta: Tim Wolf; Birbaum, Nordlund; Trunz, Sidler; Fora, Zgraggen; Pinana; Pestoni, Fuchs, Monnet; Poudrier, Hall, Giroux; Lhotak, Bastl, Stucki; Grassi, Oliver Kamber, Elias Bianchi; Lauper.

Biel: Rytz; Fröhlicher, Jelovac; Dufner, Nicholas Steiner; Jecker, Wellinger; Dave Sutter, Huguenin; Herburger, Earl, Julian Schmutz; Moss, Macenauer, Fabian Lüthi; Daniel Steiner, Dünner, Rossi; Dostoinow, Gaetan Haas, Joggi.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Flückiger (verletzt), Emmerton und Mäenpää (beide überzählige Ausländer), Duca, Chavaillaz und Sven Berger (geschont); Biel ohne Ehrensperger, Fey, Olausson, Spylo, Wetzel (alle verletzt), Tschantré (krank) und Maurer (gesperrt). – Timeout Ambri-Piotta (45.), von 44:34 bis 45:46 sowie von 59:15 bis 60:00 ohne Torhüter.


Match-Zusammenfassung
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4637 Fans verabschieden den HC Ambrì-Piotta im letzten Heimspiel der laufenden Saison und sehen dabei eine 2:3-Niederlage ihrer Lieblinge.

Es ist kein berauschender Match der Gastgeber, die nicht ganz an die Performance vom letzten Samstag anknüpfen können. Dort hatte man die krallenlosen Tiger aus Langnau mit 9:4 vom Eis geschossen. Heute Abend präsentiert sich der EHC Biel wesentlich frischer, engagierter und gefährlicher als die Emmentaler am Samstag. Müsste man diesen Match als Indikator fürs Formbarometer nehmen, so scheint die Truppe von Kevin Schläpfer mit Vorteilen in den Playout-Final zu steigen.

Indiz dafür ist auch der verdiente Sieg der Seeländer, die bis zur 20. Minute und Toren von Moss sowie Daniel Steiner mit 2:0 vorne liegen. Gemessen an den Torschüssen, hätte das Skore weitaus höher ausfallen müssen, was ein aufmerksamer Tim Wolf im Tor von Ambrì jedoch immer wieder zu verhindern weiss. Und ja, viele Schüsse der Bieler landen neben dem Tor.

Und der HC Ambrì-Piotta? Eine Art Lebenszeichen gibt es erst kurz vor Schluss, dafür aber eines der heftigen Art: Innert drei Minuten gleichen Lauper und Fuchs das Geschehen aus, was dem Gebotenen auf dem Eis - man muss es ganz ehrlich sagen - nicht entspricht. Wiederum nur 54 Sekunden später ist es Earl, der mit dem dritten Bieler Treffer die Relationen des Abends wieder in ein richtiges Licht rückt.

So beklatschen die Fans zum Ende natürlich nicht die Niederlage, sondern vor allem diejenigen, welche in der kommenden Saison nicht mehr für die Farben des HCAP spielen werden. Dazu gehören Inti Pestoni, Daniele Grassi, Alexandre Giroux sowie Mikko Mäenpää, welche sich den finalen Applaus holen und die Saison 2015/16 versöhnlich ausklingen lassen.

Der Schreibende und der Fan-Club HCAP Luzern wünschen allen Eishockeyfreunden ein genussvolles Sommerhalbjahr. Wir freuen uns, sämtliche Fans wieder an Bord zu haben, wenn im September 2016 die neue Saison eingeläutet wird!

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher             




[ Ambri ] - [ Langnau ]

9:4 (5:2, 3:1, 1:1)
4. Platzierungsrunde - Samstag, 12. März 2016
Valascia Ambri -- 5053 Zuschauer -- Fischer, Kurmann; Espinoza, Progin

Tore: 2 Bianchi (Grassi, Kamber) 1:0. 4. Clark (Nüssli , Adrian Gerber) 1:1. 12. Nordlund (Monnet, Pestoni) 2:1. 15. Bucher (DiDomenico, Adrian Gerber) 2:2. 17. Monnet (Fuchs, Gautschi) 3:2. 19. (18:08) Lhotak (Stucki) 4:2. 19. (18:41) Grassi (Bianchi, Birbaum) 5:2. 32. (31:01) Schirjajew (Bucher, Weisskopf) 5:3. 32. (31:36) Monnet (Pestoni) 6:3. 36. (35:48) Giroux (Pestoni, Poudrier) 7:3. 37. (36:17) Fuchs (Pinana, Fora) 8:3. 56. Bastl (Stucki, Hall) 9:3. 57. Bucher (DiDomenico) 9:4.

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Ambri, 5mal 2 Minuten gegen SCL Tigers. - PostFinance-Topskorer: Pestoni; DiDomenico.

Ambri-Piotta: Wolf; Fora, Pinana; Birbaum, Nordlund; Gautschi, Zgraggen; Chavaillaz; Pestoni, Fuchs, Monnet; Giroux, Poudrier, Lauper; Grassi, Kamber, Bianchi; Stucki, Hall, Lhotak; Bastl.

SCL Tigers: Punnenovs (21. Ciaccio); Hecquefeuille, Ronchetti; Weisskopf, Kim Lindemann; Zryd, Adrian Gerber; Gossweiler; DiDomenico, Albrecht, Tobias Bucher; Nüssli, Claudio Moggi, Clark; Sven Lindemann, Schirjajew, Haas; Wyss, Sterchi, Nils Berger.

Bemerkungen: Ambri ohne Flückiger (verletzt), Zurkirchen, Sven Berger, Duca, Trunz (alle geschont), Mäenpää und Emmerton (überzählige Ausländer), SCL Tigers ohne Koistinen (geschont), Müller, Bärtschi, Tom Gerber, Gustafsson, Sandro Moggi, Murray, Stettler und Wilson (alle verletzt). Pfostenschüsse: Lhotak (27.); Claudio Moggi (55.)


Match-Zusammenfassung
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Sagenhafte 5053 (!) Fans beklatschen einen 9:4-Sieg über (zu) harmlose Tigers.

Es geht in diesem Spiel um (fast) nichts mehr, ausser um den Heimvorteil für die Tigers, die den Playout-Final vielleicht mit einem Heimspiel beginnen dürfen. Nach dem Match in Ambrì ist dieses Fragezeichen noch ein bisschen grösser geworden, denn die Gäste agieren reichlich uninspiriert und öffnen den Gastgebern immer wieder Tür und Tor. Kalkül oder sind die Batterien der tapferen Emmentaler vielleicht doch langsam leer?

Wie auch immer: Als Ambrì-Fan kommt man in den Genuss von ein paar tollen Kombinationen und schön herausgespielten Toren. Beide Teams schonen ein paar Stammkräfte, die sich - so wie zum Beispiel Paolo Duca - mitunter auch unter die Fans in der Kurve mischen und die treuen Fans so auf eine spezielle Art grüssen.

Am Ende des Abends singt die Valascia inbrünstig und aus voller Kehle La Montanara. Vielleicht auch noch einmal am kommenden Dienstag, wenn es zum grossen Saisonfinale gegeben den EHC Biel kommt?

Der Abend allerdings klingt nicht ganz ohne Stress aus, denn man fragt sich als Anhänger der Blauweissen natürlich schon, wie man die fixen und möglichen Abgänge von Pestoni, Grassi, Giroux oder Mäenpää kompensieren will, denn alleine diese vier Spieler haben in den 50 Qualifikationsspielen 129 Skorerpunkte gesammelt. Keine Frage deshalb, dass Trainer Hans Kossmann sowie Sportchef Ivano Zanatta gefordert sind!

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher 
     




[ Langnau ] - [ Ambri ]

3:4 (1:2, 0:1, 2:1)
3. Platzierungsrunde - Dienstag, 8. März 2016
Ilfishalle Langnau -- 5514 Zuschauer -- Fischer, Stricker; Fluri, Tscherrig

Tore: 4. Zgraggen (Kamber, Grassi) 0:1. 8. Bianchi (Gautschi, Kamber) 0:2. 19. Lindemann (Koistinen, DiDomenico/Ausschluss Gautschi) 1:2. 33. Monnet (Trunz) 1:3. 53. Chiriaev (Haas, Hecquefeuille) 2:3. 54. Nüssli (Clark, DiDomenico) 3:3. 60. (59:57) Gautschi 3:4 (ins leere Tor).

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen SCL Tigers, 7mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. – PostFinance-Topskorer: DiDomenico; Pestoni.

SCL Tigers: Punnenovs; Hecquefeuille, Ronchetti; Weisskopf, Koistinen; Zryd, Adrian Gerber; Yves Müller, Kim Lindemann; Lukas Haas, Claudio Moggi, Sven Lindemann; DiDomenico, Albrecht, Tobias Bucher; Kevin Clark, Jewgeni Schirjajew, Nüssli; Wyss, Sterchi, Nils Berger.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Sven Berger, Mäenpää; Gautschi, Zgraggen; Trunz, Chavaillaz; Fora; Bastl, Hall, Lauper; Grassi, Oliver Kamber, Elias Bianchi; Pestoni, Emmerton, Giroux, Duca, Fuchs, Lhotak; Monnet.

Bemerkungen: SCL Tigers ohne Deny Bärtschi, Tom Gerber, Anton Gustafsson, Sandro Moggi, Jordy Murray, Stettler und Kyle Wilson, Ambri-Piotta ohne Birbaum, Flückiger (alle verletzt) und Nordlund (überzähliger Ausländer). – Timeout SCL Tigers (8.).


Match-Zusammenfassung
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sda. In der NLA-Abstiegsrunde ist die erste von zwei Entscheidungen gefallen. Der HC Ambri-Piotta und der Lausanne HC sicherten sich den Verbleib in der NLA.

Ambri-Piotta setzte sich in Langnau mit 4:3 gegen die SCL Tigers durch. Jesse Zgraggen mit Ambris erstem Torschuss und Elias Bianchi brachten die Gäste schon in den ersten acht Minuten 2:0 in Führung. Bereits am letzten Samstag gegen Biel hatte Langnau ein kapitales Heimspiel schon in den ersten Spielminuten aus der Hand gegeben. Diesmal realisierten die Emmentaler innerhalb von 57 Sekunden noch den 3:3-Ausgleich (54.). Langnau setzte im Finish alles auf eine Karte, suchte ohne Goalie Ivars Punnenovs den Sieg noch in der regulären Spielzeit und kassierte drei Sekunden vor Schluss das 3:4 durch Ambris Verteidiger Marc Gautschi. Wenige Sekunden vorher hatte der Kanadier Adam Hall das Kunststück fertig gebracht, den Puck statt ins leere Tor nur an den Pfosten zu schiessen.

Die Punktedifferenz zwischen Platz 10 (Lausanne) und Platz 11 (SCL Tigers) beträgt drei Runden vor Schluss zehn Punkte. Damit steht fest, dass die beiden Berner Klubs Langnau und Biel das Abstiegs-Playoff bestreiten werden. Noch ist nicht klar, wer vom Heimvorteil in einem allfälligen siebenten Spiel profitieren wird. Biel, das vier Punkte weniger auf dem Konto hat, kann in den verbleibenden drei Runden die Tigers noch überholen. Die einzige noch ausstehende Direktbegegnung findet in Biel statt.




[ Ambri ] - [ Lausanne ]

3:1 (1:0, 2:0, 0:1)
2. Platzierungsrunde - Samstag, 5. März 2016
Valascia Ambri -- 2280 Zuschauer (Saisonminusrekord) -- Massy, Prugger; Mauron, Progin

Tore: 13. Giroux (Pestoni, Chavaillaz) 1:0. 38. Grassi (Kamber, Lhotak) 2:0. 39. Emmerton (Giroux, Bastl) 3:0. 48. Stalder (Walsky, Deruns) 3:1.

Strafen: je 2mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Pestoni; Danielsson.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Berger, Mäenpää; Trunz, Sidler; Fora, Chavaillaz; Gautschi; Pestoni, Emmerton, Giroux; Bastl, Hall, Lauper; Grassi, Kamber, Bianchi; Duca, Fuchs, Monnet; Lhotak.

Lausanne: Caminada; Gobbi, Leeger; Genazzi, Jannik Fischer; Trutmann, Stalder; Lardi, Nodari; Danielsson, Hytönen, Déruns; Louhivaara, Miéville, Leblanc; Walsky, Froidevaux, Antonietti; Ryser, Savary, Simon Fischer.

Bemerkungen: Ambri ohne Birbaum, Zgraggen (beide krank), Nordlund (überzähliger Ausländer) und Flückiger. Lausanne ohne Pesonen, Bang, Herren und Augsburger (alle verletzt). - 44. Lattenschuss Fuchs.


Match-Zusammenfassung
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Ein hart erkämpftes 3:1 über Lausanne bringt den HC Ambrì-Piotta sehr nahe an den Ligaerhalt.

Es ist kalt in der Leventina. Und die Schneemassen erinnern an Ferien in Sibirien. Entsprechend finden nur 2280 Unentwegte den Weg in die Valascia, wo die Platzherren gewillt sind, den missratenen Auftritt gegen den EHC Biel zu korrigieren. Für Teil 1 der Wiedergutmachung zeichnen Pestoni und Giroux verantwortlich, wobei die Nummer 10 zeigt, dass sie nach wie vor (oft) am richtigen Ort steht, wenn es ums Toreschiessen geht.

Lausanne ist auch im Mittelabschnitt der erwartet hartnäckige Gegner, muss bei ein paar Gegenstössen aber auch den tollen Paraden von Caminada vertrauen, denn Chancen zur Resultaterhöhung hatten sich den Leventinern schon vor dem Doppelschlag durch Grassi (38.) und Emmerton (39.) geboten. Auf der anderen Seite tauchen die Gäste auch mehr als nur einmal vor Zurkirchen auf, wobei dieser stets als Sieger aus diesen Duellen hervorgeht.

Seinen einzigen Fehler - ein etwas unmotivierter Ausflug hinters Tor - nutzt Stalder zum Ehrentreffer (48.) Dieser leitet eine reichlich uninspirierte Phase der Einheimischen ein, welche den Sieg aber über die Distanz schaukeln und im Kampf um den Ligaerhalt drei ganz wichtige Punkte holen. Diese sind umso wertvoller, als Biel in Langnau gewinnt und der Abstand zum "Strich" nun wieder neun Punkte beträgt. Gewinnt Ambrì am kommenden Dienstag bei den Tigers, so ist die Ligazugehörigkeit unter Dach und Fach.

Emotionaler Höhepunkt der Partie ist die Ehrung für Paolo Duca, der sagenhafte 600 Spiele im Dress des HC Ambrì-Piotta absolviert hat - grazie Paolo!

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher
           




[ Biel ] - [ Ambri ]

4:2 (3:2, 1:0, 0:0)
1. Platzierungsrunde - Donnerstag, 3. März 2016
Tissot Arena -- 5031 Zuschauer -- Mandioni, Wiegand; Abegglen, Progin

Tore: 8. Rossi (Daniel Steiner, Huguenin) 1:0. 12. Emmerton (Mäenpää) 1:1. 14. Daniel Steiner (Dünner, Fröhlicher) 2:1. 16. Lüthi (Sutter, Haas) 3:1. 18. Duca 3:2. 38. Nicholas Steiner (Earl, Moss) 4:2.

Strafen: 6mal 2 plus 10 Minuten (Earl) gegen Biel, 6mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Haas; Pestoni.

Biel: Rytz; Nicholas Steiner, Dufner; Jecker, Wellinger; Dave Sutter, Huguenin; Fröhlicher, Jelovac; Moss, Earl, Lüthi; Dostoinow, Olausson, Herburger; Berthon, Haas, Tschantré; Daniel Steiner, Dünner, Rossi.

Ambri: Zurkirchen; Birbaum, Gautschi; Trunz, Sidler; Berger, Mäenpää; Fora; Grassi, Kamber, Bianchi; Lhotak, Hall, Lauper; Giroux, Emmerton, Pestoni; Monnet, Fuchs, Duca; Bastl.

Bemerkungen: Biel ohne Maurer (gesperrt), Joggi (krank), Spylo, Wetzel, Macenauer und Ehrensperger. Ambri-Piotta ohne Flückiger (alle verletzt), Zgraggen (gesperrt) und Nordlund (überzähliger Ausländer).


Match-Zusammenfassung
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si. Die SCL Tigers unterstreichen am ersten Spieltag der NLA-Abstiegsrunde, dass sie den vorzeitigen Ligaerhalt noch nicht abgeschrieben haben. Die Emmentaler setzen sich in Lausanne 6:4 durch.

Da Ambri-Piotta beim Schlusslicht Biel 2:4 verlor, liegen die Tigers nur noch sieben Punkte hinter Lausanne und sechs hinter Ambri.

Die Basis zum Sieg legten die effizienten SCL Tigers im ersten Drittel. Zwar gerieten die Gäste in der 3. Minute durch ein Tor von Alain Miéville in Rückstand, doch Sven Lindemann 52 Sekunden nach dem 0:1, Kevin Clark (10.), Anton Gustafsson (14.) und Yannick-Lennart Albrecht brachten die Emmentaler bis zur 16. Minute 4:1 in Führung. Nachdem Lausanne in der 58. Minute durch Joël Genazzi auf 4:5 verkürzt hatte, machte Adrian Gerber nur 36 Sekunden später mit einem Schuss ins leere Tor alles klar. In den vier Saisonduellen in der Qualifikation hatte sich jeweils das Heimteam durchgesetzt.

Biel und Ambri-Piotta boten den Zuschauern im ersten Drittel eine animierte Partie mit fünf Toren. In der 38. Minute sorgte Nicholas Steiner mit dem 4:2 für den Schlussstand. Der Sieg der Seeländer war absolut verdient.




[ Ambri ] - [ Lugano ]

6:4 (1:1, 1:1, 4:2)
50. Runde - Samstag, 27. Februar 2016
Valascia Ambri -- 6500 Zuschauer (ausverkauft) -- Stricker, Wiegand; Kaderli, Tscherrig

Tore: 2. Hofmann (Stapleton, Wollgast) 0:1. 11. Hall (Bastl, Lauper) 1:1. 22. Lauper (Gautschi/Ausschluss Berger!) 2:1. 32. Bertaggia (Stapleton) 2:2. 46. Klasen (Fazzini, Kienzle/Ausschluss Gautschi) 2:3. 51. Grassi (Bianchi, Mäenpää) 3:3. 55. Pestoni (Monnet, Duca/Ausschluss Reuille) 4:3. 58. Giroux (Emmerton, Grassi) 5:3. 59. Chiesa (Pettersson, Klasen/Ausschluss Duca, Lugano ohne Torhüter) 5:4. 60. (59:29) Grassi 6:4 (ins leere Tor).

Strafen: 8mal 2 plus 5 (Zgraggen) plus 10 Minuten (Gautschi) plus Spieldauer (Zgraggen) gegen Ambri-Piotta, 7mal 2 plus 5 Minuten (Lapierre) plus Spieldauer (Lapierre) gegen Lugano. – PostFinance-Topskorer: Pestoni; Pettersson.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Birbaum, Gautschi; Sven Berger, Mäenpää; Trunz, Zgraggen; Sidler; Bastl, Hall, Lauper; Pestoni, Emmerton, Giroux; Grassi, Oliver Kamber, Elias Bianchi; Duca, Fuchs, Lhotak; Monnet.

Lugano: Östlund; Chiesa, Philippe Furrer; Kienzle, Kparghai; Wollgast, Sartori; Fontana; Pettersson, Lapierre, Klasen; Bertaggia, Stapleton, Gregory Hofmann; Dal Pian, Morini, Fazzini; Diego Kostner, Sannitz, Reuille.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Flückiger, Fora (beide verletzt) und Nordlund, Lugano ohne Ilari Filppula, Martensson (alle überzählige Ausländer), Julien Vauclair (gesperrt), Brunner, Manzato, Steinmann (alle verletzt), Hirschi und Stefan Ulmer (beide geschont). – Pfostenschuss Diego Kostner (18.). – Timeout Lugano (58:26).


Match-Zusammenfassung
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si. Weil Ambri das Derby gegen Lugano in der ausverkauften Valascia-Eishalle nach zweimaligem Rückstand (0:1 und 2:3) noch mit 6:4 gewinnt, wird der Abstiegsrunde fast die gesamte Spannung entzogen.

Dank der drei Punkte steigt Ambri-Piotta (10.) mit neun Punkten Vorsprung auf die SCL Tigers (11.) in die Zusatzrunde. Bis zur 51. Minute führte Lugano mit 3:2. Elias Grassi, Inti Pestoni und Alexandre Giroux realisierten innerhalb von sechseinhalb Minuten die Wende. Lugano verkürzte 69 Sekunden vor Schluss durch Alessandro Chiesa nochmals auf 4:5, Daniele Grassi stellte mit einem Schuss ins leere Tor zum 6:4 Ambris Sieg sicher.

Ambri-Piotta profitierte in der letzten Qualifikationsrunde von erleichterten Bedingungen. Bei Lugano hütete erstmals der junge Viktor Östlund (29 Paraden) das Tor. Ausserdem schonte Luganos Coach Doug Shedden mit den Ausländern Ilari Filppula, Tony Martensson und Captain Steve Hirschi Schlüsselspieler.

Luganos Fredrik Pettersson hätte gerne noch ein Tor erzielt. Das gelang ihm nicht. Beim Anschlusstreffer zum 4:5 fälschte Alessandro Chiesa seinen Schuss noch ab. Pettersson teilt sich mit dem Zuger Lino Martschini mit je 26 Toren die Goalgetter-Krone.




[ Biel ] - [ Ambri ]

4:2 (2:2, 0:0, 2:0)
49. Runde - Freitag, 26. Februar 2016
Tissot Arena -- 6048 Zuschauer -- Massy, Prugger; Fluri, Mauron

Tore: 2. Duca 0:1. 5. Moss (Olausson, Spylo/Ausschlüsse Gautschi und Emmerton) 1:1. 6. Rossi 2:1. 11. Pestoni (Nordlund, Monnet) 2:2. 49. Herburger (Olausson, Huguenin) 3:2. 58. Lüthi (Earl, Maurer) 4:2.

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Biel, 4mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. – PostFinance-Topskorer: Gaetan Haas; Pestoni.

Biel: Rytz; Maurer, Dufner; Dave Sutter, Huguenin; Jecker, Wellinger; Nicholas Steiner; Moss, Earl, Fabian Lüthi; Tschantré, Gaetan Haas, Spylo; Herburger, Olausson, Dostoinow; Daniel Steiner, Joggi, Rossi; Berthon.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Gautschi, Nordlund; Sven Berger, Mäenpää; Trunz, Sidler; Birbaum, Zgraggen; Bastl, Hall, Lauper; Monnet, Emmerton, Pestoni; Duca, Fuchs, Lhotak; Grassi, Oliver Kamber, Elias Bianchi.

Bemerkungen: Biel ohne Ehrensperger, Fey, Jelovac, Macenauer, Fabian Sutter und Wetzel, Ambri ohne Fora, Flückiger (alle verletzt) und Giroux (krank).


Match-Zusammenfassung
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si. Auch Ambri-Piotta vermag Bern oder Kloten die Suppe nicht mehr zu versalzen. Die Leventiner wären nur mit einem Sieg in Biel weiter im Playoff-Rennen verblieben. Ambri verliert aber mit 2:4.

Zehn Minuten lang lief im schmucken Bieler Eistempel alles drunter und drüber. Paolo Duca brachte Ambri-Piotta nach 117 Sekunden in Führung. Die Tessiner konnten diesen Blitzstart aber nur 130 Sekunden lang mit Erfolg verteidigen. David Moss in doppelter Überzahl und Matthias Rossi brachten Biel innerhalb von 104 Sekunden 2:1 in Führung. Und Inti Pestoni glich für Ambri nach zehn Minuten wieder aus.

Nach diesem Startfurioso mit vier Goals in zehn Minuten flaute das Geschehen ab. Ab der 35. Minute riss Gastgeber Biel das Diktat aber wieder an sich. Adam Hall (13.), Oliver Kamber (29./schlug vor dem offenen Tor am Puck vorbei) und Lukas Lhotak (29./Aussenpfosten) besassen bis zu diesem Zeitpunkt die besten Möglichkeiten, Ambri nochmals in Führung zu schiessen.

Am Ende setzten sich die Bieler aber verdientermassen durch. Bei den siegbringenden Toren durch Raphael Herburger (3:2) und Fabian Lüthi (4:2) stand den Seeländern auch eine Portion Glück bei. Beim 3:2 in der 49. Minute fehlte Ambris Goalie Sandro Zurkirchen der Goalie-Stock. Und beim 4:2 liess Zurkirchen eine Scheibe direkt auf die Stockschaufel von Fabian Lüthi abprallen.




[ Ambri ] - [ Biel ]

5:1 (3:0, 1:0, 1:1)
48. Runde - Samstag, 20. Februar 2016
Valascia Ambri -- 5125 Zuschauer -- Eichmann, Kurmann; Kovacs, Küng

Tore: 10. (9:48) Giroux (Pestoni, Emmerton) 1:0. 11. (10:42) Bianchi 2:0. 19. Emmerton (Pestoni) 3:0. 24. Pestoni (Zgraggen, Birbaum) 4:0. 52. Olausson (Moss, Macenauer) 4:1. 58. Mäenpää (Pestoni, Berger) 5:1.

Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Ambri, 4mal 2 Minuten gegen Biel. - PostFinance-Topskorer: Mäenpää; Haas.

Ambri Piotta: Zurkirchen; Trunz, Sidler; Berger, Mäenpää; Birbaum, Gautschi; Zgraggen; Bastl, Hall, Lauper; Grassi, Kamber, Bianchi; Pestoni, Emmerton, Giroux; Duca, Fuchs, Lhotak; Monnet.

Biel: Rytz/Meili (ab 21.); Maurer, Dufner; Huguenin, Dave Sutter; Jecker, Wellinger; Nicholas Steiner, Joggi; Moss, Macenauer, Fabian Lüthi; Rossi, Haas, Berthon; Dostoinow, Earl, Herburger; Daniel Steiner, Olausson, Tschantré.

Bemerkungen: Ambri ohne Fora, Flückiger (beide verletzt), Nordlund (überzähliger Ausländer); Biel ohne Fey, Wetzel, Ehrensperger, Jelovac (alle verletzt) und Spylo (überzähliger Ausländer). 38. Tor von Giroux annulliert.


Match-Zusammenfassung
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si. Ambri-Piotta beendet beim 5:1-Heimsieg gegen den Tabellenletzten Biel eine fast einen Monat anhaltende Niederlagenserie und ist im Kampf um die Playoffs wieder auf Kurs.

Nach dem unglücklich verlorenen Tessiner Derby vom Freitag gegen Lugano (2:4) war Biel der ideale Aufbau-Gegner für die Leventiner. Im fünften Saisonduell mit den Seeländern fuhr Ambri bereits den vierten Sieg ein. Die Tessiner liessen damit nicht nur wieder ihre Playoff-Hoffnungen aufleben, sondern beendeten auch eine Negativ-Serie von sechs Niederlagen in Folge. Den letzten Sieg hatten sie vor knapp einem Monat gegen Langnau gefeiert.

Die Partie war früh entschieden, weil Ambri vor allem in der Startphase effizienter agierte als Biel. Nach 24 Minuten führte Ambri bereits mit 4:0. Alexandre Giroux und Elias Bianchi legten nach zehn Minuten mit einem Doppelschlag innert 54 Sekunden den Grundstein zum Erfolg. Cory Emmerton (19.) und Inti Pestoni (24.), der neben seinem Treffer drei Assists gab, bauten die Führung weiter aus.

Die Tessiner zehrten für den Rest der Partie von diesem frühen Vorsprung. Der Bieler Niklas Olausson verhinderte mit dem 4:1 in der 52. Minute den dritten Saison-Shutout von Ambri-Goalie Sandro Zurkirchen.




[ Lugano ] - [ Ambri ]

4:2 (0:1, 1:0, 3:1)
23. Runde - Freitag, 19. Februar 2016
Resega Lugano -- 7800 Zuschauer (ausverkauft) -- Vinnerborg, Wiegand; Fluri, Wüst

Tore: 8. Fuchs (Birbaum) 0:1. 40. (39:13) Pettersson (Klasen, Stapleton) 1:1. 42. (41:35) Sidler (Bastl, Trunz) 1:2. 42. (41:47) Fazzini (Hofmann) 2:2. 57. Klasen (Pettersson, Sannitz) 3:2. 60. (59:50) Klasen 4:2 (ins leere Tor).

Strafen: je 4mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Klasen; Mäenpää.

Lugano: Merzlikins; Vauclair, Ulmer; Furrer, Kienzle; Kparghai, Hirschi; Sartori: Klasen, Martensson, Pettersson; Hofmann, Stapleton, Fazzini; Reuille, Sannitz, Walker; Morini, Dal Pian, Kostner.

Ambri Piotta: Zurkirchen; Trunz, Sidler; Berger, Mäenpää; Gautschi, Birbaum; Zgraggen; Monnet, Hall, Lauper; Pestoni, Emmerton, Giroux; Bianchi, Kamber, Grassi; Duca, Fuchs, Lhotak.

Bemerkungen: Lugano ohne Brunner, Bertaggia, Steinmann, Manzato, Chiesa (verletzt), Lapièrre (überzählig), Ambri Piotta ohne Fora, Flückiger ( beide verletzt ), Stucki, Chavaillaz ( beide überzählig). Pfostenschüsse: Pettersson, Stapleton (beide 43.), Trunz (54.). Ambri ab 59:00 bis 50:09 und ab 59:20 bis 59:50 ohne Goalie.


Match-Zusammenfassung
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si. Lugano dreht im Südschweizer Gipfel gegen Ambri-Piotta spät auf und gewinnt dank einer Doublette von Linus Klasen 4:2.

Bis zur 57. Minute hielt Ambri ein 2:2 und war auf Kurs, eine achte Niederlage in Folge in der Resega abzuwenden. Zweimal führte der Aussenseiter gar, Lugano indes reagierte vehement. Patrick Sidlers 2:1 glich Luca Fazzini praktisch im Gegenzug aus.

Für den grossen Umschwung sorgte dann aber die schwedische Künstler-Fraktion Luganos. Nach einer Serie von Pfostenschüssen erzwang Linus Klasen in der 57. Minute das 3:2, Sekunden vor Schluss entzückte der Nordländer die Curva Nord mit einem Treffer ins leere Tor ein nächstes Mal.

Derweil die 7800 Tifosi die Bianconeri und ihren Coach Doug Shedden bejubelten, der im 30. Spiel seit seinem Einstieg in der herbstlichen Krise den 20. Sieg zelebrierte, drehten Ambri-Piottas Spieler schwer enttäuscht ab - sie hatten im Finish der Qualifikation trotz einer lange erstklassigen Performance gegen Lugano auch das dritte Auswärts-Derby verloren.

Vom zunächst positiven Einfluss von Hans Kossmann ist seit dem Jahreswechsel nicht mehr viel übrig geblieben. Die Inputs des neuen Trainers verflüchtigten sich, die Biancoblu verloren spürbar an Schwung. 2016 stagniert die Squadra aus dem Sopraceneri, im verzweifelten Kampf um den letzten Playoff-Platz droht erneut ein unfreundliches Ende.

Verloren hat Ambri aber vorerst nur ein weiteres Duell mit dem Erzrivalen. Die Fehltritte häufen sich zwar, aber dank der Schwächen der Konkurrenz bleib die Option vorhanden, doch noch unter die Top 8 vorzustossen. Sowohl die Flyers als auch die seit Wochen taumelnden Berner stecken weiterhin in der Problemzone fest.

Ein prickelndes Schlussprogramm bahnt sich an - mit einer brisanten Schlusspointe: in der 50. und letzten Runde empfangen die Nord-Tessiner vor eigener Kulisse den HC Lugano.




[ Lausanne ] - [ Ambri ]

2:1 (1:0, 0:1, 0:0, 0:0) n.P.
47. Runde - Samstag, 6. Februar 2016
Malley -- 6813 Zuschauer -- Fischer, Vinnerborg; Kaderli, Stuber

Tore: 10. Pesonen (Froidevaux, Genazzi/Ausschluss Birbaum) 1:0. 29. Pestoni (Kamber, Chavaillaz) 1:1.

Penaltyschiessen: Pesonen 1:0, Duca -; Louhivaara -, Pestoni -; Froidevaux 2:0, Kamber -; Genazzi 3:0.

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Lausanne, 5mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Pesonen; Mäenpää.

Lausanne: Huet; Gobbi, Leeger; Genazzi, Lardi; Stalder, Jannik Fischer; Philippe Rytz; Nodari; Walsky, Hytönen, Ryser; Louhivaara, Miéville, Pesonen; Danielsson, Froidevaux, Déruns; Kneubühler, Savary, Simon Fischer.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Gautschi, Mäenpää; Trunz, Sidler; Birbaum, Chavaillaz; Stucki; Pestoni, Hall, Lauper; Grassi, Kamber, Bianchi; Lhotak, Emmerton, Monnet; Duca, Fuchs, Giroux; Bastl.

Bemerkungen: Lausanne ohne Benjamin Antonietti, Bang, Florian Conz, Herren, Dario Trutmann (alle verletzt) sowie Leblanc (überzähliger Ausländer), Ambri ohne Sven Berger, Flückiger, Fora und Zgraggen (alle verletzt) sowie Nordlund (überzähliger Ausländer). - 58. Timeout Lausanne.


Match-Zusammenfassung
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si/tiz. Lausanne feiert am Playoff-Trennstrich einen wichtigen 2:1-Sieg über Ambri-Piotta nach Penaltyschiessen. Für die Leventiner war die 5. Niederlage in Serie ein erneuter Rückschlag im Playoff-Kampf.

Cristobal Huet im Lausanner Tor war im Penaltyschiessen nicht zu bezwingen. Gleichzeitig waren bei den Waadtländern gleich drei der ersten vier Spieler erfolgreich. Ambri, das zwei der drei Saisonduelle gegen den Waadtländer gewonnen hatte, zog damit einmal mehr im Nachsitzen den Kürzeren.

Ambris Keeper Sandro Zurkirchen hatte die Gäste im Schlussdrittel sowie in der Verlängerung mit zahlreichen Paraden in einfacher oder gar doppelter Unterzahl im Spiel gehalten. Mit 35 Paraden ermöglichte Zurkrichen den Punktgewinn der Gäste.

Im Mitteldrittel hatte Inti Pestoni für die Leventiner mit dem eigenen Nachschuss zum 1:1 ausgeglichen. Da waren die Gäste noch das deutlich stärkere Team gewesen.

Insgesamt war es das 50. Duell in der Geschichte zwischen diesen beiden Klubs. Lausanne errang dabei am Samstag den 15. Erfolg, 32 Siege stehen auf dem Konto der Leventiner. Die erste Begegnung hatte Ambri-Piotta am 12. Dezember 1953 auswärts noch mit 14:2 zu seinen Gunsten entschieden.




[ Ambri ] - [ Davos ]

3:4 (2:1, 0:1, 1:1, 0:0) n.P.
46. Runde - Freitag, 5. Februar 2016
Valascia Ambri -- 4736 Zuschauer -- Wehrli, Wiegand; Fluri, Wüst

Tore: 5. Forster (Marc Wieser) 0:1. 11. Pestoni (Hall, Lauper) 1:1. 20. (19:43) Kamber (Giroux, Bianchi) 2:1. 36. Picard (Corvi) 2:2. 48. Marc Wieser (Lindgren, Kindschi) 2:3. 51. Trunz (Monnet. Lhotak) 3:3.

Penaltyschiessen: Aeschlimann 0:1, Hall -; Corvi -, Duca 1:1; Du Bois -, Giroux -; Walser -, Grassi -; Simion 1:2, Emmerton 2:2; Emmerton -, Aeschlimann -; Duca -, Simion -; Giroux -, Lindgren -; Lhotak -, Ambühl 2:3.

Strafen: je 4mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Mäenpää; Lindgren.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Trunz, Sidler; Gautschi, Mäenpää; Birbaum, Chavaillaz; Stucki; Grassi, Kamber, Bianchi; Pestoni, Hall, Lauper; Lhotak, Emmerton, Monnet; Duca, Fuchs, Giroux; Bastl.

Davos: Genoni; Heldner, Forster; Du Bois, Kindschi; Guerra, Jung; Schneeberger, Paschoud; Ambühl, Corvi, Picard; Marc Wieser, Lindgren, Axelsson; Setoguchi, Walser, Dino Wieser; Simion, Aeschlimann, Jörg.

Bemerkungen: Ambri ohne Nordlund (überzähliger Ausländer), Berger, Fora, Zgraggen und Flückiger. Davos ohne Brejcak, Paulsson und Sciaroni (alle verletzt).


Match-Zusammenfassung
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Davos untermauert seinen Aufwärtstrend und gewinnt in Ambrì nach Penaltyschiessen mit 3:4 Toren.

Es ist deutlich nach 22 Uhr, als Andres Ambühl den 18. Penalty verwertet und dafür sorgt, dass sein Team zum fünften Mal in sechs Spielen gewinnt. Ambrì bleibt ein Punkt, mit dem man gut bedient ist, denn der HCD ist die bessere Mannschaft, führt spielerisch die feinere Klinge und erspielt sich ein deutliches Chancenplus.

Ambrì stellt den Spielverlauf auf den Kopf, indem es nach 20 Minuten mit 2:1 führt. Allein das Tor von Kamber ist das Eintrittsgeld wert. Elegant und gekonnt, wie er Genoni aus spitzem Winkel zur knappen Führung erwischt.

Das Mitteldrittel ist ein spielerisches Ärgernis, wobei die Fehlpassquote auf beiden Seiten Höchstwerte  erreicht. Der temporäre Ausgleich durch Picard (36.) ist hochverdient, auch wenn dieser Treffer den Zorn der Einheimischen entfacht, weil das direkt vor dem Bully gegen Grassi gepfiffene Icing vielleicht keines war... und das 2:2 eben direkt nach diesem Anspiel fällt!

War das Mitteldrittel zerfahren, so besinnen sich die beiden Kontrahenten im Schlussdrittel auf eine spielerisch feinere Klinge. Das 2:3, dem ein Superpass von Lindgren vorausgeht, ist jedenfalls ein Leckerbissen und bringt Ambrì an den Rand einer Niederlage. Trunz bleibt es vorbehalten, diese abzuwenden, denn er trifft aus dem Gewühl heraus zum umjubelten Ausgleich. Beinahe wären die nun druckvoll agierenden Leventiner noch zum Sieg gekommen. Vor allem Emmerton hätte das Spiel in dieser Phase entscheiden können. Die Verlängerung bringt keine Tore, so dass das eingangs erwähnte Penaltyschiessen die Entscheidung zugunsten der Bündner bringt.

Ambrì gewinnt in den letzten 13 Spielen nur dreimal - und ist im Rennen um die Playoffs immer noch dabei. Dies ist die positive Erkenntnis und hoffentlich Motivation genug, wenn es heute nach Lausanne geht. Der Schreibende wird die kommenden Spiele aus den Ferien beobachten und ist dann rechtzeitig zurück, wenn es... vielleicht in die Playoffs geht!

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher



[ Fribourg ] - [ Ambri ]

4:1 (1:1, 2:0, 1:0)
45. Runde - Samstag, 30. Januar 2016
BCF Arena -- 6500 Zuschauer (ausverkauft) -- Dipietro, Kurmann; Kaderli, Stuber

Tore: 4. Sprunger (Rathgeb, Kamerzin/Ausschluss Trunz) 1:0. 15. Pestoni (Birbaum, Monnet) 1:1. 35. Plüss (Bykov, Sprunger/Ausschluss Sidler) 2:1. 36. Bykov (Rathgeb/Ausschlüsse Pouliot/Sidler) 3:1. 60. (59:46) Pouliot (ins leere Tor) 4:1.

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron, 5mal 2 plus 5 Minuten (Sidler) plus Spieldauer (Sidler) gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Sprunger; Mäenpää.

Fribourg-Gottéron: Benjamin Conz; Ellerby, Schilt; Kamerzin, Abplanalp; Rathgeb, Ngoy; Caryl Neuenschwander, Gardner, Schmutz; Mauldin, Pouliot, Mottet; Sprunger, Bykow, Plüss; John Fritsche, Rivera, Neukom.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Gautschi, Mäenpää; Birbaum, Nordlund; Trunz, Sidler; Stucki, Chavaillaz; Pestoni, Hall, Lauper; Bastl, Emmerton, Monnet; Grassi, Kamber, Bianchi; Duca, Fuchs, Lhotak.

Bemerkungen: Gottéron ohne Tristan Vauclair, Picard II und Réway (alle verletzt) sowie Salminen (als 13. Stürmer ohne Einsatz!), Ambri ohne Giroux (überzähliger Ausländer), Sven Berger, Fora, Zgraggen und Flückiger (alle verletzt). - 59:26 Timeout Ambri, von 58:07 bis 59:46 ohne Torhüter. - 54. Zurkrichen hält Penalty von John Fritsche.


Match-Zusammenfassung
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si. Fribourg-Gottéron tut mit dem 4:1-Heimsieg gegen Ambri-Piotta einen Schritt in Richtung Playoff-Qualifikation. Die zuletzt in Überzahl chronisch schwachen Romands realisieren zwei Powerplay-Tore.

Den Restausschluss von Ambris Patrick Sidler im Mitteldrittel nutzte Benny Plüss zum Gamewinner (2:1). Andrej Bykow traf in seinem zweiten Spiel nach überstandener Verletzungspause zum vorentscheidenden 3:1 (36.). Mit Captain Julien Sprunger (Torschütze zum 1:0) steuerte auch der dritte Stürmer aus der langjährigen Freiburger Toplinie einen Treffer zum Erfolg bei. Der Kanadier Marc-Antoine Pouliot setzte bei seiner Rückkehr nach mehrwöchiger Verletzungspause mit einem Schuss ins leere Tor den Schlusspunkt.

Dabei hatte Ambri die letzten zwei Direktduelle noch zu seinen Gunsten entschieden. Diesmal hatten die Leventiner indes lediglich im Startdrittel dagegengehalten. Inti Pestoni sorgte da mit seinem zehnten Saisontor für den zwischenzeitlichen Ausgleich.

Gottéron beendete mit dem Heimsieg eine Negativserie von drei Niederlagen. Ambri-Piotta hat derweil mit nur zwei Erfolgen aus den letzten zehn Spielen das angedeutete Playoff-Rendement wieder verloren. Die Leventiner kassierten zudem schon die siebente aufeinanderfolgende Niederlage auf fremdem Eis.

Bei Gottéron hatte sich die gesteigerte "Intensität" vor dem Spiel gegen Ambri schon im Vorfeld angedeutet. Laut den "Freiburger Nachrichten" waren im Training die beiden Stürmer Sebastian Schilt und Kilian Mottet über die übliche Zweikampfhärte hinaus aneinandergeraten.




[ Ambri ] - [ Bern ]

3:4 (1:1, 1:2, 1:0, 0:1) n.V.
44. Runde - Freitag, 29. Januar 2016
Valascia Ambri -- 6022 Zuschauer -- Massy, Wiegand; Borga, Bürgi

Tore: 16. Hall (Mäenpää, Giroux/Ausschluss Helbling) 1:0. 18. Pascal Berger (Plüss, Bodenmann) 1:1. 26. Trunz (Emmerton, Monnet) 2:1. 32. Conacher (Moser, Gerber) 2:2. 34. Scherwey (Ausschluss Conacher!) 2:3. 48. Grassi (Kamber, Bianchi) 3:3. 61. (60:26) Rüfenacht (Untersander, Roy) 3:4.

Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Ambri, 6mal 2 Minuten gegen Bern. - PostFinance-Topskorer: Mäenpää; Conacher.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Birbaum, Sidler; Gautschi, Mäenpää; Trunz, Chavaillaz; Stucki; Grassi, Kamber, Bianchi; Lauper, Hall, Giroux; Lhotak, Emmerton, Monnet; Duca, Fuchs, Pestoni; Bastl.

Bern: Stepanek; Krueger, Untersander; Helbling, Gerber; Jobin, Kreis; Flurin Randegger; Rüfenacht, Roy, Scherwey; Conacher, Ebbett, Moser; Bodenmann, Plüss, Pascal Berger; Alain Berger, Reichert, Müller.

Bemerkungen: Ambri ohne Sven Berger, Fora, Flückiger (verletzt) und Nordlund (überzähliger Ausländer), Bern ohne Luca Hischier, Bergenheim, Blum, Bührer, Kobasew, Dubois, Ness, Smith (alle verletzt) und Kousa (überzähliger Ausländer).


Match-Zusammenfassung
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Der sich vehement gegen die Playouts wehrende SC Bern siegt in Ambrì in der Verlängerung und sorgt für den grossen Zusammenschluss am Strich.

Ambrì-Trainer Hans Kossmann muss nach den Ausfällen von Fora, Zgraggen sowie Berger umdisponieren, beordert Stucki in die Verteidigung und gewährt Chavaillaz abermals Auslauf. Dies ändert freilich wenig daran, dass der SCB überhaupt nicht wie ein Krisenclub auftritt, von allem Anfang an aufs Gaspedal drückt und Zurkirchen im Ambrì-Tor quasi unter Dauerbeschuss nimmt. Das 1:1 nach 20 Minuten schmeichelt den Nordtessinern. Sie profitieren von einer Strafe gegen Helbling und treffen im Powerplay; ein Überzahlspiel, das nachher überhaupt nicht mehr funktioniert und auch ein bisschen Schuld daran ist, dass der Gast aus Bern zu zwei ganz wichtigen Punkten kommt.

Zunder bringt das Mitteldrittel, wo die über 6000 Fans zuerst das Tor von Trunz, der von der blauen Linie zum 2:1 trifft, bejubeln. Conacher, der Berner Aggressivleader, egalisiert wenig später, muss dann auf der Strafbank Platz nehmen und sieht von dieser, wie Scherwey seine Farben mit einem Shorthander in Front bringt. Der Assist kommt vom ansonsten fehlefreien Zurkirchen (!), dessen Ausflug hinters eigene Tor ... mit einem Pass auf den Gegner endet.

Da sich aber auch sein Gegenüber Stepanek einen Flop leistet, kann das Spiel nach 48 Minuten und dem Ausgleich des sehr agilen Daniele Grassi wieder von vorne beginnen. Allerdings sieht die Schlussphase abermals die Berner am Drücker, welche den Sieg mit Vehemenz suchen .... und in der Verlängerung auch finden. Rüfenacht, eben noch auf der Strafbank, ist der Schütze und sorgt für kollektiven Jubel auf der Berner Bank.

Ambrì muss sich an der eigenen Nase nehmen, in Sachen Powerplay über die Bücher und auch hoffen, dass die designierten Leistungsträger bereits heute Abend in Fribourg dafür sorgen, dass der Platz über dem Strich gehalten werden kann!

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher


si. Nach sieben Niederlagen in Folge gewinnt der SC Bern in Ambri 4:3 nach Verlängerung und holt einen wichtigen Sieg gegen einen direkten Gegner um die Playoff-Qualifikation.

Dramatik pur - anders kann der SC Bern in diesen Wochen nicht spielen. Mit sieben Niederlagen hatten sie seit Anfang Januar die längste Pleitenserie der Klubgeschichte aneinandergereiht - und dabei fünf Mal in der Verlängerung oder im Penaltyschiessen verloren. Im Ambri fiel der Puck wieder einmal zugunsten der Berner. Thomas Rüfenacht war der Held, der gleich zu Beginn der Zusatzschicht via Innenpfosten für die Entscheidung sorgte.

Der Sieg der Berner war verdient, denn sie taten mehr fürs Spiel und suchten vehementer den Weg zum Tor. Sie machten dank Pascal Berger und Cory Conacher, der nach einem Spiel Zwangspause wieder dabei war und erstmals seit seinem Spengler-Cup-Triumph mit dem Team Canada wieder erfolgreich war, zweimal einen Rückstand wett. In Unterzahl brachte Tristan Scherwey den SCB nach 34 Minuten unter gütiger Mithilfe von Ambri-Torhüter Sandro Zurkirchen sogar in Führung. "Wir sind im Moment nicht fähig, einen Vorsprung über die Zeit zu bringen", hatte Coach Lars Leuenberger aber am Dienstag nach der Niederlage in Lausanne festgestellt.

Er behielt recht. Auch der tschechische SCB-Goalie Jakub Stepanek griff im Schlussdrittel daneben und ermöglichte so den Ausgleich durch Daniele Grassi. Bern musste im vierten Spiel in Folge in die Verlängerung, bog da aber erstmals das Glück auf seine Seite. Das 4:3 durch Rüfenacht konnte es dann nicht mehr verspielen.




[ Zug ] - [ Ambri ]

5:4 (0:0, 2:3, 2:1, 0:0) n.P.
43. Runde - Dienstag, 26. Januar 2016
Bossard Arena -- 6227 Zuschauer -- Küng, Massy; Progin, Wüst

Tore: 24. Martschini (Bouchard, Sondell/Ausschluss Duca) 1:0. 26. Grassi (Emmerton, Mäenpää/Ausschluss Diem) 1:1. 30. Giroux (Grassi, Lhotak/Ausschluss Suri) 1:2. 36. Fora (Duca, Giroux) 1:3. 39. Zangger (Peter) 2:3. 43. Martschini (Holden, Bouchard/Ausschluss Fora) 3:3. 48. Peter (Zangger, Alatolo) 4:3. 55. Grassi (Mäenpää, Emmerton/Ausschluss Morant) 4:4.

Penaltyschiessen: Hall -, Martschini 1:0; Giroux 1:1, Immonen -; Pestoni -, Bouchard -; Kamber -, Zangger -; Monnet -, Bürgler -; Martschini 2:1, Giroux -.

Strafen: 2mal 2 plus 5 Minuten (Suri) plus Spieldauer (Suri) gegen Zug; 5mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Bouchard; Mäenpää.

Zug: Stephan; Ramholt, Grossmann; Schlumpf, Sondell; Morant, Alatalo; Erni, Blaser; Lammer, Immonen, Bouchard; Martschini, Holden, Suri; Bürgler, Peter, Zangger; Schnyder, Diem, Senteler.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Berger, Mäenpää; Fora, Birbaum; Trunz, Gautschi; Chavaillaz; Pestoni, Duca, Giroux; Lhotak, Emmerton, Monnet; Bastl, Hall, Lauper; Grassi, Kamber, Bianchi; Stucki.

Bemerkungen: Zug ohne Thibaudeau (verletzt), Sieber und Lüthi (beide überzählig), Ambri-Piotta ohne Fuchs, Sidler, Flückiger (alle verletzt) und Nordlund (überzähliger Ausländer). Berger verletzt ausgeschieden (27.). Lattenschüsse Alatalo (7.) und Schnyder (48.).


Match-Zusammenfassung
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Ein kämpferisches Ambrì holt in Zug einen Punkt und muss sich vor 6227 Fans erst im Penaltyschiessen geschlagen geben.

Der Chronist überspringt die ersten 27 Minuten, denn bis dahin regieren trostloses Operetten-Hockey und erschreckend wenig Emotionen. Dass dies auf den Rängen der Bossard-Arena oft so ist, wissen wir inzwischen. Dass auch auf dem Eis Kuschelstimmung herrscht, ist hingegen eher neu.
Mit dem Check von Reto Suri an Sven Berger ändert die Marschrichtung dann doch noch: Suri muss raus und Ambrì darf während fünf Minuten in Überzahl spielen. Giroux - wieder einmal eiskalt - und später Fora mit einer "Rakete" schiessen die Nordtessiner urplötzlich mit zwei Toren in Führung, was angesichts der Zuger Chancen im Startdrittel eher überraschend ist. Schade dann aus Ambrì-Optik, dass kurz vor dem zweiten Sirenenton der zweite Gegentreffer entgegengenommen werden muss, was den Match für den EV Zug neu lanciert.

Kein Zufall, dass Lino Martschini dann auch der Ausgleich (43.) gelingt, denn der kleine Zuger ist - zumindest heute Abend - der Grösste, weil schlittschuhläuferisch brillant und stocktechnisch versiert; ein steter Gefahrenherd für ein Ambrì, das sich nicht beirren lässt - auch dann nicht, als Emanuel Peter die Einheimischen in Front schiesst. Bärenstark das folgende Boxplay, wobei es die Zuger hier verpassen, bei über 90 (!) Sekunden doppelter (!) Überzahl für die Vorentscheidung zu sorgen. Das muss - in Hinblick auf die Playoffs - ein bisschen Angst machen, denn solche Chancen darf man ganz einfach nicht ungenutzt verstreichen lassen!

Grassi sorgt mit dem dritten Überzahltor für Ambrì dafür, dass es in die Verlängerung und später dann gar ins Penaltyschiessen geht. Dort hat die Kossmann-Truppe mit zwei Stangenschüssen auch ein bisschen Pech, so dass es Martschini vorbehalten ist, dem bunten Treiben ein Ende zu setzen.
 
Fazit: Ambrì hat einen wichtigen Punkt geholt und tolle Moral bewiesen. Ein gutes Omen, wenn es nun am Freitag darum geht, gegen den SC Bern den Platz über dem Strich zu verteidigen.
Und der EV Zug? Der muss an defensiven Details und partiell auch am Powerplay arbeiten, ansonsten es im Playoff ein böses Erwachen geben könnte!

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher


si. Zug gewinnt gegen Ambri-Piotta im sechsten Vergleich dieser Saison zum fünften Mal. Nach einem 1:3-Rückstand setzen sich die Innerschweizer mit 5:4 nach Penaltyschiessen durch - dank Lino Martschini.

Der Erfolg am Ende war verdient, waren die Zuger doch über die ganze Partie gesehen die bessere Mannschaft. Das in den Playoff-Kampf verwickelte Ambri gab aber nie auf und rettete sich dank Doppeltorschütze Daniele Grassi, der in der 55. Minute in Überzahl das 4:4 erzielte, in die Verlängerung. Insgesamt drei seiner vier Tore schoss Ambri in Überzahl.

Den Zusatzpunkt sicherte sich Zug dank zwei erfolgreichen Versuchen im Penaltyschiessen von Lino Martschini und weil Ambri im "Shootout" mit zwei Pfostenschüssen auch etwas Pech bekundete. Martschini wurde damit zum Matchwinner, nachdem er bereits davor als zweifacher Torschütze im Powerplay geglänzt hatte.

Nach einem torlosen ersten Drittel brachte Martschini seine Mannschaft im Powerplay in Führung. Danach verloren die Innerschweizer vorübergehend den Fokus, nachdem Reto Suri wegen eines Checks gegen den Kopf von Sven Berger eine Fünfminutenstrafe plus Restausschluss erhalten hatte. Berger, der vielleicht wichtigste Schweizer in der Tessiner Abwehr, konnte danach nicht mehr weiterspielen.

Während Zug seine Siegesserie vor heimischem Publikum auf fünf Partien verlängerte, musste Ambri seine fünfte Auswärtsniederlage in Folge hinnehmen.    




[ Ambri ] - [ Langnau ]

2:0 (1:0, 0:0, 1:0)
42. Runde - Samstag, 23. Januar 2016
Valascia Ambri -- 5122 Zuschauer -- Prugger, Stricker; Espinoza, Mauron

Tore: 6. Giroux (Hall) 1:0. 59. Lhotak (Lauper) 2:0 (ins leere Tor).

Strafen: 2mal 2 plus 10 Minuten (Sven Berger) gegen Ambri-Piotta, 3mal 2 Minuten gegen SCL Tigers. - PostFinance-Topskorer: Mäenpää; Di Domenico.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Fora, Birbaum; Sven Berger, Mäenpää; Trunz, Zgraggen; Gautschi; Stucki, Hall, Lauper; Grassi, Kamber, Bianchi; Lhotak, Emmerton, Monnet; Pestoni, Duca, Giroux; Bastl.

SCL Tigers: Punnenovs; Müller, Koistinen; Weisskopf, Kim Lindemann; Zryd, Adrian Gerber; Ronchetti; Di Domenico, Claudio Moggi, Nüssli; Clark, Wilson, Bucher; Lukas Haas, Schirjajew, Sven Lindemann; Wyss, Albrecht, Sandro Moggi.

Bemerkungen: Ambri ohne Fuchs, Sidler und Flückiger (alle verletzt), Nordlund (überzähliger Ausländer), SCL Tigers ohne Stettler, Deny Bärtschi, Jordy Murray, Tom Gerber und Nils Berger (alle verletzt), Gustafsson (krank) sowie Hecquefeuille. - Ambri bestätigte die Verpflichtung von Gianluca Hauser (von Erstligist Arosa) als Goalie Nummer 3 bis Saisonende. - 37. Lattenschuss Emmerton, 59:59 Pfostenschuss Duca.- 39. Timeout SCL Tigers, von 58:37 bis 58:57 ohne Torhüter. - 52. Zgraggen verletzt ausgeschieden.


Match-Zusammenfassung
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Ambrì bezwingt die zuletzt viermal siegreichen Tigers vor 5122 Fans mit 2:0 Toren und installiert sich temporär auf Platz 7.

Der Held des Abend heisst - nicht zum ersten Mal in dieser Saison - Sandro Zurkirchen, der mit 25 Paraden nicht nur sein Tor rein, sondern vor allem auch seine Mannschaft im Spiel hält und am Ursprung zu diesem ganz wichtigen Sieg steht. Die Basis zu diesem legt Alexandre Giroux mit dem frühen Führungstor (6.), bei welchem er wieder einmal zeigt, dass nicht mancher Stürmer dieser Liga so schnelle und feine Hände hat wie der neulich arg kritisierte Stürmer. Danach kommen die Tigers zu mehreren guten Chancen, welche jedoch nicht in Tore umgemünzt werden können.

Das Mitteldrittel bringt mehrheitlich ausgeglichenes, aber auch torloses Eishockey, wobei die Gäste aus dem Emmental jederzeit mithalten können, erstaunlich kompakt wirken und sich in der Person von Ivars Punnenovs auf einen starken Keeper verlassen können. Ambrì ist gegenüber den katastrophalen Auftritten vom Vorwochenende nicht mehr wieder zu erkennen, kämpft beherzt und muss sich einzig im Powerplay Kritik gefallen lassen, denn dieses ist wenig effizient bis gar nicht existent.

Und der Schlussabschnitt? Auch dieser bringt (viel) Spannung, actionreiche Torszenen und ein spätes 2:0, das erst dann fällt, als die Tigers ihren Torhüter durch einen sechsten Feldspieler ersetzen. Lukas Lhotak sorgt mit seinem 13. Saisontor dafür, dass La Montanara durch die sternenklare Nacht hallt. Und vor allem auch dafür, dass Ambrì wieder über den Strich hüpft, weil Lausanne und Bern zusammen nur einen Punkt holen und - zumindest am heutigen Spieltag - zu den Verlierern zählen.

Nach wie vor aber liegen zwischen Ambrì und den elftplatzierten Tigers nach Verlustpunkten nur vier winzige Zähler, so dass das letzte Wort bezüglich Playoffs noch längst nicht gesprochen ist.
Kommenden Dienstag fährt Ambrì abermals nach Zug, bevor es am nächsten Freitag zum "Strichtanz" gegen den SC Bern kommen wird - forza ragazzi!

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher   




[ Servette ] - [ Ambri ]

7:4 (0:1, 5:2, 2:1)
41. Runde - Freitag, 22. Januar 2016
les Vernets Servette -- 6464 Zuschauer -- Dipietro, Vinnerborg; Fluri, Rohrer

Tore: 19. Giroux (Pestoni, Kamber) 0:1. 21. (20:41) Bezina (Pyatt, D'Agostini) 1:1. 22. (21:19) Stucki (Mäenpää, Duca) 1:2. 24. (23:40) Pedretti (D'Agostini, Fransson) 2:2. 25. (24:07) Loeffel (Romy, Riatt) 3:2. 26. (25:51) Monnet (Lhotak) 3:3. 36. (35:28) Slater (Wick, Loeffel) 4:3. 37. (36:09) Pyatt (Vukovic, Fransson) 5:3. 43. Lhotak (Emmerton, Määenpä/Ausschluss Douay) 5:4. 55. Pyatt (Wick, Iglesias) 6:4. 60. (59:11) D'Agostini (Fransson, Jacquement) 7:4 (ins leere Tor).

Strafen: 1mal 2 plus 5 Minuten (Bezina) plus Spieldauer (Bezina) gegen Genève-Servette, 1mal 2 plus 5 Minuten (Lauper) plus Spieldauer (Lauper) gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: D'Agostini; Pestoni.

Genève-Servette: Mayer; Vukovic, Fransson; Loeffel, Bezina; Antonietti, Iglesias; Romain Chuard; Wick, Slater, Rod; D'Agostini, Pyatt, Pedretti; Simek, Romy, Riat; Douay, Jacquemet, Rubin; Gerber.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Fora, Nordlund; Berger, Mäenpää; Trunz, Zgraggen; Birbaum, Sidler; Lhotak, Emmerton, Monnet; Pestoni, Fuchs, Giroux; Grassi, Kamber, Bianchi; Stucki, Duca, Lauper.

Bemerkungen: Genève-Servette ohne Bays, Slater, Kast, Traber, Mercier und Almond, Ambri-Piotta ohne Hall, Flückiger und Gautschi (alle verletzt). Pfostenschuss Pyatt (45.). Timeout Ambri-Piotta (58:35). Ambri-Piotta von 58:13 bis 59:11 ohne Torhüter.


Match-Zusammenfassung
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si. Zwischen Genève-Servette und Ambri-Piotta gewinnt im vierten Duell dieser Saison zum vierten Mal das Heimteam. Beim 7:4 liefern sich die beiden Teams eine spektakuläre Partie.

Den Erfolg musste sich Servette allerdings hart erarbeiten. Das Team von Trainer Chris McSorley vermochte sich gegen die leidenschaftlich wehrenden Tessiner nie abzusetzen und geriet gar zweimal in Rückstand. Erst in den letzten sechs Minuten machten Tom Pyatt, der als einziger Spieler doppelt traf, und Matt D'Agostini mit ihren Toren zum Schlussresultat alles klar.

Turbulent und vor allem torreich verlief das Mitteldrittel; die beiden Defensivabteilungen hinterliessen keinen stilsicheren Eindruck. Sieben Treffer in einem Abschnitt waren davor in dieser Saison erst einmal gefallen, und zwar Ende November im Mitteldrittel zwischen Bern und den SCL Tigers (5:6 nach Penaltyschiessen).

Auch die 5:3-Führung von Servette nach 40 Minuten bedeutete aber noch nicht die Entscheidung. Ambri kam dank einem Powerplay-Tor von Lukas Lhotak noch einmal heran. Am Schluss mussten die Tessiner aber zum fünften Mal in Folge auf fremdem Eis als Verlierer vom Eis. Weil Bern spielfrei war, rutschten die Leventiner wieder unter den Strich.

Servette dagegen feierte bei einem der torreichsten Spiele der Saison den achten Sieg in den letzten neun Partien und bleibt der erste Verfolger der ZSC Lions.




[ Ambri ] - [ Zug ]

3:2 (0:0, 0:2, 2:0, 1:0) n.V.
30. Runde - Dienstag, 19. Januar 2016
Valascia Ambri -- 3772 Zuschauer -- Eichmann, Prugger; Bürgi, Wüst.

Tore: 31. Martschini (Suri, Holden) 0:1. 36. Sondell (Martschini, Bouchard/Ausschluss Zgraggen) 0:2. 42. Kamber (Bianchi, Mäenpää) 1:2. 50. Lhotak (Emmerton, Monnet) 2:2. 64. Emmerton (Mäenpää, Giroux) 3:2.

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 4mal 2 Minuten gegen Zug. - PostFinance-Topskorer: Pestoni; Bouchard.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Fora, Nordlund; Mäenpää, Berger; Trunz, Zgraggen; Birbaum; Lhotak, Emmerton, Monnet; Grassi, Kamber, Bianchi; Pestoni, Fuchs, Giroux; Duca, Bastl, Lauper; Stucki.

Zug: Stephan; Schlumpf, Sondell; Ramholt, Grossmann; Morant, Alatalo; Erni, Lüthi; Martschini, Holden, Suri; Lammer, Immonen, Bouchard; Bürgler, Peter, Zangger; Schnyder, Diem, Senteler.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Hall, Flückiger (beide verletzt) und Gautschi (krank), Zug ohne Blaser, Thibaudeau (beide verletzt) und Sieber (überzählig). Pfostenschuss Bürgler (50.).


Match-Zusammenfassung
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Cory Emmerton schiesst Ambrì in der Verlängerung über den Strich, nachdem der EV Zug vor 3772 Fans lange Zeit mit 2:0 geführt hatte!

Nach den beiden verheerenden Vorstellungen gegen Kloten und die ZSC Lions boykottiert der Chronist den heutigen Match, entsendet aber seinen Bruder in die minus sieben Grad kalte Valascia, wo sich Ambrì zu Beginn stark verbessert zeigt, es aber nicht schafft, die sich bietenden vier (!) Powerplaychancen in Tore umzumünzen.

Auch im Mitteldrittel betreibt Ambrì viel Aufwand, spielt zügig, aber auch konfus nach vorne - und schiesst kein Tor. Dieses gelingt kurz nach Spielmitte dem EV Zug, der dank Martschini (16. Saisontor) zur Führung kommt. Ja, und dann kommt es knüppeldick, denn es ist Sondell (36.), der eine Strafe gegen Zgraggen zum 0:2 nutzen kann. Bitter für Ambrì, das für seine Unzulänglichkeiten hart bestraft wird! Kurz vor Drittelsende verpasst das Heimteam den Anschlusstreffer, als Grassi seine beiden Versuche von Stephan magistral entschärft sieht. Nun, es ist auch der Vergleich zweier Mannschaften, die momentan in ganz unterschiedliche Richtungen laufen: Hier der EV Zug, zuletzt viermal siegreich. Dort der HC Ambrì-Piotta, welcher - nach vier Niederlagen in Serie - auch heute nicht in der Lage scheint, die Zuger zum ersten Mal in dieser Saison bezwingen zu können.  

Der Schlussabschnitt beginnt mit einem Paukenschlag: Kamber, nach Vorarbeit von Bianchi, erzielt das hoch verdiente Anschlusstor. Es ist diejenige Angriffslinie, die heute Abend und aus der Sicht von Ambrì die bisher beste Falle abgibt. Mamma mia, und dann verpasst Berger den (fast) sicheren Ausgleich. Warum noch einmal einen Pass spielen statt selber zu schiessen? Wenig später jubeln die knapp 4000 Fans dann doch noch: Lhotak vollstreckt, was Emmerton vorbereitet hat - 2:2 und eine Rückkehr, mit der man auf Grund des Spielverlaufs nicht (mehr) rechnen durfte! Dann aber stockt den Ambrì-Fans der Atem, denn Bürgler trifft nur den Pfosten, was auch die Schiedsrichter so sehen, als diese die TV-Bilder konsultieren. Es geht mit hoher Taktfrequenz weiter: Emmerton trifft alleine vor Stephan nicht einmal das Tor und illustriert damit die momentane offensive Impotenz von Ambrìs Ausländern; im Gegenzug vergibt Reto Suri das sicher scheinende 2:3. Ja, und dann hätte Alexandre Giroux zum Matchwinner mutieren können. Sein Geschoss aus aussichtsreicher Position verfehlt das Ziel aber ebenfalls, so dass die Verlängerung nötig wird.

Später Held des Abends wird mit Cory Emmerton dann doch noch ein Söldner: Er sichert den Leventinern zwei ganz wichtige Punkte, schiesst das 3:2 und sorgt so dafür, dass Ambrì vor den Spielen am Wochenende gegen Genf (auswärts) und die SCL Tigers (zu Hause) nun tatsächlich vom 8. Tabellenrang grüsst!

Bearbeitung: Fabian & Gabriel Aeschbacher


si. Nach einem 0:2-Rückstand kämpft sich Ambri-Piotta gegen Zug zurück. Die Leventiner sichern sich dank Cory Emmerton Siegtreffer zum 3:2 den Zusatzpunkt und schaffen den Sprung über den Playoff-Strich.

Zum Matchwinner avancierte Emmerton, der in der 64. Minute goldrichtig stand und auf Zuspiel von Mikko Mäenpää den viel umjubelten Siegtreffer erzielte. Davor hatte der Kanadier auf dem Weg zum ersten Sieg im vierten Vergleich dieser Saison mit Zug bereits das entscheidende Zuspiel vor dem 2:2-Ausgleich (50.) beigesteuert.

Nach 40 Minuten hatte es überhaupt nicht danach ausgesehen, als ob Ambri die fünfte Niederlage in Folge verhindern könnte. Zug hatte die Partie im Griff und ging im Mitteldrittel dank Toren von Lino Martschini (31.) und im Powerplay von Daniel Sondell (36.) verdient mit 2:0 in Führung. Der Anschlusstreffer zum 1:2 nach 67 Sekunden des letzten Drittels durch Oliver Kamber verlieh Ambri aber sichtlich Aufwind.

In der Schlussphase besassen zwar beide Mannschaften ihre "Matchpucks", die Tessiner schienen aber einen Tick bestimmter als Zug. Die Innerschweizer wurden für ihr Nachlassen bestraft und kassierten nach zuletzt vier Siegen wieder einmal eine Niederlage.

Ambri dagegen grüsst zum ersten Mal seit dem 2. Oktober (falsch, zum zweiten Mal) wieder von einem Playoff-Platz. Seit dem Trainerwechsel von Serge Pelletier zu Hans Kossmann Ende Oktober hat Ambri sichtlich zugelegt. Nun winkt gar die zweite Playoff-Qualifikation in den letzten zehn Jahren.




[ ZSC ] - [ Ambri ]

7:2 (2:0, 4:0, 1:2)
40. Runde - Sonntag, 17. Januar 2016
Hallenstadion Zürich -- 11056 Zuschauer -- Koch, Kurmann; Abegglen, Küng

Tore: 7. Suter (Künzle/Ausschluss Bergeron!) 1:0. 9. Cunti (Baltisberger, Rundblad) 2:0. 23. Malgin (Seger, Bergeron) 3:0. 29. Malgin (Blindenbacher, Baltisberger/Ausschluss Lauper) 4:0. 33. Bärtschi (Shannon. Rundblad) 5:0. 34. Herzog (Matthews) 6:0. 49. Giroux (Fuchs) 6:1. 54. Bianchi 6:2. 59. Matthews (Nilsson, Herzog) 7:2.

Strafen: 5mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions, 4mal 2 plus 10 Minuten (Berger) gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Nilsson; Pestoni.

ZSC Lions: Schlegel; Blindenbacher, Siegenthaler; Seger, Bergeron; Rundblad, Geering; Phil Baltisberger; Künzle, Shannon, Suter; Bärtschi, Cunti, Wick; Nilsson, Matthews, Herzog; Chris Baltisberger, Schäppi, Neuenschwander; Malgin.

Ambri-Piotta: Zurkirchen, Wolf (ab 23.); Berger, Mäenpää; Fora, Nordlund; Birbaum, Chavaillaz; Sidler; Giroux, Emmerton, Lauper; Grassi, Kamber, Bianchi; Pestoni, Fuchs, Lhotak; Duca, Bastl, Monnet; Stucki.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Keller (überzähliger Ausländer), Karrer (krank), Flüeler, Schnyder, Trachsler und Fritsche. Ambri-Piotta ohne Flückiger (alle verletzt), Hall, Zgraggen und Gautschi (alle krank). - Pfostenschüsse: 5. Bärtschi, 19. Suter.


Match-Zusammenfassung
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Ein komplett überforderter HC Ambrì-Piotta geht bei den Lions mit 2:7 unter, verliert zum vierten Mal in Serie und bleibt unter dem Strich. 

22:22 Minuten zeigt die Matchuhr an, als das Spiel entschieden ist; ein Shorthander und zwei "Buebetrickli" sorgen für das beruhigende 3:0 aus Sicht der Gastgeber. Über 11 000 Fans singen und klatschen - und der entnervte Sandro Zurkirchen macht Tim Wolf Platz. Auch der kann nicht verhindern, dass der HCAP weiter ins Verderben schlittert und nach 40 Minuten 0:6 hinten liegt. Zu viel für die zahlreichen Ambrì-Fans, zu viel für den Schreibenden, der die Halle nach 40 Minuten entnervt verlässt und so die Tore von Giroux, Bianchi sowie Matthews verpasst, wobei diese Treffer höchstens die Statistiker interessieren dürfte.

Zuvor versucht Hans Kossmann, seine Mannschaft mit diversen Umstellungen aufzurütteln: Nordlund spielt für Hall, auch Chavaillaz darf wieder mal ran. Und auch Sidler und Stucki bekommen Auslauf, was freilich nichts daran ändert, dass die Leventiner auf verlorenem Posten stehen, nun viermal in Serie verloren und insbesondere in den beiden Duellen mit Kloten und nun den ZSC Lions einen desolaten Eindruck hinterlassen haben.

Zeit zur Korrektur bleibt wenig: Am Dienstag kommt Zug in die Valascia, dann geht es am Freitag nach Genf und am Samstag  gibt es erneut ein Heimspiel - dann gegen die erstarkten SCL Tigers. Der Playoff-Platz bleibt indes immer noch in Reichweite, weil auch der SC Bern schwächelt und Lausanne zwar vier Punkte vor den Leventinern liegt, dafür aber zwei Spiele mehr auf dem Konto hat.

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher




[ Ambri ] - [ Kloten ]

1:3 (1:0, 0:1, 0:2)
39. Runde - Freitag, 15. Januar 2016
Valascia Ambri -- 4723 Zuschauer -- Kurmann, Massy; Gnemmi, Kovacs

Tore: 9. Pestoni (Emmerton, Mäenpää) 1:0. 35. Liniger (Guggisberg, Bieber) 1:1. 41. Praplan (Hollenstein) 1:2. 49. Gustafsson 1:3. 

Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 3mal 2 Minuten gegen Kloten Flyers. - PostFinance-Topskorer: Pestoni; Hollenstein.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Sven Berger, Mäenpää; Trunz, Zgraggen; Fora, Birbaum; Gautschi; Duca, Hall, Lauper; Grassi, Kamber, Bianchi; Pestoni, Emmerton, Giroux; Bastl, Fuchs, Monnet; Lhotak.

Kloten Flyers: Martin Gerber; Gustafsson, Frick; Stoop, Back; Schelling, Collenberg; Praplan, Santala, Hollenstein; Leone, Olimb, Sheppard; Guggisberg, Liniger, Bieber; Hasani, Kellenberger, Casutt; Romano Lemm.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Flückiger (verletzt) und Nordlund (überzähliger Ausländer), Kloten ohne Harlacher und von Gunten (beide verletzt) sowie Kolarik (überzähliger Ausländer). - 58:55 Timeout Ambri-Piotta, ab 58:35 ohne Torhüter.


Match-Zusammenfassung
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Ein emotionsloser HC Ambrì-Piotta verliert gegen die Kloten Flyers mit 1:3 und bringt diese zurück ins Playoff-Geschäft.

Es ist ein wichtiger Match - und auf dem Papier einer, der die Leventiner eher im Vorteil sieht, denn Kloten hat seit sieben Spielen nie mehr einen Dreipunkte-Erfolg einfahren können. Etwas über 4700 Fans sind denn auch guter Dinge, zumal Pestoni (endlich wieder einmal) ein Tor gelingt, was nach knapp zehn Minuten die Führung bedeutet. Es sei aber auch gesagt, dass der ansonsten tadellose Martin Gerber im Tor der Flyers mehr als nur mitgeholfen hat, die Scheibe hinter die Linie zu bringen. Der knappe Vorsprung schmeichelt Ambrì, weil die Flyers die bessere Mannschaft sind, sich mehr Chancen kreieren, jedoch immer wieder am untadeligen Sandro Zurkirchen scheitern.

Der Mittelabschnitt erwärmt die Fans in der Valascia kaum. Es gibt Fehler hüben wie drüben, einen oft unsortierten Spielaufbau und aus Sicht von Ambrì ein Powerplay, das - trotz neu formierter Linien - wirkungslos bleibt. Und dieses Adjektiv trifft (leider) auch auf die Ausländer zu, die selbst im fünften Spiel des neuen Jahres nicht treffen. Natürlich, man gewinnt und verliert als Team. Und doch wäre es schön, wenn die Söldner wieder einmal die Differenz zugunsten des eigenen Teams ausmachen könnten. Ex-Ambrì-Stürmer Michael Liniger gleicht verdientermassen aus (35.). Ja, Kloten hätte eigentlich längst führen müssen, denn zweimal riecht es ganz stark nach Shorthander; einzig Sandro Zurkirchen legt sein Veto ein.

Gegen den Schuss von Praplan ist dann aber auch er machtlos, so dass die Gäste schon früh im Schlussdrittel in Führung gehen und diesen Mini-Vorsprung geschickt verwalten. Ja, es kommt sogar noch besser, als Gustafsson nach 49 Minuten zum dritten Mal trifft - ein Weitschuss findet den Weg ins Tor und ist gleichbedeutend mit der Entscheidung.

Das Heimteam muss sich Pfiffe gefallen lassen. Ob dies ein konstruktiver Weg ist, dem Team eine Stütze zu sein, erscheint indes fraglich. Klar jedoch, dass am Sonntag bei den ZSC Lions eine Reaktion kommen muss. Und das Positive zum Schluss: Auch Bern hat nicht gepunktet, so dass Ambrì nach Verlustpunkten immer noch über den Strich hüpfen kann!

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher




[ Ambri ] - [ Zug ]

2:4 (1:2, 1:1, 0:1)
38. Runde - Samstag, 9. Januar 2016
Valascia Ambri -- 5737 Zuschauer -- Dipietro, Wiegand; Fluri, Kovacs

Tore: 1. (00:10) Elias Bianchi (Mäenpää, Kamber) 1:0. 9. Bürgler (Bouchard, Ramholt) 1:1. 20. (19:41) Suri (Grossmann, Ramholt/Ausschluss Schnyder!) 1:2. 22. Grassi (Bianchi, Berger) 2:2. 36. Peter (Bouchard, Bürgler) 2:3. 60. (59:14) Holden 2:4.

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 5mal 2 Minuten gegen Zug. - PostFinance-Topskorer: Pestoni; Bouchard.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Gautschi, Mäenpää; Trunz, Zgraggen; Fora, Birbaum, Sven Berger; Grassi, Kamber, Bianchi; Lhotak, Hall, Lauper; Pestoni, Emmerton, Giroux; Duca, Fuchs, Monnet; Bastl.

Zug: Stephan; Schlumpf, Sondell; Ramholt, Grossmann; Morant, Alatalo; Simon Lüthi, Erni; Martschini, Holden, Suri; Fabian Schnyder, Immonen, Bouchard; Bürgler, Peter, Zangger; Marc Marchon, Diem, Senteler.

Bemerkungen: Ambri ohne Nordlund (überzähliger Ausländer), Zug ohne Lammer und Thibaudeau (beide verletzt). - Latte: 24. Fuchs, 51. Holden. - Pfosten: 48. Grassi. - Ambri ab 59:39 ohne Torhüter.                  


Match-Zusammenfassung
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Ambrì kann gegen Zug diese Saison nicht gewinnen, unterliegt im "Rückspiel" mit 2:4 und rutscht vorübergehend wieder unter den Strich.

Die knapp 5800 Fans haben kaum Platz genommen, steht es schon 1:0 für die Platzherren: Bianchi tankt sich nach dem Bully unwiderstehlich durch und trifft nach zehn (!) Sekunden. Die Zuger erholen sich gut von diesem Schock, spielen aggressiv und zeigen, dass sie nicht nur mit spielerischen Mitteln zum Erfolg kommen können. Und sie dürfen auch ein bisschen auf die Schützenhilfe der Gastgeber zählen, die sich besonders beim zweiten Gegentreffer reichlich ungeschickt anstellen und Suri kurz vor dem ersten Sirenenton einen Shorthander ermöglichen. Das ist die erstmalige Zuger Führung. Zuvor hatte Dario Bürgler mit einem satten Handgelenkschuss ausgeglichen und damit angedeutet, dass er einst einer der gefährlichsten Stürmer mit Schweizer Pass war.

Ambrì startet stürmisch in den Mittelabschnitt, checkt energisch vor und bringt die Abwehr der Kreis-Truppe dann und wann in Verlegenheit. Bianchi wird zum Doppeltorschützen, trifft zum frenetisch umjubelten 2:2 - und leitet damit die beste Phase Ambrìs sein. Diese mündet aber nicht in weitere Tore, sondern als Ertrag wird in der Matchbuchhaltung später lediglich ein Pfostenschuss von Jason Fuchs erscheinen. Besser machen es die Gäste, welche durch den ansonsten eher unauffälligen Emanuel Peter zum dritten Treffer kommen. Kein Zufall hierbei, dass Pierre-Marc Bouchard seine (flinken) Hände im Spiel hat. Er ist der Denker und Lenker im Zuger Spiel, stocktechnisch äusserst beschlagen und ein stetiger Gefahrenherd für die für einmal eher unsichere Hintermannschaft der Nordtessiner.

Diesen geht im letzten Abschnitt ein wenig der Sprit aus, was sich insbesondere im Powerplay zeigt. Dort hätte Ambrì dem Spiel nochmals eine Wende geben können. Doch weder die Schweizer Schlüsselspieler noch die Ausländer können dieses Mal Entscheidendes bewirken, so dass der Gast vom Zugersee die Partie abgeklärt über die Runden bringt. Als kleinen Zusatz gibt es das 2:4 durch Josh Holden, der - es ist ein bisschen symptomatsich für diesen Match - von einem Fehler in der Verteidigung von Ambrì profitiert und das leere Tor nicht verfehlt.

Der Punktgewinn von Bern sorgt dafür, dass die Herrlichkeit über dem Strich für Ambrì von sehr kurzer Dauer war. Allerdings haben die Leventiner alle Optionen offen, den achten Platz wieder zu erklimmen, zumal sie weniger Spiele als Bern, Lausanne und Fribourg bestritten haben.
Kommendes Wochenende kommt es zu zwei Duellen mit Zürcher Mannschaften: Zuerst gastiert am Freitag Kloten in der Valascia, bevor es am Sonntag zum Leader ZSC ins Hallenstadion geht.

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher




[ Zug ] - [ Ambri ]

4:3 (1:1, 2:1, 0:1, 1:0) n.V.
37. Runde - Freitag, 8. Januar 2016
Bossard Arena -- 6618 Zuschauer -- Brüggemann (D), Koch; Borga, Küng

Tore: 11. Monnet (Duca, Kamber) 0:1. 20. (19:55) Schnyder (Bouchard, Sondell) 1:1. 21. Sondell (Holden, Bouchard/Ausschluss Gautschi) 2:1. 25. Suri (Holden, Schlumpf) 3:1. 30. Gautschi (Duca, Mäenpää) 3:2. 52. Lauper (Hall, Grassi) 3:3. 64. Immonen (Ramholt, Bouchard) 4:3.

Strafen: je 2mal 2 Minuten.

Zug: Stephan; Schlumpf, Sondell; Ramholt, Grossmann; Morant, Alatalo; Lüthi, Erni; Martschini, Holden, Suri; Schnyder, Immonen, Bouchard; Bürgler, Peter, Zangger; Marchon, Diem, Senteler.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Berger, Mäenpää; Trunz, Zgraggen; Fora, Birbaum; Gautschi; Pestoni, Emmerton, Bianchi; Giroux, Fuchs, Monnet; Grassi, Hall, Lauper; Duca, Kamber, Lhotak; Bastl.

Bemerkungen: Zug ohne Lammer, Thibaudeau (beide verletzt), Blaser (überzählig), Ambri-Piotta ohne Flückiger (verletzt), Sidler, Chavaillaz, Stucki, Nordlund (alle überzählig). 47. Pfostenschuss von Sondell. 54. Pfostenschuss von Mäenpää.


Match-Zusammenfassung
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Ambrì entführt einen Punkt aus Zug und hüpft damit temporär über den Strich.

Der Schreibende lässt den Abend mit einem Glas Wein und ein paar Tapas anklingen, hoch über den Dächern von Zug und nahe der Halle. Diese präsentiert sich gewohnt gut gefüllt, leider aber so stimmungslos, dass sie durchaus Ambitionen auf die traurigste Stimmung im Land hegen könnte. Monnet und dessen 0:1 lassen das Stimmungsbarometer weiter sinken und verdeutlichen, dass der HC Ambrì-Piotta inzwischen zu einem jederzeit unangenehmen Gegner geworden ist. Die Zuger und ihre teuerste Truppe aller Zeiten erspielen sich zwar spielerische Vorteile (und Chancen), können diese aber nur ungenügend ummünzen. Fabian Schnyder erzielt fünf (!) Sekunden vor dem ersten Sirenenton den verdienten Ausgleich und läutet damit fünf starke Zuger Minuten ein.

Diese erinnern nämlich im Ansatz an die Leichtigkeit des Siegens im Herbst: Sondell mit einem Weitschuss und Suri nach einem schönen Durchspiel mit Holden sorgen innert Kürze für ein komfortables 3:1, so dass das Publikum nun doch zu ein bisschen Klatschen animiert wird. Mit dem ebenso herrlich herausgespielten Anschlusstor durch Marc Gautschi (30.) ist es mit der Zuger Herrlichkeit dann aber wieder vorbei, denn defensiv wirken die Kolinstädter alles andere als sattelfest - und auch Torhüter Tobias Stephan, zweifellos einer der besten seiner Zunft, lässt die eine oder andere Scheibe abprallen.

Ambrì beweist Moral, erzeugt Druck und erzwingt noch in der regulären Spielzeit das 3:3 durch Lauper. Ja, mit ein bisschen Schlachtenglück wäre sogar noch ein wenig mehr zu holen gewesen. So aber ist es Immonen vorbehalten, seinem Team den ersten Sieg im neuen Jahr zu bescheren. Kein Zweifel allerdings, dass sich die hochkarätig bestückten Innerschweizer in den kommenden Wochen markant steigern müssen, wollen sie in den Playoffs Entscheidendes bewegen.

Und der Gast aus dem Nordtessin? Die Kossmann-Truppe darf Zug erhobenen Hauptes verlassen, sich erneut über eine mannschaftlich geschlossene Leistung freuen und nun ab sofort daran machen, den Platz über dem Strich zu verteidigen. Ein Sieg im heutigen "Rückspiel" wäre ein erster Schritt dazu - Forz'Ambrì!

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher       




[ Ambri ] - [ Lugano ]

3:2 (1:0, 0:2, 2:0)
36. Runde - Sonntag, 3. Januar 2016
Valascia Ambri -- 6500 Zuschauer (ausverkauft) -- Eichmann, Kurmann; Bürgi, Wüst

Tore: 13. Monnet (Duca, Gautschi/Ausschluss Chiesa) 1:0. 28. Pettersson (Klasen, Martensson) 1:1. 30. Hofmann (Bertaggia, Sannitz) 1:2. 46. (45:00) Sven Berger (Pestoni, Zgraggen) 2:2. 48. Monnet (Fuchs, Mäenpää) 3:2. 

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 4mal 2 Minuten gegen Lugano - PostFinance-Topskorer: Pestoni; Pettersson.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Mäenpää, Sven Berger; Zgraggen, Trunz; Birbaum, Fora; Gautschi; Lauper, Hall, Bastl; Giroux, Emmerton, Pestoni; Monnet, Fuchs, Duca; Bianchi, Kamber, Grassi; Lhotak.

Lugano: Merzlikins; Furrer, Chiesa; Kparghai, Hirschi; Vauclair, Kienzle; Sartori; Klasen, Martensson, Pettersson; Hofmann, Sannitz, Bertaggia; Walker, Stapleton, Brunner; Reuille, Dal Pian, Kostner; Fazzini.

Bemerkungen: Ambri ohne Flückiger (verletzt) und Nordlund (überzähliger Ausländer), Lugano ohne Manzato, Steinmann, Ulmer und Morini (alle verletzt) und Filppula (überzähliger Ausländer). - Pfostenschuss Hofmann (27.). Furrer verletzt ausgeschieden (39.). Pfostenschuss Lhotak (51.). 58:42 Timeout Ambri und Lugano. Lugano von 58:30 bis 60:00 ohne Torhüter.


Match-Zusammenfassung
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Mamma mia, was für Emotionen! Ambrì kehrt ein verloren geglaubtes Spiel, gewinnt am Ende mit 3:2 und bleibt in Tuchfühlung mit dem Strich.

Zwei Derbys innerhalb von weniger als 24 Stunden, über 14000 Fans an zwei ausverkauften Spielen - der innerkantonale Vergleich zwischen dem HC Ambrì-Piotta und dem HC Lugano hat auch 2016 nichts von seiner Faszination eingebüsst. 
Monnet bringt die Einheimischen in Überzahl in Führung, was eher dem Zufall denn einem gekonnt aufgezogenen Powerplay entspringt. Doch bereits die ersten 20 Minuten verdeutlichen, dass erneut mit viel Engagement und hoher Intensität gefightet wird - auf beiden Seiten und mit den besten Kräften, die - vor allem auf Seiten von Lugano - erneut über Gebühr forciert werden. Ob die Schwedenfraktion in den Playoffs dann nicht mit leerem Tank stehen bleiben wird?

Einer dieser drei starken Nordländer sorgt kurz vor Spielmitte für den Ausgleich: Pettersson zieht von der blauen Linie so schnell ab, dass Zurkirchen nicht mehr abwehren kann - 1:1. Und wenig später erzielt Hofmann gar die Führung für die Bianconeri, die (trotz Spengler-Cup) erstaunlich frisch wirken, die Zweikämpfe nicht nur annehmen, sondern oft auch gewinnen und deshalb nicht unverdient in Führung liegen. Ambrì hält leidenschaftlich dagegen, scheitert aber immer wieder am magistralen Merzlikins, der insbesondere Giroux an den Rand der Verzweiflung bringt, dessen Schuss aus der Nahdistanz mit einer tollen Parade aus der Ecke fischt.

Im Schlussdrittel ist es der aufgerückte Berger, der etwas glückhaft zum Ausgleich trifft und die Valascia damit zum Tollhaus werden lässt. Aber es kommt noch besser, zumindest aus Sicht der Ambrì-Fans: Monnet lenkt eine Fuchs-Vorlage zum frenetisch umjubelten 3:2 ins Tor - es gibt in der altehrwürdigen Valascia definitiv kein Halten mehr!
Lugano erzielt den vermeintlichen Ausgleich ganz kurz vor Schluss und nach einem Foul am zuvor durchgebrochenen Pettersson. Weil Schiedsrichter Kurmann das Spiel zuvor aber bereits unterbrochen hat, zählt der Treffer nicht, was Doug Shedden (verständlicherweise) in Rage bringt. Sekunden später wird dieser Ärger vom beinahe grenzenlosen Jubel weggespült; Ambrì bringt den Sieg ins Trockene und bleibt im Kampf am Strich im Spiel.

Kommendes Wochenende kommt es zur doppelten Auflage des Gotthard-Derbys, wobei Ambrì am Freitag zuerst zum EV Zug reist und diesen dann 24 Stunden später in der Valascia zum Rückspiel empfangen wird.

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher




[ Lugano ] - [ Ambri ]

3:2 (0:0, 1:1, 1:1, 0:0) n.P.
35. Runde - Samstag, 2. Januar 2016
Resega Lugano -- 7800 Zuschauer (ausverkauft) -- Vinnerborg, Wehrli; Borga, Fluri

Tore: 30. (29:57) Sannitz (Bertaggia, Hofman) 1:0. 31. (30:17) Bastl (Hall, Lauper) 1:1. 45. Lauper (Bastl) 1:2. 57. Stapleton (Pettersson, Klasen) 2:2.
Penaltyschiessen: Hall 0:1, Martensson 1:1; Giroux -, Klasen -; Pestoni 1:2, Stapleton -; Duca -, Pettersson 2:2; Emmerton -, Brunner 3:2.

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Lugano, 6mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Pettersson; Pestoni.

Lugano: Merzlikins; Furrer, Chiesa; Vauclair, Kienzle; Kparghai, Hirschi; Sartori; Klasen, Martensson, Pettersson; Walker, Stapleton, Brunner; Hofmann, Sannitz, Bertaggia; Reuille, Dal Pian, Kostner; Fazzini.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Mäenpää, Sven Berger; Zgraggen, Trunz; Birbaum, Fora; Gautschi; Giroux, Emmerton, Pestoni; Lauper, Hall, Duca; Bianchi, Kamber, Grassi; Monnet, Fuchs, Lhotak; Bastl.

Bemerkungen: Lugano ohne Manzato, Steinmann, Ulmer und Morini (alle verletzt) und Filppula (überzähliger Ausländer), Ambri ohne Flückiger, Chavaillaz (verletzt) und Nordlund (überzähliger Ausländer). - 49. Pfostenschuss Klasen.


Match-Zusammenfassung
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si. Spengler-Cup-Finalist Lugano feiert den sechsten Heimsieg in Serie. Das 3:2 im Penaltyschiessen im Tessiner Derby gegen Ambri-Piotta ist hart erkämpft und eher glückhaft.

Ambri verpasste den ersten Derbysieg in Lugano seit dem 24. September 2013 (5:2) nur knapp. Tim Stapleton ermöglichte Lugano mit seinem Treffer drei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit noch das Nachsitzen. Danach besassen Mark Bastl (58.) und Oliver Kamber (59.) noch erstklassige Möglichkeiten, um die Partie zu Gunsten der Gäste zu entscheiden. Im Penaltyschiessen führte Ambri ebenfalls 2:1, ehe Damien Brunner die Partie entschied.

Ambri-Piotta agierte wie vor der Weihnachtspause unter Trainer Hans Kossmann sehr solid und machte Lugano das Leben in allen Zonen schwer.

Inti Pestoni hätte Ambri-Piotta schon unmittelbar vor dem 1:0 von Lugano durch Raffaele Sannitz in Führung bringen können. Der PostFinance-Topskorer der Leventiner zog aber einen Pass zu Elias Bianchi dem eigenen Abschluss vor. Dafür sorgte Mark Bastl postwendend für den Ausgleich.

Ambri-Piotta hätte mit einem Sieg in die Playoff-Ränge vorstossen können. Am Ende kassierten die Leventiner aber die dritte Niederlage aus den letzten acht Spielen.




[ Ambri ] - [ Lausanne ]

5:2 (2:1, 1:0, 2:1)
34. Runde - Mittwoch, 23. Dezember 2015
Valascia Ambri -- 6350 Zuschauer -- Prugger, Vinnerborg; Kovacs, Obwegeser

Tore: 13. Giroux (Berger, Mäenpää) 1:0. 16. Hall (Lauper/Bastl) 2:0. 20. (19:07) Pesonen (Louhivaara, Mieville) 2:1. 40. (39:20) Hall (Giroux, Mäenpää/Ausschluss Déruns) 3:1. 43. Emmerton (Pestoni, Giroux) 4:1. 46. Hall (Fora, Mäenpää/Ausschluss Herren) 5:1. 57. Trutmann (Mieville, Pesonen) 5:2.

Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Ambri, 4mal 2 Minuten gegen Lausanne. - PostFinance-Topskorer: Pestoni; Danielsson.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Berger, Mäenpää; Trunz, Zgraggen; Fora, Birbaum; Sidler; Pestoni, Fuchs, Giroux; Bastl, Hall, Lauper; Grassi, Kamber, Bianchi; Lhotak, Emmerton, Monnet; Stucki.

Lausanne: Huet; Gobbi, Leeger; Lardi, Genazzi; Trutmann, Stalder; Jannik Fischer, Nodari; Danielsson, Hytönen, Herren; Louhivaara, Miéville, Pesonen; Antonietti, Froidevaux, Déruns; Walsky, Savary, Simon Fischer.

Bemerkungen: Ambri ohne Flückiger, Gautschi und Duca, Lausanne ohne Augsburger, Bang, Conz und Rytz (alle verletzt). Pfostenschüsse: Mäenpää (54.), Giroux (55.).


Match-Zusammenfassung
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Ambrìs Ausländer spielen Weihnachtsmann, schiessen beim 5:2 über ein zähes Lausanne alle fünf Tore und sorgen dafür, dass unter den 6350 Fans in der fast vollen Valascia vorweihnächtliche Euphorie ausbricht.

Wow, es ist eine beeindruckende Choreografie, mit welcher die Spieler zum letzten Mal in diesem Jahr begrüsst werden. Und es herrscht eine Stimmung, wie man sie sonst nur von den Derbys her kennt. Der Lärmpegel in der fast ausverkauften Valascia erreicht schon früh sehr hohe Werte: Giroux, der Mann mit den extrem feinen Händen, schliesst ein Solo zum 1:0 ab, Hall - dreifacher Torschütze am heutigen Abend - würgt die Scheibe zum 2:0 über die Linie, ehe Pesonen dafür sorgt, dass das Spiel spannend bleibt und Ambrì nicht in Überheblichkeit zu verfallen droht.

Die Zweifel sind unbegründet; es ist das bisher vielleicht beste Ambrì, seitdem Hans Kossmann an der Bande steht: Diszipliniert, stilsicher in der Angriffsauslösung, effizient im Powerplay - und getragen von ausländischem Personal, das (für einmal) die Differenz ausmacht. Giroux und sein noch abgelenkter Handgelenkschuss lassen die Valascia nach dem 3:1 explodieren; und der Jubel ebbt nicht ab, denn Emmerton besorgt bald schon das 4:1, was die aufsässigen Lausanner in die Knie zwingt.

Nicht, dass diese schlecht gespielt hätten. Im Gegenteil: Zahlreiche Grosschancen werden kreiert, dann aber vergeben. Und mit Sandro Zurkirchen hütet ein Mann das Tor von Ambrì, welches heute wie zugenagelt scheint. Oder anders gesagt: Ein bisschen Glück hier, ganz viel Arbeit dort - und fertig ist das Rezept, mit welchem man die Westschweizer in die Knie hat zwingen können.

Dank dem äusserst knappen Berner Sieg über die ZSC Lions bleibt der HCAP momentan unter dem Strich, hat aber zwei Spiele weniger als der SCB bestritten und darf sich deshalb berechtigte Hoffnungen machen, die Runde der besten acht Teams zu erreichen. Auf wessen Kosten dies allenfalls gehen würde, lässt sich momentan nicht abschätzten, weil sich die Liga so ausgeglichen wie nie präsentiert: Zwischen Rang 3 (Genf) und Rang 9 (Ambrì) liegen nach über 30 Spielen gerade mal zehn (!) Punkte!

2016 beginnt für Ambrì gleich mit einem Knaller in Form von zwei Derbys: Am 2. geht es nach Lugano, am 3. kommt es in der Valascia nachmittags um 16 Uhr zum Rückspiel.

So, und noch ein bisschen Transfergeflüster zum Schluss: Gut unterrichtete Kreise erzählen von einem Transfer von Daniele Grassi, der in Kloten für zwei Jahre unterschrieben haben soll. Im Gegenzug bleibt Thibaut Monnet den Leventinern für zwei weitere Saisons erhalten. Und ja, auch Timo Helbling soll ein unterschriftsbereites Papier vorliegen, welches den Haudegen für zwei Jahre an die Nordtessiner binden würde.

Frohe Festtage sowie ein glückliches & gesundes neues Jahr!

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher         




[ Davos ] - [ Ambri ]

2:1 (1:0, 0:0, 0:1, 1:0) n.V.
33. Runde - Dienstag, 22. Dezember 2015
Vaillant Arena Davos -- 5587 Zuschauer -- Prugger, Wiegand; Espinoza, Rohrer

Tore: 10. Jörg (Setoguchi, Aeschlimann/Ausschluss Bianchi) 1:0. 41. (40:20) Lauper (Hall) 1:1. 65. (64:56) Ambühl (Du Bois, Lindgren/Auschluss Forster!) 2:1.

Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Davos, 3mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Lindgren; Pestoni.

Davos: Genoni; Du Bois, Jung; Nater, Forster; Paschoud, Guerra; Aeschlimann, Walser, Ambühl; Marc Wieser, Lindgren, Jörg; Setoguchi, Corvi, Portmann; Ryser, Schläpfer, Lukas Sieber.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Sven Berger, Mäenpää; Nordlund, Sidler; Trunz, Zgraggen; Fora, Birbaum; Lhotak, Kamber, Monnet; Giroux, Hall, Lauper; Grassi, Fuchs, Pestoni; Stucki, Bastl, Bianchi.

Bemerkungen: Davos ohne Brejcak, Axelsson, Paulsson, Schneeberger, Simion, Sciaroni (alle verletzt), Dino Wieser (krank), Heldner, Kindschi, Egli, Forrer und Tino Kessler (alle U20-WM). - Ambri ohne Chavaillaz, Gautschi und Duca (alle verletzt) sowie Emmerton (Vaterschaft). - NLA-Debüts der Davoser Ruben Rampazzo (22/Verteidiger), Jerome Portmann (18/Stürmer) und Sin Schläpfer (19/Stürmer). - Pfosten: 30. Giroux, 51. Marc Wieser. - 44. Lattenschuss Kamber. - 54:45 Genoni hält Penalty von Pestoni. - 45:19 Timeout Davos.


Match-Zusammenfassung
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si. Der HC Davos realisiert mit dem zehnten Shorthander der Saison den 2:1-Sieg nach Verlängerung über Ambri-Piotta. Andres Ambühl erzielt das Siegtor vier Sekunden vor Ablauf der Overtime in Unterzahl.

Dabei verzeichneten die Bündner im vorletzten NLA-Spiel vor dem Spengler Cup gleich zwölf Absenzen. Dafür schickte Arno Del Curto gleich zwei NLA-Debütanten aufs Eis. Dabei handelte es sich um die stürmenden Teenager Jérôme Portmann und Nils Schläpfer.

Ambri-Piotta verpasste den möglich gewesenen Sieg, als Inti Pestoni beim Stande von 1:1 mit einem Penalty an Nationaltorhüter Leonardo Genoni (55.) scheiterte. Auf der Gegenseite scheiterte danach Ambühl noch vor der Verlängerung an Ambris Keeper Sandro Zurkirchen.

Bei Davos gegen Ambri-Piotta trafen zwei formstarke Teams aufeinander: Davos hatte vor der Nationalmannschafts-Pause acht Siege aus den letzten zehn Spielen verzeichnet, Ambri-Piotta immerhin deren sieben Erfolge.



[ Ambri ] - [ Fribourg ]

3:1 (0:0, 2:1, 1:0)
32. Runde - Samstag, 12. Dezember 2015
Valascia Ambri -- 4896 Zuschauer -- Küng, Massy; Borga, Kohler

Tore: 25. Réway (Rathgeb, Salminen) 0:1. 28. Monnet (Emmerton) 1:1. 35. Hall (Pestoni) 2:1. 58. Giroux (Duca, Berger) 3:1 (ins leere Tor) 3:1.

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 4mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron. - PostFinance-Topskorer: Pestoni; Bykow.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Berger, Mäenpää; Trunz, Zgraggen; Fora, Birbaum; Sidler; Grassi, Fuchs, Pestoni; Lauper, Hall, Giroux; Duca, Kamber, Bastl; Lhotak, Emmerton, Monnet; Bianchi.

Fribourg-Gottéron: Conz; Rathgeb, Picard II; Kamerzin, Ngoy; Schilt, Abplanalp; Fritsche, Rivera, Vauclair; Mauldin, Réway, Mottet; Neuenschwander, Bykow, Salminen; Neukom, Gardner, Marchon.

Bemerkungen: Ambri ohne Nordlund (überzähliger Ausländer), Gautschi und Flückiger. Fribourg-Gottéron ohne Camperchioli, Plüss, Loichat, Pivron, Schmutz, Brügger, Sprunger (alle verletzt) und Pouilot (überzähliger Ausländer). - 45. Pfostenschuss Emmerton. - Timeout Fribourg (58.), von 57:40 bis 57:54 ohne Goalie.  


Match-Zusammenfassung
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Ambrì ist das Team der Stunde, holt den dritten Sieg in Serie und klettert dank dem 3:1 gegen das schwächelnde Fribourg auf Kosten von Kloten auf Platz 9 und bis auf einen Punkt an den Strich, nach Verlustpunkten gar drüber.  

Knapp 5000 Fans singen am Schluss La Montanara, jubeln über den empty netter von Alexandre Giroux und nehmen zur Kenntnis, dass Ambrì - zumindest für die nächsten zehn Tage - von über dem Strich grüsst. Der Weg zum Sieg ist steinig, denn Fribourg startet aggressiv und möchte keinesfalls den Eindruck einer Truppe vermitteln, die in den letzten elf Spielen nun zehn Mal als Verliererin vom Eis gegangen ist. Ambrì seinerseits kommt nach dem überraschenden Sieg in Bern nicht sofort in die Gänge, so dass ein weitgehend ereignisloses Startdrittel torlos endet.

Das Tor der Gäste durch Réway (25.) weckt die Lebensgeister der Leventiner, deren Publikum nun auch erwacht und die Seinen nach vorne peitscht. Die verstärkte Störarbeit in der Zone des Gegners bringt mehr Gefahr vor den Kasten von Conz - und zwei Tore: Monnet drückt nach einem gewonnenen Bully direkt ab und sorgt für den viel umjubelten Ausgleich. Und Ambrìs beste Phase krönt Pestoni mit dem vorübergehenden 2:1, wobei Hall dem Puck noch die entscheidende Richtungsänderung gibt.

Der Schlussabschnitt bleibt umkämpft, aber bis kurz vor Schluss ohne Tore. Als Fribourg alles auf eine Karte setzt und den Torhüter rausnimmt, trifft der eingangs erwähnte Giroux endlich mal wieder. Dies, nachdem er auch heute gekämpft hat, sich aber den Luxus erlaubt, zu viele Chancen ungenutzt sausen zu lassen. Aber vielleicht spart sich Ambrìs letztjähriger Topskorer seine Treffer ja für die beiden noch ausstehenden Spiele gegen Davos und Lausanne auf.

Damit ist gesagt, dass im alten Jahr noch zwei Mal gespielt wird. In genau zehn Tagen im Bündnerland und am 23. dann in der Valascia, wenn es gegen Lausanne um weitere ganz wichtige Punkte geht.

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher




[ Bern ] - [ Ambri ]

3:5 (0:1, 2:3, 1:1)
31. Runde - Freitag, 11. Dezember 2015
PostFinance Arena -- 15881 Zuschauer -- Brüggemann (D), Mollard, Abegglen, Bürgi

Tore: 11. Grassi 0:1. 23. Conacher (Bergenheim, Roy) 1:1. 26. Nico Hischier (Müller, Helbling) 2:1. 32. Lhotak (Mäenpää, Emmerton) 2:2. 34. Emmerton (Giroux, Lhotak) 2:3. 35. Lhotak (Monnet, Sidler) 2:4. 52. Bodenmann (Blum, Moser) 3:4. 60. (59:46) Hall (Lauper, Emmerton) 3:5 (ins leere Tor).

Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Bern, 3mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Conacher; Pestoni.

Bern: Schwendener; Flurin Randegger, Blum; Kousa, Krueger; Helbling, Gian-Andrea Randegger; Bodenmann, Martin Plüss, Simon Moser; Bergenheim, Roy, Conacher; Hischier, Reichert, Alain Berger; Marco Müller, Ness, Hischier.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Sven Berger, Mäenpää; Trunz, Zgraggen; Fora, Birbaum; Sidler; Pestoni, Emmerton, Monnet; Giroux, Hall, Lauper; Grassi, Fuchs, Lhotak; Duca, Kamber, Bianchi.

Bemerkungen: Bern ohne Kreis, Scherwey, Kobasew, Abbott, Bührer, Untersander, Jobin, Smith, Rüfenacht, Pascal Berger (alle verletzt) und Beat Gerber (gesperrt), Ambri ohne Gautschi, Stucki, Flückiger (alle verletzt) sowie Nordlund (überzählig). - 55. Timeout Ambri, 58. Timeout Bern, ab 58:44 bis 59:46 ohne Torhüter.


Match-Zusammenfassung
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Ambrì gewinnt in Bern mit 5:3 Toren und schickt die Platzherren damit ins temporäre Elend.

Fast 16000 - allerdings gut gezählte - Fans finden den Weg in die imposante Arena, wo auch der Schreibende wieder einmal zu Gast ist, auf Einladung von netten (und zu Hause gebliebenen) Berner-Fans notabene. Ja, und der (fast) neutrale Beobachter sieht einen SCB, der ein höchst mässiges erstes Drittel hinlegt, zwar wacker kämpft, aber auch mit unzähligen Scheibenverlusten auffällt. Der Gast aus der Leventina agiert diszipliniert, spielt die Scheibe schnörkellos aus der eigenen Zone und bleibt mit überfallartig ausgeführten Kontern stets gefährlich. Die knappe Führung - ein herrlicher Hocheckschuss von Daniele Grassi - ist in der Summe verdient.

Das Spiel kehrt im Mitteldrittel, als der SC Bern zu zwei Toren kommt, ehe das Publikum richtig erwacht ist: Conacher würgt die Scheibe über die Linie; wenig später schliesst Youngster Nico Hischier den schönsten Berner Angriff des Abends mit seinem ersten NLA-Tor zur erstmaligen Führung ab. Panik bei Ambrì? Fehlanzeige! Wissend, dass der Gegner zwar auf dem Papier mächtig, auf dem Eis jedoch trotz Führung höchst unsicher wirkt, wartet die Kossmann-Truppe geduldig auf die sich bietenden Chancen. Dass die Tore dann binnen dreier Minuten wie reife Früchte fallen, kann niemand erwarten; Lukas Lhotak erweist sich dabei als besonders treffsicher und schiesst seine Saisontore neun und zehn, was - nach 40 gespielten Minuten - gleichbedeutend mit der Zweitoreführung für die Nordtessiner ist.

Diese verwalten ziemlich geschickt, was sie sich nach zwei Dritteln erarbeitet haben. Auch dann, als der SCB nochmals gefährlich nahe kommt. Dem Anschlusstor von Bodenmann folgt eine absolute Topchance, welche Zurkirchen mit einem grossen Reflex gegen Conacher zunichte macht. Und wie so oft, wenn es nicht ganz optimal läuft, fällt der Treffer dann auf der anderen Seite, was Ambrì zum vielleicht glücklichen, letztlich aber auch verdienten Sieger macht.

Dank diesem Sieg - dem ersten in Bern seit Februar 2012 - bleiben die Leventiner im Kampf um Platz 8 im Rennen. Mehr noch: Mit einem Vollerfolg heute gegen Fribourg winkt gar ein Platz über dem Strich. Und der SCB? Der verliert zum sechsten Mal in sieben Spielen und findet sich (zumindest vorübergehend) unter dem Strich wieder!

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher           




[ Ambri ] - [ Servette ]

5:3 (0:1, 1:2, 4:0)
28. Runde - Sonntag, 6. Dezember 2015
Valascia Ambri -- 5343 Zuschauer -- Stricker, Wiegand; Abegglen, Bürgi

Tore: 7. Roland Gerber (Kast, Douay) 0:1. 27. Emmerton 1:1. 36. Lombardi (Bezina, Tom Pyatt/Ausschluss Monnet) 1:2. 40. (39:52) Jérémy Wick (Slater, Loeffel) 1:3. 42. (41:42) Emmerton (Pestoni, Mäenpää) 2:3. 43. (42:32) Duca (Oliver Kamber, Birbaum) 3:3. 57. Duca (Monnet, Oliver Kamber/Ausschluss Lombardi) 4:3. 59. Lhotak (Giroux, Pestoni/Ausschlüsse Rubin, McSorley) 5:3.

Strafen: 4mal 2 plus 5 Minuten (Fora) plus Spieldauer (Fora) gegen Ambri-Piotta, 7mal 2 plus 5 Minuten (D'Agostini) plus Spieldauer (D'Agostini) gegen Genève-Servette. – PostFinance-Topskorer: Pestoni; D'Agostini.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Sven Berger, Mäenpää; Trunz, Zgraggen; Fora, Birbaum; Sidler; Lauper, Hall, Giroux; Pestoni, Emmerton, Monnet; Grassi, Fuchs, Lhotak; Duca, Oliver Kamber, Bastl; Elias Bianchi.

Genève-Servette: Robert Mayer (59. Descloux); Vukovic, Bezina; Iglesias, Jacquemet; Loeffel, Mercier; Jérémy Wick, Slater, Rubin; D'Agostini, Romy, Tom Pyatt; Riat, Lombardi, Rod; Simek, Kast, Roland Gerber; Douay.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Flückiger, Gautschi (beide verletzt), Hamill und Nordlund (beide überzählige Ausländer), Genève-Servette ohne Almond, Eliot Antonietti, Bays, Fransson, Picard und Traber (alle verletzt). – Timeout Genève-Servette (43.). – Pfostenschüsse: Tom Pyatt (24.), Rubin (25./Latte).

Match-Zusammenfassung
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Ambrì dreht ein 1:3 nach 40 Minuten und gewinnt dank einem fulminanten Schlussdrittel doch noch mit 5:3 Toren, was die Valascia zum Tollhaus werden - und Ambrì wieder näher an den Strich rücken lässt.

Es sind gerade einmal 133 Sekunden gespielt, als sich Fora und D'Agostini so sehr in die Haare geraten, dass beide unter die Dusche müssen. Das Spiel startet also mit einem Knaller, hoher Intensität und engagiert geführten Zweikämpfen, aus denen die Genfer Gäste zu Beginn öfter als Sieger hervorgehen. Die Truppe von Provokateur McSorley rumpelt aber nicht nur, sondern führt auch spielerisch eine feine Klinge, wie das Führungstor durch Gerber beweist. Er schliesst eine Kombination über drei Stationen zur nicht unverdienten Führung ab.

Corey Emmerton gleicht diese nach 27 Minuten aus, als er mit einem sehenswerten Handgelenkschuss die Halle ein erstes Mal zum Toben bringt. So sehr der Lärmpegel in diesen Minuten in die Höhe schnellt, so still wird es kurz vor Drittelsende wieder: Zuerst Lombardi mit einem (abgelenkten) Treffer in Überzahl, dann Wick ganze acht (!) Sekunden vor Drittelsende bringen Schockstarre in die ohnehin schon eisig kalte Valascia, wo Ambrì bisher gut mitspielt, aber (noch) nichts Zählbares einfahren kann.

Im Schlussabschnitt geht es Schlag auf Schlag: Innert 50 Sekunden gleichen Emmerton und Duca - von Kamber toll freigespielt - aus; die Halle tobt abermals; und man spürt, dass gegen die Genfer vielleicht sogar der grosse Coup möglich ist. Kein Selbstläufer, denn die Gäste haben von den letzten elf Spielen deren zehn gewonnen! Duca steigt zum Matchwinner auf, denn kurz vor Schluss drischt er die Scheibe im Powerplay über die Linie, was die Mehrheit der über 5000 Fans in Ekstase versetzt, umso mehr, als wenig später Lhotak gar der fünfte Treffer und somit die Entscheidung gelingt.

Es sind drei eminent wichtige Punkte und Balsam auf die Wunden nach der Niederlage in Langnau. Und es sind auch für Ambrìs Trainer Hans Kossmann wertvolle Zähler, denn so werden die Geschichten um einzelne Spieler (vorerst) wieder in den Hintergrund gedrängt. Nicht wenige fragen sich nämlich, warum zum Beispiel Benjamin Chavaillaz nicht mehr spielt, zumal er fraglos zu den talentiertesten Verteidigern der Leventiner gehört. Und auch der pfeilschnelle Christian Stucki bekommt kaum mehr Eiszeit, seitdem Kossmann an der Bande steht. Und ja, auch Ivano Zanatta dürfte sich mit der Aussage, den in Bern nicht mehr erwünschten Timo Helbling nach Ambrì lotsen zu wollen, bestimmt nicht nur Sympathien geholt haben.

Nun, auf dem Eis geht es am Freitag in Bern weiter. Mit einem Sieg dort könnte man punktemässig zu den Mutzen aufschliessen. Am kommenden Samstag geht es dann ins nächste Heimspiel gegen Fribourg.

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher




[ Langnau ] - [ Ambri ]

2:1 (1:1, 1:0, 0:0)
29. Runde - Samstag, 5. Dezember 2015
Ilfishalle Langnau -- 6000 Zuschauer (ausverkauft) -- Clément, Vinnerborg; Gnemmi, Mauron

Tore: 12. Stettler (Bucher, Clark) 1:0. 16. Pestoni (Grassi) 1:1. 34. Sandro Moggi (Albrecht) 2:1.

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen die SCL Tigers, 2mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta.  - PostFinance-Topskorer: DiDomenico; Pestoni.

SCL Tigers: Ciaccio; Stettler, Koistinen; Zryd, Adrian Gerber; Weisskopf, Ronchetti; Müller; Olesz, DiDomenico, Nüssli; Bucher, Gustafsson, Clark; Haas, Schirjajew, Sven Lindemann; Wyss, Albrecht, Sandro Moggi; Haberstich.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Trunz, Zgraggen; Sven Berger, Mäenpää; Fora, Birbaum; Sidler; Lauper, Hall, Giroux; Monnet, Emmerton, Bianchi; Duca, Kamber, Pestoni; Grassi, Fuchs, Lhotak; Bastl.

Bemerkungen: SCL Tigers ohne Claudio Moggi, Bärtschi, Nils Berger, Tom Gerber, Murray (alle verletzt), Kim Lindemann und Hecquefeuille (beide überzählig), Ambri-Piotta ohne Nordlund, Stucki, Gautschi, Flückiger (alle verletzt) und Hamill (überzähliger Ausländer). Pfostenschuss Duca (56.). Ambri-Piotta ab 59:15 ohne Torhüter.


Match-Zusammenfassung
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si. Martin Stettler und Sandro Moggi sichern den SCL Tigers mit ihren Toren den 2:1-Sieg gegen Ambri-Piotta. Dank dem Erfolg halten die Emmentaler den Kontakt zu den Playoff-Plätzen.

Wollen spielerisch limitierte Teams wie Langnau oder Ambri die Playoffs erreichen, dann sind Siege gegen direkte Gegner doppelt wichtig. Und wie bereits die ersten beiden Vergleiche zwischen den beiden Teams, war auch die dritte Partie hart umkämpft. Und erneut setzte sich das Heimteam durch.

Dank einem starken Torhüter Damiano Ciaccio verteidigten die SCL Tigers in der bereits zum sechsten Mal ausverkauften Ilfishalle das 2:1, das bereits kurz nach Spielmitte gefallen war, bis am Ende. Nach zwei Niederlagen feierten die Langnauer, die am Ende ausgelaugt wirkten, einen womöglich eminent wichtigen Sieg.

Auf Stettlers erstes Saisontor (12.) vermochte Ambri mit dem Ausgleich durch PostFinance-Topskorer Inti Pestoni (16.) noch zu reagieren. Auf Sandro Moggis neuerlichen Führungstreffer wussten die Tessiner dann aber keine Antwort mehr. Chancen zum Ausgleich hätten die Leventiner durchaus gehabt, die besten während einer doppelten Überzahl von 97 Sekunden und bei einem Pfostenschuss von Paolo Duca (56.).



[ Biel ] - [ Ambri ]

3:6 (1:3, 1:0, 1:3)
27. Runde - Dienstag, 1. Dezember 2015
Tissot Arena -- 5577 Zuschauer -- Kurmann, Massy; Küng, Obwegeser

Tore: 5. (4:00) Giroux Hall) 0:1. 8. Hall (Lauper/Ausschluss Kamber!) 0:2. 12. Duca (Kamber, Pestoni/Ausschluss Joggi) 0:3. 16. Rossi (Haas, Lüthi) 1:3. 33. Steiner (Haas, Wellinger/Ausschluss Monnet) 2:3. 50. Kamber (Pestoni, Duca/Ausschluss Olausson) 2:4. 51. Tschantré (Maurer, Olausson) 3:4. 57. Grassi (Giroux) 3:5. 60. (59:33) Lauper (ins leere Tor) 3:6.

Strafen: 2mal Minuten gegen Biel, 4mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Arlbrandt; Pestoni.

Biel: Rytz; Dave Sutter, Huguenin; Nicholas Steiner, Fey; Maurer, Dufner; Jelovac, Wellinger; Rossi, Haas, Joggi; Arlbrandt, Olausson, Tschantré; Berthon, Macenauer, Wetzel; Daniel Steiner, Fabian Sutter, Lüthi.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Berger, Mäenpää; Trunz, Zgraggen; Fora, Birbaum; Gautschi; Pestoni, Emmerton, Monnet; Grassi, Fuchs, Lhotak; Giroux, Hall, Lauper; Duca, Kamber, Bianchi; Bastl.

Bemerkungen: Biel ohne Moss (noch nicht eingesetzt), Spylo und Herburger. Ambri-Piotta ohne Flückiger, Stucki (alle verletzt), Nordlund und Hamill (überzählige Ausländer). - 5. Dufner verschiesst Penalty. - Timeouts: Biel (12.); Ambri (36.). - Biel von 58:20 bis 59:33 ohne Goalie.


Match-Zusammenfassung
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si. Der Tabellenletzte Biel erleidet einen weiteren Rückschlag. Das Team von Kevin Schläpfer verliert auch das zweite Heimspiel der Saison gegen Ambri-Piotta, diesmal 3:6.

Am Samstag hatte Biel mit einem 5:4-Sieg nach Penaltyschiessen gegen Fribourg-Gottéron eine sieben Spiele dauernde Niederlagenserie (inklusive Cup) beendet. Von gesteigertem Selbstvertrauen war zu Beginn jedoch wenig zu sehen. Ambri ging bis zur 12. Minute mit den ersten drei Schüssen 3:0 in Führung. Beim 2:0 (8.) traf Adam Hall in Unterzahl. Es war der dritte Shorthander der Leventiner in dieser Saison.

Nach dem 0:3 nahm der Bieler Trainer Kevin Schläpfer ein Timeout, und dieses zeigte vorerst Wirkung. Die Seeländer verkürzten dank Matthias Rossi noch vor der ersten Pause (16.) - nach herrlicher Vorarbeit von Gaëtan Haas. 1:3 aus Sicht der Bieler hatte es bereits am vergangenen Sonntag gegen Fribourg nach 20 Minuten gestanden. Daniel Steiner gelang in der 33. Minute im Powerplay gar der Anschlusstreffer.

Damit war es aber vorbei mit den Parallelen zum Spiel gegen Gottéron, da sich Ambri im letzten Drittel wieder sehr effizient präsentierte und mit drei von sechs Schüssen erfolgreich war. Das Game-Winning-Goal zum 4:2 (50.) schoss ausgerechnet Oliver Kamber, der die vergangenen zwei Saisons bei Biel gespielt hatte. Kamber traf erstmals in dieser Spielzeit. Keinen guten Abend erwischte der Bieler Keeper Simon Rytz.




[ Kloten ] - [ Ambri ]

7:4 (1:1, 3:1, 3:2)
25. Runde - Sonntag, 29. November 2015
Swiss Arena -- 5156 Zuschauer -- Kurmann, Wiegand; Bürgi, Obwegeser

Tore: 9. von Gunten (Frick) 1:0. 12. Grassi (Fuchs) 1:1. 22. Praplan (Santala, Von Gunten) 2:1. 26. Hollenstein (von Gunten) 3:1. 28. Lauper (Birbaum, Mäenpää) 3:2. 30. Casutt (Kellenberger, Gustafsson) 4:2. 43. Sheppard (Kolarik, Bieber) 5:2. 46. Lhotak (Grassi, Fuchs) 5:3. 48. Casutt (Guggisberg, Stoop) 6:3. 53. Emmerton (Giroux, Mäenpää/Ausschluss Guggisberg) 6:4. 60. (59:55) Kolarik 7:4 (ins leere Tor).

Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Kloten Flyers, 4mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. – PostFinance-Topskorer: Bieber; Pestoni.

Kloten Flyers: Martin Gerber; Frick, von Gunten; Back, Stoop; Schelling, Erik Gustafsson; Collenberg; Praplan, Santala, Hollenstein; Kolarik, Sheppard, Bieber; Guggisberg, Kellenberger, Casutt; Romano Lemm, Liniger, Obrist.

Ambri-Piotta: Tim Wolf; Sven Berger, Sidler; Birbaum, Mäenpää; Trunz, Chavaillaz; Fora, Gautschi; Stucki, Hall, Lauper; Pestoni, Emmerton, Giroux; Duca, Monnet, Elias Bianchi; Grassi, Fuchs, Lhotak.

Bemerkungen: Kloten Flyers ohne Hasani, Leone (beide verletzt) und Boltishauser (rekonvaleszent), Ambri-Piotta ohne Flückiger und Nordlund (beide verletzt) sowie Hamill (überzähliger Ausländer).


Match-Zusammenfassung
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Ambrì verliert in Kloten mit 4:7, verpasst den Sprung über den Strich und liegt nun wieder fünf Zähler hinter Rang 8.

Ein Unfall am Gubrist und schikanöse Eingangskontrollen lassen viele Ambrì-Fans erst zu Beginn des zweiten Drittels in Kloten eintreffen, wobei auch der Schreibende betroffen ist und - kaum im Stadion - das zweite Klotener Tor mitansehen muss: Praplan wischt die Scheibe ins Tor, nachdem Tim Wolf die Scheibe zur Seite lenkt. Es ist der Auftakt in ein Drittel, das Kloten oft in der Vorwärtsbewegung sieht, mit Zug aufs Tor - etwas, das der HC Ambrì-Piotta heute erneut vermissen lässt. Folgerichtig führen die Einheimischen nach 40 Minuten mit 4:2, was den anwesenden Legenden unter den über 5000 Fans gefallen haben dürfte. Legenden deshalb, weil deren Banner unters Hallendach gezogen worden sind. Und deren Rückennummern 4, 7, 20, 21, 24, 26 und 32 fortan nicht mehr vergeben werden. Die zahlreichen Kenner dieser Website kennen die Namen dieser Spieler, die vornehmlich in den 80er und 90er-Jahren für Sternstunden am Schluefweg, der heutigen SWISS-Arena, gesorgt hatten.

Keine Sternstunde gibt es heute für den Gast aus der Leventina, der auf allen Schlüsselpositionen schwächer besetzt ist als die Gastgeber, die auf Tore Ambrìs immer wieder (zu) schnelle Antworten finden und das Skore schlussendlich auf 7:4 stellen. Es ist dies ein fundamental wichtiger Sieg, der den Abstand am Strich wieder vergrössert: Mit einem Sieg nämlich hätte Ambrì den heutigen Kontrahenten überholen und mit einem gewissen Mass an Zuversicht nach Biel und Langnau reisen können.

Elf Gegentreffer in zwei Spielen aber müssen zu denken geben, wobei unfair wäre, nur der Defensivabteilung die Schuld in die Schuhe zu schieben. Insgesamt zwei Weekend-Auftritte, die von (zu) wenig Geduld und zu vielen Fehlern geprägt sind, was in dieser ausgeglichenen Liga im Endeffekt eben nicht für Punkte reicht.

Diese müssen nun kommende Woche her, ansonsten der der Anschluss an den so wichtigen Playoff-Platz möglicherweise verloren geht.

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher  




[ Ambri ] - [ ZSC ]

1:4 (0:1, 1:3, 0:0)
26. Runde - Samstag, 28. November 2015
Valascia Ambri -- 5028 Zuschauer -- Koch, Mollard; Kovacs, Tscherrig

Tore: 3. Baltisberger (Wick, Keller) 0:1. 26. Birbaum (Fuchs, Pestoni) 1:1. 30. Nilsson (Wick) 1:2. 31. Geering (Karrer, Wick/Ausschluss Fora) 1:3. 40. (39:43) Suter (Blindenbacher, Malgin) 1:4.

Strafen: je 3mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Pestoni; Nilsson.

Ambri-Piotta: Zurkirchen (ab 41. Wolf); Gautschi, Mäenpää; Trunz, Zgraggen; Fora, Birbaum; Berger, Sidler; Pestoni, Fuchs, Giroux; Grassi, Hall, Lauper; Lhotak, Emmerton, Monnet; Duca, Kamber, Bastl.

ZSC Lions: Schlegel; Blindenbacher, Geering; Karrer, Siegenthaler; Seger, Phil Baltisberger; Hächler; Nilsson, Matthews, Schäppi; Künzle, Trachsler, Hinterkircher; Suter, Shannon, Neuenschwander; Wick, Malgin, Keller.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Hamill, Nordlund (überzählige Ausländer) und Flückiger. ZSC Lions ohne Chris Baltisberger, Foucault, Bärtschi, Cunti, Flüeler, Fritsche, Bergeron, Herzog und Schnyder (alle verletzt). - Timeout Ambri (31.). - 41. Pfostenschuss Nilsson.              


Match-Zusammenfassung
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Die ZSC Lions sind für Ambrì eine Schuhnummer zu gross und gewinnen vor 5028 Fans in der Valascia verdient mit 4:1 Toren.

Es hätte der vierte Sieg in Serie im vierten aufeinanderfolgenden Heimspiel werden können, hätte Thibaut Monnet beim Stand von 1:3 den Anschlusstreffer erzielt und wäre nicht am grandios reagierenden Schlegel gescheitert. Dann nämlich hätten die Nordtessiner vielleicht die nötige Energie gefunden, um den Gästen aus Zürich doch noch Paroli bieten zu können.

Doch der Konjunktiv bringt keine Siege und so bleibt die Erkenntnis, dass die abgezockten Zürcher - zumindest im heutigen Aufeinandertreffen - eine Klasse besser als Ambrì sind.
Dass es ein delikater Abend wird, zeigt sich beim 0:1, bei dem Zurkirchen die Sicht verdeckt ist. Dieses Tor hat Symbolcharakter, denn die Lions sind bissiger, schneller, präsenter - keine Spur von Müdigkeit nach dem vorabendlichen Sieg gegen Lausanne.
Und Ambrì? Die Leventiner kommen vorerst überhaupt nicht in die Gänge, verstolpern das erste Powerplay kläglich, wirken nervös und wenig präzis.

Es braucht einen Fehler der Zürcher Hintermannschaft, welcher Bierbaum den Ausgleich ermöglicht: Pestoni und Fuchs luchsen einem Zürcher Verteidiger die Scheibe ab, spielen den Pass auf den aufgerückten Verteidiger - und dieser erwischt den Hüter zwischen den Beinen (26.). Es sollte der einzige Torjubel für Ambrì bleiben, denn Schlegel hält in der Folge magistral, was auf sein Tor kommt.
Und kann sich darauf verlassen, dass seine Kollegen vorne treffen. Das 1:2 durch Nilsson entspringt einem Fehlpass, 93 Sekunden später besorgt Geering im Powerplay das 1:3, bei welchem Sandro Zurkirchen freie Sicht hat und womöglich nicht frei von Schuld ist. Als Blindenbacher kurz vor dem zweiten Sirenenton gar den vierten Lions-Treffer erzielt, ist der Mist geführt.

Im Schlussabschnitt zeigt Ambrì Kampf und Leidenschaft, was man als gutes Omen für das sonntägliche Gastspiel in Kloten werten darf. Stellt sich die Frage, wer dort das Tor hüten wird. Wolf, der im Schlussdrittel ins Spiel eingreift, macht seine Sache gut. Zudem ist offen, wer das Ausländerquartett formiert, denn die Verteidigung wirkt heute (zu) oft zu fahrig und zu fehlpassanfällig, was im Hinblick auf die wegweisenden Spiele gegen Kloten, Biel und Langnau (alle auswärts) unbedingt korrigiert werden muss!

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher




[ Ambri ] - [ Biel ]

2:1 (0:0, 1:0, 1:1)
24. Runde - Samstag, 21. November 2015
Valascia Ambri -- 5153 Zuschauer -- Mollard, Stricker; Espinoza, Gnemmi

Tore: 36. Nordlund (Emmerton, Giroux/Ausschluss Macenauer) 1:0. 41. (40:48) Hall (Fora, Emmerton/Ausschluss Maurer) 2:0. 45. Lüthi (Joggi, Wetzel) 2:1.

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 7mal 2 Minuten gegen Biel. - PostFinance-Topskorer: Pestoni; Arlbrandt.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Gautschi, Sidler; Fora, Nordlund; Trunz, Zgraggen; Birbaum; Lhotak, Emmerton, Monnet; Grassi, Hall, Lauper; Pestoni, Fuchs, Giroux; Duca, Kamber, Bastl; Bianchi.

Biel: Rytz; Dave Sutter, Fey; Jelovac, Maurer; Jecker, Wellinger; Joggi, Dufner; Tschantré, Haas, Spylo; Arlbrandt, Macenauer, Rossi; Daniel Steiner, Sutter, Lüthi; Wetzel, Ehrensperger, Stapleton.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Flückiger, Mäenpää (beide verletzt) und Hamill, Berger, Chavaillaz (überzählig), Biel ohne Nicholas Steiner, Olausson und Herburger (alle verletzt). Timeout Biel (58.).


Match-Zusammenfassung
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Ambrì-Piotta gewinnt auch das dritte aufeinanderfolgende Heimspiel und bleibt nach dem nicht unverdienten 2:1 gegen den EHC Biel in Tuchfühlung mit dem Strich.

Das Desaster von Zug liegt erst acht Tage zurück. Drei Spiele und neun Punkte später schaut die blauweisse Welt wieder rosiger aus, denn so bleibt die Kossmann-Truppe im Kampf um die besten acht Plätze im Rennen. Aus diesem hat sich - zumindest vorübergehend - der EHC Biel verabschiedet, denn dieser kämpft zwar beherzt, aber momentan einfach auch ein bisschen glücklos. Daran kann auch das Tor des ehemaligen Ambrì-Spielers Fabian Lüthi nichts daran ändern. Er trifft nach 45 Minuten zum temporären 2:1. Es ist das erste Bieler Tor seit 194 (!) Minuten. Dem gegenüber stehen 15 Gegentreffer aus den letzten drei Spielen, was das Gewinnen schwierig, wenn nicht gar unmöglich macht.

Und Ambrì? Hans Kossmann durfte von Serge Pelletier eine intakte Truppe übernehmen, hat an Details gefeilt und darf momentan auch ein bisschen das Glück des Tüchtigen in Anspruch nehmen. Im Schlussdrittel zum Beispiel agieren die Gäste aus dem Seeland auf Augenhöhe mit den Leventinern, können 173 Sekunden vor Schluss dann gar mit einem Mann mehr agieren und haben eine reelle Chance auf den Ausgleich. Diese verpassen sie. Auch deshalb, weil Ambrì ein aggressives Boxplay spielt, die Räume eng macht und letztlich auch auf einen wieder fehlerfreien Sandro Zurkirchen zählen darf. Das ist das eine Detail, das sich unter Kossmann verbessert hat. Das andere ist das Powerplay, wo die Scheibe nun endlich schneller läuft und sich die Formation auch schneller bewegt. Somit klingt zum Schluss La Montanara duch die eisig kalte Bergnacht; über 5000 Fans feiern den Zusammenschluss am Strich, denn im Moment liegen nicht weniger als fünf Teams innerhalb von nur vier (!) Punkten, wobei Ambrì - nach Verlustpunkten gerechnet - theoretisch gar über der ominösen Trennlinie steht.

Die nächste Woche bringt zwei Mal den gleichen Gegener: Zuerst geht es im Cup nach Zürich, bevor die Lions dann am kommenden Samstag in der Valascia gastieren werden.

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher




[ Ambri ] - [ Lausanne ]

4:1 (1:0, 1:1, 2:0)
22. Runde - Dienstag, 17. November 2015
Valascia Ambri -- 4280 Zuschauer -- Prugger, Vinnerborg; Abegglen, Borga

Tore: 12. Giroux (Pestoni) 1:0. 24. Pesonen (Hytönen, Walsky) 1:1. 37. Monnet (Pestoni, Emmerton/Ausschluss Gobbi, Strafe angezeigt) 2:1. 47. (46:40) Duca (Pestoni, Gautschi/Ausschluss Genazzi) 3:1. 48. (47:17) Lhotak (Fuchs, Nordlund) 4:1. 

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 6mal 2 Minuten gegen Lausanne. - PostFinance-Topskorer: Pestoni; Danielsson.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Birbaum, Nordlund; Gautschi, Sven Berger; Trunz, Chavaillaz; Fora; Monnet, Emmerton, Bastl; Grassi, Hall, Lauper; Pestoni, Fuchs, Giroux; Duca, Kamber, Bianchi; Lhotak.

Lausanne: Huet; Gobbi, Leeger; Genazzi, Lardi; Stalder, Trutmann; Jannik Fischer, Nodari; Walsky, Hytönen, Florian Conz; Louhivaara, Miéville, Pesonen; Danielsson, Froidevaux, Déruns; Benjamin Antonietti, Savary, Augsburger.

Bemerkungen: Ambri ohne Flückiger und Mäenpää (beide verletzt), Hamill (überzähliger Ausländer) sowie Stucki, Sidler und Zgraggen (alle überzählig), Lausanne ohne Simon Fischer, Herren und Rytz (alle verletzt). - 59:29 Timeout Lausanne, anschliessend ohne Torhüter.


Match-Zusammenfassung
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Dank einem eher glücklichen 4:1-Sieg gegen Lausanne schiebt sich Ambrì bis auf einen Punkt an den ominösen Strich.  

Mittelmässig spielen und dennoch gewinnen - das ist eine Kombination, die nicht jeden Abend funktionieren wird, heute aber bestens aufgeht. Zum einen, weil Sandro Zurkirchen ein hohes Mass an Sicherheit ausstrahlt. Zum anderen, weil mit Jason Fuchs der alles überragende Einzelspieler in den Reihen von Ambrì-Piotta spielt. Er, der kleine Zauberzwerg, ist technisch wie spielerisch eine Offenbarung und an vielen gefährlichen Torszenen beteiligt.

Die Tore aber schiessen (noch) andere: Alexandre Giroux zum Beispiel. Zwar noch immer nicht in bester Form, aber immer öfter (wieder) dort, wo es ihn braucht. Die magistrale Vorlage von Pestoni führt zum 1:0, das fast bis Spielmitte hält. Aber eben nur fast, denn Pesonen trifft zum zwischenzeitlichen und hochverdienten Ausgleich. Verdient deshalb, weil Lausanne öfter und deutlich präziser aufs Tor schiesst als die Einheimischen, das nötige Glück aber nicht auf seiner Seite hat, manchmal aber auch eine Spur zu kompliziert agiert. Und dann auch noch mit einem Rückstand in die zweite Pause gehen muss, weil Monnet - von Pestoni herrlich freigespielt - in doppelter Überzahl das temporäre 2:1 (37.) markiert. Es ist dies ein fürstlicher Lohn für ein Ambrì, das mit Engagement kämpft, spielerisch aber nicht zu überzeugen weiss. Das finale Schussverhältnis von 20:34 lügt nicht, denn die Waadtländer Gäste sind und bleiben das gefährlichere Team.

Es sind die Special-Teams, die den Match schlussendlich entscheiden. Duca erzielt im Nachsetzen das so wichtige 3:1, 37 Sekunden später stellt Lhotak gar auf 4:1, was die Mehrheit der (gut gezählten) 4280 Fans jubeln lässt. Von diesem Keulenschlag erholt sich Lausanne nicht mehr und muss den Sieg den Leventinern überlassen. Diese ihrerseits rücken bis auf zwei Punkte an den 8. Platz und an den Strich. Mit einem samstäglichen Sieg gegen den kriselnden EHC Biel könnte gar ein vorübergehender Platz an der Sonne locken - und würde den dritten Sieg in Serie bedeuten. Etwas, dass die Nordtessiner diese Saison allerdings noch nicht geschafft haben!

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher





[ Ambri ] - [ Langnau ]

4:2 (1:1, 2:0, 1:1)
21. Runde - Samstag, 14. November 2015, 19.45 Uhr
Valascia Ambri -- 5217 Zuschauer -- Dipietro, Massy; Espinoza, Kohler

Tore: 8. Duca (Kamber, Pestoni/Ausschluss Stettler) 1:0. 16. Anton Gustafsson (Tobias Bucher, Clark) 1:1. 23. Fora (Duca, Kamber/Ausschlüsse Adrian Gerber, Weisskopf) 2:1. 25. Pestoni (Fuchs, Sidler) 3:1. 42. Weisskopf (Tobias Bucher, Anton Gustafsson/Ausschluss Giroux) 3:2. 60. (59:55) Giroux (Monnet) 4:2 (ins leere Tor).

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 7mal 2 Minuten gegen SCL Tigers. – PostFinance-Topskorer: Emmerton; DiDomenico.   

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Fora, Birbaum; Trunz, Sidler; Gautschi, Sven Berger; Nordlund; Duca, Oliver Kamber, Lhotak; Pestoni, Fuchs, Giroux; Stucki, Emmerton, Monnet; Grassi, Hall, Lauper; Elias Bianchi.

SCL Tigers: Ciaccio; Stettler, Koistinen; Weisskopf, Adrian Gerber; Ronchetti, Zryd; Kim Lindemann, Currit; Olesz, DiDomenico, Nüssli; Clark, Anton Gustafsson, Tobias Bucher; Sandro Moggi, Albrecht, Claudio Moggi; Tom Gerber, Sven Lindemann, Haberstich.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Flückiger und Mäenpää, SCL Tigers ohne Deny Bärtschi, Nils Berger, Gossweiler, Lukas Haas, Yves Müller, Jordy Murray, Schirjajew und Wyss (alle verletzt). – Lattenschuss Pestoni (56.).


Match-Zusammenfassung
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Ambrì eröffnet die Serie von vier aufeinanderfolgenden Heimspielen mit einem lebenswichtigen 4:2 gegen die SCL Tigers.

Nun, was heisst schon lebenswichtig, in Anbetracht der Ereignisse von Paris? Ambrì und sein umtriebiger Präsident Filippo Lombardi gedenken der Opfer vor dem Spiel, umrahmt von der Französischen Nationalhymne. Und auch den erneut über 5000 Fans in der Valascia wird bewusst, dass Eishockey letztlich nur ein Spiel ist. Nicht mehr und nicht weniger.

Ein Spiel allerdings, dass aus der Optik des Heimteams ein ganz wichtiges ist, denn eine Niederlage gegen die Emmentaler hätte nicht nur den letzten Tabellenplatz bedeutet, sondern wohl auch das vorzeitige Aus im Kampf um einen der begehrten Playoff-Plätze. Die Platzherren agieren so, wie man das in einem wichtigen Match erwarten kann: Mit wachem Geist, schnellem Spiel und ersten Chancen, von denen Duca eine nützt, herrlich freigespielt (in Überzahl) von Oliver Kamber, der langsam besser in Fahrt zu kommen scheint, allerdings auch von viel Eiszeit profitieren darf. Dann ist es aber auch schon wieder vorbei mit der Herrlichkeit. Die Tigers, gut organisiert und mit der nötigen Prise Aggressivität agierend, kommen noch vor dem ersten Sirenenton zum nicht unverdienten Ausgleich, "glänzen" dann aber mit äusserst dummen Strafen, ...

... welche in der Nachbetrachtung matchentscheidend sind: Ambrì braucht exakt 47 Sekunden der doppelten Überzahl, um das frenetisch bejubelte 2:1 durch Fora zu bewerkstelligen. Und wenig später tanzt sich Inti Pestoni leichtfüssig zum 3:1, was das Nervenkostüm der Einheimischen ein bisschen, wenn auch nicht nachhaltig, beruhigt. Zu fehlerhaft das Ganze, zu sehr auf Zufall gebaut - gewiss keine Eishockey-Feinkost, sondern eher etwas aus der eishockeytechnischen "Fastfood"-Abteilung, bisweilen gar ungeniessbar.

Klar, dass Ambrì auch dieses Mal riskiert, das Spiel doch noch zu verlieren, denn zu viele Chancen gehen flöten, immer mal auch wieder in Überzahl. Das rächt sich fast, denn nach dem Anschlusstreffer von Weisskopf (42.) bricht zu oft wieder das nackte Chaos aus, fehlt es an kühlem Kopf und der entscheidenden defensiven Ruhe, für die auch Markus Nordlund (noch) nicht sorgen kann. Ein paar Spiele noch, und er wird gewiss wieder zum zuverlässigen Verteidiger werden, der er schon in der Playoff-Saison 2013/14 war - ein gutes Omen vielleicht?

Wie auch immer: Ambrì bringt den Sieg mit Hängen und Würgen über die Zeit und dürfte wenigstens ein bisschen an Selbstvertrauen gewonnen haben. Die drei Punkte von heute Abend sind allerdings nur dann etwas wert, wenn es auch gegen Lausanne (Dienstag) und Biel (Samstag) Zählbares gibt. Nach wie vor sind es Spiele der Wahrheit, Spiele, die man für sich entscheiden muss, will man den Sprung unter die besten acht Teams schaffen!

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher




[ Zug ] - [ Ambri ]

5:0 (2:0, 2:0, 1:0)
20. Runde - Freitag, 13. November 2015
Bossard Arena -- 6726 Zuschauer -- Eichmann, Küng; Küng Progin

Tore: 2. (1:18) Suri (Martschini, Sondell) 1:0. 19. Lammer (Alatalo, Zangger/Ausschluss Birbaum) 2:0. 35. Martschini (Bouchard, Sondell/Ausschluss Giroux) 3:0. 37. Holden (Martschini, Grossmann) 4:0. 44. Holden (Diem, Stephan/Ausschluss Peter!) 5:0.

Strafen: je 5mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Bouchard; Emmerton.

Zug: Stephan; Ramholt, Grossmann; Schlumpf, Sondell; Alatalo, Morant; Erni; Martschini, Holden, Suri; Lammer, Immonen, Bouchard; Zangger, Diem, Senteler; Thibaudeau, Peter, Schnyder; Marchon.

Ambri-Piotta: Wolf; Trunz, Sidler; Fora, Chavaillaz; Gautschi, Berger; Birbaum, Zgraggen; Lhotak, Emmerton, Monnet; Pestoni, Hall, Giroux; Lauper, Kamber, Duca; Grassi, Hamill, Bastl.

Bemerkungen: Zug ohne Blaser (gesperrt), Bürgler und Lüthi; Ambri-Piotta ohne Määenpää, Fuchs, Bianchi, Flückiger (alle verletzt) und Nordlund (überzähliger Ausländer).


Match-Zusammenfassung
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Der HC Ambrì-Piotta bleibt beim EV Zug chancenlos und geht mit 0:5 Toren unter.

Der Schreibende boykottiert die Bossard-Arena heute und verfolgt den Match in einer Bar. Dort wird er allerdings so unfreundlich bedient, dass er sich nach 20 Minuten wieder davonschleicht - mit einem 0:2 im Gepäck, wobei vor allem der Treffer von Lammer schmerzt, da er kurz vor dem ersten Sirenenton fällt, nachdem Hall Augenblicke zuvor den möglichen Shorthander vergeben hatte. Ambrì, das mit Wolf anstelle von Zurkirchen beginnt, hätte das Spiel in bessere Bahnen lenken können, hätte man aus den beiden anfänglichen Powerplays etwas Zählbares erreicht.

Der Match bleibt bis zur 35. Minute und dem schön herausgespielten Treffer von Martschini zumindest resultatmässig offen; spielerisch bleiben die Leventiner blass und vermögen keinerlei Akzente zu setzen. Auch die von Kossmann zum Teil komplett neu formierten Linien finden den Dreh gegen die kompakte Zuger Rolex-Truppe nicht.

Und es kommt noch schlimmer, als Holden zwei Mal tanzt, das eine Mal - wir müssen es neidlos anerkennen - so schön, dass der Ambrì-Verteidiger nur knapp einem Schwindelanfall entgeht. Dass das Ganze bei Überzahl von Ambrì passiert, sei nur am Rande erwähnt! Zum Schluss ist es wie immer in Zug, wenn die Einheimischen gewinnen: Die Leute stehen auf, klatschen und bringen so etwas wie Stimmung in die - auch das ist nicht neu - stets gut gefüllte Arena.

Und Ambrì? Der Auftritt von heute Abend bleibt ein einziges Fragezeichen. Und weil die Konkurrenz munter punktet, beträgt der Abstand zum Strich momentan sieben Punkte. Es braucht nicht mehr und nicht weniger als einen Sieg gegen die Tigers aus Langnau, um einen kalten, hässlichen und playofflosen Winter zu verhindern!

Bearbeitung: Gabriel Aeschbacher







[ Ambri ] - [ Biel ]

2:3 (2:0, 0:1, 0:1, 0:1) n.V.
19. Runde - Samstag, 31. Oktober 2015
Valascia Ambri -- 5207 Zuschauer -- Mollard, Vinnerborg; Dumoulin, Wüst

Tore: 5. Mäenpää (Giroux, Hall/Ausschluss Ehrensperger) 1:0. 11. Pestoni (Mäenpää, Birbaum) 2:0. 40. (39:22) Joggi (Maurer) 2:1. 42. Rossi (Stapleton) 2:2. 64. Stapleton 2:3.

Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Ambri, 7mal 2 Minuten gegen Biel. - PostFinance-Topskorer: Emmerton; Stapleton.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Gautschi, Berger; Birbaum, Mäenpää; Trunz, Sidler; Fora, Chavaillaz; Duca, Kamber, Fuchs; Pestoni, Hall, Giroux; Lhotak, Emmerton, Monnet; Grassi, Bastl, Lauper.

Biel: Rytz; Dave Sutter, Fey; Dufner, Nicholas Steiner; Joggi, Maurer; Jelovac; Daniel Steiner, Fabian Sutter, Lüthi; Spylo, Tschantré, Horansky; Stapleton, Macenauer, Rossi; Wetzel, Ehrensperger, Herburger; Holdener.

Bemerkungen: Ambri ohne Stucki, Bianchi, Flückiger (alle verletzt), Zgraggen (krank), Hamill (überzählig), Biel ohne Olausson, Arlbrandt, Huguenin, Jecker, Berthon, Rouiller, Wellinger, Haas (alle verletzt). 13. Timeout Ambri. 60. (59:50) Timeout Biel. 63. Pfostenschuss von Rossi.                       


Match-Zusammenfassung
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Ambrì verliert nach einer 2:0-Führung mit 2:3 nach Verlängerung und muss sich von den direkten Konkurrenten am Strich weiter distanzieren lassen.

Ereignisreiche Tage im Nordtessin: Zuerst die an Stillosigkeit kaum mehr zu überbietende Entlassung von Serge Pelletier, dann die Neuverpflichtung von Hans Kossmann, der lamentable Auftritt im Cup, der Überraschungssieg beim Leader in Freiburg - und heute nun eine weitere bittere Heimniederlage gegen den EHC Biel, den man mit einem Sieg hätte überholen können. Was nun, HC Ambrì-Piotta?

Adam Hall ist zurück, auch Patrick Sidler ist wieder da - und mit diesen beiden Spielern gewinnt Ambrì womöglich ein bisschen an Stabilität. So zumindest könnte man die schnelle 2:0-Führung interpretieren, welche die meisten der 5200 Fans bejubeln - und guter Dinge sind, dass das Heimdebüt von Hans Kossmann ähnlich erfolgreich wie der vorabendliche Auftritt bei Leader Fribourg verlaufen könnte. Und da ist auch Inti Pestoni, der als Torschütze und Passgeber für beste Chancen langsam diejenige Rolle zu spielen beginnt, welche nächste Saison auch den Verantwortlichen der ZSC Lions Freude bereiten wird, wenn sie sich denn die Dienste des Leventiner "Dorfkönigs" sichern können. Dem Vernehmen nach liegt der Vertrag zur Unterschrift bereit.

Das Mitteldrittel bringt viel Action, viel Kampf und die private Fehde zwischen Biels Maurer und Ambrìs Giroux, der mit seinen (vergebenen) Chancen den Match im Mitteldrittel alleine hätte entscheiden können. Held gestern, glücklos heute - es ist das Spiegelbild einer bisher eher mässigen Saison des letztjährigen Topskorers, der seinen Meister in der Person von Simon Rytz findet. Der Bieler Goalie zieht einen seiner sehr guten Abende ein, hält seine Mannschaft mit unzähligen brillanten Reflexen im Spiel. Kurz vor dem zweiten Sirenenton erzielt Joggi mit einem Weitschuss den Anschlusstreffer; keineswegs unverdient, denn die Bieler sind der erwartet zähe Gegner, der immer besser ins Spiel findet, sich Chancen kreiert ...

... und kurz nach Wiederbeginn den Ausgleich findet, als Rossi schneller als andere reagiert und die Scheibe über die Linie bugsiert. Es ist - genau so wie unter Serge Pelletier - ein hart arbeitendes, leidenschaftliches Ambrì. Eines aber auch, dass Cleverness und Kaltblütigkeit vermissen lässt. Exemplarisch dafür steht das Schlussdrittel, wo die Nordtessiner zwei Mal in Überzahl agieren können, hierbei aber nicht in der Lage sind, die numerische Überlegenheit in ein Tor umzumünzen.

Im Gegenteil: Es kommt noch schlimmer, als ein hässlicher individueller Fehler Tim Stapleton in ideale Schussposition bringt. Und der einstige NHL-Star zeigt, weshalb er in Biel inzwischen das Leibchen des Topskorers trägt, denn er fackelt nicht lange und schiesst den Gast aus Biel ins späte Glück ... und den HCAP ins Elend. Ganz klar, dass - nach der Nati-Pause - zwei wegweisende Spiele auf dem Programm stehen, wenn es zum Gotthard-Derby nach Zug geht. Und tags darauf dann die SCL Tigers in die Valascia kommen und man dann ganz einfach gewinnen muss, damit der Playoff-Traum nicht schon deutlich vor Weihnachten platzt!

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher




[ Fribourg ] - [ Ambri ]

2:5 (2:2, 0:2, 0:1)
18. Runde - Freitag, 30. Oktober 2015
BCF Arena -- 6425 Zuschauer -- Clément, Massy; Borga, Fluri

Tore: 10. T. Vauclair (Schilt, Fritsche) 1:0. 12. Monnet (Gautstchi/Ausschluss Pestoni!) 1:1. 14. Gardner (Pivron, Schilt) 2:1. 15. Emmerton (Birbaum, Monnet) 2:2. 21. (20:48) Giroux (Duca, Mäenpää) 2:3. 34. Giroux (Pestoni, Chavaillaz) 2:4. 46. Emmerton (Bastl/Ausschluss Hall!) 2:5.

Strafen: 3mal 2 plus 10 (Rivera) Minuten gegen Fribourg, 4mal 2 Minuten gegen Ambri. - PostFinance-Topskorer: Pouliot; Mäenpää.

Fribourg-Gottéron: Conz; Camperchioli, Ngoy; Rathgeb, Picard; Maret, Schilt; Neukom, Gardner, Brügger; Mauldin, Pouliot, Mottet; Sprunger, Schmutz, Plüss; Fritsche, Rivera, Vauclair; Pivron.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Birbaum, Mäenpää; Trunz, Sidler; Gautschi, Berger; Chavaillaz; Duca, Kamber, Fuchs; Pestoni, Hall, Lauper; Lhotak, Emmerton, Monnet; Grassi, Bastl, Giroux.

Bemerkungen: Fribourg ohne Bykow, Abplanalp, Loichat, Kamerzin (alle verletzt) und Salminen (krank), Ambri ohne Stucki, Bianchi (beide verletzt) und Hamill (überzähliger Ausländer). Pfostenschüsse: Rathgeb (46.), Schilt (47.). Mauldin Ende des 1. Drittels verletzt ausgeschieden.


Match-Zusammenfassung
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si. Ausgerechnet gegen das bisherige Schlusslicht Ambri-Piotta muss Fribourg erstmals zu Hause als Verlierer vom Eis. Beim 5:2-Sieg der Tessiner zeichnet sich Alexandre Giroux als Doppeltorschütze aus.

Trainer Hans Kossmann und Stürmer Thibaut Monnet feierten eine triumphale Rückkehr in der Freiburger Eishalle. Ein seinem ersten Spiel an der Bande von Ambri gelang dem ehemaligen Fribourg-Coach der Coup.

Die grosse Figur auf dem Eis war der ebenso geniale wie zuweilen ineffiziente Kanadier Giroux. Er sorgte mit seinen Toren zum 3:2 und zum 4:2 für die Entscheidung. Monnet, der bei Fribourg Ende der letzten Saison nicht mehr erwünscht war, liess sich das Tor zum 1:1 und einen Assist notieren.

Beim bisherigen Leader Fribourg passte nichts zusammen. Der verletzte Topskorer Andrej Bykow und der erkrankte Finne Sakari Salminen fehlten an allen Ecken und Enden. Ins desolate Bild passte, dass Gottéron, mit dem zweitbesten Powerplay der Liga, gegen das zweitschlechteste Unterzahlspiel gleich zwei Shorthander kassierte. Monnet entwischte in der 12. Minute und egalisierte zweieinhalb Minuten nach der ersten Freiburger Führung, 15 Minuten vor dem Ende machte Cory Emmerton mit dem 5:2 alles klar.

Fribourg gab im neunten Heimspiel der Saison erstmals Punkte ab und verlor die Tabellenführung an die ZSC Lions. Am Ende des ersten Drittels fiel auch noch der Amerikaner Greg Mauldin mit einer Verletzung aus, so dass Gottéron über weite Strecken mit zwei Ausländern agierte. Ambri gewann aber verdient nach vier Niederlagen wieder einmal und entführte so zum ersten Mal seit dem 26. Oktober 2013 drei Punkte aus Freiburg.




[ Lugano ] - [ Ambri ]

6:3 (3:2, 0:0, 3:1)
17. Runde - Samstag, 24. Oktober 2015
Resega Lugano -- 7800 Zuschauer -- Stricker, Vinnerborg, Kaderli, Kovacs

Tore: 6. Hamill (Fora) 0:1. 9. Chiesa (Klasen, Furrer/Ausschluss Monnet) 1:1. 10. (9:14) Kparghai (Kienzle, Filppula) 2:1. 10. (9:57) Fuchs (Pestoni, Hamill) 2:2. 11. Kienzle (Kparghai, Hirschi/Ausschluss Duca) 3:2. 46. Klasen (Julien Vauclair, Martensson/Ausschluss Hirschi; Duca, Hamill) 4:2. 52. Pestoni (Monnet, Berger) 4:3. 57. Sannitz 5:3. 60. (59:02) Hofmann (Martensson, Kparghai/Ausschluss Kienzle) 6:3 (ins leere Tor).

Strafen: 5mal 2 Minuten plus 5 Minuten (Chiesa) plus Spieldauer (Chiesa), 8mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Pettersson; Mäenpää.

Lugano: Manzato (9. Merzlikins); Philippe Furrer, Ulmer; Chiesa, Julien Vauclair; Kparghai, Hirschi; Sartori; Hofmann, Martensson, Reuille; Klasen, Sannitz, Morini; Pettersson, Filppula, Kienzle; Kostner, Romanenghi, Fazzini.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Gautschi, Zgraggen; Birbaum, Mäenpää; Fora, Chavaillaz; Trunz, Berger; Grassi, Bastl, Lauper; Pestoni, Hamill, Giroux; Lhotak, Emmerton, Monnet; Duca, Kamber, Fuchs.

Bemerkungen: Lugano ohne Walker, Brunner, Bertaggia und Steinmann (alle verletzt); Ambri ohne Hall, Stucki, Sidler, Bianchi und Flückiger (alle verletzt). - 9. Manzato verletzt ausgeschieden. - Pfosten: 22. Giroux, 35. Pettersson, 39. Sannitz, Ulmer. - 58:38 Timeout Ambri, von 58:10 bis 59:02 ohne Torhüter.



Match-Zusammenfassung
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Si. Der HC Lugano stoppt mit einem 6:3-Derby-Heimsieg über Ambri-Piotta seinen Sturzflug im Duell der Kellerkinder. Linus Klasen realisiert in der 46. Minute mit dem Powerplaytor zum 4:2 den Gamewinner.

Raffaele Sannitz mit dem 5:3 und der einst für Ambri stürmende Gregory Hofmann mit einem "empty netter" in Unterzahl stellten den ersten Sieg der Südtessiner im zweiten Spiel unter Interimstrainer Christian Wohlwend sicher.

Lugano zeigte für einmal eine kämpferisch gute Leistung und erwies sich auch kaltblütiger im Abschluss. Der Sieg der Südtessiner fiel indes zu deutlich aus, denn Ambri war bis zum fünften Gegentor ebenbürtig. Unter dem Strich sind die Leventiner nach der vierten Niederlage in Folge aber am Tabellenende angelangt.





[ Ambri ] - [ Davos ]

4:5 (0:2, 3:2, 1:1)
16. Runde - Freitag, 23. Oktober 2015
Valascia Ambri -- 5128 Zuschauer -- Dipietro, Massy; Fluri, Küng

Tore: 7. Lindgren (Marc Wieser, Axelsson) 0:1. 12. Marc Wieser (Walser, Dino Wieser) 0:2. 24. Lhotak 1:2. 28. Emmerton (Mäenpää, Bastl/Ausschluss Axelsson) 2:2. 33. Emmerton (Mäenpää, Lhotak) 3:2. 36. Walser (Sciaroni, Ambühl) 3:3. 40. (39:17) Simion (Jörg, Forrer) 3:4. 55. Fora (Giroux, Pestoni) 4:4. 58. Marc Wieser (Dino Wieser, Walser) 4:5.

Strafen: je 5mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Mäenpää; Lindgren.    

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Fora, Zgraggen; Birbaum, Mäenpää; Gautschi, Sven Berger; Trunz, Chavaillaz; Lhotak, Emmerton, Monnet; Grassi, Bastl, Lauper; Pestoni, Hamill, Giroux; Duca, Kamber, Fuchs.

Davos: Genoni; Brejcak, Jung; Forster, Heldner; Schneeberger, Silvio Schmutz; Paschoud, Forrer; Ambühl, Walser, Dino Wieser; Marc Wieser, Lindgren, Paulsson; Sciaroni, Axelsson, Ryser; Simion, Aeschlimann, Jörg.

Bemerkungen: Ambri ohne Hall, Elias Bianchi, Stucki, Sidler und Flückiger (alle verletzt), Davos ohne Guerra, Kindschi, Du Bois und Corvi (alle verletzt) und Setoguchi (überzähliger Ausländer). - 28. Timeout Davos. - 59:26 Timeout Ambri, ab 58:58 ohne Goalie.


Match-Zusammenfassung
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Ein leidenschaftlicher, aber glückloser HCAP verliert zu Hause gegen Davos vor 5128 Fans mit 4:5 Toren. Es ist die siebte Niederlage in den letzten neun Spielen.

Der HC Ambrì-Piotta hat die Niederlage in Bern gut verdaut und startet mit viel Elan, wird vom Gast aus Davos aber zweimal kalt geduscht. Sehr kalt sogar, denn die Tore durch Lindgren und Marc Wieser sind zwar schön herausgespielt, wiederspiegeln den Spielverlauf aber nicht ganz korrekt. Später dann im ersten Drittel relativiert sich das Ganze, denn die Bündner erarbeiten sich weitere Chancen, spielen schnell und präzis, bringen das Heimteam dadurch immer wieder in Verlegenheit - 0:2 nach 20 Minuten und lange Gesichter auf der Tribüne.

Dann aber schafft Lhotak (24.) den Anschluss und läutet die vermeintliche Wende ein. Ambrì, leidenschaftlich powernd wie selten in dieser Saison, schafft den viel umjubelten Ausgleich durch Emmerton, der dem sehenswerten 2:2 einen weiteren Kunstschuss folgen lässt und die Valascia wieder einmal zum Beben bringt. Die Platzherren agieren aber auch ungestüm, leisten sich fatale Aussetzer in Form von gravierenden individuellen Fehlern und liegen so nach 40 Minuten doch mit 3:4 Toren hinten - ein verrücktes Drittel, ein Spiel, das die Zuschauer elektrisiert und diesen eine Achterbahn der Gefühle beschert.

Die Pelletier-Truppe steckt den Kopf nicht in den Sand, fightet sich abermals zurück und stellt fünf Minuten vor Schluss auf 4:4, als Fora eine schöne Vorlage von Giroux gekonnt verwertet. Der Punkt wäre hoch verdient, als die wild stürmenden Leventiner den Frust des Abends in Form des fünften Gegentreffers hinnehmen müssen und diesen Keulenschlag nicht mehr wegstecken können. Eine Niederlage, die extrem schmerzt, weil so viel Leidenschaft letztlich nicht belohnt worden ist.

Klar nun, dass die sportliche Situation auch in Ambrì brenzlig geworden ist, denn sieben Niederlagen aus den letzten neun Spielen lassen Serge Pelletier wohl eher nicht gut schlafen. Dennoch: Die Mannschaft scheint intakt, kämpft leidenschaftlich und müsste das Glück irgendwann auf ihre Seite zwingen können. Den Verantwortlichen in Ambrì wünscht man die Geduld, die es in solchen Situationen braucht, denn was kann der Trainer dafür, wenn gewisse Leistungsträger nach wie vor nicht zu hundert Prozent auf Touren kommen? Und was kann er dafür, wenn es haarsträubende individuelle Fehler sind, die letztlich Punkte kosten?

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher




[ Bern ] - [ Ambri ]

6:3 (0:2, 1:1, 5:0)
15. Runde - Dienstag, 20. Oktober 2015, 19.45 Uhr
PostFinance Arena -- 14952 Zuschauer -- Eichmann, Koch; Espinoza, Kaderli

Tore: 1. (0:23) Monnet (Lhotak, Zgraggen) 0:1. 20. (19:37) Giroux (Pestoni, Hamill) 0:2. 31. Duca (Bianchi, Kamber) 0:3. 34. Smith (Helbling, Rüfenacht) 1:3. 44. Plüss (Jobin, Blum/Ausschluss Bianchi) 2:3. 48. (47:29) Roy (Conacher, Blum) 3:3. 49. (48:10) Moser (Blum, Pascal Berger/Ausschluss Duca) 4:3. 54. (53:30) Pascal Berger (Helbling) 5:3. 55. Helbling (Conacher, Roy/Ausschluss Mäenpää) 6:3.

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Bern, 8mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Conacher; Mäenpää  

Bern: Bührer; Helbling, Untersander; Kreis, Blum; Jobin, Gerber; Flurin Randegger, Gian-Andrea Randegger; Reichert, Rüfenacht, Scherwey; Moser, Plüss, Bodenmann; Alain Berger, Smith, Bergenheim; Conacher, Roy, Pascal Berger.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Fora, Zgraggen; Birbaum, Mäenpää; Trunz, Chavaillaz; Sven Berger; Lhotak, Emmerton, Monnet; Grassi, Bastl, Lauper; Pestoni, Hamill, Giroux; Duca, Kamber, Bianchi; Fuchs.

Bemerkungen: Bern ohne Ebbett, Kobasew und Krueger, Ambri-Piotta ohne Hall, Sidler, Flückiger (alle verletzt), Gautschi und Stucki (beide krank). Timeout Ambri-Piotta (46.).                        


Match-Zusammenfassung
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Mamma mia, Ambrì führt in Bern nach 31 Minuten mit 3:0 Toren, bricht danach aber komplett auseinander und geht mit 3:6 unter!

Wird die 23 die neue Glückszahl von Ambrì? 23 Sekunden sind in Bern gespielt, als Monnet seinen sechsten Saisontreffer erzielt und seine Farben früh in Führung schiesst. Danach spielt (oft) der SC Bern, der dies aber zu umständlich und zu kompliziert tut - und vorerst ohne Effizienz im Powerplay, welches die Berner bei mehreren Gelegenheiten sausen lassen. Nicht sausen lässt Giroux die sich bietende Doppelführung 23 Sekunden vor Drittelsende. Mustergültig der Pass von Pestoni, eine Augenweide der Abschluss des letztjährigen Topskorers, der seine Form nun doch langsam zu finden scheint - 0:2 nach 20 Minuten!

Und es kommt noch besser, als Duca bei Spielmitte alleine auf Bührer loszieht und diesen sicher bezwingt - 3:0! Kaum erstaunlich, dass das anspruchsvolle Berner Publikum langsam ungeduldig wird. Kurz vor dem zweiten Sirenenton schafft es Smith dann doch noch, seine Farben zurück ins Spiel zu bringen. Und beinahe hätte Rüfenacht auch noch den Anschlusstreffer erzielt, was Zurkirchen aber in letzter Sekunde vereiteln kann.

Schade, dass Ambrì dann aufhört zu spielen - und den Bernern so neues Leben einhaucht. Plüss, der Routinier und Antreiber, verkürzt im Powerplay auf 2:3. Dann vergibt Pestoni alleine vor Bührer das mögliche 2:4, bevor es die Berner tatsächlich schaffen, den Ausgleich zu erzielen! Auch das von Pelletier genommene Timeout kann das sich anbahnende Unheil nicht aufhalten. Im Gegenteil: Erneut können die Platzherren in Überzahl agieren, was sie zum zweiten Mal hintereinander ausnützen und durch Simon Moser zum 4:3 kommen - unglaublich! Pascal Berger macht den Abend definitiv zum Desaster, als er das 5:3 erzielt. Noch bitterer, dass diesem Tor ein Foul vorausgeht, das man eigentlich hätte pfeifen müssen. Und ja, dann geht bei Ambrì gar nichts mehr, so dass - natürlich in Überzahl - gar das 6:3 folgt. 
Bleibt die Frage im Raum, wie man den sicher geglaubten Sieg dermassen fahrlässig aus den Händen geben kann. Das 5:0 (!) im Schlussdrittel spricht Bände - und man kann nur hoffen, dass die Moral der Pelletier-Truppe am Freitag gegen Davos wieder hergestellt ist!
                       
Bearbeitung: Gabriel Aeschbacher




[ ZSC ] - [ Ambri ]

5:2 (3:1, 1:1, 1:0)
14. Runde - Samstag, 17. Oktober 2015
Hallenstadion Zürich -- 9544 Zuschauer -- Eichmann, Mollard, Bürgi, Kohler

Tore: 3. Blindenbacher (Cunti/Ausschluss Mäenpää) 1:0. 7. Herzog (Nilsson, Matthews/Ausschluss Trunz) 2:0. 11. Künzle (Suter, Jonas Siegenthaler) 3:0. 14. Giroux (Pestoni, Trunz) 3:1. 24. Bastl (Hamill, Emmerton/Ausschluss Schäppi) 3:2. 34. Suter (Künzle, Shannon) 4:2. 52. Suter (Seger/Strafe angezeigt) 5:2.

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen ZSC Lions, 2mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. – PostFinance-Topskorer: Matthews; Mäenpää.

ZSC Lions: Schlegel; Geering, Bergeron; Blindenbacher, Jonas Siegenthaler; Seger, Phil Baltisberger; Hächler; Ryan Keller, Cunti, Wick; Nilsson, Matthews, Herzog; Patrik Bärtschi, Trachsler, Schäppi; Künzle, Shannon, Suter; Jan Neuenschwander.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Fora, Zgraggen; Birbaum, Mäenpää; Trunz, Chavaillaz; Sven Berger; Grassi, Bastl, Lauper; Lhotak, Emmerton, Monnet; Pestoni, Hamill, Giroux; Duca, Fuchs, Elias Bianchi; Oliver Kamber.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Chris Baltisberger, Flüeler, Dan Fritsche und Daniel Schnyder (verletzt). Ambri-Piotte ohne Gautschi (krank) sowie Hall, Flückiger, Sidler und Stucki (verletzt) – Pfostenschuss Wick (37.). – Timeout Ambri-Piotta (7.).


Matsch-Zusammenfassung
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Ambrì verpennt den Start gegen die Lions, liegt schnell 0:3 hinten und kann dieses Handicap nicht mehr wettmachen, so dass am Schluss eine 2:5-Niederlage resultiert.

Der Schreibende ist zurück aus den Ferien und optimistisch, dass der leidenschaftliche Auftritt gegen die Genfer so viel Mumm gibt, dass man auch den ZSC Lions Paroli bieten kann. Diese machen aber nur zum Anfang Geschenke: Es ist Mark Bastl, der für acht Zürcher Jahre nicht nur einen warmen Applaus bekommt, sondern auch lobende Worte und ein paar Präsente. Ambrì möchte daraufhin wohl etwas zurückgeben und agiert weitgehend unsichtbar. Die Strafe folgt auf dem Fuss und in Form von drei Gegentoren, wovon die Platzherren zwei Treffer in Überzahl erzielen. Die meisten unter den fast 10000 Fans sind in Siegerlaune, ehe das Spiel richtig begonnen hat. Gut, dass Alexandre Giroux quasi als Spassbremse fungiert, die Tessiner mit seinem sehenswerten Treffer wenigstens einigermassen im Spiel hält.

Und siehe da: Was zuvor nach einem ZSC-Spaziergang aussah, wird dann doch noch zu einem richtigen Eishockeyspiel - vor allem nach dem Tor von Bastl, der die erste Strafe gegen einen Zürcher gleich zum Anschlusstreffer nutzt und so die Hoffnung auf einen Punktgewinn aufs Neue nährt. Ambrì hat danach seine beste Phase, powert so wie die Gastgeber im Startdrittel, schafft den Ausgleich aber nicht: Chavaillaz (25.) und Hamill (30.) sind schon fast in Jubelpose, müssen dann aber mitansehen, wie der Puck am Tor vorbeikullert. Es spricht für die Klasse der Lions, dass sie Tore schiessen können, ohne zuvor entscheidend etwas fürs Spiel gemacht zu haben. So geschehen nach 34 Minuten, als der 19-jährige Suter - er trifft später nochmals - dafür sorgt, dass der Abend definitiv zum Zürcher Vergnügen wird.  

Das Schlussdrittel bringt dann noch ein bisschen Schaulaufen der nun wieder dominanten Löwen. Ambrì hält dagegen, so gut wie es eben geht. Am letztlich klaren und verdienten Sieg der Crawford-Truppe können die Leventiner allerdings nichts mehr ändern.

Nach 14 Runden zeigt die Rangliste erstaunliche Konturen: Dass sich die Lions und der EV Zug weit oben präsentieren, mag wenig erstaunen. Dass Fribourg hingegen ganz oben steht, hätte keiner der Experten erwartet. Und wohl auch niemand hätte darauf gewettet, dass zwischen dem 4. und dem 12. Tabellenrang gerade mal sechs Punkte liegen. Von da her gesehen ist jeder Punkt wichtig, auch wenn es Ambrì in der kommenden Woche mit schweren Gegnern zu tun bekommt: Am Dienstag geht es nach Bern, dann warten mit Davos und LugaNO zwei ebenso schwere Brocken auf die Truppe von Serge Pelletier - Forz'Ambrì!

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher          




[ Ambri ] - [ Servette ]

5:2 (1:1, 1:1, 3:0)
13. Runde - Freitag, 16. Oktober 2015
Valascia Ambri -- 5080 Zuschauer -- Prugger, Vinnerborg; Kaderli, Obwegeser

Tore: 7. Monnet (Lhotak) 1:0. 16. Fransson (Kast, Romy/Ausschluss Birbaum) 1:1. 28. Jacquemet (Mercier, Loeffel) 1:2. 38. Pestoni (Birbaum/Ausschlüse Chavaillaz, Kast) 2:2. 42. Lauper (Bastl, Chavaillaz) 3:2. 59. Monnet (Mäenpää) 4:2 (ins leere Tor). 60. (58:59) Mäenpää 5:2 (ins leere Tor).

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 2mal 2 Minuten gegen Genève-Servette. – PostFinance-Topskorer: Emmerton; Fransson.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Birbaum, Mäenpää; Fora, Zgraggen; Trunz, Chavaillaz; Sven Berger; Pestoni, Hamill, Giroux; Lhotak, Emmerton, Monnet; Grassi, Bastl, Lauper; Duca, Fuchs, Elias Bianchi; Oliver Kamber.

Genève-Servette: Robert Mayer; Loeffel, Mercier; Eliot Antonietti, Fransson; Iglesias, Bezina; Riat, Tom Pyatt, Rod; Jérémy Wick, Slater, Jacquemet; D'Agostini, Romy, Pedretti; Douay, Kast, Roland Gerber; Rubin.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Gautschi (krank), Flückiger, Hall, Sidler und Stucki, Genève-Servette ohne Almond, Bays, Lombardi, Picard, Traber und Vukovic (alle verletzt). – Timeouts: Ambri-Piotta (58.); Genève-Servette (59.).


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si. Vor einer Woche schien die Ära von Trainer Serge Pelletier in Ambri vor dem Ende. Nach dem zweiten 5:2-Sieg innerhalb von drei Tagen, diesmal gegen Servette, sitzt Pelletier wieder fester im Sattel.

Das Schlussresultat von 5:2 widerspiegelt den Spielverlauf nicht gut. Die Partie stand bis zuletzt auf der Kippe. Erst in den letzten zwei Minuten kam Ambri-Piotta durch Thibaut Monnet (4:2) und Mikko Mäenpää (5:2) mit zwei Schüssen ins leere Tor noch zum komfortablen Sieg. Zuvor hatte Servette mit Vehemenz auf den Ausgleich gedrückt. Das Schussverhältnis im Schlussabschnitt lautete 16:8 für Servette.

Die siegbringenden Tore erzielten für Ambri-Piotta Inti Pestoni (38.) und Adrien Lauper (42.) kurz vor und kurz nach der zweiten Pause. Pestoni überlief beim 2:2 die gesamte Genfer Abwehr und insbesondere Servettes PostFinance-Topskorer Johan Fransson. Beim 3:2 brachte Lauper einen Abpraller unter der Latte im Tor unter. Beiden Ambri-Goals vom 1:2 zum 3:2 gingen leichtfertige Genfer Puckverluste voraus.

Ambri verdiente sich die Punkte mit viel Leidenschaft und Disziplin. Die Leventiner hätten die Partie schon im zweiten Abschnitt, den sie deutlich dominierten, vorentscheiden können. Ambri-Piotta profitierte allerdings davon, dass Servette schon am Vorabend spielte und ausserdem noch durch die halbe Schweiz reisen musste.




[ Kloten ] - [ Ambri ]

2:5 (0:2, 2:2, 0:1)
12. Runde - Dienstag, 13. Oktober 2015
Swiss Arena -- 3896 Zuschauer -- Clément, Stricker; Kovacs, Mauron

Tore: 4. Zgraggen (Monnet, Lhotak) 0:1. 7. Monnet (Lhotak, Emmerton) 0:2. 25. Casutt (Frick, Hartmann) 1:2. 31. (30:10) Pestoni (Giroux, Strafe angezeigt) 1:3. 32. (31:20) Mäenpää (Fuchs, Pestoni) 1:4. 33. (32:10) Hollenstein (Von Gunten, Stoop) 2:4. 58. Lauper (Zgraggen) 2:5 (ins leere Tor).

Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Kloten Flyers, 6mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. – PostFinance-Topskorer: Kolarik; Emmerton.

Kloten Flyers: Martin Gerber; Stoop, von Gunten; Harlacher, Erik Gustafsson; Frick, Schelling; Bircher, Collenberg; Praplan, Santala, Hollenstein; Kolarik, Bieber, Leone; Hartmann, Kellenberger, Casutt; Romano Lemm, Liniger, Studer.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Gautschi, Zgraggen; Birbaum, Mäenpää; Trunz, Chavaillaz; Fora, Sven Berger; Lhotak, Emmerton, Monnet; Grassi, Bastl, Lauper; Pestoni, Hamill, Giroux; Duca, Fuchs, Elias Bianchi.

Bemerkungen: Kloten Flyers ohne Back, Boltishauser, Guggisberg, Hasani, Obrist und Olver, Ambri-Piotta ohne Flückiger, Hall, Sidler und Stucki (alle verletzt) sowie Kamber (überzählig). – Pfostenschuss Giroux (50.). – Timeout Kloten (58.).


Match-Zusammenfassung
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si. Nach vier Niederlagen hintereinander kommt Ambri-Piotta in Kloten wieder einmal zu einem Erfolgserlebnis. Die Leventiner setzen sich gegen die Flyers mit 5:2 durch.

Für einmal lief fast alles für die Leventiner. Dem 22-jährigen Schweiz-Kanadier Jesse Zgraggen gelang nach vier Minuten das erste NLA-Tor. Bloss 165 Sekunden später führte Ambri-Piotta bereits mit 2:0, obwohl die Kloten Flyers die Startphase eigentlich dominiert hatten. Im zweiten Abschnitt bot sich ein ähnliches Bild: Just in die stärkste Phase der Klotener hinein fielen binnen 70 Sekunden die Goals vom 2:1 zum 4:1 für die Tessiner Gäste.

Ambris grosse Figuren nebst Goalie Sandro Zurkirchen (30 Paraden) waren Thibaut Monnet und Inti Pestoni, ausgerechnet jene Spieler also, die für Ambris Negativserie am meisten verantwortlich gemacht worden sind. Beide Goalgetter konnten bislang die Erwartungen nicht erfüllen. In Kloten markierte Monnet aber das 2:0, nachdem er das erste Goal vorbereitet hatte. Und Pestoni realisierte nach 30 Minuten mit einer beeindruckenden Einzelleistung den Gamewinner zum 3:1.

Keine gute Leistung gelang diesmal Klotens Goalie Martin Gerber, der in den vorherigen fünf Partien bloss noch sechs Gegentreffer zugelassen hatte. Gegen Ambri sah Gerber bei mehr als einem Gegentor nicht gut aus. Er liess vier der ersten 14 Schüsse auf sein Tor passieren, büsste aber auch für gravierende Fehler seiner Vorderleute.




[ Ambri ] - [ Kloten ]

1:4 (0:2, 0:0, 1:2)
11. Runde - Samstag, 10. Oktober 2015
Valascia Ambri -- 5236 Zuschauer -- Eichmann, Mollard; Abegglen, Kaderli

Tore: 10. Praplan (Hollenstein, von Gunten) 0:1. 16. Casutt (Schelling) 0:2 (Eigentor Berger). 42. Bastl (Grassi) 1:2. 46. Bieber (Gustafsson, Kolarik) 1:3. 54. Kellenberger (Harlacher/Ausschluss Grassi) 1:4.

Strafen: je 4mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Emmerton; Kolarik.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Gautschi, Zgraggen; Birbaum, Mäenpää; Trunz, Berger; Fora, Chavaillaz; Grassi, Bastl, Lauper; Hamill, Emmerton, Giroux; Pestoni, Kamber, Monnet; Duca, Fuchs, Lhotak.

Kloten Flyers: Gerber; Stoop, von Gunten; Schelling, Frick; Gustafsson, Harlacher; Collenberg; Kolarik, Bieber, Leone; Praplan, Santala, Hollenstein; Hasani, Kellenberger, Casutt; Lemm, Liniger, Studer.

Bemerkungen: Ambri ohne Sidler, Bianchi, Stucki und Hall, Kloten ohne Guggisberg, Olver, Obrist und Back (alle verletzt). 9. Pfostenschuss Casutt.


Match-Zusammenfassung
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si. Ambris Talfahrt geht ungebremst weiter. Die Tessiner verlieren zuhause gegen die aufstrebenden Kloten Flyers klar 1:4.

Die Formkurven der Blauweissen aus dem Tessin und aus dem Zürcher Unterland laufen diametral auseinander. Während die Kloten Flyers zum sechsten Sieg in den letzten acht Partien kamen, musste Ambri zum vierten Mal in Folge als Verlierer vom Eis. Seit einer 5:0-Gala in Biel haben die Leventiner keinen Punkt mehr geholt.

Eine Vorentscheidung fiel bereits im ersten Drittel, als sich Ambri regelrecht überfahren liess. In der 9. Minute scheiterte Corsin Casutt noch am Pfosten, eine Zeigerumdrehung später machte es Vincent Praplan besser, als er einen perfekten Pass von Felix Hollenstein versenkte. Und auch Casutt kam noch zu seinem Treffer, dem zweiten innerhalb von 24 Stunden, als er via Ambri-Goalie Sandro Zurkirchen ins Netz traf (16.).

Danach bemühte sich das Team von Serge Pelletier redlich und glich das Geschehen je länger, je mehr aus. Es fehlte jedoch an der Klasse, um gegen die stilsicheren Klotener eine Wende herbeizuführen. Mehr als das zwischenzeitliche 1:2 durch Mark Bastl im Schlussdrittel schaute nicht heraus. In vier Spielen hat man nun nur fünf Tore geschossen. Auch der neue Ausländer Zach Hamill, der bei Fribourg in neun Spielen immerhin fünf Mal erfolgreich war, brachte noch keine Impulse.




[ Lausanne ] - [ Ambri ]

2:1 (1:0, 1:0, 0:1)
10. Runde - Dienstag, 6. Oktober 2015
Malley -- 6211 Zuschauer -- Erard, Wiegand; Dumoulin, Fluri

Tore: 6. Herren (Hytönen, Danielsson) 1:0. 30. Froidevaux (Trutmann, Louhivaara/Ausschluss Giannini) 2:0. 55. Emmerton (Penalty) 2:1.

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Lausanne, 3mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Danielsson; Mäenpää.

Lausanne: Huet; Gobbi, Leeger; Genazzi, Rytz; Trutmann, Stalder; Nodari, Lardi; Danielsson, Hytönen, Herren; Louhivaara, Froidevaux, Pesonen; Antonietti, Conz, Déruns; Walsky, Savary, Augsburger.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Gautschi, Zgraggen; Birbaum, Mäenpää; Trunz, Berger; Giannini, Chavaillaz; Grassi, Hall, Lauper; Lhotak, Emmerton, Giroux; Pestoni, Kamber, Bastl; Duca, Fuchs, Monnet.

Bemerkungen: Lausanne ohne Bang, Simon Fischer, Miéville und Jannik Fischer, Ambri-Piotta ohne Sidler, Fora, Flückiger (alle verletzt), Stucki und Bianchi (beide krank). Pfostenschuss Antonietti (20.). Lattenschuss Herren (24.). Timeout Ambri-Piotta (28.). Ambri ab 59:15 ohne Torhüter.


Match-Zusammenfassung
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si. Lausanne feiert im einzigen NLA-Spiel vom Dienstag gegen Ambri-Piotta einen knappen, aber verdienten 2:1-Sieg. Und erstmals überhaupt treffen die Waadtländer in dieser Saison in Überzahl.

Neuneinhalb Partien und über 50 Minuten dauerte es, ehe Lausanne seinen ersten Powerplay-Treffer erzielte. Etienne Froidevaux erlöste die Westschweizer gegen Ambri in der 30. Minute. Der Treffer zum 2:0 war gleichbedeutend mit der Vorentscheidung in einer Partie, welche Eishockey-Liebhaber nicht wirklich von den Sitzen riss.

Davor hatte Yannick Herren die Lausanner mit seinem bereits vierten Saisontreffer 1:0 in Führung geschossen. Nach 40 Minuten hätte Lausanne aber höher als mit nur zwei Treffern führen müssen. Denn nach einem ausgeglichenen Startdrittel übernahm das Team von Trainer Heinz Ehlers das Spieldiktat, vergab aber zahlreiche ausgezeichnete Möglichkeiten.

Die vergebenen Chancen rächten sich in der Schlussphase beinahe noch. Denn nachdem Cory Emmerton per Penalty verkürzt hatte, drückte Ambri plötzlich auf den Ausgleich. In der einen Szene in Überzahl kullerte der Puck via Pfosten auf die Torlinie, überquerte diese aber nicht. Mit Ausnahme der letzten fünf Minuten trat Ambri aber harmlos auf.

Nach dem ansprechenden Saisonstart mit drei Siegen aus den ersten fünf Partien sind die Leventiner auf den Boden der Tatsachen zurück geholt worden. Mittlerweile haben die Tessiner drei Partien in Folge verloren. Lausanne auf der anderen Seite kämpfte sich dank dem zweiten Sieg in Serie über den Strich, überholte unter anderen die Tessiner und machte in der Tabelle einen Sprung von Platz 11 auf 7.



[ Langnau ] - [ Ambri ]

4:2 (2:1, 0:1, 2:0)
9. Runde - Samstag, 3. Oktober 2015
Ilfishalle Langnau -- 6000 Zuschauer (ausverkauft) -- Dipietro, Wiegand; Kaderli, Rohrer

Tore: 8. Pestoni (Giroux, Kamber) 0:1. 12. Nüssli (Clark, DiDomenico) 1:1. 18. S. Moggi (Haas, Nüssli/Ausschluss Lauper) 2:1. 26. Lhotak (Trunz) 2:2. 59. Gustafsson (C. Moggi, Haas) 3:2. 60. (59:59) Haas (DiDomenico) 4:2 (ins leere Tor).

Strafen: 4mal 2 Minuten gegen die SCL Tigers, 5mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: DiDomenico; Mäenpää.

SCL Tigers: Ciaccio; Gossweiler, Koistinen; Kim Lindemann, Hecquefeuille; Ronchetti, Adrian Gerber; Zryd; Nils Berger, Albrecht, Murray; Sandro Moggi, Gustafsson, Claudio Moggi; Nüssli, DiDomenico, Clark; Haberstich, Haas, Sven Lindemann; Wyss.    

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Gautschi, Zgraggen; Birbaum, Mäenpää; Trunz, Sven Berger; Chavaillaz, Pinana; Grassi, Hall, Lauper; Pestoni, Kamber, Giroux; Bastl, Emmerton, Lhotak; Duca, Fuchs, Monnet.
 
Bemerkungen: SCL Tigers ohne Bärtschi, Stettler (beide verletzt), Bucher, Schirjajew, Weisskopf, Tom Gerber und Müller (alle überzählig), Ambri ohne Sidler, Fora, Flückiger (alle verletzt), Stucki und Bianchi (beide krank). Clark verletzt ausgeschieden (38.). Timeout Ambri-Piotta (58:50). Ambri-Piotta ab 58:49 ohne Torhüter.


Match-Zusammenfassung
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Der HCAP stolpert in Langnau und verliert mit 2:4 Toren. Es ist dies die dritte Niederlage in den letzten vier Spielen.

Langnau ist Kult, die Ilfis eine Legende, die Fans genau so treu wie die Supporter des HC Ambrì-Piotta. Knapp 4500 Saisonkarten sind verkauft worden; so viele wie noch nie in der Geschichte der SCL Tigers. Klar, dass da für Gelegenheitsgäste wie den Schreibenden nur noch Restplätze verfügbar sind. Und diese sind sagenhaft teuer. Exakt 100 Franken kostet ein Platz auf der Tribüne, Pausenbier nicht inbegriffen!

Giroux und Pestoni tun etwas dafür, dass der volle Gästesektor bald jubelt - und mindern den "Schmerz" über den teuren Eintritt ein wenig, denn das 0:1 ist fabelhaft herauskombiniert. Einziger Schönheitsfehler ist, dass das Tor völlig entgegen dem Spielverlauf fällt, denn die Tigers sind bissig, aggressiv und - angeführt von einem überragenden DiDomenico - vorerst schlicht die bessere Mannschaft. Folgerichtig führen sie nach 20 Minuten mit einem Tor Vorsprung.

Der Mittelabschnitt ist geprägt von vielen Fehlern. Ambrì sündigt im Spielaufbau und im Powerplay, wo gar - und dies mehr als nur einmal - akute Shorthander-Gefahr droht. Aber auch die Platzherren verlieren die Scheibe immer mal wieder zu schnell, so dass sich die Leventiner nun ihrerseits ein Chancenplus erarbeiten. Lhotak konkretisiert diese Bemühungen mit dem herrlich herausgespielten Ausgleich kurz vor Spielmitte. Die Vorlage zum 2:2 gibt Paolo Duca, der - nach diskretem Debut gestern Freitag - heute bereits wieder der wichtige Vorkämpfer ist, mit dem Pass zu Lhotak aber auch beweist, dass er nach wie vor über feine Hände verfügt.

Die 6000 Fans in der ausverkauften Halle freunden sich bereits schon mit einer Verlängerung an, als die Scheibe 115 Sekunden vor Schluss plötzlich hinter "Zuri" liegt. Wie sie dort hingekommen ist, sehen sich die Schiedsrichter nochmals auf dem Video an, anhand dessen es keinen Anlass gibt, das kuriose Kopf-Eigentor (!) nicht zu geben. Und mitten in diesem Trubel verpasst Ambrì - inzwischen ohne Goalie - den sicheren Ausgleich, den der Langnauer Schlussmann Ciaccio mit einem unglaublichen Reflex gegen Adam Hall verhindert. Den Abpraller hingegen versorgt Haas zum 4:2 ins verwaiste Tor, so dass die Ilfis definitiv zum Tollhaus wird. Ein bisschen süsse Rache also auch für den amtierenden Langnauer Coach Benoît Laporte, der in Ambrì einst nicht wirklich erfolgreich gewirkt hat. Und ja, dass der Himmel nach dem Match weinte, passt zur sehr durchzogenen Wochenendbilanz des HC Ambrì-Piotta, der sich nun fürs Erste wieder unter dem Strich findet.

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher




[ Ambri ] - [ Zug ]

1:4 (0:3, 0:1, 1:0)
8. Runde - Freitag, 2. Oktober 2015
Valascia Ambri -- 5256 Zuschauer -- Piechaczek, Wehrli; Bürgi, Progin

Tore: 4. Holden (Martschini) 0:1. 12. Bouchard (Immonen, Sondell/Ausschluss Giroux) 0:2. 20. Martschini (Sondell, Bouchard/Ausschluss Fuchs) 0:3. 27. Bouchard (Martschini, Holden/Ausschluss Hall) 0:4. 42. Emmerton (Pestoni, Giroux/Ausschluss Martschini, Strafe gegen Suri angezeigt) 1:4.

Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Ambri, 5mal 2 plus 10 (Blaser) Minuten gegen Zug. - PostFinance-Topskorer: Mäenpää; Bouchard.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Birbaum, Mäenpää; Gautschi, Zgraggen; Trunz, Berger; Chavaillaz; Lhotak, Emmerton, Bastl; Grassi, Hall, Lauper; Pestoni, Kamber, Giroux; Monnet, Fuchs, Duca.

Zug: Stephan; Schlumpf, Sondell; Ramholt, Grossmann; Morant, Alatalo; Erni, Blaser; Martschini, Holden, Suri; Lammer, Immonen, Bouchard; Zangger, Senteler, Schnyder; Bürgler, Diem, Marchon.

Bemerkungen: Ambri ohne Sidler, Fora, Flückiger (alle verletzt), Stucki und Bianchi (beide krank), Zug ohne Thibaudeau, Lüthi und Peter (alle verletzt). 51. Pfostenschuss Zangger. 55. Timeout Zug.


Match-Zusammenfassung
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Das Uhrwerk der Zuger Rolex-Truppe läuft wie geschmiert, was in einen ungefährdeten 4:1-Sieg gegen Ambrì mündet.
 
Erneut füllen über 5000 erwartungsfroh gestimmte Fans die Valascia - und werden zu Hause abermals enttäuscht. Natürlich, gegen Bern und Fribourg und jetzt gegen den EV Zug kann man verlieren. Ein wenig nachdenklich aber stimmt die Tatsache, dass die Pelletier-Truppe auch heute Abend erst dann erwacht, als der Match schon gelaufen ist. Und gelaufen ist das Ding schon (zu) früh, denn die Zuger kommen ziemlich schnell und ziemlich ungehindert zu einer schnellen Dreitoreführung, welche sie sich redlich verdienen; vor allem auch im Powerplay, das bestechend gut funktioniert und dazu führt, dass drei von vier Toren in numerischer Überlegenheit erzielt werden können. Die Box von Ambrì stand allerdings auch schon besser, meint der (fast) neutrale Aussenstehende, welcher die schlechtesten 20 Minuten der laufenden Saison notiert.
 
Wie erwartet, startet Ambrì mit ein bisschen mehr Pepp ins Mitteldrittel, was beinahe zu einem Treffer (in Unterzahl) führt, wobei der Puck aber an der Torlinie vorbei ... und neben das Gehäuse von Stephan kullert. Praktisch im Gegenzug vollstreckt der gegnerische Topskorer Bouchard - selbstverständlich in Überzahl - zum 0:4, was am heutigen Abend die definitive Vorentscheidung bedeutet - und dem EV Zug den siebten Sieg im achten Spiel bringt!
 
Erst als die Zuger ein bisschen vom Gas treten, kommen die Gastgeber besser ins Spiel - und zum erhofft frühen Tor im Schlussdrittel. Es ist der erneut stark aufspielende Emmerton, welcher so etwas wie Leben ins Spiel bringt. Vier Minuten und zwei Powerplays später wird allerdings klar, dass dies nur ein kurzes Strohfeuer ist, denn erneut wirken die Leventiner mit einem Mann mehr hilflos denn wirkungsvoll.
 
So bleibt der einsame Höhepunkt an einem trist-verregneten Abend die Ehrung von Eros, dem bärtigen und treuen Fan des HC Ambrì-Piotta: 1000 (!) Heimspiele hat er bereits besucht - und dafür ein extra für ihn bedrucktes Shirt entgegennehmen dürfen, von Filippo Lombardi höchstpersönlich!
 
Heute Samstag geht es in Langnau auch um Wiedergutmachung, vor allem dann, wenn man über dem ominösen Strich bleiben möchte.
 
Matchbericht: Gabriel Aeschbacher

Anmerkung Tiz: Dem Schuss vor dem 0:2 von Sondell ging ein klares Offside voraus.




[ Biel ] - [ Ambri ]

0:5 (0:2, 0:1, 0:2)
7. Runde - Samstag, 26. September 2015
Tissot Arena -- 5883 Zuschauer -- Massy, Prugger; Mauron, Tscherrig

Tore: 15. Giroux (Mäenpää) 0:1. 19. Mäenpää (Ausschlüsse Jecker, Maurer) 0:2. 24. Grassi (Hall, Gautschi) 0:3. 48. Pestoni (Giroux) 0:4. 52. Chavaillaz (Pestoni, Kamber) 0:5.

Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Biel, 5mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Haas; Emmerton.

Biel: Meili; Dave Sutter, Huguenin; Jelovac, Wellinger; Dufner, Jecker; Nicholas Steiner, Maurer; Arlbrandt, Olausson, Daniel Steiner; Tschantré, Haas, Spylo; Ehrensperger, Fabian Sutter, Stapleton; Rossi, Herburger, Lüthi.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Gautschi, Zgraggen; Trunz, Berger; Birbaum, Mäenpää; Giannini, Chavaillaz; Grassi, Hall, Lauper; Lhotak, Emmerton, Bianchi; Pestoni, Kamber, Giroux; Stucki, Fuchs, Bastl.

Bemerkungen: Biel ohne Fey, Berthon, Joggi und Wetzel. Ambri-Piotta ohne Sidler, Monnet, Fora, Duca und Flückiger (alle verletzt).



Match-Zusammenfassung
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Die fast 6000 Fans in der brandneuen Tissot-Arena reiben sich die Augen: Der EHC Biel, der zu Hause bisher nur gegen den SC Bern Punkte abgeben musste, zieht einen rabenschwarzen Abend ein und verliert gegen entfesselte Leventiner gleich mit 0:5 Toren.

Wie würde Ambrì die nicht zwingende Niederlage gegen Fribourg verkraften? Die erste Antwort kommt nach knapp 15 Minuten von Alexandre Giroux, der - nach einer Torflaute von fünf Spielen - erstmals wieder trifft und seine Farben in Front bringt, indem er einen magistralen Pass von Mäenpää elegant verwertet. Den zweiten Nadelstich setzt besagter Finne, der im Powerplay (doppelte Überzahl) trifft und dafür sorgt, dass Ambrì mit einer Zweitoreführung in die erste Pause geht.

Im Vergleich zum Saisonstart in Genf, wo die Nordtessiner danach komplett auseinanderfallen, wiederholt sich die Geschichte nicht. Im Gegenteil: Das schnelle 0:3 durch den fleissigen und hart arbeitenden Daniel Grassi zieht den Bielern den Stecker raus. Sie, die zumindest bis zum 0:1 Dampf machten, finden die Energie für eine Wende nicht mehr. Und wenn es dann einmal brenzlig wird, steht mit Sandro Zurkirchen ein Mann im Tor, der alles und noch ein bisschen mehr (48 Schüsse) hält.

Die Leventiner Festspiele gehen danach sogar noch ein bisschen weiter: Im Schlussdrittel trifft (endlich) auch Inti Pestoni. Und Verteidiger Chavaillaz schiesst in seinem zweiten Saisonspiel bereits sein erstes Tor. Sieben Spiele, elf Punkte, Rang fünf. Natürlich, die Saison ist noch jung, für Prognosen ist es noch zu früh. Der HC Ambrì-Piotta jedoch startet besser in die Saison, als manche Experten es prophezeit hatten. Nun gilt es, die Energie ins nächste Wochenende mitzunehmen, wenn der bisher überzeugende EV Zug in der Valascia seine Aufwartung machen wird. Und dann geht es samstags zu den bissigen Tigers ins Emmental!

Bearbeitung: Gabriel Aeschbacher





[ Ambri ] - [ Fribourg ]

1:3 (0:2, 1:0, 0:1)
6. Runde - Freitag, 25. September 2015
Valascia Ambri -- 5157 Zuschauer -- Mollard, Stricker; Espinoza, Progin

Tore: 5. Bykow 0:1. 8. Hamill (Mottet) 0:2. 30. Emmerton (Mäenpää, Birbaum) 1:2. 60. (59:48) Hamill (Pouliot) 1:3 (ins leere Tor).

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 5mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron. - PostFinance-Topskorer: Emmerton; Sprunger.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Trunz, Berger; Birbaum, Mäenpää; Gautschi, Zgraggen; Giannini, Chavaillaz; Stucki, Kamber, Bastl; Lhotak, Emmerton, Bianchi; Grassi, Hall, Lauper; Pestoni, Fuchs, Giroux.

Fribourg-Gottéron: Conz; Kamerzin, Ngoy; Rathgeb, Picard; Schilt, Camperchioli; Maret; Vauclair, Gardner, Plüss; Hamill, Pouliot, Mottet; Sprunger, Bykow, Salminen; Fritsche, Schmutz, Rivera.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Sidler, Monnet, Fora, Duca und Flückiger. Fribourg-Gottéron ohne Mauldin, Loichat, Abplanalp, Pivron und Neukom (alle verletzt). - Timeout Ambri (8.). - 56. Pfostenschuss Gardner. - Ambri von 58:33 bis 59:48 ohne Goalie.


Match-Zusammenfassung
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Fribourg-Gottéron bleibt das Team der Stunde, ist weiter nicht zu stoppen und gewinnt in Ambrì vor 5200 Fans nicht unverdient mit 3:1 Toren.  

Kaum acht Minuten sind in der gut gefüllten Valascia gespielt, da nimmt Serge Pelletier bereits sein Timeout. Mit gutem Grund, denn zu pomadig, zu lässig, zu wenig entschlossen ist der Auftritt der Leventiner. Und die werden gleich abgestraft, liegen zu diesem Zeitpunkt bereits mit 0:2 Toren hinten. Fribourg ist keine Übermannschaft, zeigt aber das Selbstvertrauen des noch ungeschlagenen Leaders, begeht wenig Eigenfehler und zeigt sich abgezockt, wenn es darum geht, Unpässlichkeiten des Gegner eiskalt auszunützen.

Emotionen kommen erst bei Spielmitte auf, als Cory Emmerton Spektakel pur bietet und die Scheibe aus der Luft in die Maschen setzt (30.). Es ist dies die Initialzündung für Ambrì, das den Gegner nun phasenweise in dessen Zone einschürt, mächtig unter Druck setzt, den Ausgleich aber nicht realisieren kann. Im Gegenteil: Zum Teil dümmliche Aussetzer erlauben es den Saanestädtern immer wieder, gefährliche Konter zu fahren, was für Ambrì aber ohne weitere Folgen bleibt.

Im Schlussabschnitt überwiegt die Erkenntnis, dass das Powerplay weiterhin noch nicht ausgereift genug ist, um in engen Partien das Zünglein an der Waage spielen zu können. Und es zeigt sich auch, dass die Achse Giroux-Pestoni noch immer nicht auf Touren kommt - egal, ob nun Fuchs, Hall oder dann Kamber als Center fungieren. Auch wenn der Einsatz stimmt, darf von diesem hochkarätigen Duo mehr Zählbares erwartet werden! So erstickt der solid aufspielende Hamill die Punkteträume der Nordtessiner im Keim, denn zwölf Sekunden vor Schluss trifft er zum 3:1 ins verwaiste Ambrì-Tor. Damit ist der aus Fribourger Sicht perfekte Saisonstart Tatsache: Nicht nur Zufall, denn die Mischung aus Talent und Härte scheint fürs Erste zu stimmen; vor allem auch, weil bewährte Kräfte wie Plüss, Sprunger oder Bykow auch für spielerische Glanzlichter sorgen.

Ambrì reist bereits heute nach Biel und in die neue Tissot-Arena, wo es darum geht, den Platz über dem Strich zu verteidigen - Forz'Ambrì!

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher    





[ Ambri ] - [ Lugano ]

3:1 (2:0, 0:1, 1:0)
5. Runde - Samstag, 19. September 2015
Valascia Ambri -- 6500 Zuschauer (ausverkauft) -- Stricker, Wehrli; Fluri, Kaderli

Tore: 4. (3:12) Lauper (Hall) 1:0. 5. (4:44) Lhotak (Emmerton, Mäenpää) 2:0. 29. Steinmann (Pettersson) 2:1. 58. Mäenpää (Emmerton, Giroux/Ausschluss Ulmer) 3:1. - Strafen: je 3mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Emmerton; Pettersson.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Gautschi, Zgraggen; Birbaum, Mäenpää; Trunz, Berger; Stucki, Pinana; Lhotak, Emmerton, Bianchi; Grassi, Hall, Lauper; Bastl, Kamber, Monnet; Pestoni, Fuchs, Giroux.

Lugano: Manzato; Chiesa, Kienzle; Furrer, Ulmer; Hirschi, Kparghai; Sartori; Pettersson, Filppula, Hofmann; Brunner, Martensson, Klasen; Walker, Sannitz, Morini; Kostner, Steinmann, Bertaggia.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Chavaillaz, Sidler, Fora, Duca und Flückiger. Lugano ohne Vauclair und Reuille (alle verletzt). - 13. Pfostenschuss Chiesa. - Lugano ab 58:01 ohne Goalie.



Match-Zusammenfassung
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Zwei Spiele, sechs Punkte - die Wochenendbilanz von Ambrì liest sich nach dem 3:1 gegen Lugano in der ausverkauften Valascia wie ein kleines Herbstmärchen.         

Hier der spielerisch eher limitierte HC Ambrì-Piotta, dort die Rolex-Truppe aus Lugano, bestückt mit den wohl talentiertesten Spielern der Liga. Es ist auf dem Papier einmal mehr David gegen Goliath, Bergdorf gegen "Grossstadt" - es ist Tessiner Derby in der gewohnt hitzigen Atmosphäre der Valascia. Und es ist der kollektive Freudentaumel um 22:42 Uhr und dem 3:1-Sieg über den ewigen Rivalen aus dem Südtessin, der ins temporäre Elend stürzt - mit drei Punkten nach fünf Spielen. Und es ist der HC Ambrì-Piotta, der für den Moment über den Strich hüpft und beweist, dass sich meistens dort ein Weg finden lässt, wo der Wille vorhanden ist.

Lauper versetzt die Menge schon früh in Verzückung, als er auf ein gewonnenes Bully von Hall so schnell reagiert, dass die Scheibe im Netz zappelt, ehe Manzato reagieren kann. Lhotak drückt die Scheibe wenig später über die Linie, auch wenn dies auf Grund der TV-Bilder nicht wirklich zu sehen ist. Dann ist der Gast aus Lugano am Drücker, kann zwei Mal hintereinander in Überzahl spielen, daraus aber kein Kapital schlagen. Das liegt vor allem wieder an Sandro Zurkirchen, der mit zwei unglaublichen Paraden dafür sorgt, dass die Doppelführung Bestand hat. Und der auch auf den Beistand der Eishockeygötter zählen darf, als der Puck vom Pfosten ins Feld zurückspringt.

Der Mittelabschnitt bringt viel Kampf, wenig spielerische Klasse, aber ein konstant hohes Mass an Intensität. Die Vorteile liegen nun auf Seiten der Bianconeri, die sich mit Vehemenz gegen die sich anbahnende Niederlage wehren. Zurkirchen jedoch hext auch in Drittel zwei, so dass es beim Anschlusstor durch Steinmann bleibt: Er drischt die Scheibe kurz vor Spielmitte ins Lattenkreuz, was nicht nur ein sehenswerter Treffer ist, sondern vor allem dokumentiert, dass die Gäste aus Lugano die mehrheitlich spielbestimmende Mannschaft sind.

Im Schlussdrittel schafft es Ambrì wieder besser, die Individualisten der Gäste in Schach zu halten. Der Match verlagert sich wieder zu gleichen Teilen in beide Zonen. Das bemerkenswert faire Spiel steht auf des Messers Schneide; jeder Ausgang scheint möglich, bis Ulmer nach einem harmlos scheinenden Zweikampf gegen Lauper in die Kühlbox muss. Zweifellos ein sehr hartes bis nicht ganz nachvollziehbares Verdikt, welches zur Folge hat, dass Ambrì im Powerplay zum siegbringenden 3:1 kommt: Emmerton bedient Mäenpää mit einem Querpass, der Finne donnert die Scheibe ins hohe Eck und beschert den Ambrì-Fans Momente der Glückseligkeit, die auch 20 Minuten nach Spielschluss noch nicht abzuebben scheinen.

Kommendes Wochenende spielt die Pelletier-Truppe gegen Fribourg und Biel. Entgegen aller Prognosen stehen diese beiden Mannschaften an der Tabellenspitze und gelten als Teams der Stunde. Wer hätte das gedacht?

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher           





[ Davos ] - [ Ambri ]

3:4 (1:1, 2:1, 0:2)
4. Runde - Freitag, 18. September 2015
Vaillant Arena Davos -- 3890 Zuschauer -- Dipietro, Vinnerborg; Espinoza, Progin

Tore: 10. Lhotak 0:1. 12. Sven Ryser (Guerra, Axelsson) 1:1. 21. (20:32) Monnet (Hall, Zgraggen) 1:2. 22. (21:15) Jörg (Samuel Walser, Simion) 2:2. 23. (22:14) Dino Wieser (Aeschlimann, Guerra) 3:2. 47. Emmerton (Gautschi) 3:3. 59. Lhotak (Emmerton) 3:4. 

Strafen: 5mal 2 plus 10 Minuten (Axelsson) gegen Davos, 2mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Paulsson; Mäenpää.

Davos: Genoni; Brejcak, Guerra; Heldner, Forster; Schneeberger, Paschoud; Jung, Nater; Sven Ryser, Aeschlimann, Axelsson; Marc Wieser, Lindgren, Paulsson; Sciaroni, Ambühl, Dino Wieser; Simion, Samuel Walser, Jörg.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Gautschi, Zgraggen; Birbaum, Mäenpää; Trunz, Sven Berger; Stucki, Pinana; Bastl, Oliver Kamber, Monnet; Grassi, Hall, Lauper; Lhotak, Emmerton, Elias Bianchi; Pestoni, Fuchs, Giroux.

Bemerkungen: Davos ohne Corvi, Félicien Du Bois, Kindschi und Sieber, Ambri-Piotta ohne Chavaillaz, Duca, Flückiger und Sidler (alle verletzt). Paulsson verletzt ausgeschieden (40.). Timeout Davos (47.).


Match-Zusammenfassung
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si. Der HC Ambri-Piotta feiert mit 4:3 den ersten Auswärtssieg in Davos seit 21 Monaten. Im Schlussabschnitt gelingt den Leventinern die Wende vom 2:3 zum 4:3. Das Siegtor fiel 77 Sekunden vor Schluss.

Der 22-jährige Tscheche Lukas Lhotak, der dank seiner Schweizer Lizenz Ambris Ausländerkontingent nicht belastet, entschied die Partie. Lhotak sorgte nach zehn Minuten mit dem 1:0 für das erste Highlight, und am Ende setzte er auch den Schlusspunkt. Lhotak luchste den Davoser Verteidigern Forster und Heldner den Puck ab und markierte in der 59. Minute solo vor Genoni den Siegtreffer zum 4:3.

Dieses vierte Gegentor widerspiegelte die Davoser Nonchalance ausgezeichnet. Die Bündner reagierten auf die ersten beiden Gegentore noch vehement. Nach dem 1:2 (durch Thibaut Monnet) dauerte es bloss 102 Sekunden, bis Davos 3:2 führte. Diesen Vorsprung hielt das Team von Arno Del Curto immerhin 24 Minuten lang. Davos bemühte sich in dieser Phase aber kaum um weitere Goals. Sie begnügten sich mit dem Minimum. Und im Schlussabschnitt, als nach Ambris 3:3-Ausgleich durch Cory Emmerton die Felle davonzuschwimmen drohten, konnte Davos nicht mehr zulegen. Auch Del Curto gelang es mit dem Timeout nach dem 3:3-Ausgleich nicht mehr, das Team aufwecken.

Bei Ambri war die Freude über den ersten Dreipunktesieg der Saison natürlich riesig. Die Leventiner haben in der ersten Meisterschaftswoche zwar gegen Servette (2:8) und Bern (2:4) klar verloren, andererseits die Playoff-Finalisten der letzten Saison ZSC (3:2 n.P.) und Davos beide bezwungen. Am Samstagabend empfängt Ambri in der Valascia den HC Lugano zum ersten Derby der Saison.




[ Ambri ] - [ Bern ]

2:4 (0:1, 1:1, 1:2)
3. Runde - Dienstag, 15. September 2015
Valascia Ambri -- 4465 Zuschauer -- Mollard, Eichmann; Kohler, Abegglen

Tore: 2. Alain Berger (Conacher, Ruefenacht) 0:1. 23. Ebbett (Kobasew, Untersander) 0:2. 26. Bastl (Kamber, Mäenpää) 1:2. 42. Ebbett (Rüfenacht, Conacher/Ausschluss Giroux) 1:3. 59. Bastl (Monnet, Mäenpää) 2:3 (Ambri ohne Torhüter). 60. (59:53) Moser (Ebbett, Helbling/Ausschluss Monnet) 2:4.

Strafen: 5mal 2 plus 5 Minuten und Spieldauerstrafe (Zgraggen) gegen Ambri; 2mal 2 plus 5 Minuten und Spieldauerstrafe (Kobasew) gegen Bern. - PostFinance-Topskorer: Hall; Pascal Berger.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Gautschi, Zgraggen; Birbaum, Mäenpää; Trunz, Sven Berger; Pinana; Lhotak, Hall, Lauper; Pestoni, Emmerton, Giroux; Bastl, Oliver Kamber, Monnet; Grassi, Fuchs, Elias Bianchi; Guidotti.

Bern: Bührer; Krueger, Untersander; Beat Gerber, Blum; Helbling, Kreis; Gian-Andrea Randegger, Flurin Randegger; Kobasew, Ebbett, Pascal Berger; Simon Moser, Martin Plüss, Scherwey; Alain Berger, Ruefenacht, Conacher; Reichert, Luca Hischier, Marco Müller.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Chavaillaz, Stucki, Sidler, Fora, Duca und Michael Flückiger, Bern ohne Bodenmann, Jobin und Smith (alle verletzt). - Pfostenschuss Kobasew (39.). - Timeout Bern (56.).


Match-Zusammenfassung
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Ein rumpelnder SCB gewinnt in Ambrì vor knapp 4500 Fans keinen Schönheitspreis, dafür aber drei Punkte.

Es ist Adrien Lauper, der schon nach zehn Sekunden alleine vor Bührer auftaucht, diesen aber nicht bezwingen kann. Später tun es ihm Pestoni und Grassi gleich, womit aufgezeigt ist, an was es heute auch gefehlt hat - an der Cleverness im Abschluss und an Bührer, der sich stilsicher zeigt und seinem Team ein echter Rückhalt ist. Dies kann von Sandro Zurkirchen (ausnahmsweise) nicht durchgehend behauptet werden: König am letzten Samstag, dieses Mal zwar nicht gerade ein Bettler, vereinzelt aber unsicher und beim 0:2 nicht glücklich aussehend. Es ist dies keine zwingende Führung, denn die Berner und ihr exzellent bestücktes Ensemble glänzen nicht primär mit offensivem Spektakel, sondern vielmehr mit solidem Handwerk und kerniger Härte, welche die Leventiner immer wieder in arge Verlegenheit bringt.

Und sind dann die Emotionen endlich einmal da, stehen sich die Nordtessiner am heutigen Abend zu sehr selber im Weg. Die eingangs erwähnten (und vergebenen) Chancen sind das eine, das eigene Unvermögen das andere: Nach dem schön herauskombinierten Anschlusstreffer durch Bastl stehen die Leventiner plötzlich in siebenfacher Ausführung auf dem Feld, was in eine Strafe mündet und dem SC Bern so definitiv den Weg zum Sieg ebnet.

Bleibt nachzutragen, dass der HC Ambrì-Piotta weiterhin Luft nach oben hat, was vor allem auch auf einzelne designierte Leistungsträger zutrifft - allen voran Inti Pestoni, der zwar wacker kämpft, dem aber (noch) nichts Entscheidendes gelingt. Ob die Grippe von letzter Woche und die sich nun bereits wochenlang hinziehenden Spekulationen bezüglich der nächsten Saison doch nicht ganz spurlos an ihm vorbeigegangen sind?

Am Freitag steht der Auswärtsmatch gegen das spiel- und tempostarke Davos auf dem Programm, bevor es am Samstag zum ersten Tessiner Derby in der Valascia kommt.

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher           





[ Ambri ] - [ ZSC ]

3:2 (2:1, 0:1, 0:0, 0:0) n.P.
2. Runde - Samstag, 12. September 2015
Valascia Ambri -- 5923 Zuschauer -- Fischer, Wiegand; Bürgi, Kovacs

Tore: 4. Giroux (Emmerton, Mäenpää) 1:0. 5. Foucault (Keller, Cunti/Ausschluss Giroux) 1:1. 13. Hall (Mäenpää, Giroux/Ausschuss Blindenbacher) 2:1. 39. Künzle (Geering, Nilsson) 2:2. - Penaltyschiessen: Hall -, Nilsson -; Giroux -, Künzle -; Monnet -, Chris Baltisberger -; Pestoni -, Herzog -; Kamber -, Malgin -; Shannon -, Giroux 1:0.

Strafen: je 6mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Hall; Shannon.  

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Gautschi, Zgraggen; Birbaum, Mäenpää; Trunz, Sven Berger; Pinana; Lhotak, Hall, Lauper; Pestoni, Emmerton, Giroux; Bastl, Kamber, Monnet; Grassi, Fuchs, Bianchi.

ZSC Lions: Flüeler; Molina, Bergeron; Phil Baltisberger, Geering; Blindenbacher, Seger; Hächler; Patrik Bärtschi, Trachsler, Schäppi; Keller, Cunti, Foucault; Künzle, Shannon, Herzog; Chris Baltisberger, Malgin, Nilsson; Pius Suter.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Chavaillaz, Duca, Sidler, Fora und Stucki (verletzt), ZSC Lions ohne Siegenthaler (NHL-Rookie-Camp Washington), Matthews (noch nicht spielberechtigt) sowie Roman Wick, Daniel Schnyder, Dan Fritsche, Karrer und Sörvik (alle verletzt). - NLA-Debüt von Ambris Verteidiger Christian Pinana (18). - 59:56 Timeout Ambri-Piotta.     



Match-Zusammenfassung
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Es ist ein erster und später Jubel, der die meisten der fast 6000 Fans in der Valascia in euphorische Stimmung versetzt, denn Alexandre Giroux versenkt als einziger seinen Penalty und sorgt dafür, dass der HCAP die ersten beiden Punkte der noch jungen Saison ins Trockene bringen kann.

Die vorabendliche Schlappe in Genf scheint keine Spuren hinterlassen zu haben, denn die Leventiner agieren druckvoll und gehen schon bald in Führung. Giroux zirkelt den Puck genau ins Lattenkreuz und sorgt für gute Laune bei seinen Anhängern. Der ZSC kombiniert - seiner individuellen Klasse entsprechend - schön und effizient, kommt schon bald zum baldigen Ausgleich, den Foucault im Powerplay bewerkstelligt. Aber auch die Einheimischen brauchen in ihrem ersten Überzahlspiel nur 20 Sekunden, bis der Puck ein zweites Mal im Netz zappelt: Hall lenkt einen Schuss von Mäenpää mit der Stockspitze zur frenetisch umjubelten Führung (13.) ins Tor.

Diese hält bis weit ins Mittendrittel, auch wenn die Lions dort die spielbestimmende Mannschaft sind und mehrfach unter Beweis stellen, dass sie auch in dieser Saison zu den absoluten Spitzenteams zählen. Dem verdienten Ausgleich geht eine Zürcher Druckperiode voraus, der das Heimteam (spielerisch) wenig entgegenzusetzen hat. Es spricht für die Moral der Pelletier-Truppe, dass sie den Kopf nicht in den Sand steckt, weiterfightet - und dem Sieg plötzlich näher steht, als kurz vor Schluss ein Zürcher auf die Strafbank muss. Hall macht diese für die Verlängerung günstige Ausgangslage mit einem Stockschlag in der gegnerischen (!) Zone zunichte, so dass die Gäste ihrerseits Powerplay spielen können, daraus aber keinen Nutzen zu ziehen vermögen.

Der eingangs erwähnte Schlussjubel mag den Nordtessinern zum Schluss ein wenig schmeicheln, zeigt aber auch, dass mit Kampf und Leidenschaft jeder Gegner in Schach gehalten werden kann. Dies dürfte - im Hinblick auf den dienstäglichen Match gegen Bern - die wichtigste Botschaft sein.

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher





[ Servette ] - [ Ambri ]

8:2 (1:1, 4:0, 3:0)
1. Runde - Freitag, 11. September 2015
les Vernets Servette -- 5804 Zuschauer -- Prugger, Vinnerborg; Fluri, Mauron

Tore: 3. (2:33) Hall (Pestoni, Emmerton/Ausschluss Rubin) 0:1. 4. (3:15) Monnet (Bastl) 0:2. 17. Tom Pyatt (Loeffel, Robert Mayer/Ausschluss Monnet) 1:2. 21. (20:27) Tom Pyatt (Rubin, Loeffel/Ausschluss Giroux) 2:2. 24. (23:22) Fransson (D'Agostini, Lombardi/Ausschluss Mäenpää) 3:2. 25. (24:01) Rod (Riat, Tom Pyatt) 4:2. 39. Riat (Tom Pyatt) 5:2. 41. Vukovic (Romy, Jacquement) 6:2. 58. Jacquemet (Loeffel) 7:2. 59. Jérémy Wick (Kast, Mercier/Ausschluss Sven Berger) 8:2.

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 7mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. – PostFinance-Topskorer: Bezina; Hall.

Genève-Servette: Robert Mayer; Eliot Antonietti, Mercier; Vukovic, Fransson; Loeffel, Bezina; Chuard; D'Agostini, Lombardi, Almond; Rubin, Romy, Jacquemet; Riat, Tom Pyatt, Rod; Jérémy Wick, Kast, Roland Gerber; Douay.

Ambri-Piotta: Wolf (25. Zurkirchen); Gautschi, Zgraggen; Birbaum, Sidler; Trunz, Sven Berger; Mäenpää; Lhotak, Hall, Lauper; Pestoni, Emmerton, Giroux; Bastl, Oliver Kamber, Monnet; Grassi, Fuchs, Elias Bianchi; Trisconi.

Bemerkungen: Genève-Servette ohne Bays, Iglesias, Picard und Traber, Ambri-Piotta ohne Chavaillaz, Duca, Flückiger, Fora und Stucki (alle verletzt). – Pfostenschuss Hall (1.). – Timeouts: Genève-Servette (4.); Ambri-Piotta (10.).

Match-Zusammenfassung
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si. Trotz eines kapitalen Fehlstarts gelingt dem Genève-Servette HC der Saisonstart. Die Genfer liegen nach 195 Sekunden gegen Ambri-Piotta mit 0:2 zurück, setzten sich am Ende aber mit 8:2 durch.

Der Genfer Coach Chris McSorley und Servettes Powerplay leiteten die Wende ein. Der kanadische Trainer bezog nach dem zweiten Gegentor sein Timeout und weckte seine Akteure auf. Während der ersten Pause liess er mit lauten und unmissverständlichen Worten in der Garderobe nochmals den Wecker läuten. Und die Servettiens reagierten. Sie nützten drei der ersten vier Powerplay-Chancen zu den Toren vom 0:2 zum 3:2. Die Goals vom 1:2 zum 4:2 fielen in den ersten 241 Sekunden des zweiten Abschnitts. Danach war es um Ambri-Piotta geschehen. Servette hätte schon nach 40 Minuten auch 8:2 statt nur 5:2 führen können. Im Schlussabschnitt schonte sich Servette bereits für den Samstag und das Auswärtsspiel in Langnau, dennoch erzielten die Genfer drei weitere Tore.

Nicht die gewünschte Wirkung erzielten bei Ambri-Piotta die Aufstellungsüberraschungen von Coach Serge Pelletier. Inti Pestoni, zuvor krankgemeldet, machte die Reise nach Genf mit, bereitete sogar das 1:0 vor, konnte danach aber nicht mehr viel bewegen. Und die Nomination von Tim Wolf auf dem Goalie-Posten an Stelle von Sandro Zurkirchen erwies sich als Fehlentscheid. Nach 25 Minuten wechselte Pelletier den Goalie aus; am Ende liessen beide Keeper insgesamt vier Goals und mehrere haltbare Gegentore zu.

Anmerkung von Tiz: Innerhalb von 42 Sekunden mit 0:2 in Front, fällt der HCAP im zweiten und dritten Abschnitt völlig auseinander. Nicht weniger als vier Unterzahl-Tore hat man kassiert und in der Verteidigung herrschte oft das nackte Chaos. Bei drei von vier Nicht-Boxplay-Toren stand Gautschi auf dem Eis. Auch Mäenpää und Zgraggen (-2) stehen nicht gut da.

Ich hoffe, dass das ein Betriebsunfall war, bin mir da aber nicht so sicher. Man sah kein Spielkonzept. Die Gegner werden mit ZSC, Bern, Davos und Lugano keineswegs einfacher. Können die Biancoblu gegen die Zürcher im ersten Heimspiel eine Reaktion zeigen?












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