- Rundenplan -
Playout-Final, Spiel 6
[ Rapperswil ] - [ Ambri ]
Playout-Final, Spiel 5
[ Ambri ] - [ Rapperswil ]
Playout-Final, Spiel 4
[ Rapperswil ] - [ Ambri ]
Playout-Final, Spiel 3
[ Ambri ] - [ Rapperswil ]
Playout-Final, Spiel 2
[ Rapperswil ] - [ Ambri ]
Playout-Final, Spiel 1
[ Ambri ] - [ Rapperswil ]
6. Platzierungsrunde
[ Rapperswil ] - [ Ambri ]
5. Platzierungsrunde
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4. Platzierungsrunde
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So flitzte der Puck


[ Rapperswil ] - [ Ambri ]

3:6 (2:1, 0:2, 1:3)
Playout-Final, Spiel 6 - Samstag, 28. März 2015
Diners Club Arena -- 5306 Zuschauer -- Eichmann, Stricker; Espinoza, Küng

Tore: 2. Pedretti (Kuonen, Walser) 1:0. 11. Mikael Johansson (Ausschlüsse Stucki; Hächler) 2:0. 14. Lauper (Hall, Trunz) 2:1. 29. O'Byrne (Zgraggen, Lauper) 2:2. 30. Birbaum (Pestoni, Lhotak) 2:3. 51. Aucoin (Pestoni, Bouillon/Ausschlüsse Profico; Lhotak) 2:4. 52. Walsky (Geyer) 3:4. 54. Pestoni (Lhotak) 3:5. 59. Daniel Steiner (Poudrier) 3:6 (ins leere Tor). 

Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers, 6mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. – PostFinance-Topskorer: Persson; Hall.

Rapperswil-Jona Lakers: Tim Wolf; Patrick Blatter, Fransson; Hächler, Derrick Walser; Fröhlicher, Geyer; Profico; Walsky, Persson, Mikael Johansson; Kuonen, Obrist, Pedretti; Sven Ryser, Hürlimann, Schommer; Rizzello, Flavio Schmutz, Sieber; Nils Berger.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; O'Byrne, Zgraggen; Birbaum, Bouillon; Trunz, Sidler; Grieder, Chavaillaz; Steiner, Hall, Lauper; Pestoni, Aucoin, Stucki; Dostoinow, Schlagenhauf, Elias Bianchi; Grassi, Poudrier, Lhotak.

Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Valentin Lüthi, Friedli, Sven Berger, Neukom, Jordy Murray, Frei (alle verletzt), Danielsson (gesperrt), Penker und Rapuzzi (überzählige Ausländer), Ambri-Piotta ohne Gautschi, Fuchs, Kobach (alle verletzt), Giroux (gesperrt), Duca (krank), Masalskis und Forget (beide überzählige Ausländer). Stucki im ersten Drittel verletzt ausgeschieden.


Match-Zusammenfassung
************************************
Es ist Saisonspiel 62 und der Match, welcher Ambrì den Ligaerhalt bringt, denn die Leventiner gewinnen bei den Lakers vor 5306 Fans nach einem 0:2-Rückstand mit 6:3 Toren.  

Die nach dem donnerstäglichen Exploit euphorisierten Rapperswiler steigen mit viel Energie in dieses Spiel und mahnen an die nebenan aufspielenden Artisten des Zirkus Knie: Elegant tänzelt sich Pedretti schon nach 70 Sekunden zum frühen und viel umjubelten 1:0. Dann verliert Grieder im eigenen Drittel die Balance, fällt gewissermassen vom Seil und ermöglicht Johansson den zweiten Lakers-Treffer, was auf der Tessiner Bank für lange Gesichter sorgt und bei den Fans im ausverkauften Gästesektor dafür, dass man sich schon sehr ernsthaft mit einer eventuellen "Belle" auseinandersetzt. Gut, dass dann auch Fröhlicher von den Lakers ein bisschen auf Zirkus macht, sich von Lauper umkurven lässt und den Nordtessinern den sehr wichtigen Anschlusstreffer ermöglicht.

Zum Mitteldrittel erscheinen die zuvor stilsicheren St. Galler plötzlich total verunsichert. Es ist das bekannte Auf und Ab in dieser Serie, wo man nie genau so recht weiss, warum jetzt gerade das eine oder andere Team Oberwasser hat. Wie auch immer: Die Pelletier-Truppe kommt bei Spielmitte und quasi aus dem Nichts zu zwei Treffern: O'Byrne profitiert davon, dass ein Gegner den Puck unhaltbar ins eigene Tor ablenkt, Birbaum wenig später davon, dass ihm Pestoni die Scheibe pfannenfertig auf den Stock serviert - 2:3 nach 40 Minuten. Den Mantel des Schweigens hüllt der Schreibende übers Ambrì-Powerplay, das keine Tore bringt, die Lakers aber wohl ein bisschen ermüdet, denn vom Elan des Startdrittels ist nichts mehr zu sehen.

Keith Aucoin gelingt knapp zehn Minuten vor Spielende die vermeintliche Vorentscheidung. Doch Ambrì wäre nicht Ambrì, wenn es das Spiel nicht noch einmal spannend machen würde. Dieses Mal ist es Francis Bouillon, der dem Duo Walsky/Geyer die späte Rückkehr ins Spiel ermöglicht (52.). Es passt zum Gesamteindruck, dass beide Teams patzen - und zwar in schöner Regelmässigkeit. Pestoni profitiert entscheidend davon und bucht das 3:5, welchem der sechste Treffer folgt. Es ist dies, kurz vor Schluss und ins leere Tor, der Ligaerhalt für Ambrì-Piotta, den die Fans so frenetisch feiern, wie anderswo der Meistertitel bejubelt wird. Und natürlich bekommen auch diejenigen Spieler, welche die Leventina verlassen, einen Sonderapplaus - allen voran Reto Kobach, der den HCAP nach insgesamt zehn Saisons in Richtung Olten verlässt. Aber auch Daniel Steiner wird von den mitgereisten Tifosi mit einem warmen Applaus nach Biel entlassen.  

Ende gut, alles gut also nach einer Saison, die genau analysiert werden muss. Wenn es Coach und Sportchef Serge Pelletier gelingt, die jungen Wilden (Grassi, Chavaillaz, Pestoni, Fuchs, Lhotak) mit Ausländern der Extraklasse zu kombinieren, darf Ambrì nächstes Jahr vielleicht sogar wieder mit den Playoffs flirten. Vorerst aber haben sich Team, Staff und vor allem auch die grossartigen Fans die sommerliche Verschnaufpause verdient. Den Lakers wünschen wir an dieser Stelle alles Gute für die Ligaqualifikation!

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher




[ Ambri ] - [ Rapperswil ]

3:4 (1:1, 1:1, 1:1, 0:1) n.V.
Playout-Final, Spiel 5 - Donnerstag, 26. März 2015
Valascia Ambri -- 5384 Zuschauer -- Koch, Massy; Progin, Wüst

Tore: 5. Rizzello (Hürlimann, Fransson/Auschluss Johansson!) 0:1. 13. Steiner (Dostoinov, Chavaillaz/Ausschluss Fransson) 1:1. 21. Chavaillaz (Aucoin, Hall/Ausschluss Danielsson) 2:1. 32. Kuonen (Profico, Schmutz/Ausschluss Steiner) 2:2. 43. Obrist (Fransson, Schmutz) 2:3. 53. Schlagenhauf (Zgraggen, Duca) 3:3. 75. Hächler (Pedretti) 3:4.

Strafen: 3mal 2 plus 10 Minuten (Lauper) gegen Ambri-Piotta, 6mal 2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers. - PostFinance-Topskorer: Giroux; Danielsson.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; O'Byrne, Kobach; Birbaum, Chavaillaz; Trunz, Sidler; Zgraggen; Steiner, Hall, Lauper; Pestoni, Aucoin, Giroux; Duca, Schlagenhauf, Dostoinov; Stucki, Fabian Lüthi, Bianchi; Lhotak.

Rapperswil-Jona Lakers: Wolf; Fransson, Blatter; Hächler, Sataric; Geyer, Fröhlicher; Profico; Danielsson, Persson, Johansson; Kuonen, Walsky, Pedretti; Ryser, Hürlimann, Schommer; Rizzello, Flavio Schmutz, Obrist; Sieber.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Bouillon, Gautschi, Grassi und Fuchs (alle verletzt), Forget, Masalskis, Poudrier (überzählig). Kobach verletzt ausgeschieden (41.). Latten-/Pfostenschüsse: Pestoni (20.), Rizzello (25.) und Dostoinov (58.). Timeout Ambri-Piotta (36.).


Match-Zusammenfassung
************************************
Cédric Hächler schiesst die Lakers nach 75 Minuten zum (verdienten) Glück und sorgt dafür, dass heute Samstag Spiel 6 (20.15 Uhr) in Rapperswil steigt.

Gut 5400 Fans hoffen auf das vorzeitige Saisonende des HCAP, werden aber schon bald eines Besseren belehrt, denn die Lakers treffen in Unterzahl früh zur Führung durch Rizzello (5.). Es ist der Auftakt zu einer Partie, in welcher Ambrì in keiner Phase an den überzeugenden Auftritt vom Dienstag anknüpfen kann: Wirr im Spielaufbau, zu wenig energisch in den Zweikämpfen, zu nonchalant im Abschluss - so geht das nicht in einer Playout-Schlacht! Der vorübergehende Ausgleich und die schmeichelhafte Führung - beides Überzahl-Tore - mögen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Lakers bei Gleichstand die bessere, präziser agierende Mannschaft sind. Kein Wunder, zwingen die St. Galler das Glück wieder auf ihre Seite.

Kuonen und später Obrist stellen auf 2:3, worauf Ambrì ein bisschen mehr Dampf macht, die Emotionen anheizt und durch Schlagenhauf zum Ausgleich kommt. Dann treten die beiden Topskorer auf den Plan. Sie setzen sich beide mit hässlichen Fouls in Szene, was aber keine Strafen zur Folge hat. Danielsson, Meister der Provokation, kehrt dann aber in der Verlängerung zurück und profiliert sich auch dort als Aggressivleader, der die Grenzen auslotet und manchmal auch überschreitet. Er und seine Kameraden dürfen am Schluss verdientermassen jubeln, als Hächler das eingangs geschilderte Siegestor in der Overtime erzielt.

Ambrì muss sich den Vorwurf gefallen lassen, nicht mit letzter Konsequenz agiert zu haben. Die dem Untergang geweihten Lakers hingegen feiern eine eher nicht erwartete, wundersame Auferstehung und werden alles daran setzten, die Serie im heutigen sechsten Aufeinandertreffen auszugleichen. Beiden Teams werden die beiden Topskorer fehlen, denn sowohl Giroux als auch Danielsson sind vom Einzelrichter für vorerst einen Match aus dem Verkehr gezogen worden.

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher





[ Rapperswil ] - [ Ambri ]

0:4 (0:3, 0:1, 0:0)
Playout-Final, Spiel 4 - Dienstag, 24. März 2015
Diners Club Arena -- 4323 Zuschauer -- Eichmann, Wehrli; Bürgi, Kohler

Tore: 6. Aucoin (Pestoni) 0:1. 14. Pestoni (Aucoin, Birbaum) 0:2. 15. Stucki (Lüthi) 0:3. 30. Dostoinov (Schlagenhauf, Zgraggen) 0:4. 

Strafen: 4mal 2 Minuten gegen RJ Lakers, 5mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Danielsson; Giroux.

Rapperswil-Jona Lakers: Wolf; Walser, Weisskopf; Fransson, Blatter; Hächler, Profico; Geyer, Fröhlicher; Danielsson, Persson, Sieber; Kuonen, Obrist, Walsky; Ryser, Hürlimann, Schommer; Rizzello, Flavio Schmutz, Pedretti.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; O'Byrne, Zgraggen; Birbaum, Chavaillaz; Trunz, Sidler; Kobach; Steiner, Hall, Lauper; Pestoni, Aucoin, Giroux; Stucki, Fabian Lüthi, Bianchi; Duca, Schlagenhauf, Dostoinow; Lhotak.

Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Punnenovs, Valentin Lüthi, Friedli, Frei, Neukom, Sven Berger, Thibaudeau, Jordan Murray (alle verletzt), Johansson, Rapuzzi und Penker (überzählige Ausländer), Sataric, Nils Berger. Ambri-Piotta ohne Bouillon, Gautschi, Grassi und Fuchs (alle verletzt), Forget, Masalskis, Poudrier (überzählig). - 6. Pfostenschuss Aucoin. 6. Lattenschuss Duca. -Timeout Rapperswil-Jona Lakers (14:36).                       


Match-Zusammenfassung
************************************
Ein extrem fokussierter und abgezockter HC Ambrì-Piotta gewinnt - angeführt von einem erneut überragenden Sandro Zurkirchen - bei den Lakers mit 4:0 Toren und verfügt ab morgen Donnerstag über drei Matchpucks für den Ligaerhalt.

Die Mehrheit unter den 4323 Fans hofft auf einen erneut inspirierten Lakers-Auftritt, denn mit Leidenschaft und Disziplin hatten die Gastgeber vor gut einer Woche ihr Heimspiel gewinnen können. Nicht so am gestrigen Abend, an dem Sandro Zurkirchen von allem Anfang sein Veto gegen die Angriffe der Eldebrink-Truppe einlegt und dafür sorgt, dass der erste Offensivwirbel der Platzherren ohne zählbares Ergebnis verpufft. Besser machen es im Gegenzug die Tessiner, die aus zwei Chancen zwei Tore machen, das 0:2 sticht heraus, als Pestoni per Handgelenkschuss direkt ins Lattenkreuz trifft (14.). Kaum eine Minute später ist es Stucki, der die Lakers ins Elend schiesst - vom Eigentor Proficos erholen sich die Einheimischen nicht mehr.

Auch deshalb nicht, weil die Skandinavier in den Reihen der Lakers einen blassen Eindruck hinterlassen. Ob sie von ihrem Trainerduo in den ersten drei Spielen zu stark forciert worden sind? Ambrì, defensiv von einem sehr soliden O'Byrne orchestriert, hält das Tempo dieses Mal hoch und hat keinen entscheidenden Durchhänger. Im Gegenteil: Plötzlich kommen die Pässe an, greifen die Automatismen ineinander - und werden Nebendarsteller zu Hauptakteuren. Als Schlagenhauf bei Spielmitte Dostoinov anspielt und dieser quasi zum 4:0 tanzt, ist der Mist geführt und die Lakers nicht mehr zu einer Reaktion fähig.

Da ist der Schreibende nachsichtig, dass es Ambrì im Powerplay fahrlässig locker nimmt und den Abschluss nicht mit letzter Konsequenz sucht. Hinten steht mit Zurkirchen eine Wand, die sich nicht mehr bezwingen lässt und sich einen Shutout notieren lassen darf. Paolo Duca spricht hinterher von einem cleveren Ambrì und einem verdienten Sieg. Dem gilt es nur noch beizufügen, dass der vierte Sieg das schwierigste Unterfangen ist - und die Leventiner gut daran tun, den Gegner morgen Donnerstag nicht zu unterschätzen. Ein Sieg in Saisonspiel 61 wäre gleichbedeutend mit dem Ligaerhalt. Im Falle einer Niederlage ginge es am Samstag nochmals zurück in die Diners Club Arena.

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher





[ Ambri ] - [ Rapperswil ]

4:3 (1:0, 2:2, 0:0, 0:0) n.P.
Playout-Final, Spiel 3 - Samstag, 21. März 2015
Valascia Ambri -- 5372 Zuschauer -- Mollard, Stricker; Kovacs, Progin

Tore: 4. Sieber (Danielsson, Walser) 0:1. 15. Hall (Steiner) 1:1. 21. Hall (Bouillon, Aucoin/Ausschlüsse Ryser, Danielsson) 2:1. 24. Kuonen (Walsky) 2:2. 39. (38:57) Giroux (Pestoni/Ausschlüsse Hächler, Fransson) 3:2. 40. (39:18) Rizzello (Hürlimann/Ausschluss Fransson!) 3:3. - Penaltyschiessen: Hall 1:0, Rizzello -; Giroux 2:0, Persson -; Aucoin -, Obrist -; Pestoni -, Fransson -.

Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 6mal 2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers. - PostFinance-Topskorer: Giroux; Danielsson.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Zgraggen, Kobach; Birbaum, Bouillon; Trunz, Sidler; Chavaillaz; Steiner, Hall, Lauper; Pestoni, Aucoin, Giroux; Duca, Schlagenhauf, Dostoinow; Stucki, Fabian Lüthi, Bianchi; Lhotak.

Rapperswil-Jona Lakers: Wolf; Walser, Sataric; Fransson, Blatter; Hächler, Profico; Geyer; Danielsson, Persson, Sieber; Kuonen, Walsky, Nils Berger; Ryser, Hürlimann, Schommer; Rizzello, Flavio Schmutz, Pedretti; Obrist.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Forget, Masalskis, O'Byrne (überzählige Ausländer), Gautschi, Grassi und Fuchs. Rapperswil-Jona Lakers ohne Punnenovs, Valentin Lüthi, Weisskopf, Friedli, Frei, Neukom, Sven Berger, Thibaudeau, Murray (alle verletzt), Johansson, Rapuzzi und Penker (überzählige Ausländer). - Pfosten-/ Lattenschüsse: 30. Rizzello. 36. Duca. - Timeouts: Rapperswil-Jona Lakers (56.); Ambri-Piotta (60.).


Match-Zusammenfassung
************************************
si. Ambri-Piotta legt im Abstiegs-Playoff gegen die Rapperswil-Jona Lakers wieder vor. Die Leventiner gewinnen vor heimischem Publikum 4:3 nach Penaltyschiessen und führen in der Best-of-7-Serie 2:1.

Für die Trainer war es ein Spiel zum Haareraufen, leisteten sich doch beide Teams vor allem in den ersten zwei Dritteln unglaubliche Fehler in der Defensive. So wurde den 5372 Zuschauern einiges geboten - viele Tore, viel Kampf und Spannung pur. Da passte es, dass die Partie erst im Penaltyschiessen entschieden wurde. In diesem hatte Ambri die besseren Nerven: Adam Hall und Alexandre Giroux verwerteten die ersten beiden Penaltys ihres Teams, bei den Lakers scheiterten sämtliche vier Schützen. Hall (2) und Giroux (1) waren schon in der regulären Spielzeit erfolgreich gewesen.

Die sechs Tore aus dem Spiel heraus waren allesamt in den ersten 40 Minuten gefallen. Nachdem die Lakers besser in die Partie gestartet und in der 4. Minute durch Lukas Sieber die Führung erzielt hatten, drehte Hall das Spiel mit zwei Toren (15./21.). Der Amerikaner schoss die Saisontore 5 und 6 gegen die Rapperswiler - schon im ersten Duell war ihm ein Doppelschlag gelungen. Beim 2:1 spielte Ambri wie beim 3:2 von Giroux (39.) in doppelter Überzahl. Die Gäste reagierten im zweiten Drittel aber jeweils umgehend auf die Rückstande - Raphael Kuonen (24.) und Antonio Rizzello (40.) trafen 142 respektive 21 Sekunden nach den Gegentoren. Das 3:3 war ein Shorthander, wobei Stefan Hürlimann den Treffer mit extrem guter Arbeit vorbereitet hatte.

Bis zum 1:1 hatten die St. Galler die Partie im Griff gehabt. Der Ausgleich brachte sie jedoch aus dem Tritt und zeigt, wie fragil die St. Galler sind. Immerhin fingen sie sich wieder. Am Ende standen sie dennoch mit leeren Händen da.



[ Rapperswil ] - [ Ambri ]

3:2 (0:1, 2:1, 1:0)
Playout-Final, Spiel 2 - Donnerstag, 19. März 2015
Diners Club Arena -- 4511 Zuschauer -- Koch, Wiegand; Bürgi, Kohler

Tore: 7. Aucoin (Sidler, Trunz) 0:1. 29. Danielsson (Walser, Schommer/Ausschluss Zgraggen) 1:1. 35. Steiner (Dostoinov, Duca/Ausschluss Hürlimann) 1:2. 36. Hürlimann (Ryser, Schommer) 2:2. 51. Pedretti (Kuonen) 3:2. 

Strafen: 6mal 2 plus 5 Minuten (Rizzello) plus Spieldauer (Rizzello) gegen die Rapperswil-Jona Lakers, 5mal 2 plus 5 Minuten (Steiner) plus Spieldauer (Steiner) gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Danielsson; Giroux.

Rapperswil-Jona Lakers: Wolf; Walser, Fröhlicher; Fransson, Blatter; Hächler, Profico; Geyer; Danielsson, Johansson, Nils Berger; Kuonen, Walsky, Murray; Ryser, Hürlimann, Schommer; Rizzello, Flavio Schmutz, Pedretti; Sieber.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Gautschi, Zgraggen; Birbaum, Bouillon; Trunz, Sidler; Grieder, Chavaillaz; Steiner, Hall, Lauper; Pestoni, Aucoin, Giroux; Stucki, Fabian Lüthi, Bianchi; Duca, Schlagenhauf, Dostoinov.

Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Punnenovs, Valentin Lüthi, Friedli, Frei, Obrist, Neukom, Sven Berger, Thibaudeau (alle verletzt), Persson (krank), Rapuzzi und Penker. Ambri-Piotta ohne Poudrier, Forget, Masalskis, O'Byrne (überzählige Ausländer), Grassi und Fuchs (beide verletzt). - 10. Zurkirchen hält Penalty von Kuonen. - Murray nach erstem Drittel verletzt ausgeschieden. - Timeout Ambri (59:29). - Ambri von 59:21 bis 60:00 ohne Goalie.


Match-Zusammenfassung
************************************
Leidenschaftliche und disziplinierte Lakers bezwingen Ambrì verdient mit 3:2 Toren und gleichen die Finalserie in den Playouts aus.

4511 Fans bevölkern die Diners-Club-Arena, wobei auch der Gästesektor gut und zudem mit Optimismus gefüllt ist, denn die Idee war, nach dem dienstäglichen Sieg nachzudoppeln, um die eigenen Nerven ein wenig zu beruhigen. Der zuletzt viel kritisierte Keith Aucoin sorgt mit einer feinen Einzelleistung dafür, dass Ambrì mit einer Mini-Führung in die erste Pause geht, die Balance im Spiel hält und den Gastgebern nicht allzu viele Chancen gewährt.

Dann aber kippt das Spiel zusehends, weil die Lakers den Sieg einfach ein bisschen mehr wollen, sehr gut und intensiv Schlittschuh laufen und sich so immer wieder grosse bis sehr grosse Chancen kreieren. Sandro Zurkirchen - insgesamt 50 Mal bombardiert - hält, was er kann. Das ist vorerst sehr viel, aber nicht alles, denn nach Steiners erneuter Führung muss er praktisch im Gegenzug das 2:2 durch Hürlimann, der mit einer Art Verlegenheitsschuss ziemlich genau ins Lattenkreuz trifft, hinnehmen. Zuvor hat Ambrì eine doppelte Überzahl sausen lassen, wobei man sich 65 Sekunden lang mit fünf gegen drei Feldspielern versuchen durfte.

Damit ist gesagt, dass das Puzzleteil Powerplay auch ein Faktor ist, weshalb der heutige Match verloren geht, denn die Leventiner bringen zu wenig Druck und Torgefahr auf den Kasten der Lakers - und vermögen dem Spiel nach Pedrettis (sehenswertem) Hocheckschuss keine Wende mehr zu geben. Auch nicht im letzten Überzahlspiel, das irgendwie ein Abbild der laufenden Saison ist, wo ganz einfach zu viele numerische Überlegenheiten ungenutzt verstreichen.

Wenn es am Samstag in der Valascia weitergeht, wird es aller Voraussicht nach ein erneut enges Spiel geben. Die körperlich starken St. Galler werden mit erhobenem Haupt im Nordtessin einfahren und den Ambrì-Cracks das Leben mit Körperchargen schwer machen. Bleibt die Frage, ob Ambrì-Coach Serge Pelletier diesem Umstand Rechnung tragen und Ryan O'Byrne bringen wird. Denn klar ist, dass es Emotionen, Leidenschaft und eine Prise "Dreck" braucht, um gegen diese furchtlosen Lakers bestehen zu können!

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher





[ Ambri ] - [ Rapperswil ]

2:1 (2:0, 0:1, 0:0)
Playout-Final, Spiel 1 - Dienstag, 17. März 2015
Valascia Ambri -- 4216 Zuschauer -- Vinnerborg, Wehrli; Bürgi, Küng

Tore: 12. Giroux (Aucoin, Bouillon/Ausschluss Hächler) 1:0. 14. Pestoni (Hall, Bouillon/Ausschluss Hürlimann) 2:0. 30. Danielsson (Schommer, Persson/Ausschluss Giroux) 2:1.

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 10mal 2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers. - PostFinance-Topskorer: Giroux; Danielsson.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Gautschi, Zgraggen; Birbaum, Bouillon; Trunz, Sidler; Grieder, Chavaillaz; Steiner, Hall, Lauper; Pestoni, Aucoin, Giroux; Duca, Schlagenhauf, Dostoinov; Stucki, Fabian Lüthi, Bianchi.

Rapperswil-Jona Lakers: Wolf; Walser, Fröhlicher; Fransson, Blatter; Hächler, Sataric; Geyer; Danielsson, Persson, Nils Berger; Kuonen, Walsky, Murray; Ryser, Hürlimann, Schommer; Rizzello, Flavio Schmutz, Pedretti; Sieber.

Bemerkungen: Ambri ohne Forget, Masalskis, O'Byrne, Lhotak (überzählig), Grassi, Fuchs und Kobach (verletzt). Rapperswil-Jona Lakers ohne Punnenovs, Lüthi, Friedli, Frei, Obrist, Neukom (alle verletzt), Johansson, Rapuzzi und Penker (überzählige Ausländer). - Timeout Lakers (59:01), ab 59:33 ohne Goalie.


Match-Zusammenfassung
************************************
Die Quintessenz des Abends ist ein knapper, aber nicht unverdienter 2:1-Sieg der Leventiner, die somit den ersten Match dieser Playout-Serie nach Hause bringen. Die Unsportlichkeit des Abends leisten sich die Lakers, welche die Wahl des besten Spielers verweigern und das Eis vorzeitig verlassen.

4200 sehr gut gezählte Fans stellen erfreut fest, dass die Einzelgespräche von Coach Pelletier offenbar gefruchtet haben. Es geht mit hohem Tempo, viel Präzision und viel Emotionen ins Spiel, so dass Ambrì binnen zwei Minuten zwei Mal jubeln kann: Zuerst Giroux - nach schneller und schöner Kombination - und dann Pestoni machen aus zwei Überzahlspielen zwei Tore. Weitere hätten folgen können, denn die Lakers spielen sich mit reichlich dummen Fouls immer mal wieder ins Abseits, was die Einheimischen aber nicht vorentscheidend ausnützen können. 

Die Regelauslegung in Spiel 1 bevorzugt tendenziell die Nordtessiner, welche sich diese Saison freilich schon oft benachteiligt sahen, was vom heutigen Abend definitiv nicht behauptet werden kann. Trotzdem gibt die Pelletier-Truppe das Heft zunehmend aus der Hand. Keine neue Erkenntnis, denn Ambrì schafft es auch in Saisonspiel 57 nicht, über 60 Minuten mit einer gewissen Konstanz zu agieren. Danielsson trifft bei Spielmitte zum Anschlusstreffer, wobei dieser ebenfalls in numerischer Überlegenheit fällt. Und hätte Fröhlicher zuvor nicht alleine vor Zurkirchen vergeben, wäre man mit einem Unentschieden ins letzte Drittel gestiegen.

Dort regiert Chaos pur; vernünftige Spielzüge sind kaum zu sehen, was aber auch nicht unbedingt der Anspruch an einen Playout-Final ist. Die Gäste aus der Rosenstadt behindern die mögliche Aufholjagd gut zwei Minuten vor Schluss erneut selber, indem sich Topskorer Danielsson in der gegnerischen Zone den "Luxus" leistet, eine Strafe zu kassieren. Dies wiederum begünstigt den HC Ambrì-Piotta, welcher den hauchdünnen Vorsprung über die Zeit schaukelt, 2:1 gewinnt und nun mit hoffentlich wieder intakterer Moral nach Rapperswil reist, wo morgen Donnerstag (19.45 Uhr) das zweite Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten ansteht.

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher               





[ Rapperswil ] - [ Ambri ]

4:3 (1:0, 2:1, 1:2)
6. Platzierungsrunde - Samstag, 14. März 2015
Diners Club Arena -- 3622 Zuschauer -- Massy, Wiegand, Bürgi, Progin

Tore: 5. Sataric (Berger, Derrick Walser) 1:0. 21. (20:24) Lauper (Steiner, Zgraggen) 1:1. 25. Johansson (Weisskopf) 2:1. 39. Hächler (Ryser, Sieber) 3:1. 48. Danielsson (Derrick Walser, Persson/Ausschluss Fabian Lüthi) 4:1. 53. Poudrier (Schlagenhauf, Duca) 4:2. 58. Trunz (Steiner, Aucoin) 4:3.

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers, 5mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Danielsson; Aucoin.

Lakers: Wolf; Derrick Walser, Profico; Hächler, Sataric; Fröhlicher, Geyer; Weisskopf, Blatter; Danielsson, Persson, Jordan Murray; Kuonen, Walsky, Nils Berger; Ryser, Hürlimann, Sieber; Pedretti, Johansson, Rizzello.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; O'Byrne, Zgraggen; Birbaum, Bouillon; Trunz, Sidler; Giannini, Grieder; Steiner, Aucoin, Lauper; Stucki, Forget, Bianchi; Duca, Fabian Lüthi, Lhotak; Dostoinov, Schlagenhauf, Poudrier.

Bemerkungen: Ambri ohne Pestoni, Giroux, Hall, Chavaillaz und Gautschi (alle geschont), sowie Grassi, Fuchs, Kobach (alle verletzt). 1. NLA-Tor von Poudrier (mit B-Lizenz von Chaux-de-Fonds).



Match-Zusammenfassung
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si. Die Rapperswil-Jona Lakers gewinnen die Hauptprobe für den Playout-Final gegen den HC Ambri-Piotta zuhause mit 4:3.

In einer Partie, bei welcher viele Stammkräfte geschont wurden, führten die Rosenstädter bis zur 48. Minute mit 4:1, ehe Loik Poudrier und Adrian Trunz für die Leventiner noch verkürzten.

Für Ambri-Piotta beendete Adrien Lauper mit dem zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich (21.) eine Torflaute der Leventiner von bedenklichen 189 Minuten. Für die kommende "Serie der Angst" zur Vermeidung der Ligaqualifikation gegen den NLB-Meister schonten die Gäste mit dem Kanadier Alexandre Giroux und dem Schweizer Internationalen Inti Pestoni zwei Schlüsselspieler. Den Siegtreffer für die Lakers erzielte Nicklas Danielsson mit dem Treffer zum 4:1 (48.).



[ Ambri ] - [ Fribourg ]

0:4 (0:1, 0:0, 0:3)
5. Platzierungsrunde - Donnerstag, 12. März 2015
Valascia Ambri -- 3653 Zuschauer -- Eichmann, Mollard; Abegglen, Mauron

Tore: 20. (19:51) Abplanalp (Helbling, Sprunger/Auschlüsse Dostoinov, Trunz) 0:1. 42. Mottet (Sprunger, Dubé) 0:2. 47. Merola (Botta, Hasani) 0:3. 58. Verreault-Paul (Monnet, Kwiatkowski) 0:4.

Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Ambri, 2mal 2 Minuten gegen Fribourg.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Gautschi, Zgraggen; Birbaum, Chavaillaz; Trunz, Sidler; Grieder; Duca, Hall, Lauper; Pestoni, Forget, Giroux; Steiner, Aucoin, Dostoinow; Stucki, Schlagenhauf, Bianchi; Lhotak.

Fribourg-Gottéron: Nyffeler; Ngoy, Kwiatkowski; Granak, Marc Abplanalp; Helbling, Huguenin; Marc Zangger, Schilt; Verreault-Paul, Pouliot, Monnet, Sprunger, Dubé, Mottet; John Fritsche, Hasani, Maxime Montandon; Botta, Ness, Merola.

Bemerkungen: Ambri ohne Bouillon, Grassi, Fuchs, Kobach (alle verletzt). Erstmals mit Forget, O'Byrne dafür überzählig.

Match-Zusammenfassung
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si. Nun ist es definitiv: Nach der Heimniederlage gegen Fribourg-Gottéron (0:4) muss der HC Ambri-Piotta ins Playout-Final gegen die Rapperswil-Jona Lakers. Der HC Ambri-Piotta muss über die Bücher: Nach der Pleite gegen Fribourg müssen die Leventiner definitiv ins Playout-Final. Befreit aufspielenden Fribourgern hatte Ambri nicht viel entgegen zu setzen, der Auswärtssieg geht in Ordnung.

Von Fribourg-Gottéron waren keine grossen Emotionen mehr gefragt, von Ambri-Piotta war aber durchaus erwartet worden, dass sich die Mannschaft gegen den drohenden Playout-Final gegen die Rapperswil-Jona Lakers nochmals vehement aufbäumen würde. Dazu kam es jedoch nicht, Gottéron gewann diskussionslos mit 4:0.
 
Das erste Tor fiel kurz vor der ersten Drittelspause, als Abplanalp mit einem Tor in doppelter Überzahl das Skore eröffnete. Ambris Widerstand war damit nicht gebrochen, jedoch hielten sich Ideen und Durchschlagskraft absolut in Grenzen.
Shutout für Melvin Nyffeler

Demgegenüber gelang es Fribourg, im dritten Drittel noch zu einem hohen Auswärtssieg zu kommen. Kilian Mottet erhöhte nach 42 Minuten auf 2:0, Melvin Merola legte mit dem 3:0 in der 47. Minute noch einen drauf - das Spiel war entschieden. Verstärkungsspieler Francis Verreault-Paul schoss zwei Minuten vor Schluss sogar noch das 4:0, während sich Torhüter Melvin Nyffeler, der gegenüber Conz den Vorzug erhalten hat, einen Shutout gutschreiben lassen konnte.

Während für Fribourg die Saison am kommenden Samstag mit einem Heimspiel und souverän erreichtem Ligaerhalt wenigstens noch einigermassen versöhnlich aufhört, steht für Ambri-Piotta ein heisser Gang bevor. Die Leventiner zeigten sich in letzter Zeit nicht besser als die Lakers und treffen auf eine Mannschaft, die auf diese Situation vorbereitet ist. In der Ligaqualifikation trifft die unterlegene Mannschaft dann auf Olten oder die SCL Tigers - Letztere haben ihre Ambitionen, in die NLA aufzusteigen, schon deutlich angemeldet.




[ Kloten ] - [ Ambri ]

4:0 (1:0, 2:0, 1:0)
4. Platzierungsrunde - Dienstag, 10. März 2015
Swiss Arena -- 4692 Zuschauer -- Prugger, Vinnerborg; Dumoulin, Rohrer

Tore: 4. Vandermeer (Back, Santala/Ausschluss Hall) 1:0. 21. Santala (Frick) 2:0. 37. Kellenberger (Hollenstein, Lemm) 3:0. 45. Stancescu 4:0.

Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Kloten Flyers, 3mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. - Postfinance-Topskorer: Hollenstein, Giroux.

Kloten Flyers: Martin Gerber; Back, Vandermeer; Frick, DuPont; Gian-Andrea Randegger, Schelling; Harlacher; Romano Lemm, Santala, Hollenstein; Guggisberg, Bieber, Simon Bodenmann; Stancescu, Peter Mueller, Casutt; Praplan, Kellenberger, Bühler; Leone.

Ambri-Piotta: Masalskis; Gautschi, Kobach; Birbaum, Chavaillaz; Trunz, Sidler; Zgraggen, Grieder; Daniel Steiner, Hall, Lauper; Pestoni, Aucoin, Giroux; Dostoinow, Fabian Lüthi, Lhotak; Duca, Schlagenhauf, Elias Bianchi.

Bemerkungen: Kloten Flyers ohne Jenni, Stoop, Brady Murray, Liniger, Jonas Andersson und Leino, Ambri-Piotta ohne O'Byrne, Grassi, Stucki, Bouillon und Flückiger. – Pfostenschüsse: Peter Mueller (2.), Vandermeer (5.), Guggisberg (25.).                  



Match-Zusammenfassung
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Ein unfassbar desolater HC Ambrì-Piotta verliert auch das zweite aufeinanderfolgende Spiel gegen die Kloten Flyers: Nach dem 1:3 am Samstag gibt es heute Abend ein 0:4 für die in allen Belangen besseren Flughafenstädter. Damit müsste ein Wunder geschehen, dass Ambrì dem Playout-Final gegen die Lakers noch entrinnen kann.

Pelletier setzt auf Masalskis, lässt Zurkirchen auf der Bank und schickt O'Byrne auf die Tribüne, was ein nachvollziehbarer Entscheid ist, denn Zurkirchen fehlt die Spielpraxis und O'Byrne hat neulich schlicht nicht überzeugen können. Das eigentliche Übel aber findet sich im ersten Sturm, wo Giroux und Pestoni nicht mehr auf Touren kommen, seitdem Jason Fuchs verletzt ist. Keith Aucoin, der bereits zu Beginn der Saison als Center an der Seite der beiden nominell talentiertesten Stürmer gespielt hat, bleibt rätselhaft wirkungslos. Auf diesem Niveau agierend, macht er keine Werbung in eigener Sache, wenn es um eine potenzielle Vertragsverlängerung geht.

Aber auch der Rest des Teams steht in der Verantwortung, denn der kollektive Totalausfall lässt sich nicht nur mit der Stärke des Gegner erklären, denn zu viele Leistungsträger rufen in diesen beiden bisher vielleicht wichtigsten Spielen der Saison nicht das ab, was sie eigentlich könnten, ja müssten. Sinnbildlich dafür steht zum Beispiel auch Inti Pestoni. Stümperhaft, wie er in Überzahl zwei Mal die Scheibe vertändelt, so beinahe einen Shorthander verursacht.

Und die Kloten Flyers? Sie steigen wieder mit dem zuletzt verletzten Santala ins Rennen und gehen schon früh in Führung. Es ist ein Powerplay-Tor von Vandermeer, der bereits am Samstag in der Valascia getroffen hatte. Danach hagelt es Pfosten- und Lattenschüsse. Woher die in der Statistik erwähnten sieben Torschüsse Ambrìs kommen, kann der Schreibende nicht ganz nachvollziehen. Und dies, obwohl er direkt hinter der Spielerbank sitzt und beste Sicht aufs Eis hat.

Erschreckend, wie emotionslos das Treiben seinen Fortgang nimmt. Da ist kein Feuer, da sind keine Emotionen - und da sind nach wie vor kaum Torchancen, auch wenn Ambrì im Mitteldrittel mehr als nur einmal in Überzahl spielen kann. Kloten baut seine Führung schon früh im zweiten Abschnitt aus und profitiert dabei von einem der (raren) Fehler Masalskis, der von Santala überrascht wird. Damit ist der Mist geführt, was auch die vielen mitgereisten Ambrì-Fans zur Kenntnis nehmen müssen.

Zum Schluss darf auch noch Geburtstagskind Stancescu die Ovationen des Publikums entgegennehmen: Sehenswert, wie er seinen Spaziergang (ohne Gegenwehr) mit einem tollen Hocheckschuss zum 4:0-Schlussresultat krönt.

Gut, vielleicht ein bisschen subjektive Frustbewältigung hier, aber vor allem auch Abbild einer ungenügenden Leistung, die nach einer schnellen Rehabilitation ruft - ganz egal, ob der direkte Ligaerhalt doch noch geschafft wird oder ob es dann in die Best-of-Seven-Serie gegen die Lakers gehen wird.

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher





[ Ambri ] - [ Kloten ]

1:3 (1:0, 0:1, 0:2)
3. Platzierungsrunde - Samstag, 7. März 2015
Valascia Ambri -- 6015 Zuschauer -- Küng, Massy; Fluri, Kaderli

Tore: 12. Duca (Dostoinov, Steiner) 1:0. 37. Dupont Mueller) 1:1. 45. Kellenberger (Frick) 1:2. 55. Vandenmeer (Back, Lemm/Ausschluss Hall) 1:3.

Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Ambri, 2mal 2 Minuten gegen Kloten. - PostFinance-Topskorer: Giroux; Hollenstein.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Gautschi, Kobach; O' Byrne, Zgraggen; Trunz, Chavaillaz; Moor, Grieder; Steiner, Hall, Lauper; Pestoni, Aucoin, Giroux; Duca, Lüthi, Lhotak; Dostoinow, Schlagenhauf, Bianchi.

Kloten Flyers: Gerber; Vandermeer, Back; Randegger, DuPont; Frick, Schelling; Praplan, Mueller, Hollenstein; Guggisberg, Bieber, Bodenmann; Stancescu, Lemm, Murray; Casutt, Kellenberger, Bühler.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Masalskis (überzähliger Ausländer), Sidler (krank), Birbaum (familiäre Gründe), Grassi, Fuchs, Stucki und Bouillon. Kloten Flyers ohne Jenni, Leino, Stoop, Santala, Andersson und Liniger (alle verletzt). - 1. NLA-Spiel vom 17jährigen Misha Moor. - 19. Murray verletzt ausgeschieden. - Ambri-Piotta von 58:00 bis 58:10 und ab 58:47 ohne Goalie. - Timeout Ambri-Piotta (59:00).

Match-Zusammenfassung
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Die wichtigste Notiz des Abends betrifft Brady Murray, der nach einem harten Check von Ryan O'Byrne regungslos am Boden liegen bleibt und mit der Bahre vom Eis getragen werden muss. Zu später Stunde vernehmen wir, dass es sich "nur" um eine schwere Hirnerschütterung handeln soll, Murray sich aber bewegen kann und keine Lähmungserscheinungen zeigen soll.

Diese befallen eher den HC Ambrì-Piotta, der nach dem ersten Drittel zu spielen aufhört und den Kloten Flyers drei Punkte abtreten muss, die schmerzen könnten. Mit diesem Sieg nämlich sind die Nordtessiner und die Flughafenstädter punktemässig nun wieder gleichauf. Kommenden Dienstag geht es in der Kolping-Arena im nächsten Direktduell wohl darum, wer den Playout-Final gegen die Lakers bestreiten wird.

6015 (!) Fans sorgen für ein fast ausverkauftes Haus. Und Paolo Duca sorgt dafür, dass die Stimmung in der Halle vorerst gut bleibt, denn sein Tor bringt dem Heimteam die nicht unverdiente Führung. Vielleicht ist die eingangs geschilderte Szene um Brady Murray der Weckruf für die Klotener, denn sie fahren mit dem Beginn des zweiten Abschnitts mehr und besser Schlittschuh als Ambrì-Piotta, das sich zusehends in der eigenen Hälfte eingeschnürt sieht. Gegenstösse werden selten, auch darum, weil die Präzision im Passspiel zunehmend ungenügende Werte erreicht - und weil die Schlüsselspieler (zumindest in diesem Match) keine entscheidende Rolle spielen. Es sind andere, die für die Wende sorgen: Dupont mit dem glückhaften, aber hoch verdienten 1:1 sorgt - kurz vor dem zweiten Sirenenton - für eine weitere Motivationsspritze für die Truppe von Sean Simpson. Und Kellenberger würgt die Scheibe nach 45 Minuten gar zur erstmaligen Führung über die Linie. Sandro Zurkirchen, der nach mehrwöchiger Absenz sein Comeback feiert, kann nicht entscheidend dagegenhalten. Auch nicht fünf Minuten vor Schluss, als Vandenmeer mit einem Direktschuss in Überzahl die Vorentscheidung besorgt.

Zuvor hat Giroux - alleine vor Gerber - den Ausgleich auf dem Stock, verpasst diesen allerdings. Die Flyers schaffen also den ersehnten Befreiungsschlag und werden mit gestärkter Moral ins dienstägliche "Gipfeltreffen" steigen. Für den HCAP geht es darum, diesen wenig erbaulichen Abend so schnell als möglich abzuhaken. Noch immer ist es möglich, den vorzeitigen Ligaerhalt aus eigener Kraft zu schaffen. Das ist die positive Nachricht des Abends. Die weniger gute ist, dass Ambrì dies für den Rest der Saison ohne den hoch talentierten Jason Fuchs probieren muss, der im samstäglichen Training in eine Bandentür knallt ... und sich das Bein bricht. Wenn das nur kein schlechtes Omen ist!

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher





[ Ambri ] - [ Rapperswil ]

5:4 (1:0, 4:1, 0:3)
2. Platzierungsrunde - Dienstag, 3. März 2015
Valascia Ambri -- 4514 Zuschauer -- Koch, Wiegand; Dumoulin, Rohrer

Tore: 1. (0:34) Daniel Steiner 1:0. 27. Pestoni (Giroux, Fuchs) 2:0. 32. (31:46) Giroux (Chavaillaz, Aucoin/Ausschluss Derrick Walser) 3:0. 33. (32:30) Dostoinow (Elias Bianchi, Schlagenhauf/Strafe gegen Walsky angezeigt) 4:0. 37. Persson (Derrick Walser/Ausschluss Kobach) 4:1. 39. Giroux (Pestoni, Fuchs) 5:1. 42. Hürlimann (Schommer) 5:2. 45. Schommer 5:3. 51. Sven Ryser (Schommer, Hürlimann) 5:4.

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 5mal 2 Minuten plus Spieldauer (Danielsson) gegen Rapperswil-Jona Lakers. – PostFinance-Topskorer: Giroux; Danielsson.

Ambri-Piotta: Masalskis; Gautschi, Kobach; Birbaum, Chavaillaz, Trunz, Sidler; Zgraggen, Grieder; Steiner, Hall, Lauper; Pestoni, Fuchs, Giroux; Stucki, Aucoin, Lhotak; Dostoinow, Schlagenhauf, Elias Bianchi.

Rapperswil-Jona Lakers: Penker; Derrick Walser, Patrick Blatter; Profico, Sataric; Hächler, Eigenmann; Weisskopf, Geyer; Danielsson, Persson, Jordy Murray; Kuonen, Walsky, Reto Schmutz; Sven Ryser, Hürlimann, Schommer; Pedretti, Flavio Schmutz, Rizzello.

Bemerkungen: Ambri ohne Zurkichen, Bouillon, Grassi, Duca, Lüthi (alle verletzt) sowie O'Byrne (überzählig).

Match-Zusammenfassung
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Es ist ein Spiegelbild der laufenden Saison: Der HCAP produziert ein fabelhaftes Mitteldrittel, lässt daraufhin ein jämmerliches Schlussdrittel folgen - und hätte zum Schluss beinahe noch einen hohen Preis für das arge Nachlassen bezahlt, denn die Lakers stehen dem Ausgleich zum Schluss ganz nahe. Im Gegensatz zur Qualifikation aber, wo Ambrì immer mal wieder Punkte vergeigt hatte, gewinnen die Leventiner dieses Mal ganz knapp und könnten mit einem Sieg am Samstag gegen die Kloten Flyers den Abstand auf sechs Punkte vergrössern. Das wäre im Kampf um den direkten Ligaerhalt wohl schon mehr als die halbe Miete!

Noch nicht ganz alle der 4500 Fans sind im Stadion, als Daniel Steiner nach 34 Sekunden zum 1:0 trifft. Das ist ein beschwingter Auftakt, der aber nicht darüber hinweg täuschen kann, dass die Gäste im ersten Drittel die bessere Mannschaft sind, mehrfach ein Powerplay überstehen und ihrerseits zum Angriff blasen. Ein bisschen Pech und ein erneut überzeugender Masalskis stehen einem Torerfolg im Weg.

War das Startdrittel nichts für Hockey-Gourmets, kommt im Mittelabschnitt so richtig Stimmung auf: Zum einen, weil es die Unparteiischen (einmal mehr) schaffen, mit obskuren Entscheidungen die Gemüter (auf beiden Seiten) zu erhitzen. Zum anderen, weil der HC Ambrì-Piotta plötzlich wie aus einem Guss spielt - und zu Toren kommt. Teufelskerl Giroux steht - wie meistens - goldrichtig, glänzt aber auch als subtiler Passgeber. Klasse, wie er das 2:0 von Pestoni vorbereitet.  

Ambrì wäre wohl nicht Ambrì, würde es die Nerven seiner Anhänger nicht noch einmal auf die Folter spannen: Es ist unglaublich, mit welcher Leichtigkeit die St. Galler bis neun Minuten vor Schluss zu drei Toren kommen. Diese Treffer zeugen aber auch vom neuen Selbstbewusstsein der Lakers, welche aus den letzten sechs Partien 15 Punkte geholt haben. Es braucht sehr viel Glück und einiges an Unvermögen der Gäste, dass der Ausgleich nicht doch noch fällt - Ambrì wankt, aber fällt nicht. Und hat am kommenden Samstag die eingangs beschriebene, goldene Chance, dem direkten Ligaerhalt ein ganz grosses Stück näher zu kommen!

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher            





[ Fribourg ] - [ Ambri ]

2:3 (0:1,1:1,1:0, 0:1) n.V.
1. Platzierungsrunde - Samstag, 28. Februar 2015
BCF Arena -- 5808 Zuschauer -- Mandioni, Massy; Abegglen, Mauron.

Tore: 18. Giroux (Fuchs, Pestoni) 0:1. 26. Giroux (Grieder, Pestoni) 0:2. 39. Mauldin (Bykov/Ausschluss Hasani!) 1:2. 53. Pouliot (Mauldin) 2:2. 62. Pestoni 2:3.

Strafen: 5mal 2 plus 5 Minuten und Spieldauerstrafe (Dubé) gegen Fribourg, 7mal 2 plus 5 Minuten und Spieldauerstrafe (Grieder) gegen Ambri-Piotta.

Conz; Kwiatkowski, Ngoy; Schilt, Abplanalp; Huguenin, Kamerzind; Zangger, Botta; Vauclair, Pouliot, Mauldin, Hasani, Dubé, Verreault-Paul; Mottet, Bykov, Sprunger; Fritsche, Ness, Mottet.

Ambri-Piotta: Masalskis; Kobach, Gautschi; Chavaillaz, Brbaum; Sidler, Trunz; Zgraggen, Grieder; Lauper, Hall, Steiner; Giroux, Fuchs, Pestoni; Lhotak, Aucoin, Stucki; Bianchi, Schlagenhauf, Dostoinov.

Bemerkungen: Fribourg ohne Brügger, Benny Plüss, Helbling (alle verletzt), Sprukts und Granak (überzählig); Ambri ohne Zurkichen, Bouillon, Grassi, Duca, Lüthi (alle verletzt) sowie O'Byrne (überzählig).


Match-Zusammenfassung
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Der HCAP startete sehr nervös ins Spiel und kam so auch schon sehr schnell unter Druck der Fribourger. Masalskis musste im Minutentakt Schüsse abwehren. Die wenigen Chancen des HCAP führen aber ebensowenig zu Toren. Ein 0:0 zur Pause wäre aus Sicht des HCAP bereits ein gutes Zwischenresultat gewesen.

In der 18. Minute dann ein Angriff über Fuchs und Pestoni. Dieser bedient Giroux von hinter dem Tor und der HCAP Topskorer trifft mit einem präzisen One Timer entgegen dem Spielverlauf zum 1:0. Dies ist sein 50. Tor für den HCAP in seinem 100. Spiel.

Der HCAP startet diesmal besser ins Drittel. Masalskis muss aber bereits in der 22. Minute wieder einen Big Save zeigen um die Führung zu halten. Kurz darauf kassiert Grieder eine Strafe die der HCAP aber unbeschadet übersteht. Grieder kann nach Ablauf seiner Strafe direkt zusammen mit Giroux Richtung Conz losziehen. Grieder passt auf Giroux. Dieser spielt Conz aus, trifft aber nur den Pfosten. Der Puck prallt zurück an das Bein des Fribourger Keepers, der den Puck selber ins Tor schiebt, 2:0.

Die Fribourger sind nun gereizt. Dies zeigt sich in vielen Gehässigkeiten. Grieder und Dubé kassieren nach einem eher harmlosen Infight je eine 5′ Strafe mit Restausschluss. Ein (zu) hartes Verdikt von Massy/Mandioni.

Kurz darauf scheitern Giroux/Fuchs und Lauper/Steiner an Conz. Die beste Chance haben aber Lauper und Hall. Hall wird von Lauper allein vor dem Tor bedient. Das hätte das – vorentscheidende – Tor sein müssen.

In der 37. Minute dann ein Stockschlag gegen Lauper.  Es kommt zu einem Bully in Ambris Zone und das Unheil nimmt  seinen Lauf. Der bis dahin makellose Masalskis “passt” den Puck zu Bykov. der bedient Mauldin und dieser trifft in Unterzahl zum 1:2.  Rächt sich das?

Das dritte Drittel ist dann wieder von den Fribourgern geprägt, die mächtig Druck aufbauen. Masalskis muss wieder einige Paraden zeigen. Aber auch der HCAP kommt zu guten Chancen. Schlagenhauf und Stucki, der alleine losziehen kann, scheitern.

Dann das 2:2, Fuchs düpiert Masalskis. Wieder ein dummes Eigen-Tor. Und immer wieder muss Masalskis retten. So auch 0.5 Sekunden vor Schluss mit einer schönen Fanghand Parade.

Die Verlängerung wird wie in der Regular Season gespielt. Bei 4 gegen 4 Feldspieler kann Pestoni losziehen und bezwingt Conz.

Damit ist der HCAP nun gleichauf mit den Kloten Flyers und nur noch ein Punkt hinter Fribourg. Soll erfüllt. Nun folgen zwei Heimspiele. Am Dienstag gegen gegen die Lakers und am Samstag gegen die Kloten Flyers.

Matchbericht: Roland Jauch




[ Lausanne ] - [ Ambri ]

1:4 (0:2, 0:1, 1:1)
50. Runde - Dienstag, 24. Februar 2015
Malley -- 6549 Zuschauer -- Erard, Wiegand; Borga, Kaderli

Tore: 4. Pestoni (Fuchs, Chavaillaz) 0:1: 20. (19:51) Hall (Pestoni, Giroux/Ausschluss Pesonen) 0:2. 30. Pestoni (Aucoin, Gautschi) 0:3. 58. Pesonen (Hytönen, Rytz) 1:3. 60. (59:21) Lauper (Steiner) 1:4 (ins leere Tor).

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Lausanne, 2mal 2 Minuten gegen Ambri. - PostFinance-Topskorer: Louhivaara; Giroux.

Lausanne: Huet; Gobbi, Leeger; Jannik Fischer, Stalder; Rytz, Genazzi; Seydoux, Nodari; Louhivaara, Hytönen, Conz; Pesonen, St. Pierre, Herren; Neuenschwander, Froidevaux, Déruns; Augsburger, Miéville, Lardi.

Ambri-Piotta: Masalskis; Gautschi, Kobach; Birbaum, Chavaillaz; Trunz, Sidler; Grieder, Zgraggen; Steiner, Hall, Lauper; Pestoni, Fuchs, Giroux; Stucki, Aucoin, Lhotak; Dostoinow, Schlagenhauf, Bianchi.

Bemerkungen: Lausanne ohne Bang, Simon Fischer, Antonietti, Savary (alle verletzt) udn Genoway (überzähliger Ausländer), Ambri ohne O'Byrne (gesperrt), Bouillon, Zurkirchen, Duca und Grassi (alle verletzt). 33. Lattenschuss Herren. 59. (58:05) Timeout Lausanne, danach bis 59:21 ohne Torhüter.


Match-Zusammenfassung
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si. Mit einem äusserst effizienten Auftritt gewinnt Ambri-Piotta in Lausanne 4:1. Grosse Figur ist in der Patinoire de Malley Inti Pestoni mit zwei Toren und einem Assist.

Die Verletzung von Teamleader und Identifikationsfigur Inti Pestoni während fast der Hälfte der Qualifikation ist ein wichtiger Grund dafür, dass der HC Ambri-Piotta die Playoff-Qualifikation vom Vorjahr nicht wiederholen konnte. In Lausanne stellte der 23-jährige Internationale gestern seinen Wert eindrücklich unter Beweis. In seinem 30. Einsatz markierte Pestoni seine Saisontore 8 und 9, beim 2:0 von Adam Hall leistete er die entscheidende Vorarbeit.

Lausanne ging nicht mehr mit letzter Konsequenz ans Werk, hatte aber auch etwas Pech. Immer wieder scheiterten die Waadtländer am Letten Edgars Masalskis im Ambri-Tor, in der 33. Minute bei einem Schuss Yannick Herrens war auch noch die Latte im Weg. Ab dem Mitteldrittel agierte Lausanne deutlich überlegen, die Leventiner schaukelten den klaren Sieg aber locker über die Zeit. Harri Pesonens 1:3, mit dem er Masalskis dessen ersten Shutout in der Schweiz vermasselte, fiel erst zwei Minuten vor Schluss. Es war das erste Tor in der heimischen Halle gegen Ambri in dieser Saison, das erste Spiel hatte es 0:2 verloren.

Der Sieg von Ambri-Piotta war allerdings logisch. Die Tessiner haben in dieser Saison gegen Lausanne kein Spiel verloren und wollten den Sieg mehr. Die drei Punkte nehmen sie in die Klassierungsrunde mit, in der sie gegen den Fall ins Playout der beiden letzten Teams kämpfen müssen. Lausannes siebter Platz war hingegen bereits vor dem letzten Spieltag in Stein gemeisselt.



[ Zug ] - [ Ambri ]

6:0 (2:0, 3:0, 1:0)
49. Runde - Samstag, 21. Februar 2015
Bossard Arena -- 6726 Zuschauer -- Mandioni, Massy; Bürgi, Fluri

Tore: 1. (0:19) Suri (Diem, Martschini) 1:0. 6. Martschini (Alatalo, Suri) 2:0. 28. (27:26) Bouchard (Earl, Martschini/Ausschlüsse Pestoni, Grieder) 3:0. 28. (27:56) Repik (Grossmann, Suri/Ausschluss Masalskis) 4:0. 29. (28:43) Alatalo (Sutter, Schnyder) 5:0 (Eigentor O'Byrne). 56. Ramholt (Martschini, Diem) 6:0.

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Zug, 9mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Bouchard; Hall.

Zug: Stephan; Schlumpf, Sondell; Ramholt, Grossmann; Alatalo, Stämpfli; Martschini, Diem, Suri; Repik, Earl, Bouchard; Bürgler, Sutter, Schnyder; Lammer, Dünner, Herzog; Zangger; Christen.

Ambri-Piotta: Masalskis; Gautschi, Zgraggen; Birbaum, Chavaillaz; Trunz, Sidler; Grieder, O'Byrne; Steiner, Hall, Bianchi; Pestoni, Aucoin, Lauper; Dostoinow, Schlagenhauf, Fabian Lüthi; Stucki, Fuchs, Lhotak.

Bemerkungen: Ambri ohne Duca, Giroux, Kobach (alle krank), Bouillon, Zurkirchen und Grassi. Zug ohne Simon Lüthi, Erni, Morant, Blaser (alle verletzt) und Holden (gesperrt). - Timeout Ambri-Piotta (6.). - Pfosten- Lattenschüsse: 26. Bouchard, 56. Lammer.



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Dem EV Zug gelingt die gewünschte Korrektur der gestrigen Niederlage, denn der HC Ambrì-Piotta ist heute ersatzgeschwächt und muss den Heimweg mit einer 0:6-Packung unter die Räder nehmen. 6700 Fans feiern das Heimteam zum Schluss mit stehenden Ovationen, die sich das Team per Rundschreiben quasi "erbettelt" hatte, denn überall in der Bossard-Arena hängt die Botschaft der ersten Mannschaft, die den Cüpli-Fans in Erinnerung ruft, wonach man nicht im VIP-Zelt ist, sondern in einem Hockeystadion, wo gefälligst Stimmung gemacht werden sollte!

19 Sekunden sind gespielt, als Suri für den optimalen Zuger Start sorgt. Ganz im Gegensatz zu gestern, wo der EV Zug einen Kaltstart erwischt hatte und komplett neben den Schlittschuhen stand. Das ist auch heute - zum Teil - der Fall, denn nach wie vor hat man nicht den Eindruck, dass die Kolinstädter optimal in Form sind. Sie profitieren heute aber besser vom Powerplay, das sie immer mal wieder üben können, weil Ambrì zu wenig diszipliniert und zu wenig geschickt agiert. 77 Sekunden braucht Zug, um vom 2:0 bis zum 5:0 zu kommen, wobei auch Ryan O'Byrne noch ein bisschen mithilft und ein Eigentor produziert.

Der Rest ist eine Mischung zwischen Holiday on Ice und Ballett, denn man tut sich nicht mehr weh - und weckt das Publikum nur noch einmal aus der Lethargie, als Ramholt mit einem Handgelenkschuss das letzte Tor erzielt. Für den EV Zug geht es im letzten Spiel der Qualifikation darum, sich das Heimrecht für die Playoffs zu sichern. Man darf gespannt sein, wie sich die teuerste Zuger Mannschaft aller Zeiten aus der Affäre ziehen wird. Und der HCAP muss bestrebt sein, in Lausanne zu punkten, damit man in Tuchfühlung mit Fribourg und Kloten bleibt, denn Ziel nun kann nur sein, Platz 9 oder 10 zu erreichen. Damit wäre die Saison beendet und der ungeliebte Playoff-Final (gegen die Lakers) könnte umgangen werden.

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher





[ Ambri ] - [ Zug ]

2:1 (1:0, 1:1, 0:0)
48. Runde - Freitag, 20. Februar 2015
Valascia Ambri -- 4268 Zuschauer -- Prugger, Vinnerborg; Kohler, Küng

Tore: 3. Bianchi (Stucki) 1:0. 39. (38:07) Duca (Bianchi, Gautschi) 2:0. 39. (38:42) Ramholt (Martschini) 2:1.

Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 6mal 2 Minuten gegen Zug. - PostFinance-Topskorer: Giroux; Bouchard.

Ambri-Piotta: Masalskis; Gautschi, Zgraggen; Birbaum, Chavaillaz; Trunz, Sidler; Grieder; Duca, Hall, Dostoinov; Pestoni, Fuchs, Giroux; Steiner, Aucoin, Lhotak; Stucki, Fabian Lüthi, Bianchi; Schlagenhauf.

Zug: Stephan; Ramholt, Grossmann; Schlumpf, Sondell; Blaser, Alatalo; Stämpfli; Repik, Earl, Bouchard; Bürgler, Sutter, Schnyder; Martschini, Dünner, Suri; Lammer, Diem, Herzog; Christen.

Bemerkungen: Bemerkungen: Ambri ohne Bouillon, Zurkirchen, Grassi (alle verletzt), Kobach, Lauper (beide krank), O'Byrne (überzähliger Ausländer); Zug ohne Holden (gesperrt), Simon Lüthi, Erni und Morant (alle verletzt). Blaser verletzt ausgeschieden (26.). Pfostenschuss Hall (59:58). Timeouts Ambri-Piotta (52.) und Zug (59:22). Zug ab 58:09 ohne Torhüter.


Match-Zusammenfassung
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Der Schreibende ist zurück aus seinen Ferien - und durchaus angetan von dem, was Ambrì im Startdrittel zeigt. Da haben die beiden hohen Niederlagen in Davos und gegen die Lions offenbar keine Spuren hinterlassen, denn die Valascia jubelt bereits nach drei Minuten, als Bianchi ein schönes Zuspiel von Stucki in die Maschen setzt. Und es hätte gar das eine oder andere Tor mehr sein können, was die Zuger bereits sehr früh in noch grössere Verlegenheit gebracht hätte.

Der Mittelabschnitt sieht dann wachere Zuger, welche nun druckvoller kombinieren, es aber an der letzten Konsequenz vermissen lassen. Sinnbildlich dafür steht das Powerplay der Rolex-Truppe, wo sich viel Ineffizienz (Earl) mit dem berühmten Pässchen zu viel (Bouchard) dahingehend vermischen, dass den Gästen vorerst kein Tor gelingen will. Dieses schiesst auf der Gegenseite der ewige Ambrì-Vorkämpfer Paolo Duca, welcher energisch nachstochert und kurz vor dem zweiten Sirenenton auf 2:0 stellt. 35 Sekunden später allerdings ist es Ramholt, welcher die Gäste zurück ins Spiel bringt. Sein Energieanfall überlistet auch den ansonsten makellosen Masalskis, der endlich zeigt, weshalb er an der vergangenen WM ein hochgelobter Torhüter war.

Er ist es auch, der Ambrì den Sieg bringt, denn die heikle Schlussphase hätte gut und gerne eine Wende bringen können, zumal Ambrì eine doppelte Überzahl dermassen kläglich verstreichen lässt, dass einem Angst und Bange wird. Schliesslich aber können der Sieg und die drei Punkte ins Trockene gebracht werden, so dass die Hoffnung auf die direkte Rettung intakt bleibt. Ambrì beweist einmal mehr Charakter und Leidenschaft, wogegen der Zuger Auftritt reichlich uninspiriert ausfällt. Was die (teure) Truppe bietet, hat (noch) nicht Playoff-Niveau. Bereits heute Abend jedoch haben die Kolinstädter vor heimischem Publikum die Möglichkeit, diesen mässigen Auftritt zu korrigieren.

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher 


si. Im fünften Direktduell zwischen Ambri-Piotta und Zug setzt sich zum fünften Mal das Heimteam durch. Ambri gewinnt beim 2:1 allerdings erstmals in dieser Saison gegen den EVZ alle drei Punkte.

Ein starkes Spiel zeigte Ambris Keeper Edgars Masalskis. Vor einem Jahr in Sotschi beendete Masalskis mit seinen Paraden für Lettland beim 3:1-Sieg in den Achtelfinals die Olympia-Träume der Schweiz frühzeitig. Ein Jahr und zwei Tage danach feierte der Torhüter im fünften Einsatz seinen ersten Sieg für Ambri. Mit einer starken Leistung und 35 abgewehrten Schüssen legte er die Basis zum knappen, aber nicht unverdienten Sieg. Die drei eher überraschend erkämpften Punkte im ersten Spiel seit dem Fall in die Abstiegsrunde könnten für Ambri im Kampf um den Ligaerhalt noch Gold wert sein.

Ambri hatte vor allem im ersten Abschnitt mehr vom Spiel. Und Elias Bianchi brachte die Tessiner bereits in der 3. Minute in Führung. Captain Paolo Duca erhöhte nach gut 38 Minuten auf 2:0 und sorgte damit bereits für die Vorentscheidung. Zug erzielte durch Tim Ramholt nur 35 Sekunden nach dem zweiten Gegentor zwar den Anschlusstreffer, mehr Zählbares gelang dem Team von Harold Kreis in diesem "Kehrausspiel" aber nicht mehr.





[ Ambri ] - [ ZSC ]

0:5 (0:2, 0:1, 0:2)
47. Runde - Dienstag, 17. Februar 2015
Valascia Ambri -- 4349 Zuschauer -- Eichmann, Mollard; Abegglen, Espinoza

Tore: 9. Bachofner (Penalty) 0:1. 11. Wick (Baltisberger, Cunti) 0:2. 31. Bärtschi (Shannon, Bergeron/Ausschlüsse Stucki, Giroux, Nilsson) 0:3. 42. Künzle (Fritsche, Tallinder) 0:4. 44. Künzle (Schäppi, Fritsche) 0:5.

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 4mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions. - PostFinance-Topskorer: Giroux; Roman Wick.

Ambri-Piotta: Flückiger; O'Byrne, Kobach; Zgraggen, Birbaum; Trunz, Chavaillaz; Grieder; Duca, Hall, Lauper; Pestoni, Fuchs, Giroux; Steiner, Aucoin, Lhotak; Stucki, Fabian Lüthi, Bianchi; Schlagenhauf.

ZSC Lions: Flüeler; Blindenbacher, Siegenthaler; Bergeron, Daniel Schnyder; Geering, Tallinder; Tabacek; Dan Fritsche, Schäppi, Senteler; Chris Baltisberger, Cunti, Roman Wick; Künzle, Shannon, Bachofner; Patrik Bärtschi, Trachsler, Nilsson; Sitje.

Bemerkungen: Ambri ohne Bouillon, Zurkirchen, Daniele Grassi (alle verletzt), Gautschi und Sidler (beide krank) sowie Dostoinov und Masalskis (beide überzählig), ZSC Lions ohne Seger, Schlegel, Keller, Bastl, Smith, Jan Neuenschwander und Leimbacher (alle verletzt) sowie Stoffel (krank). - 23. Lattenschuss Duca.


Match-Zusammenfassung
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si. Die ZSC Lions kommen bei Ambri-Piotta zu einem ungefährdeten 5:0-Sieg. Für die Leventiner ist es eine Niederlage zuviel - sie verpassen damit die Playoffs.

Mike Künzle als Doppeltorschütze, Jérôme Bachofner mit seinem ersten NLA-Tor sowie Roman Wick und Patrik Bärtschi waren für den kaum geforderten Meister erfolgreich. Für die Zürcher war es der höchste Sieg über die Leventiner seit einem 8:3-Heimerfolg am 23. November 2010. Ambri kassierte die höchste Heimniederlage der Saison und blieb in der laufenden Spielzeit zum fünften Mal ohne Torerfolg. Nationalkeeper Lukas Flüeler realisierte in seinem verletzungsbedingt erst 30. NLA-Saisonspiel bereits den sechsten Shutout.

Die Lions erwiesen sich in Ambri auch als Meister der Effizienz. Im Mitteldrittel bauten sie trotz 7:10 Torschüssen ihre Führung dank einem Powerplaytor von Patrik Bärtschi um einen Treffer auf 0:3 aus. Jérôme Bachofner hatte mit seinem ersten NLA-Tor in seinem fünften NLA-Spiel die Gäste in Führung gebracht. Der 18-jährige Stürmer verwandelte in der 10. Minute einen Penalty zur 1:0-Führung der Gäste.

Roman Wick erhöhte kurz darauf mit seinem 16. Saisontor auf 2:0. Ambris Keeper Michael Flückiger hinterliess bei diesem Gegentreffer keine gute Figur, weil er eigentlich schon den vorangehenden Abschluss von Chris Baltisberger hätte blockieren müssen. Mike Künzle stellte zu Beginn des Schlussdrittels mit einem Doppelschlag das Endresultat her.

Bei den Zürchern benötigte Nationalgoalie Lukas Flüeler im dritten Spiel nach seiner mehrwöchigen Verletzungspause (Meniskus-Operation) 27 Paraden für seinen Shutout.



[ Davos ] - [ Ambri ]

5:1 (0:1, 1:0, 4:0)
46. Runde - Sonntag, 15. Februar 2015
Vaillant Arena Davos -- 5106 Zuschauer -- Fischer, Wiegand; Borga, Küng

Tore: 2. Pestoni (Chavaillaz, Fuchs) 0:1. 36. Ambühl (Dino Wieser, Marc Wieser) 1:1. 43. Hofmann (Kindschi, Aeschlimann) 2:1. 46. Corvi (Marc Wieser) 3:1. 57. Ambühl (Marc Wieser, Du Bois) 4:1. 59. Jörg (Simion, Corvi) 5:1.

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen den HCD, 5mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Paulsson; Giroux.

Davos: Genoni; Du Bois, Koistinen; Jung, Forster; Guerra, Kindschi; Schneeberger, Paschoud; Camperchioli; Marc Wieser, Ambühl, Dino Wieser; Sciaroni, Walser, Hofmann; Simion, Aeschlimann, Jörg; Corvi; Paulsson.

Ambri-Piotta: Flückiger; Gautschi, Kobach; Birbaum, Bouillon; O'Byrne, Chavaillaz; Trunz; Steiner, Hall, Lauper; Pestoni, Fuchs, Giroux; Duca, Schlagenhauf, Bianchi; Stucki, Lüthi, Lhotak; Dostoinov.

Bemerkungen: Davos ohne Lindgren, Axelsson, Reto von Arx (alle verletzt), Jan von Arx (überzählig); Ambri-Piotta ohne Grassi, Aucoin, Zurkirchen, Zgraggen (alle verletzt). 13. Bouillon verletzt ausgeschieden. Pfostenschüsse: Du Bois (30.), Steiner (33.), Corvi (45.), Ambühl (54.). 57. Giroux verletzt ausgeschieden.


Match-Zusammenfassung
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si. Der HC Davos stoppt gegen Ambri (5:1) die vier Spiele umfassende Niederlagenserie. Der ungefährdete Erfolg kommt im richtigen Moment - das Team von Arno Del Curto verdrängt Lugano von Platz 4.

Die Hockey-Macher im Bündner Kurort hatten in den vergangenen Tagen nicht allzu positive Nachrichten zu vermelden. Das Ende der bald 20-jährigen Zusammenarbeit mit der Ikone Reto von Arx löste ein mediales Beben aus. Die Irritationen waren zunächst auch im Rink spürbar, bis der Rekordchampion im dritten Abschnitt seine Alltagssorgen verdrängte und die überforderten Südschweizer nahezu überrollte.

Eine zweite Playoff-Teilnahme in Serie kommt für Ambri wohl nur noch in der Theorie infrage. Das Handicap gegenüber Biel umfasst acht Punkte. Angesichts der Unkonstanz der Tessiner ist die Lücke kaum mehr zu schliessen.

Zu viel hängt bei den Biancoblu von Inti Pestoni ab. Der Nationalspieler, zuletzt beim 6:3-Heimsieg gegen die Lakers mit Tricks und wunderbaren Treffern der überragende Solist, traf zwar erneut (1:0/2.), der totale Einbruch war gleichwohl nicht abzuwenden.

Der Davoser Vorkämpfer Andres Ambühl erzwang in der 36. Minute den Ausgleich, zu Beginn des letzten Drittels doppelte der ehemalige Ambri-Junior Gregory Hofmann nach. Von der Bündner Doublette erholte sich die zusammen mit Rapperswil schwächste Auswärts-Equipe nicht mehr - stattdessen liess sich Ambri in der Schlussphase regelrecht vorführen.




[ Ambri ] - [ Rapperswil ]

6:3 (2:1, 1:0, 3:2)
45. Runde - Freitag, 13. Februar 2015
Valascia Ambri -- 4502 Zuschauer -- Mandioni, Küng, Bürgi, Kovacs

Tore: 3. Persson (Murray, Walser/Ausschluss Kobach) 0:1. 12. Giroux (Fuchs) 1:1. 15. Pestoni (Birbaum, Fuchs) 2:1. 40. (39:40) Dostoinov (Trunz, Bouillon/Ausschluss Profico) 3:1. 48. Pestoni (Birbaum/Ausschlüsse Bianchi, Kuonen) 4:1. 50. Duca (Giroux/Ausschluss Kuonen) 5:1. 53. Murray (Frei/Auschüsse Stucki, Hächler) 5:2. 57. Persson (Walser, Murray/Ausschluss O'Byrne) 5:3. 60. (59:08) Hall 6:3 (ins leere Tor).

Strafen: je 7mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Giroux; Johansson.

Ambri-Piotta: Flückiger; Gautschi, Kobach; Birbaum, Bouillon; Trunz, Grieder; O'Byrne, Chavaillaz; Dostoinow, Hall, Lauper; Pestoni, Fuchs, Giroux; Stucki, Fabian Lüthi, Lhotak; Duca, Schlagenhauf, Bianchi.

Rapperswil-Jona Lakers: Wolf; Fransson, Blatter; Schmutz, Sven Berger; Hächler, Profico; Walser, Sataric; Ryser, Persson, Murray; Kuonen, Walsky, Schommer; Frei, Obrist, Nils Berger; Pedretti, Johansson, Hürlimann.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Grassi, Aucoin, Zurkirchen, (alle verletzt), Sidler und Steiner (beide krank). Rapperswil-Jona ohne Weisskopf, Sieber (krank), Valentin Lüthi, Neukom, Punnenovs und Friedli (alle verletzt). Pfostenschuss: 25. Hall.


Match-Zusammenfassung
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si. Mit dem budgetierten 6:3-Heimsieg gegen Schlusslicht Rapperswil-Jona Lakers wahrt das in den letzten Wochen stark aufgekommene Ambri-Piotta seine Chancen auf die Teilnahme an den Playoffs.

Das in der Tabelle hoffnungslos abgeschlagene Rapperswil-Jona vergab gegen Ambri trotz des relativ deutlichen Ergebnisses durchaus die Chance, die Tessiner im vierten und letzten Vergleich der Regular Season zum dritten Mal zu besiegen.

Die entscheidenden Szenen ereigneten sich im ersten Drittel. Nach der frühen Führung durch Niklas Persson leisteten sich die Lakers in der eigenen Zone zwei verheerende Fehler, welche die Tessiner durch ihre ohnehin treffsicheren Stürmer Alexandre Giroux und Inti Pestoni nutzten. Von dieser aus ihrer Sicht unnötigen Wende konnten sich die Lakers letztlich nicht erholen, auch wenn sie die Spielanteile weiterhin ausgeglichen halten konnten.

Zum unglücklichen Spielverlauf aus der Sicht der Gäste gehörte, dass das vorentscheidende 3:1 durch Alexej Dostoinow nur 20 Sekunden vor dem Ende des zweiten Drittels fiel.




[ Fribourg ] - [ Ambri ]

3:2 (0:2, 2:0, 1:0)
44. Runde - Samstag, 31. Januar 2015
BCF Arena -- 6700 Zuschauer (ausverkauft) -- Mandioni, Stricker; Dumoulin, Tscherrig

Tore: 18. Lauper (Ausschluss O'Byrne!) 0:1. 20. (19:52) Giroux (Pestoni, Trunz) 0:2. 26. Vauclair (Sprukts, Kamerzin) 1:2. 31. Huguenin 2:2. 49. Granak (Dubé, Pouliot) 3:2.

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Fribourg, 4mal 2 Minuten gegen Ambri. - PostFinance-Topskorer: Pouliot; Giroux.

Fribourg-Gottéron: Conz; Helbling, Abplanalp; Ngoy, Schilt; Kamerzin, Granak; Huguenin, Montandon; Mauldin, Pouliot, Monnet; Hasani, Dubé, Mottet; Fritsche, Sprukts, Vauclair; Sprunger, Bykow, Brügger.

Ambri-Piotta: Masalskis; O'Byrne, Zgraggen; Birbaum, Chavaillaz; Trunz, Sidler; Gautschi, Grieder; Steiner, Hall, Lauper; Pestoni, Fuchs, Giroux; Duca, Schlagenhauf, Bianchi; Dostoinow, Lüthi, Lhotak.

Bemerkungen: Fribourg ohne Plüss, Kwiatkowski und Ness (alle verletzt), Ambri ohne Kobach, Grassi, Aucoin, Zurkirchen (alle verletzt), Stucki (krank) und Bouillon (überzähliger Ausländer). 26. Timeout Ambri. Ambri ab 59:32 ohne Torhüter.


Match-Zusammenfassung
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si. Mit dem zweiten Sieg innert 24 Stunden hält sich Fribourg-Gottéron im Rennen um den letzten Playoff-Platz. Matchwinner beim 3:2 gegen Ambri-Piotta ist Verteidiger Dominik Granak bei seinem Debüt.

Erstmals in dieser Saison endete ein Duell zwischen Fribourg und Ambri nicht 4:3. Erstmals holte sich auch eines der beiden Teams den Sieg in der regulären Spielzeit. Dafür verantwortlich, dass es diesmal zu keiner Verlängerung kam, war Neuling Dominik Granak - und zwar vor beiden Toren. Nach achteinhalb Minuten im Schlussdrittel traf der Slowake mit einem mehrfach abgelenkten Schuss von der blauen Linie zur erstmaligen Freiburger Führung, als die Tessiner eben erst eine Strafe überstanden hatten, aber noch nicht richtig formiert waren. Auf der anderen Seite rette Granak dann das 3:2, als er sich mit einem Hechtsprung in einen Schuss Marc Grieders warf, der das leere Tor vor sich hatte.

Dabei hatte lange mehr auf einen Sieg Ambris hingedeutet, das nun wohl seine Playoff-Chance eingebüsst hat. Nach dem ersten Drittel führten die Leventiner dank Toren des Ex-Fribourg-Stürmers Adrien Lauper und von Topskorer Alexandre Giroux 2:0. Sie standen dann dem 3:0 eher näher als Fribourg dem 1:2. Dieses gelang aber Tristan Vauclair in der 26. Minute. Spätestens nach dem Ausgleich durch Nationalverteidiger Anthony Huguenin bei Spielmitte entwickelte sich ein Kampf auf Biegen und Brechen - mit dem glücklicheren Ende für Gottéron, dessen Rückstand auf das achtplatzierte Biel bei drei Punkten bleibt..

Immerhin demonstrierte das Team von Trainer Gerd Zenhäusern vor allem nach dem Führungstor eine deutlich bessere Stabilität in der Defensive als in der frühen Phase der Saison. Zudem erfreut sich Torhüter Benjamin Conz einer guten Form. Ambri hingegen wurde für eine engagierte und gute Leistung hingegen schlecht belohnt.




[ Ambri ] - [ Servette ]

0:4 (0:1, 0:3, 0:0)
43. Runde - Freitag, 30. Januar 2015
Valascia Ambri -- 4831 Zuschauer -- Prugger, Vinnerborg; Dumoulin, Tscherrig

Tore: 11. Loeffel 0:1. 27. Gerber (Almond, Romy) 0:2. 31. Lombardi (Rubin, Douay) 0:3. 37. Mercier (Kast, D'Agostini/Ausschlüsse Steiner, Loeffel) 0:4.

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Ambri, 5mal 2 Minuten gegen Servette. - PostFinance-Topskorer: Giroux; Romy.

Ambri-Piotta: Flückiger; Kobach, Gautschi; Birbaum, Bouillon; Sidler, Trunz; Chavaillaz, O’Byrne; Lauper, Hall, Steiner; Giroux, Fuchs, Pestoni; Lhotak, Schlagenhauf, Duca; Bianchi, Lüthi, Dostoinov.

Genève-Servette: Mayer; Eliot Antonietti, Mercier; Loeffel, Bezina; Vukovic, Iglesias; Tom Pyatt, Lombardi, Taylor Pyatt; D'Agostini, Romy, Almond; Rubin, Kast, Rod; Douay, Roland Gerber.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Aucoin, Grassi, Grieder, Zurkirchen (verletzt), Stucki (krank) sowie Masalskis, Zgraggen (überzählig),  Genève-Servette ohne Jacquemet, Marti und Rivera (alle verletzt), Trutmann (familiäre Gründe) sowie Picard und Ranger (beide überzählig). - 17. Lattenschuss Lauper. - 21. Mayer hält Penalty von Lhotak.


Match-Zusammenfassung
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Wer’s nid macht, bechunnt’s, des einen Freud, des andern Leid und noch viele weitere Sprichworte passen zum Spiel gegen Genf. Eine bittere Niederlage im Kampf um den letzten realistischen Playoffplatz.

Bereits vor dem Spiel die erste Hiobsbotschaft: Sandro Zurkirchen hat sich erneut verletzt. Wie schwer die Verletzung ist, wird morgen genauer untersucht.

Die Geschichte zum Spiel ist schnell erzählt. Ambri macht von Anfang an Druck auf Robert Mayer. Kommt zu besten Chancen aber kommt nicht an der Mauer Mayer vorbei. Und falls doch mal, rettet die Latte. Genf dagegen macht die wichtigen Sachen besser. Sie verteidigen geschickt, spielen stärker auf den Mann und vor allem, sie nutzen ihre Chancen und die Fehler der Leventiner eiskalt aus.

Lhotak verschiesst einen Penalty und vergibt weitere hochkarätige Chancen. Auch ein schöner Angriff von Fuchs und Pestoni bleibt erfolglos. Schüsse aufs Tor werden von gegnerischen oder eigenen Spielern geblockt.

Genf nutzt numerische Überzahlsituationen vor dem Tor aus, verwertet Abpraller bei Flückiger, der sonst eine gute Partie gespielt hat und ein Schuss wird ins Tor abgelenkt.

Diese kleinen wichtigen Dinge machen den qualitativen Unterschied zwischen einer  Playoffmannschaft und einem Strichteam. Genf bremst damit Ambris Aufholjagd abrupt ab.

Das klare 0:4 Verdikt täuscht. Ambrì war über weite Strecken spielbestimmend. Mit der Effizient der Genfer hätten die Biancoblu das Spiel mit weitaus mehr Toren Unterschied gewinnen müssen.

Besonders bitter ist, dass Fribourg beim heimstarken Lausanne gewinnt, Biel Davos bezwingt und auch Kloten in Bern siegt.

“Noi vogliamo Playoff!” singen die Fans nach dem Spiel. Die Fans glauben weiterhin ans Team und werden sicher auch morgen in Fribourg zahlreich anwesend sein. Ein Spiel, das gewonnen werden muss, will man den Anschluss an Fribourg und Biel nicht bereits wieder verlieren.

Spielbericht: Roland Jauch, Gazzetta dell'Ambri




[ Ambri ] - [ Kloten ]

5:3 (3:1, 0:1, 2:1)
42. Runde - Dienstag, 27. Januar 2015, 19.45 Uhr
Valascia Ambri -- 4697 Zuschauer -- Massy, Küng; Kaderli, Progin

Tore: 2. (1:26) Andersson (Leone) 0:1. 2. (1:47) Pestoni (Giroux, Trunz) 1:1. 9. Hall (Lauper, Chavaillaz) 2:1. 14. Giroux (Bouillon/Ausschluss Back) 3:2. 34. Liniger (Leone) 3:2. 46. Giroux (Hall, Bouillon) 4:2. 60. (59:17) Mueller (Andersson, Liniger, Kloten ohne Torhüter) 4:3. 60. (59:58) Giroux (Gautschi) 5:3 (ins leere Tor).

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Ambri, 2mal 2 Minuten gegen Kloten. - PostFinance-Topskorer: Giroux; Bieber.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Gautschi, Kobach; Birbaum, Bouillon; Trunz, Sidler; O'Byrne, Chavaillaz; Steiner, Hall, Lauper; Duca, Schlagenhauf, Lhotak; Pestoni, Fuchs, Giroux; Stucki, Fabian Lüthi, Bianchi.

Kloten Flyers: Schwendener; Von Gunten, Vandermeer; DuPont, Frick; Schelling, Back; Gian-Andrea Randegger; Bodenmann, Romano Lemm, Hollenstein; Guggisberg, Müller, Bieber; Leone, Liniger, Andersson; Casutt, Kellenberger, Bühler; Praplan.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Aucoin, Grassi, Grieder (verletzt), Masalskis, Zgraggen, Dostoinov (überzählig); Kloten ohne Jenni, Jordy Murray, Stancescu, Stoop (alle verletzt) sowie Santala und Müller (überzählig), Martin Gerber als Ersatzgoalie. - 25. Timeout Ambri-Piotta. - 58:31 Timeout Kloten, von 58:10 bis 59:17 sowie von 59:35 bis 59:58 ohne Torhüter.


Match-Zusammenfassung
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Der Schreibende, der die Nordtessiner am 16. Januar 2015 und nach dem 0:3 in Zug definitiv in den Playouts gesehen hatte, muss seine Meinung vielleicht doch noch revidieren. Und er tut dies natürlich gerne, denn nach dem 5:3 über Kloten und der gleichzeitigen Niederlage von Biel reduziert sich der Abstand zu den Seeländern auf drei (!) Punkte. Vor nicht einmal zwei Wochen und nach besagtem Spiel in Zug waren es 13 Punkte!

Hoffnungsträger für die restlichen acht Spiele sind Sandro Zurkirchen, der heute zwischen die Pfosten zurückkehrt. Und Alexandre Giroux, bei dem es nur Himmel oder Hölle, aber nichts dazwischen gibt. Er, der oft provokativ langsam übers Feld schleicht, realisiert im Spiel gegen die Flieger seinen vierten Hattrick in dieser Saison und trägt (im Moment) massgeblich dazu bei, dass die Leventiner aus den letzten vier Spielen zehn Punkte erobert haben.

Es ist aber auch das Kollektiv, das einem wie Giroux die Tür zur grossen "Skorerbühne" öffnet, denn ohne die wertvolle Defensivarbeit von Duca, Hall oder Lüthi stünde der national nun zweitbeste Skorer nicht dort, wo er nach dem heutigen Auftritt steht: Bei 25 Saisontoren nämlich.

Damit ist auch gesagt, dass es der mannschaftliche Spirit ist, der die Pelletier-Truppe nun doch wieder an die Playoffs glauben lässt. Es ist der Charakter der Truppe, die sich durch offenbar nichts aus der Bahn werfen lässt: Man denke an andere Teams und frage sich, wo diese stehen würden, wenn - so wie in Ambrì - von heute auf morgen beide Stammtorhüter ausfallen, mit Inti Pestoni eine Galionsfigur im Sturm plötzlich während 20 Spielen fehlt. Wenn Ausländer (Aucoin) verletzt sind oder erst sein kurzem (O'Byrne) wieder mittun. Wenn man oft und ganz knapp verliert - so wie neulich in Bern. Oder wenn sich der Eishockeygott ganz generell ein bisschen gegen die tapferen Bergler verschwört.

Und ja, was kann man über die Kloten Flyers sagen? Sie sind der Beweis dafür, dass personelle Veränderungen nicht automatisch Segen bringen, denn mit Simpson und Muller an der Bande gibt es die neunte Niederlage im elften Spiel. Und das ist insofern bemerkenswert, dass die Klotener in der Valascia zuletzt sechs Mal hintereinander nicht mehr verloren hatten. Klar aber auch, dass die Flyers auch ein bisschen Pech haben, das - gepaart mit Unvermögen im Powerplay - momentan zu oft in eine Niederlage mündet. Geblieben sind die schlittschuhläuferische Eleganz und das überzeugende Passspiel. Doch das reicht im Moment nicht, um über den Strich zu rutschen.

Und der HC Ambrì-Piotta? Der lässt sich von den erneut fast 5000 Fans verdientermassen feiern, denn wer hätte darauf gewettet, dass die Leventiner die Playoff-Hoffnung auch in Runde 42 tragen würden? Kommenden Freitag geht es ins Heimspiel gegen Genf, tags darauf steht die Reise nach Fribourg an. Man darf - Stand heute - davon ausgehen, dass wohl erst die sechs Spiele nach der Nati-Pause darüber entscheiden werden, wer sich über den ominösen Strich hieven wird. 

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher                           





[ Lugano ] - [ Ambri ]

3:2 (1:0, 1:0, 0:2, 0:0) n.P.
41. Runde - Sonntag, 25. Januar 2015
Resega Lugano -- 7800 Zuschauer (ausverkauft) -- Stricker, Wiegand; Tscherrig, Wüst

Tore: 12. Ulmer (Fazzini) 1:0. 30. Kienzle (Bertaggia, Maurer) 2:0. 53. Giroux (Pestoni, Gautschi) 2:1. 58. Lhotak (Duca, Lüthi) 2:2.
Penalty-Schiessen: Hall 0:1. Fazzini -; Giroux -, Klasen 1:1; Pestoni -, Brunner -; Steiner -, Pettersson 2:1; Lhotak -.

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Lugano, 5mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Pettersson; Giroux.

Lugano: Manzato; Chiesa, Kienzle; Andersson, Hirschi; Vauclair, Ulmer; Kparghai; Brunner, McLean, Bertaggia; Pettersson, Steinmann, Klasen; Walker, Dal Pian, Maurer; Kostner, Sannitz, Reuille; Fazzini.

Ambri-Piotta: Flückiger; Gautschi, Kobach; Birbaum, Bouillon; Trunz, Sidler; O'Byrne, Chavaillaz; Steiner, Hall, Lauper; Pestoni, Fuchs, Giroux; Duca, Schlagenhauf, Lhotak; Stucki, Lüthi, Bianchi.

Bemerkungen: Lugano ohne Filppula (verletzt), Balmelli (krank) und Walsky (überzählig), Ambri-Piotta ohne Grieder, Aucoin, Grassi (alle verletzt), Dostoinow und Masalskis (beide überzählig). Pfostenschüsse Hall (4.) und Vauclair (5.). Lattenschuss Lhotak (53.). Timeout Lugano (54.).


Match-Zusammenfassung
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si. Ambri-Piotta holt im Tessiner Derby in Lugano zwar einen 0:2-Rückstand auf, muss sich aber im Penaltyschiessen geschlagen geben. Linus Klasen und Fredrik Pettersson sichern Lugano den Zusatzpunkt.

Als Verteidiger Lorenz Kienzle in der 30. Minute das 2:0 für Lugano erzielte, schien wenig für einen Punktgewinn von Ambri zu sprechen. Doch die Leventiner bewiesen wie bereits am Freitag gegen Bern (5:4 nach dreimaligem Rückstand) viel Moral. Alexandre Giroux (53.) und Lukas Lhotak (58.), der davor noch einen Lattenschuss zu verzeichnen hatte, retteten die Leventiner mit ihren Treffern in der Schlussphase in die Verlängerung, in der sie näher am Sieg standen als Lugano.

Der Punktgewinn für das noch um einen Playoff-Platz kämpfende Ambri war nach dem starken Auftritt im Schlussdrittel verdient. Mit der Ausbeute von vier Punkten gegen die beiden Spitzenteams aus Bern und Lugano dürfen die Leventiner mit dem Wochenende zufrieden sein. Den Rückstand auf Platz 8 (Biel) verkürzte das Team von Serge Pelletier jedenfalls auf sechs Punkte.

Bis zu Giroux' Anschlusstreffer hatte Lugano die temporeiche Partie im Griff gehabt. Im Fokus standen dabei die Verteidiger der "Bianconeri": Captain Steve Hirschi gab nach fast zweimonatiger Pause sein Comeback, danach erzielten Stefan Ulmer seinen ersten und Kienzle seinen zweiten Saisontreffer. Im Schlussdrittel geriet die Defensive Luganos dann aber ins Schlittern. Es bedurfte der Penalty-Künste von Klasen und Pettersson, dass Lugano am Ende doch noch jubeln konnte.




[ Ambri ] - [ Bern ]

5:4 (1:1, 1:2, 3:1)
40. Runde - Freitag, 23. Januar 2015
Valascia Ambri -- 4786 Zuschauer -- Massy, Wehrli; Borga, Bürgi

Tore: 11. (20:35) Moser (Bertschy, Ritchie) 0:1. 12. (11:01) Stucki (Bianchi, Gautschi) 1:1. 30. Lauper (Ausschluss Dostoinow!) 2:1. 34. (33:02) Bertschy (Joensuu, Blum) 2:2. 34. (33:36) Moser (Gardner, Rüfenacht) 2:3. 41. (40:38) Giroux (Fuchs) 3:3. 41. (40:45) Plüss (Pascal Berger, Alain Berger) 3:4. 45. Steiner (Chavaillaz/Ausschluss Randegger) 4:4. 54. Giroux (Pestoni) 5:4.

Strafen: 2mal 2 plus 5 Minuten (Duca) plus Spieldauer (Duca) gegen Ambri-Piotta, 6mal 2 plus 5 Minuten (Scherwey) plus Spieldauer (Scherwey) gegen Bern. - PostFinance-Topskorer: Giroux; Plüss.

Ambri-Piotta: Flückiger; Gautschi, Kobach; Birbaum, Bouillon; Trunz, Sidler; O'Byrne, Chavaillaz; Steiner, Hall, Lauper; Pestoni, Fuchs, Giroux; Duca, Dostoinow, Lhotak; Stucki, Lüthi, Bianchi.

Bern: Bührer; Jobin, Furrer; Gerber, Blum; Krueger, Gragnani; Kreis, Randegger; Alain Berger, Plüss, Pascal Berger; Joensuu, Ritchie, Bertschy; Scherwey, Gardner, Moser; Cloutier, Reichert, Rüfenacht.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Grieder, Aucoin, Grassi, Schlagenhauf (alle verletzt) und Masalskis (überzähliger Ausländer), Bern ohne Holloway, Schaefer, Kobasew, Dufner (alle verletzt) und Loichat (überzählig). Timeouts Ambri-Piotta (33:36) und Bern (59:32). Bern ab 59:12 ohne Torhüter.


Match-Zusammenfassung
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Wow, was für ein Fight, was für Emotionen - was für ein Sieg! Mit 5:4 Toren zwingt Ambrì den Leader in die Knie und verlängert die Playoff-Hoffnung damit um ein weiteres Spiel. Knapp 5000 Fans bejubeln am Ende mit Flückiger und Giroux die Unglücksraben, die zum Schluss doch noch zu Helden werden.

Doch der Reihe nach: Ambrì spielt zu Beginn praktisch nur in Überzahl, kann aber keinen Profit aus den sich bietenden Möglichkeiten schlagen. Im Gegenteil: Moser reagiert vor allen Verteidigern am schnellsten und bringt die Gäste in Front (11.). Stucki gleicht im Gegenzug aus, wobei er hier auf die Schützenhilfe von Bührer zählen kann.

Das Mitteldrittel bringt weitere Tore; zwei davon erzielt Bern innerhalb von nur 34 Sekunden. 2:3 heisst es somit auf der Resultattafel, unentschieden aber nach "Punkten", denn Paolo Duca prügelt wie ein Besessener auf Tristan Scherwey, der das Feld blutüberströmt verlassen muss. Das muss auch Ambrìs Captain tun, denn nach diesem Boxkampf ist der Abend für beide zu Ende. Duca - mit Eisbeutel am Handgelenk - fiebert wenig später an der Bande weiter ...

... und sieht den temporären Ausgleich von Giroux, der sich zuvor als Chancentod präsentiert und das heimische Publikum an den Rand der Verzweiflung bringt. Diese ist wenig später zum Greifen nahe, weil Flückiger den Flop des Abends produziert und einen harmlosen Schuss von Plüss passieren lassen muss. Aber auch das ist nicht gleichbedeutend mit der Entscheidung. Ambrì akzeptiert die sich anbahnende Niederlage nicht, stemmt sich mit Kraft, Einsatz und Dynamik gegen das Unheil - und bejubelt nach 45 Minuten den erneuten Ausgleich, als Steiner - von Chavaillaz perfekt lanciert - genau ins hohe Eck zielt.

Noch grösser ist der Jubel sechs Minuten vor Schluss: Giroux macht all seine abendlichen Sünden vergessen: Weltklasse, wie er mit seinen feinen Händen den Puck ins Tor schnippelt. Und zum Schluss avanciert Flückiger auch noch zum Helden, denn ganze vier Sekunden vor Schluss fischt er einen präzisen Plüss-Schuss mit der Fanghand aus dem Lattenkreuz!

Das ist der nicht unverdiente Sieg der Leventiner, die am Sonntag mit intakter Moral nach Lugano reisen - und die Playoff-Hoffnung vielleicht gar in die nächste Woche tragen.

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher        





[ Ambri ] - [ Biel ]

6:4 (3:0, 2:3, 1:1)
39. Runde - Samstag, 17. Januar 2015
Valascia Ambri -- 5115 Zuschauer -- Massy, Wehrli; Fluri, Kaderli

Tore: 3. (2:06) Giroux (Pestoni, Fuchs) 1:0. 3. (2:21) Bianchi (Stucki, O'Byrne) 2:0. 15. Lüthi (Stucki, Lauper) 3:0. 22. Lhotak (Steiner, Hall) 4:0. 31. (30:52) Haas 4:1 (Joggi, Cadenau). 32. (31:30) Chavaillaz (Stucki) 5:1. 35. Rossi (Olausson, Samson/Ausschluss O'Byrne) 5:2. 40. (39:12) Samson (Umicevic, Steiner) 5:3. 50. Wetzel (Haas, Fey) 5:4. 59. Giroux (Pestoni) 6:4.

Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Ambri, 1mal 2 Minuten gegen Biel. - PostFinance-Topskorer: Giroux; Kamber.  

Ambri-Piotta: Flückiger; Gautschi, Kobach; Trunz, Sidler; Birbaum, Bouillon; O'Byrne, Chavaillaz; Steiner, Hall, Lauper; Duca, Dostoinow, Lhotak; Pestoni, Fuchs, Giroux; Stucki, Lüthi, Bianchi.  

Biel: Meili; Cadonau, Fey; Untersander, Jelovac; Wellinger, Gloor; Steiner, Jecker; Umicevic, Kamber, Herburger; Tschantré, Olausson, Samson; Rossi, Peter, Horansky; Wetzel, Haas, Joggi.

Bemerkungen: Ambri ohne Grieder, Zurkirchen, Aucoin, Grassi, Schlagenhauf (alle verletzt) und Masalskis (überzähliger Ausländer), Biel ohne Rouiller, Ulmer, Gossweiler, Arlbrandt, Spylo, Ehrensperger und Berthon (alle verletzt). 9. Pfostenschuss Umicevic. 24. Tor von Haas aberkannt (Torhüterbehinderung). Timeouts: Ambri (51.); Biel (60.). Biel ab 59:16 ohne Torhüter. 



Match-Zusammenfassung
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Die über 5000 Fans sind Zeugnis dafür, dass man in Ambrì die Playoffs offenbar doch noch nicht ganz abgeschrieben hat. Und mit einem erzitterten 6:4-Heimsieg greift Ambrì quasi nach dem letzten Strohhalm und verringert den Abstand zum heutigen Gegner auf zehn Einheiten.

Ryan O'Byrne gibt nach langer Verletzungspause sein Comeback. Und im Tor steht mit Flückiger endlich wieder einmal der beiden Stammgoalies. Vielleicht ist dies die entscheidende Motivationsspritze, denn Ambrì legt wie die Feuerwehr los und führt (dank Toren von Giroux und Bianchi) mit 2:0, ehe die letzten Zuschauer im Stadion sind. Als Lüthi nach 15 Minuten gar das dritte Ambrì-Tor erzielt, reiben sich wohl die meisten Fans die Augen, denn so viele Tore in so kurzer Zeit haben Seltenheitswert - vor allem dann, wenn sie die Leventiner schiessen.

Lhotak (22.) sorgt kurz nach Wiederbeginn für das 4:0. Und nach dem ersten Bieler Treffer dauerst es gerade mal 38 Sekunden, bis Chavaillaz dafür sorgt, dass der Abstand von vier Toren wieder hergestellt ist. Doch dann ist es aus mit der Herrlichkeit, denn das ersatzgeschwächte Biel - Spylo und Arlbrandt fehlen - denkt nicht daran, den Match schon aufzugeben. Und Ambrì zeigt, dass es momentan nicht in der Lage ist, einen Match über 60 Minuten sauber durchzuziehen. Klar, dass das angeknackte Selbstvertrauen rasch mal weg ist, wenn der Gegner zu schnellen Toren kommt. Rossi und Samson sorgen noch vor dem zweiten Sirenenton dafür, dass die Spannung im Spiel bleibt. Mit einem 5:3 werden die Seiten ein letztes Mal gewechselt.

Der Schlussabschnitt zeigt, weshalb Biel derzeit den Platz über dem Strick besetzt. Da werden die Leventiner noch und noch in der eigenen Zone eingeschnürt und mit präzisem Passspiel immer mal wieder in arge Bedrängnis gebracht. Der Anschlusstreffer von Wetzel (50.) lenkt die Partie fast noch einmal in andere Bahnen. Gut, dass die Einheimischen mit ein bisschen Glück und viel Kampf dagegenhalten - und letztlich jubeln dürfen, denn Giroux macht kurz vor Schluss den Sack zu, als er Meili in dessen nahen Ecke zum Schlussresultat von 6:4 erwischt.

Kommenden Freitag kommt Leader Bern in die Valascia, Zwei Tage später dann kommt es in der Resega erneut zum Derby. Noch also lebt die Playoff-Hoffnung. Ob sie kommendes Wochenende endgültig stirbt? Oder schaffen die Nordtessiner vielleicht doch noch einmal den Anschluss an den heutigen Gegner?

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher





[ Zug ] - [ Ambri ]

3:0 (0:0, 1:0, 2:0)
38. Runde - Freitag, 16. Januar 2015, 19.45 Uhr
Bossard Arena -- 6424 -- Kämpfer, Mandioni; Kohler, Wüst

Tore: 28. Bouchard (Zangger) 1:0. 46. Morant (Bouchard, Earl) 2:0. 55. Fabian Schnyder (Lammer, Schlumpf) 3:0.

Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Zug, 4mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta - PostFinance-Topskorer: Bouchard; Giroux. 

Zug: Stephan; Schlumpf; Blaser; Ramholt, Grossmann; Erni, Stämpfli; Morant; Bürgler, Sutter, Fabian Schnyder; Zangger, Earl, Bouchard; Martschini, Dünner, Suri; Lammer, Diem, Christen.

Ambri-Piotta: Masalskis; Gautschi, Kobach; Trunz, Sidler; Zgraggen, Bouillon; Birbaum, Chavaillaz; Duca, Schlagenhauf, Bianchi; Pestoni, Dostoinov, Giroux; Steiner, Hall, Lauper; Stucki, Fuchs, Lhotak.  

Bemerkungen: Zug ohne Holden, Sondell, Simon Lüthi (alle verletzt) sowie Alatalo und Herzog (beide gesperrt), Ambri-Piotta ohne O'Byrne, Grieder, Zurkirchen, Aucoin, Grassi und Fabian Lüthi (alle verletzt).



Match-Zusammenfassung
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Es ist Runde 38 - und es ist das Ende aller Playoff-Träume, denn Ambrì verliert in Zug mit 0:3 Toren und hat nun - nach dem Sieg von Biel über die ZSC Lions - 13 Punkte Rückstand auf Platz 8.

Der Match in Zug bringt das Comeback von Francis Bouillon, der nach seiner Rippenverletzung wieder mit von der Partie ist und das Söldnerquartett von Ambrì vervollständigt. Die Gastgeber hingegen müssen auf Sondell und Holden verzichten, was sich vor allem zu Beginn bemerkbar macht, denn der Match reisst niemanden vom Sitz, so dass man sich - trotz gut gefüllter Arena - an einem Freundschaftsspiel wähnt. Oder an einer Beerdigung. Die Stimmung in dieser zweifellos topmodernen Halle ist schlicht und einfach inexistent, wobei den beiden Teams eine Teilschuld angelastet werden muss, denn das fehlerhafte Geschehen auf dem Eis ist zum Teil wirklich eine Zumutung. Es muss - nicht zum ersten Mal - die Frage in den Raum gestellt werden, ob denn diese (auch ohne zwei Söldner) hochkarätig bestückte Zuger Mannschaft wirklich nicht mehr kann? Kristall in der Wüste bleibt der Zuger Goalie Tobias Stephan, der die Seinen im Mitteldrittel und bei einem Schussverhältnis von 7:14 im Spiel hält.

Dieses gewinnt ein bisschen an Fahrt, als Bouchard das 1:0 erzielt, nachdem er alleine auf Ambrì-Keeper Masalskis stürmen durfte (28.). Ambrìs beste Chance lässt Minuten zuvor Inti Pestoni sausen, als er - ebenfalls alleine aufs Tor ziehend - in Stephan seinen Meister findet. Rückkehrer Morant erzielt nach 46 Minuten und einem abgelenkten Schuss das vorentscheidende 2:0. Es passt zum Abend und auch ein bisschen zur Saison, dass Ambrì in der Folge zwar willig, aber letztlich ohne Fortune agiert - und auch den letzten Hauch Aggressivität vermissen lässt. Wo sind - selbst im Powerplay - Feuer und Leidenschaft?

Am Schluss feiern Zug und die Bossard-Arena ihren Captain Fabian Schnyder, der in seinem 615. NLA-Spiel seinen 100. Treffer bucht - und für gute Laune sorgt. Diese freilich lässt sich in Ambrì wohl nicht mehr zu hundert Prozent ausmachen. Einzig positive Erkenntnis an diesem verregneten Abend: Nun ist der Druck weg und der heutige Match gegen Biel kann unbeschwert in Angriff genommen werden!

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher





[ Bern ] - [ Ambri ]

4:3 (1:2, 2:0, 1:1)
37. Runde - Samstag, 10. Januar 2015
PostFinance Arena -- 16661 Zuschauer -- Eichmann, Prugger; Fluri, Borga

Tore: 3. (2:20) Steiner (Lauper, Zgraggen) 0:1. 3. (2:42) Lhotak (Dostoinov, Gautschi) 0:2. 16. Plüss (Berger, Gragnani) 1:2. 24. Loichat (Plüss, Furrer) 2:2. 28. Plüss (Gragnani, Berger/Ausschluss Gautschi) 3:2. 44. Steiner (Bianchi) 3:3. 60. (59:59) Gardner (Plüss, Blum/Ausschluss Lauper) 4:3.

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen den SCB, 3mal 2 plus 10 Minuten (Pestoni) gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Plüss; Aucoin.

Bern: Bührer; Randegger, Blum; Jobin, Furrer; Kreis, Gragnani; Jung; Pascal Berger, Gardner, Joensuu; Bertschy, Plüss, Alain Berger; Moser, Ritchie, Ruefenacht; Loichat, Cloutier, Müller.

Ambri-Piotta: Masalskis; Gautschi, Kobach; Chavaillaz, Birbaum; Trunz, Sidler; Zgraggen, Grieder; Steiner, Hall, Lauper; Pestoni, Aucoin, Giroux; Duca, Schlagenhauf, Bianchi; Dostoinov, Fuchs, Lhotak.

Bemerkungen: SCB ohne Scherwey (gesperrt), Holloway, Schaefer, Gerber, Krueger, Kobasew, Reichert, Dufner (alle verletzt), Ambri-Piotta ohne O'Brian, Lüthi, Grassi, Stucki, Zurkirchen, Bouillon, Flückiger (alle verletzt). 20. (19:28) Pfostenschuss von Trunz (Ambri). Aucoin im zweiten Drittel verletzt ausgeschieden. 59. Timeout von Bern.


Match-Zusammenfassung
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si. Bern ist derzeit offenbar in der Lage, jede Herausforderung zu meistern. Gegen Ambri korrigiert der Leader ein frühes 0:2-Handicap und erzwang in der Schlusssekunde den 4:3-Erfolg.

Martin Plüss war mit vier Skorerpunkten die Figur des Abends. Plüss ist der smarte Kopf der formstärksten Equipe der Liga. Der 37-Jährige lenkt den Koloss seit Monaten im imposanten Stil. Im 814. Meisterschafts-Einsatz war der Berner Vorarbeiter an allen vier Toren beteiligt. Nach 37 Runden ist der Altmeister bei 40 Skorerpunkten angelangt - diese Marke hat er in 17 Saisons auf höchster nationaler Ebene bisher nur dreimal übertroffen.

Er steht wie kein Zweiter für den markanten Aufschwung des Klubs, der im letzten Jahr das Verpassen der Playoffs zu verdauen hatte und von allein Seiten mit Spott und Häme übergossen wurde. Mit welchem Selbstvertrauen die Berner aber inzwischen ausgestattet sind, demonstrierten sie in dieser Woche in eindrücklicher Manier.

Im Cup-Halbfinal beanspruchten sie gegen die starken Lions 22 Sekunden vor Schluss das letzte Wort, im intensiven Duell mit dem EVZ erzwangen sie nach einem ähnlichen Fehlstart wie gegen Ambri (0:2 nach 245 Sekunden) den Umsturz in der 57. Minute. Und gegen die hartnäckigen Tessiner sorgte Plüss mit einem von Ryan Gardner abgefälschten Slapshot in vorletzter Sekunde für die Schlusspointe.

Bei der Wende vom 0:2 zum 4:3 spielte Plüss all seine Qualitäten aus - Cleverness, Puckkontrolle, Präzision, Schussstärke. Mit dem 1:2 in der 16. Minute bremste er die euphorischen Gäste, das wegweisende 2:2 Loichats bereitete Plüss magistral vor. Und als Ambri sich auf Kurs wähnte, die siebte Auswärtsniederlage gegen den SCB abzuwenden, legte der aktuell dominanteste NLA-Professional mit Schweizer Pass abermals sein Veto ein.




[ Ambri ] - [ Lugano ]

3:5 (0:1, 1:3, 2:1)
36. Runde - Freitag, 9. Januar 2015
Valascia Ambri -- 6500 Zuschauer (ausverkauft) -- Wehrli, Wiegand; Borga, Wüst

Tore: 7. Filppula (Pettersson, Klasen/Ausschlüsse Duca, Gautschi) 0:1. 30. (29:42) Klasen (Pettersson, Chiesa) 0:2. 31. (30:47) Hall (Pestoni, Aucoin/Ausschluss Andersson) 1:2. 32. (31:06) Brunner (Reuille, Kienzle) 1:3. 39. Klasen (Pettersson) 1:4. 48. Pestoni (Chavaillaz, Aucoin) 2:4. 57. Walker (Sannitz/Ausschluss Steinmann!) 2:5. 60. (59:37) Lhotak (Aucoin, Schlagenhauf) 3:5.

Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Ambri, 5mal 2 Minuten gegen Lugano. - PostFinance-Topskorer: Giroux; Pettersson.

Ambri-Piotta: Masalskis; Trunz, Sidler; Zgraggen, Grieder; Gautschi, Kobach; Birbaum, Chavaillaz; Duca, Schlagenhauf, Bianchi; Pestoni, Aucoin, Giroux; Steiner, Hall, Lauper; Dostoinow, Lüthi, Lhotak.

Lugano: Manzato; Maurer, Kienzle; Andersson, Kparghai; Chiesa, Sartori; Walker, Sannitz, Dal Pian; Kostner, McLean, Bertaggia; Pettersson, Steinmann, Klasen; Brunner, Filppula, Brunner, Reuille; Fazzini.

Bemerkungen: Ambri ohne O'Byrne, Grassi, Zurkirchen, Flückiger, Bouillon und Stucki (alle verletzt), Lugano ohne Vauclair, Hirschi, Walsky, Balmelli und Ulmer (alle verletzt). Timeout Lugano (42.).


Match-Zusammenfassung
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si.Ambri-Piotta ist im Tessiner Derby der individuellen Klasse der Lugano-Ausländer nicht gewachsen und verliert erstmals seit fast einem Jahr zuhause gegen den Kantonsrivalen (3:5).

Fast genau eine halbe Stunde war in der Resega gespielt, als urplötzlich alle Dämme brachen. Innerhalb von 104 Sekunden leuchtete die rote Torlampe gleich dreimal auf. Zwar konnte Ambri-Piotta das 2:0, bei dem PostFinance-Topskorer Fredrik Pettersson seinen Landsmann Linus Klasen brillant freigespielt hatte, postwendend durch ein Powerplay-Tor Adam Halls kontern. Die Bianconeri antworteten jedoch ihrerseits gleich wieder durch Damien Brunner - und auf das 1:3 vermochten die Leventiner nicht mehr zu reagieren.

Brunner traf im fünften Spiel nach seiner Rückkehr aus den NHL erstmals ins Schwarze. Die entscheidenden Figuren waren jedoch die Ausländer, namentlich die Nordländer in Diensten der Gäste aus dem Sottoceneri. Vor allem die Schweden Pettersson und Klasen, aber auch der Finne Ilari Filppula, der im ersten Drittel das 1:0 markiert hatte, zauberten bei jedem ihrer Einsätze einen Hauch von Magie aufs Eis. Im Vergleich dazu verkörpern die Ambri-Legionäre trotz Halls Erfolgserlebnisses (zu) biederes Handwerk. Zudem wird eine Ausländer-Position für den Goalie-Posten benötigt.

Als bereits siebter Torhüter in dieser Saison hütete Edgars Masalskis das Gehäuse der verletzungsgeplagten Leventiner. Der lettische Internationale leistete sich keine Fehler, konnte aber auch nicht mit "Big Saves" brillieren. Ambri gab sich auch angesichts eines 1:4-Rückstands nach zwei Dritteln nicht geschlagen. Angetrieben vom omnipräsenten Inti Pestoni (1 Tor, 1 Assist) konnten sie jedoch im letzten Abschnitt nur noch auf 2:4 verkürzen. Es war dann allerdings ausgerechnet dieser Pestoni, der in Überzahl den Puck im eigenen Drittel vertändelte und so Julian Walker gut drei Minuten vor Schluss das endgültig entscheidende 2:5 ermöglichte.

Während Ambri-Piotta nach dieser ersten Derby-Heimniederlage seit dem 28. Februar 2014 (1:2) die Playoffs langsam, aber sicher aus dem Blickfeld verliert, ist der HC Lugano nach dem fünften Sieg in Folge als einziges Team in diesem Kalenderjahr noch ungeschlagen.





[ Ambri ] - [ Lausanne ]

3:2 (0:0, 1:2, 1:0, 0:0) n.P.
35. Runde - Samstag, 3. Januar 2015
Valascia Ambri -- 6087 Zuschauer -- Piechaczek (D), Wiegand; Kohler, Zosso

Tore: 27. Froidevaux (Deruns) 0:1. 37. Dostoinov (Lhotak, Gautschi) 1:1. 40. (39:47) Froidevaux (Hytönen, Stalder) 1:2. 58. Birbaum (Aucoin, Steiner) 2:2.

Penalty-Schiessen: Hall -,  Mieville -; Giroux -, Bang -; Aucoin 1:0, Louhivaara -; Pestoni 2:0, Froidevaux -.

Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Ambri, 2mal 2 Minuten gegen Lausanne. - PostFinance-Topskorer: Giroux, Louhivaara. 

Ambri-Piotta: Hauser; Chavaillaz, Bouillon; Gautschi, Kobach; Trunz, Sidler; Birbaum, Grieder; Steiner, Hall, Lauper; Pestoni, Aucoin, Giroux; Duca, Schlagenhauf, Bianchi; Dostoinow, Lüthi, Lhotak.

Lausanne: Huet; Gobbi, Leeger; Jannik Fischer, Stalder; Rytz, Genazzi; Nodari, Seydoux; Antonietti, Hytönen, Bang; Pesonen, Miéville, Louhivaara; Neuenschwander, Froidevaux, Déruns; Ulmann, Savary, Lardi.    

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne O'Byrne, Grassi, Zurkirchen, Flückiger (alle verletzt) und Fuchs (U20-WM), Lausanne ohne Augsburger, Simon Fischer, Conz, Herren (alle verletzt) und Genoway (überzähliger Ausländer). Bouillon (20.) und Déruns (55.) verletzt ausgeschieden. Lattenschuss Froidevaux (58.).     



Match-Zusammenfassung
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Es ist ein verregneter Samstagabend in der Leventina. Und beinahe wäre auch die Stimmungslage in der Valascia in Richtung Tal der Tränen gekippt, hätte Birbaum nicht kurz vor Schluss doch noch zum Ausgleich getroffen. Ja, und dann schlägt die Stunde von Weekend-Goalie Gianluca Hauser, der keinen Penalty passieren lässt und Ambrì am Schluss zwei Punkte beschert, über die man sich gewiss nicht beklagen darf, denn zum Jahresauftakt bieten die beiden Teams den über 6000 (!) Fans in der Valascia nicht gerade das, was man Eishockey-Feinkost nennen könnte.

Vielmehr ist es von allem Anfang ein zähes Geknorze mit vielen Ungenauigkeiten, aber mit einem Chancenplus für Ambrì-Piotta. Nur schaut dabei nichts Zählbares heraus, so dass die Seiten nach dem ersten Drittel mit einem logisch erscheinenden 0:0 gewechselt werden.

Froidevaux - er schiesst beide Tore für Lausanne - bringt seine Farben in Front - und das passt den Gästen natürlich, denn so müssen sie (noch) weniger fürs Spiel tun und können die Nordtessiner anrennen lassen. Diese tun das mit Eifer und gutem Willen, aber mit (oft) zu wenig Präzision. Einer feinen Einzelleistung von Dostoinov ist es zu verdanken, dass die Mehrheit der Fans nach 37 Minuten den Ambrì-Ausgleich bejubeln darf. Und es ist kein Zufall, dass dieser Treffer der nominell vierten Linie gelingt, denn Lhotak, Lüthi und Torschütze Dostoinov sorgen für regelmässige Gefahr vor dem äusserst souveränen Gästehüter Huet. NHL-Saurier Francis Bouillon (39) kann bei diesem Treffer bereits nicht mehr mitjubeln, denn er scheidet schon früh im Mitteldrittel aus. Man redet von einer "Verletzung im Brustbereich", was zum Beispiel eine lädierte Rippe sein könnte.

Moralisch lädiert starten die Einheimischen ins Schlussdrittel, weil Lausanne 13 Sekunden vor Schluss des Mittelabschnitts erneut in Front geht. Das setzt Ambrì ziemlich zu, weil die Leventiner in der Folge kein wirkliches Mittel finden, den gegnerischen Verteidigungs-Code zu knacken. Es braucht einen Energieanfall von Aucoin, der Birbaum den perfekten Assist serviert und diesem das späte 2:2 ermöglicht - und Ambrì die Aussicht auf Punktezuwachs. Die Verlängerung bringt keine Tore, dafür im Penaltyschiessen deren zwei, die beide auf das Konto des Heimteams gehen.

So avanciert Hauser zum Penalty-Helden und hilft Ambrì-Piotta so sehr, dass man weiterhin von den Playoffs träumen darf. Der Strich allerdings ist neu gar acht Punkte entfernt, weil Biel in Bern überraschend gewinnt. Kommendes Wochenende kommt es zuerst zum Derby in der Valascia, dann geht es nach Bern zum SCB, den man bezwingen könne, wie Marc Gautschi nach dem Match zu Protokoll gibt, "denn was der EHC Biel geschafft hat, können wir doch auch!".

Wer im Tor stehen wird, ist noch offen. Sicher noch nicht fit sind die beiden Stammtorhüter Zurkirchen und Flückiger, wie man am Spielfeldrand und aus zuverlässiger Quelle hat erfahren können. 

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher





[ ZSC ] - [ Ambri ]

3:1 (0:0, 3:1, 0:0)
34. Runde - Freitag, 2. Janaur 2015
Hallenstadion Zürich -- 11200 Zuschauer (ausverkauft) -- Küng, Massy; Borga, Kaderli

Tore: 23. Wick (Seger, Schnyder) 1:0. 28. Bergeron (Shannon, Nilsson/Ausschluss Trunz) 2:0. 32. (31:27) Blindenbacher (Fritsche, Schäppi/Ausschluss Bianchi) 3:0. 33. (32:26) Grieder (Aucoin, Pestoni) 3:1.

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions, 4mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Wick; Giroux.

ZSC Lions: Boltshauser; Blindenbacher, Tallinder; Stoffel, Bergeron; Seger, Schnyder; Blatter; Baltisberger, Shannon, Wick; Künzle, Keller, Nilsson; Bärtschi, Trachsler, Neuenschwander; Fritsche, Senteler, Schäppi.

Ambri-Piotta: Hauser; Zgraggen, Bouillon; Birbaum, Kobach; Trunz, Sidler; Gautschi, Grieder; Steiner, Hall, Lauper; Pestoni, Aucoin, Giroux; Duca, Schlagenhauf, Dostoinow; Lhotak, Lüthi, Bianchi.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Geering, Cunti, Flüeler, Bastl, Smith, Tabacek (alle verletzt), Siegenthaler und Malgin (beide U20-WM), Ambri-Piotta ohne O'Byrne, Grassi, Zurkirchen, Flückiger, (alle verletzt), Chavaillaz (krank) und Fuchs (U20-WM). ZSC Lions von 39:58 bis 40:00 ohne Torhüter. Ambri ab 58:55 ohne Torhüter.


Match-Zusammenfassung
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Es ist "Kindertag" in Zürich, was den Lions ein volles Haus beschert - und eine friedliche Stimmung. Harmlos-friedlich ist zu Beginn auch das Geschehen auf dem Eis, das die Lions optisch zwar dominieren, ein gut organisiertes Ambrì aber nicht wirklich Gefahr läuft, einen Treffer zu kassieren. Die Tessiner sind offensiv jedoch harmlos und verspielen ihre einzige Chance kläglich, als Pestoni und Aucoin sich bei einem schnellen Gegenstoss quasi selber über die Füsse stolpern: Da wäre gegen den nicht überzeugenden ZSC-Reserve-Hüter Boltshauser mehr drin gewesen!

Weshalb die Gastgeber zur absoluten Spitze gehören und für den Schreibenden der Titelanwärter Nummer eins sind, zeigt das Mitteldrittel, wo die Lions scheinbar mühelos zu drei Toren kommen. Zwei davon erzielen sie in Überzahl - beide Male läuft die Scheibe so schnell und so gut, dass die Tessiner ganz einfach überfordert sind. Grieder, der 59 Sekunden nach dem dritten Gegentreffer zum ersten Mal für die Blauweissen trifft, nährt die Hoffnung auf einen Punktgewinn dann doch noch.

Dieser wäre allerdings nur dann zu bewerkstelligen gewesen, hätte das Überzahlspiel perfekt funktioniert. Das tat es - bei zwei Gelegenheiten im Schlussdrittel - nicht, so dass die Lions kein Problem haben, den Vorsprung über die Zeit zu schaukeln. So kommen die Lions zu drei Punkten, ohne die letzten Reserven anzapfen zu müssen. Bei Ambrì zieht sich Weekend-Torhüter Gianluca Hauser sehr ordentlich aus der Affäre. Auf ihn wird es vor allem auch heute Samstag ankommen, denn wer die Playoff-Hoffnung am Leben erhalten will, muss im Heimspiel gegen Lausanne punkten. Im Idealfall gleich dreifach! 

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher

                     



[ Ambri ] - [ Davos ]

2:3 (1:1, 0:1, 1:0, 0:1) n.V.
33. Runde - Dienstag, 23. Dezember 2014
Valascia Ambri -- 6500 Zuschauer (ausverkauft) -- Fischer, Massy; Kohler, Zosso

Tore: 6. Jörg (Paschoud, Corvi) 0:1. 15. Duca (Dostoinov) 1:1. 21. (20:33) D. Wieser (R. von Arx, M. Wieser) 1:2. 54. Giroux (Bouillon, Aucoin) 2:2. 62. Axelsson (Guerra) 2:3.

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Ambri, 4mal 2 Minuten gegen Davos. - PostFinance-Topskorer: Giroux; Paulsson.

Ambri-Piotta: Saikkonen; Gautschi, Chavaillaz; Zgraggen, Bouillon; Trunz, Sidler; Birbaum, Kobach; Pestoni, Aucoin, Giroux; Steiner, Hall, Lauper; Duca, Schlagenhauf; Dostoinov; Stucki, Fabian Lüthi, Bianchi.

Davos: Genoni; Du Bois, Reto von Arx; Schneeberger, Kositinen; Guerra, Camperchioli; Jan von Arx, Paschoud; Marc Wieser, Ambühl, Dino Wieser; Axelsson, Lindgren, Paulsson; Sciaroni, Samuel Walser, Hofmann; Simion, Corvi, Jörg.

Bemerkungen: Ambri ohne O'Byrne, Lhotak, Grassi, Flückiger und Zurkirchen (alle verletzt) sowie Fuchs (U20-WM), Davos ohne Ryser (verletzt) und Forster (geschont), Kindschi (U20-WM). - 20. Lattenschuss Koistinen. - Timeouts: 54. Timeout Davos, 59:58 Timeout Ambri-Piotta.          



Match-Zusammenfassung
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Der Schreibende ist vorweihnächtlich gestimmt und überlässt sein Sitzplatz-Abo einer (netten) Kollegin. Eine schlechte Entscheidung, denn der Ansturm auf die Südkurve ist so gross, dass hunderte Fans den Start verpassen. Bis alle drin sind, führt Davos im Hexenkessel der Valascia knapp und eher schmeichelhaft. Paolo Duca gleicht nach 15 Minuten mit einem satten Handgelenkschuss aus, was die erste Bierdusche zur Folge hat. Also, weg von diesem strategisch ungünstigen Platz - und rein in die übervolle Kurve.

Dort allerdings ist die Sicht vorerst nicht besser, denn Dunst wie einst im Zürcher Hallenstadion vernebelt die Sinne - und die Sicht aufs Eis. Die Bündner Gäste brauchen im Mittelabschnitt nur 33 Sekunden, bis sie sich zur erneuten Führung stochern. Ambrì jedoch ackert unerschrocken weiter, kommt zu Chancen, aber nicht zu Toren. Die Davoser zeigen, weshalb sie zurecht fast ganz an der Spitze stehen: Sie spielen ein sehr schnelles und sehr präzises Eishockey. Auch bei hoher Intensität ist die Passgenauigkeit beeindruckend hoch.

Der Schlussabschnitt - jetzt endlich mit freier Sicht aufs Eis - bringt Emotionen und Leidenschaft, zahlreiche Chancen auf beiden Seiten  - und nach 54 Minuten den verdienten Ausgleich. Giroux - kurz davor noch glücklos - zirkelt in Überzahl einen Puck genau in die tiefe Ecke, was die ausverkaufte Valascia explodieren lässt. Ambrì vergibt kurz darauf gar den möglichen Sieg, muss in der Verlängerung dann aber doch Bekanntschaft mit der Niederlage machen. Die schlittschuhläuferisch enorm elegante Truppe von Del Curto trickst Ambrì gekonnt aus und bucht durch Axelsson das siegbringende 2:3. Eine bittere Pille für Ambrì, weil der Abstand zum Strich dadurch wieder grösser wird. Team der Stunde ist fraglos der EHC Biel, der in Genf etwas überraschend gewinnt und nun sieben Punkte Reserve auf die Leventiner hat. Das ist kein Beinbruch, denn noch bleiben aus Sicht der Tessiner 17 Spiele oder 51 Punkte, die man im neuen Jahr maximal holen kann. Kopf hoch also - und bereits am 2. Januar 2015 mit Herz weiterspielen, wenn es auswärts gegen die ZSC Lions geht.

Bis dahin wünscht der Fan-Club HCAP Luzern der gesamten Ambrì-Familie ein friedliches Weihnachtsfest und einen grossartigen Start ins neue Jahr!

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher





[ Rapperswil ] - [ Ambri ]

3:5 (1:0, 2:3, 0:2)
32. Runde - Montag, 22. Dezember 2014
Diners Club Arena -- 4911 Zuschauer -- Erard, Wiegand; Dumoulin, Küng

Tore: 2. Johansson (Danielsson) 1:0. 22. Giroux (Aucoin, Pestoni) 1:1. 24. Obrist (Murray, Weisskopf) 2:1. 27. Steiner (Hall, Trunz) 2:2. 33. Giroux (Chavaillaz, Pestoni) 2:3. 34. Walser (Frei, Persson) 3:3. 53. Giroux (Bouillon, Aucoin/Ausschluss Persson) 3:4. 56. Steiner (Hall, Trunz) 3:5.

Strafen: 6mal 2 plus 10 Minuten (Sven Berger) gegen Rapperswil-Jona Lakers, 7mal 2 plus 10 Minuten (Lauper) gegen Ambri-Piotta. – PostFinance-Topskorer: Danielsson; Hall.

Rapperswil-Jona Lakers: Wolf; Derrick Walser, Profico; Hächler, Grigioni; Weisskopf, Sven Berger; Geyer; Neukom, Persson, Nils Berger; Danielsson, Mikael Johansson, Sieber; Jordy Murray, Obrist, Rizzello; Thibaudeau, Hürlimann, Pedretti; Frei.

Ambri-Piotta: Saikkonen; Zgraggen, Bouillon; Birbaum, Kobach; Trunz, Sidler; Gautschi, Chavaillaz; Daniel Steiner, Hall, Lauper; Pestoni, Aucoin, Giroux; Duca, Schlagenhauf, Dostoinow; Stucki, Fabian Lüthi, Elias Bianchi.

Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Valentin Lüthi, Flavio Schmutz, Heitzmann, Friedli, Sataric (alle verletzt) und Fransson (überzähliger Ausländer), Ambri-Piotta ohne O'Byrne, Grassi, Lhotak, Flückiger und Zurkirchen (alle verletzt). – Pfostenschüsse: Giroux (6.), Gautschi (20./Latte).  



Match-Zusammenfassung
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Es ist der Abend, der wie ein Albtraum beginnt - und der später wie im Traum endet, denn Ambrì kann bei den Lakers die drei so wichtigen Punkte holen und den Kontakt zum Strich halten: Biel, Kloten, Fribourg und Ambrì trennen nur fünf Punkte voneinander. Und selbst Lausanne - zehn Punkte vor den Leventinern liegend - tut gut daran, sich (noch) nicht auf die Playoffs zu freuen.

Johansson sorgt für einen frühen Jubel unter der Mehrheit der gut 5000 Fans und dafür, dass die Gäste schon sehr früh in arge Rücklage geraten. Der Abend wäre wohl zur Tessiner Katastrophe geworden, wenn das darauffolgende Powerplay zu einem weiteren Treffer geführt hätte. Aber die Lakers vergeigen die doppelte Überzahl kläglich. Beweis dafür, dass die Rosenstädter immer mal wieder versagen, wenn es wichtig ist und vielleicht auch deswegen nicht vom Tabellenende loskommen.

Giroux tut im Mitteldrittel erstmals das, was man von einem Ausländer erwartet: Tore schiessen. Weil aber die Präzision im Passspiel fehlt und die Einheimischen stark dagegen halten, bleibt der Match spannend - und hart umkämpft. Nach 40 Minuten kann das Spiel weiterhin auf beide Seiten kippen. Auch deshalb, weil Chancen hüben wie drüben da sind. Und die Torhüter nicht über alle Zweifel erhaben, was bei Saikkonen auf Grund der fehlenden Spielpraxis und Routine durchaus nachvollzieh- und verzeihbar ist.

Der Schlussabschnitt ermöglicht den Lakers ein weiteres Powerplay, das aber nicht ausgenützt werden kann. Da machen es die Nordtessiner besser, denn sieben Minuten vor Schluss donnert Giroux die Scheibe in numerischer Überlegenheit genau ins Lattenkreuz und sorgt bei den mitgereisten Fans für einen elektrisierenden Jubel. Es ist Daniel Steiner - auch er trifft doppelt - vorbehalten, den Match zu entscheiden, indem er auf einen Abpraller am schnellsten reagiert und das siegbringende 3:5 erzielt. Nach zwei Niederlagen gegen die Lakers schafft die Pelletier-Truppe im dritten saisonalen Vergleich den ersten Sieg, so dass die Tessiner nun 35 Punkte totalisieren.  

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher





[ Servette ] - [ Ambri ]

4:2 (1:2, 2.0, 1:0)
30. Runde - Freitag, 12. Dezember 2014
les Vernets Servette -- 6813 Zuschauer -- Kämpfer, Massy; Ambrosetti, Tscherrig

Tore: 9. Almond (D'Agostini, Antonietti) 1:0. 18. Chavaillaz (Aucoin, Giroux) 1:1. 20. (19:35) Aucoin (Giroux, Hall/Ausschluss Gerber) 1:2. 30. Bezina (Simek, Almond) 2:2. 40. D'Agostini (Taylor Pyatt, Vukovic) 3:2. 57. Kast (Rubin, Loeffel) 4:2.

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 2mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Romy; Hall.

Genève-Servette: Schwendener; Vukovic, Iglesias; Loeffel, Bezina; Antonietti, Mercier; Trutmann; D'Agostini, Romy, Taylor Pyatt; Rubin, Rod, Almond; Simek, Tom Pyatt, Picard; Jacquemet, Rivera, Gerber; Kast.

Ambri-Piotta: Saikkonen; Bouillon, Zgraggen; Birbaum, Kobach; Trunz, Sidler; Chavaillaz, Grieder; Steiner, Hall, Lauper; Pestoni, Aucoin, Giroux; Duca, Schlagenhauf, Dostoinow; Stucki, Fuchs, Lüthi.

Bemerkungen: Genève-Servette ohne Marti, Mayer (verletzt), Traber (gesperrt), Lombardi und Ranger (überzählige Ausländer), Ambri-Piotta ohne Gautschi, Lhotak, Flückiger, Zurkirchen (alle verletzt) und O'Byrne (überzähliger Ausländer). - Spiel wegen verspäteter Ankunft des Gästecars mit 15 Minuten Verzögerung angepfiffen. - 58. (57:55) Timeout Ambri-Piotta, danach ohne Goalie.

Match-Zusammenfassung
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si. Genève-Servette reiht erstmals seit den letzten Playoffs wieder vier Siege aneinander. Beim 4:2 gegen Ambri-Piotta feiert der aus Nordamerika zurückgekehrte Cody Almond ein erfolgreiches Comeback.

491 Sekunden dauerte es, ehe sich Almond in bewährter Umgebung wieder erfolgreich in Szene setzte. Der kanadische Stürmer, der in der kommenden Woche im Schweizer Nationalteam debütieren dürfte, erzielte in seinem dritten Einsatz das 1:0. Der bei den Minnesota Wild nicht glücklich gewordene Almond profitierte dabei von einem Fangfehler von Ambris neuem "Aushilfe-Goalie" Dennis Saikkonen. Noch vor der ersten Pause nützte Ambri zwei Genfer Nachlässigkeiten (eine davon im Powerplay) aus und schaffte innert genau zwei Minuten die zwischenzeitliche Wende.

Ambri drückte im letzten Drittel massiv auf den Ausgleich, nachdem die zuletzt zweimal siegreichen Tessiner 2:3 in Rückstand geraten waren. Goran Bezina (nach zweitem Assist von Almond) und Matt D'Agostini hatten für Servette getroffen. Ambris massiver Aufwand, die achte Niederlage in den letzten neun Auswärtsspielen zu verhindern, wurde nicht belohnt. Timothy Kast schloss in der 57. Minute einen Konter zum 4:2 ab.

Servette hat mit dem NLA-Restprogramm bis Weihnachten und dem Spengler Cup zwar ein strenges Programm vor sich. Dem Team von Trainer und Manager Chris McSorley bieten sich mit Almonds Comeback und der bevorstehenden Rückkehr des letztjährigen Topskorers Matt Lombardi in der Offensive aber interessante Optionen. Die Genfer Maschinerie ist jedenfalls in Fahrt. Letztmals hat Servette in den Playoff-Viertel- und Halbfinals der letzten Saison (gegen Lugano und die ZSC Lions) vier Partien in Serie gewonnen.



[ Ambri ] - [ Fribourg ]

4:3 (2:0, 0:2, 1:1, 1:0) n.V.
31. Runde - Donnerstag, 11. Dezember 2014
Valascia Ambri -- 3752 Zuschauer -- Schukies (D), Wehrli; Kaderli, Rohrer

Tore: 5. Dostoinov (Trunz, Schlagenhauf) 1:0. 20. (19:39) Trunz (Pestoni, Dostoinov/Ausschluss Schilt) 2:0. 21: (20:39) Dubé (Kamerzin, Benny Plüss) 2:1. 38. Dubé (John Fritsche, Kwiatkowski) 2:2. 55. Sprunger (Tambellini) 2:3. 58. Dostoinov (Schlagenhauf, Pestoni) 3:3. 65. (64:32) Trunz (Hall, Pestoni) 4:3.

Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Ambri, 6mal 2 Minuten gegen Fribourg. - PostFinance-Topskorer: Hall; Pouliot.

Ambri-Piotta: Saikkonen; Zgraggen, Bouillon; Gautschi, Kobach; Trunz, Sidler; Grieder, Chavaillaz; Steiner, Hall, Lauper; Pestoni, Aucoin, Giroux; Duca, Schlagenhauf, Dostoinow; Stucki, Lüthi, Lhotak.

Fribourg-Gottéron: Nyffeler; Ngoy, Kwiatkowski; Kamerzin, Schilt; Helbling, Huguenin; Zangger, Abplanalp; Sprunger, Dubé, Plüss; Mauldin, Pouliot, Mottet; Fritsche, Burki, Tambellini; Kuonen, Hasani, Brügger.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne O'Byrne, Grassi, Bianchi, Zurkirchen und Flückiger. 1. NLA-Spiel für Saikkonen. Fribourg-Gottéron ohne Bykow, Monnet, Ness und Vauclair (alle verletzt). - Pfosten-/Lattenschüsse: 38. Pestoni, 49. Aucoin. - Timeout Fribourg-Gottéron (59:28).


Match-Zusammenfassung
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Es ist der Abend der Premieren, denn Dennis Saikkonen hütet das erste Mal das Ambrì-Tor. Und Dostoinov sowie Trunz treffen je doppelt, so dass Ambrì zum Ende und erneut nach Verlängerung - die zehnte in der Valascia - zwei Punkte holt und den Abstand zum Strich weiter verkleinern kann. Beinahe aber hätte der Abend ein bitteres Ende genommen, denn der verdiente Ausgleich zum 3:3 erzielen die Leventiner erst 122 Sekunden vor Schluss.
 
Zu Beginn wirkt der Derby-Zauber noch ein bisschen nach, denn Ambrì spielt überlegen, kombiniert überzeugend und drängt die zu passiven Gäste immer wieder in deren Drittel. Zur insgesamt hoch verdienten Führung treffen die eingangs erwähnten Dostoinov und Trunz, so dass die Seiten beim Spielstand von 2:0 zum ersten Mal gewechselt werden. Knapp 4000 Fans dürfen hoffen, dass es vielleicht den zweiten "Dreier" in Serie gibt.
 
Zu Beginn des Mitteldrittels lancieren die Fribourger den Match neu, als nur 39 Sekunden nach Wiederbeginn der Anschlusstreffer gelingt. Danach ist es Ambrì, das eine Vorentscheidung hätte herbeiführen müssen. Das Powerplay aber bleibt zu statisch, so dass die Nordtessiner zwar gelegentlich zu Chancen kommen, jedoch keine davon zu nutzen wissen. Anders die Zenhäusern-Truppe, die nur einmal Powerplay spielen darf, dafür aber so überzeugend, dass der Baum in der Ambrì-Defensive lichterloh brennt. Kurz vor dem zweiten Sirenenton bestätigt sich die alte Weisheit, wonach die Tore bekommt, wer diese nicht schiesst. Der wieder genesene Dubé schliesst eine herrliche Kombination routiniert zum Ausgleich ab.
 
Und es sollte noch schlimmer kommen: Trotz einer engagierten Leistung kann Ambrì sein Chancenplus nach wie vor nicht in Tore ummünzen. Es ist im Gegenteil Julien Sprunger, der seine Farben mit einer feinen Einzelleistung zur erstmaligen Führung schiesst - und Ambrì nahe an den Abgrund. Es ist der Pelletier-Truppe hoch anzurechnen, dass sie den Kopf nicht hängen lässt, weiter ackert und den späten Lohn in Form des Ausgleichs ernten darf.
 
In der fällig gewordenen Verlängerung ist es Verteidiger-Haudegen Timo Helbling, der den Sieg der Gäste aus aussichtsreicher Position und völlig unbedrängt vergeigt - so kläglich, dass Trunz dies 28 Sekunden vor Ende der Overtime mit einem sehenswerten Hammer aus kurzer Distanz bestraft und die Leventiner ins späte Glück schiesst. Die Vorlage zum Tor gibt Adam Hall, der von einem Scheibenverlust Fritsches profitiert.
 
Heute Freitag geht es nach Genf und in die nächste "Kampf am Strich-Schlacht". Erhobenen Hauptes und mit der Gewissheit, auch in der Fremde punkten zu können!
 
Matchbericht: Gabriel Aeschbacher 


si. Ambri-Piotta hat im NLA-Strichkampf gegen Fribourg-Gottéron einen wichtigen Sieg gefeiert. Das Team von Serge Pelletier verspielte zwar ein 2:0, siegt aber 4:3 nach Verlängerung.

Damit schliessen die Tessiner bis auf vier Punkte zu den achtplatzierten Kloten Flyers auf. Wenn Ambri in dieser Saison zu Hause spielt, ist es beinahe schon garantiert, dass die Partie länger als 60 Minuten dauert - gestern war dies zum zehnten Mal der Fall. Gegen Fribourg ist die Wahrscheinlichkeit noch höher, wurde doch auch das dritte Saisonduell erst in der Overtime entschieden, nachdem es nach der regulären Spielzeit zum dritten Mal 3:3 gestanden hatte. Diesmal fiel die Entscheidung aber nicht erst im Penaltyschiessen, sondern 28 Sekunden vor dem Ende der Verlängerung durch ein Tor von Verteidiger Adrian Trunz.

Trunz hatte 21 Sekunden vor der ersten Pause bereits das 2:0 erzielt, zuvor war ihm in 29 Saisonspielen erst ein Treffer gelungen. Auch Teamkollege Alexei Dostoinow erhöhte sein Total in dieser Spielzeit um zwei auf drei Tore. Das 3:3 gelang dem Stürmer in der 58. Minute. Trotz des späten Ausgleichs war es für Ambri eher ein verlorener Punkt.

Fribourg dagegen verpasste durch das späte 3:3 nicht nur den zweiten Auswärtssieg in dieser Saison nach 60 Minuten, sondern auch den Sprung über den Strich. Immerhin schloss Gottéron punktemässig zu den Flyers auf. Für das 3:2 hatte in der 55. Minute Julien Sprunger mit einem herrlichen Solo verantwortlich gezeichnet.




[ Ambri ] - [ Lugano ]

3:1 (1:0, 2:0, 0:1)
29. Runde - Samstag, 6. Dezember 2014
Valascia Ambri -- 6353 Zuschauer -- Prugger, Wiegand; Fluri, Progin

15. Aucoin (Bouillon) 1:0. 32. Stucki (Grieder, Lhotak) 2:0. 36. Giroux (Hall, Steiner/Ausschluss Kienzle) 3:0. 55. Pettersson (McLean, Walsky/Ausschluss Trunz) 3:1. 

Strafen: 10mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 7mal 2 Minuten gegen Lugano. - PostFinance-Topskorer: Hall; Pettersson.

Ambri-Piotta: Tobler; Zgraggen, Bouillon; Gautschi, Kobach; Trunz, Sidler; Grieder, Chavaillaz; Steiner, Hall, Lauper; Pestoni, Aucoin, Giroux; Duca, Schlagenhauf, Dostoinow; Stucki, Lüthi, Lhotak.

Lugano: Merzlikins; Ulmer, Kienzle; Andersson, Kparghai; Chiesa, Riccardo Sartori; Walker, McLean, Murray; Pettersson, Filppula, Bertaggia; Dal Pian, Walsky, Reuille; Romanenghi, Sannitz, Fazzini.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne O'Byrne, Grassi, Bianchi, Zurkirchen und Flückiger. Lugano ohne Vauclair, Hirschi, Maurer, Klasen, Kostner, Steinmann und Balmelli (alle verletzt). - 27. Lattenschuss Pestoni. - 32. Timeout Lugano. - 40. Pettersson verschiesst Penalty. - Lugano von 54:35 bis 54:54 und ab 57:03 ohne Goalie.      



Match-Zusammenfassung
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Es ist Derby Nummer 201, der 29. Spieltag - und der erste Heimsieg von Ambrì-Piotta nach 60 Minuten. Es ist ein Sieg der Leidenschaft, des Kampfes, des unbändigen Willens. Jener Wille, der Berge versetzt und Punkte bringt, auch wenn der Gegner - wie so oft in dieser Saison - technisch besser und substanziell breiter abgestützt ist. Aber in Tessiner Derbys schreiben manchmal unbekannte Helden die grossen Geschichten: Michael Tobler, Leihgabe aus Olten, zum Beispiel: Er hext mehrfach und in der 40. Minute entscheidend, als er den Penalty des besten Solisten, Fredrik Pettersson, grandios abwehrt. Oder dann Keith Aucoin, der seinen mit Abstand besten Match im Dress der Leventiner spielt, weil er nicht nur fast jeden Zweikampf gewinnt, sondern auch intelligent spielt und mit jeder Scheibe etwas anzufangen weiss und (endlich) so etwas wie Klasse aufblitzen lässt.

Und es ist - so wie fast immer - auch ein Sieg des Publikums, das in der beinahe ausverkauften Valascia für jene elektrisierende Atmosphäre sorgt, die alles in den Schatten stellt, was es stimmungsmässig in Schweizer Stadien zu sehen gibt. Die Stimmung erreicht kurz vor 23 Uhr und in einer glasklaren Leventiner Adventsnacht ihren Höhepunkt, als die Fans - des Sieges nun sicher - die melancholisch-berührende "Gänsehaut-Hymne" La Montanara anstimmen und so inbrünstig inszenieren, dass es selbst dem neutralen Beobachter warm ums Herz wird.

Ambrì spielt in den ersten 20 Minuten praktisch nur Boxplay, übersteht aber mehrere Phasen der Unterzahl schadlos. Und geht kurz vor dem ersten Sirenenton gar in Führung, als Aucoin - direkt von der Strafbank kommend - die Scheibe übernimmt, alleine auf Merzlikins stürmt und diesen durch die Beine hindurch zum frenetisch bejubelten 1:0 erwischt.

Es ist dies ein Tor mit Signalwirkung, denn im Mitteldrittel agieren die Einheimischen mit deutlich gesteigertem Selbstverstrauen - und mit Chancen, die für mehr als ein weiteres Tor gereicht hätten: Pestoni trifft nur die Latte (27.), Giroux vertändelt aus aussichtsreichster Position. Nach 32 Minuten sieht sich Lugano-Coach Fischer zum Timeout genötigt: Ambrì hat soeben das 2:0 erzielt und lässt die Valascia in ihren Grundfesten erzittern. Weil ausnahmsweise auch das Powerplay funktioniert, steht es bald sogar 3:0. Es ist der in jüngster Zeit wieder treffsichere Giroux, welcher mit einem präzisen Handgelenkschuss dafür sorgt, dass die Hoffnung auf den ersten "Dreier" auf heimischem Eis definitiv konkrete Formen annimmt.

Lugano, das ohne seinen einen Superstar Klasen auskommen muss, steckt nicht auf, akzeptiert die Niederlage nicht und steht als Beweis dafür, dass diese Mannschaft an Charakter gewonnen hat und - wer weiss - im Frühling 2015 vielleicht endlich wieder einmal die erste Playoff-Runde überstehen kann. Für den samstäglichen Auftritt gibt keine Punkte mehr, denn Ambrì behält nach Petterssons Anschlusstreffer (55.) kühlen Kopf, verliert den Tritt nicht und darf sich als Sieger ausrufen lassen.

Freilich erhält dieser Vollerfolg die Playoff-Hoffnung der Pelletier-Truppe am Leben. Allerdings nur dann, wenn kommenden Donnerstag gegen Fribourg nachgedoppelt werden kann. Ein Sieg dort würde den Abstand zum Strich im besten Fall auf zwei Einheiten zusammenschmelzen lassen.

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher





[ Bern ] - [ Ambri ]

4:1 (0:0, 2:1, 2:0)
28. Runde - Freitag, 5. Dezember 2014
PostFinance Arena -- 15771 Zuschauer -- Küng, Stricker; Dumoulin, Küng

Tore: 29. Giroux (Aucoin/Ausschluss Pestoni!) 0:1. 34. Loichat (Blum, Schwerwey) 1:1. 40. (39:15) Bertschy (Blum, Krueger/Ausschluss Lauper) 2:1. 49. Gardner (Scherwey, Loichat) 3:1. 57. Gardner (Plüss, Richtie/Ausschluss Grieder) 4:1.

Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Bern, 6mal 2 Minuten gegen Ambri. - PostFinance-Topskorer: Martin Plüss; Hall.

Bern: Bührer; Beat Gerber, Blum; Krueger, Gragnani; Jobin, Flurin Randegger; Kreis; Holloway, Ritchie, Cloutier; Bertschy, Martin Plüss, Scherwey; Simon Moser, Gardner, Ruefenacht; Alain Berger, Pascal Berger, Loichat.

Ambri-Piotta: Tobler; Birbaum, Bouillon; Gautschi, Zgraggen; Trunz, Sidler; Grieder, Chavaillaz; Daniel Steiner, Hall, Lauper; Stucki, Aucoin, Giroux; Duca, Schlagenhauf, Dostoinow; Pestoni, Fuchs, Lhotak.

Bemerkungen: Bern ohne Kobasew, Reichert und Philippe Furrer, Ambri-Piotta ohne O'Byrne, Grassi, Elias Bianchi, Zurkirchen, Flückiger (alle verletzt). - Pfostenschuss Holloway (46.).


Match-Zusammenfassung
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si. Der SC Bern kommt gegen den HC Ambri-Piotta mit 4:1 zum erwarteten Pflichtsieg. Bis zur 34. Minute liegen die Berner indessen in Rückstand.

Den Umschwung leitete Ambris Verteidiger Marc Grieder ein, der in der neutralen Zone auf offenem Eis bei einem Bodycheck-Versuch den Gegner verfehlte und mit dieser völlig misslungenen Aktion Bern dem SCB jene Torchance in Überzahl ermöglichte, die Michael Loichat zum 1:1 ausnützte. Bis zu Loichats Goal hatte Ambris Goalie Michael Tobler sämtliche 26 Berner Schüsse pariert. Nach dem Ausgleich bauten Ambri-Piotta und Tobler jedoch ab. Tobler liess bis zum 1:4 vier der nächsten acht Schüsse passieren.

Von den drei Debütanten gelang Michael Tobler, den Ambri kurzfristig vom NLB-Verein Olten ausgeliehen hatte, dennoch die auffälligste Leistung. Inti Pestoni spielte erstmals wieder mit, nachdem er sich im Herbst im Cupspiel gegen Bellinzona verletzt hatte. Ambris Integrationsfigur vermochte jedoch noch wenig Akzente zu setzen, ebenso wie auf Berner Seite der Kanadier Keven Cloutier (vorher Ajoie), der sein Try-out in Bern auch wettkampfmässig in Angriff nahm.

Insbesondere der dritte Abschnitt zog sich in die Länge, weil nach 46 Minuten und einer strittigen Torszene die Partie rund zehn Minuten lang ruhte (Holloway hatte den Innenpfosten getroffen) und später an der Bande auch noch Handwerker zum Einsatz kamen. Vom langen Unterbruch beim Stand von 1:2 schienen die Gäste profitieren zu können. Ambri erspielte sich in der Folge eine grandiose Ausgleichschance durch Alexandre Giroux. Wenig später stellte Ryan Gardner mit dem 3:1 Berns Sieg aber sicher.



[ Biel ] - [ Ambri ]

6:3 (3:0, 3:0, 0:3)
27. Runde - Samstag, 29. November 2014
Tissot Arena -- 4525 Zuschauer -- Kämpfer, Stricker; Küng, Zosso

Tore: 2. (1:07) Spylo (Tschantré, Untersander) 1:0. 2. (1:41) Ehrensperger (Umicevic, Kamber) 2:0. 4. Tschantré (Spylo, Untersander) 3:0. 22. Olausson (Tschantré) 4:0. 29. Wetzel (Kamber, Olausson/Ausschluss Grieder) 5:0. 39. Berthon (Haas, Wellinger) 6:0. 50. Lauper (Steiner) 6:1. 51. Fabian Lüthi (Kobach, Duca) 6:2. 58. Hall 6:3 (Penalty).

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Biel, 5mal 2 Minuten gegen Ambri. - PostFinance-Topskorer: Arlbrandt; Hall.

Biel: Simon Rytz; Nicholas Steiner, Jecker; Untersander, Joggi; Fey, Cadonau; Gossweiler, Wellinger; Arlbrandt, Olausson, Wetzel; Spylo, Gaëtan Haas, Tschantré; Umicevic, Kamber, Ehrensperger; Rossi, Peter, Berthon.

Ambri: Croce; Birbaum, Bouillon; Kobach, Gautschi; Trunz, Sidler; Chavaillaz, Sidler; Steiner, Hall, Lauper; Giroux, Aucoin, Stucki; Grassi, Schlagenhauf, Dostoinov; Duca, Lüthi, Lhotak.

Bemerkungen: Biel ohne Herburger (verletzt) und Rouiller (krank), Ambri ohne O'Byrne, Pestoni, Bianchi, Zurkirchen, Zgraggen und Bonnet (alle verletzt). - 1:41 Timeout Ambri. - 48. Pfostenschuss Spylo.


Match-Zusammenfassung
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si. Der EHC Biel kommt gegen Ambri-Piotta zu einem 6:3-Sieg. Sechs verschiedene Spieler treffen für die Seeländer, die mit einem 6:0 nach zwei Dritteln die Partie vorzeitig zu ihren Gunsten entscheiden.

Mit einem Blitzstart legte Biel den Grundstein zum komfortablen Erfolg. Nach 213 Sekunden stand es 3:0 für die Seeländer. Philipp Wetzel (29.) und Eliot Berthon (39.) waren mit den Treffern zum 5:0 und 6:0 jeweils erst zum zweiten Mal in dieser Saison erfolgreich.

Die Leventiner standen völlig neben den Schuhen. Zwischen den Pfosten der Tessiner stand Lorenzo Croce. Der frühere Ersatzgoalie von Ambri-Piotta war von den SCL Tigers mit einer B-Lizenz zurückgeholt werden - wegen den Verletzungen von Sandro Zurkirchen und Michael Flückiger. Croce wurde von seinen Vorderleuten sträflich im Stich gelassen. Er parierte 18 Schüsse bis zum Ende des Mitteldrittels. Erst nach zehn Minuten musste auf der Gegenseite Keeper Simon Rytz bei einem Abschluss von Alexandre Giroux erstmals eingreifen.

Ambris Nummer-1-Goalie Sandro Zurkirchen hatte sich am Freitag beim 3:2-Sieg nach Verlängerung gegen Zug im Startdrittel eine Blessur an einem Unterschenkel zugezogen. Zurkirchens Stellvertreter Flückiger war mit einer Hirnerschütterung von seinem temporären Engagement in Genf zurückgekehrt. Zurkirchen sollte indes bis Ambris nächstem Spiel am Freitag in Bern wieder einsatzfähig sein.




[ Ambri ] - [ Zug ]

3:2 (0:0, 1:0, 1:2, 1:0) n.V.
26. Runde - Freitag, 28. November 2014
Valascia Ambri -- 4992 Zuschauer -- Stricker, Wiegand; Abegglen, Kohler

Tore: 21. (20:44) Giroux (Aucoin, Hall/Ausschluss Suri) 1:0. 54. Giroux (Aucoin, Gautschi) 2:0. 56. (55:49) Zangger (Grossmann, Bouchard/Ausschluss Bouillon) 2:1. 57. (56:30) Bouchard (Earl, Schlumpf) 2:2. 61. (60:38) Giroux (Steiner, Aucoin/Ausschluss Herzog) 3:2.

Strafen: je 6mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Hall; Bouchard.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Birbaum, Bouillon; Gautschi, Kobach; Trunz, Sidler; Grieder, Chavaillaz; Steiner, Hall, Lauper; Stucki, Aucoin, Giroux; Grassi, Schlagenhauf, Bianchi; Duca, Fabian Lüthi, Lhotak.

Zug: Stephan; Schlumpf, Sondell; Ramholt, Grossmann; Simon Lüthi, Alatalo; Blaser, Erni; Martschini, Holden, Suri; Christen, Earl, Bouchard; Zangger, Sutter, Herzog; Lammer, Diem, Schnyder.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne O'Byrne, Zgraggen, Pestoni und Flückiger. Zug ohne Morant und Bürgler (alle verletzt). - 7. Tor von Ramholt aberkannt (Torhüterbehinderung). - 60. Lattenschuss Bouillon. - Timeout Ambri-Piotta (59:04).



Match-Zusammenfassung
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5000 Fans pilgern in die Valascia und hoffen darauf, dass der Sieg gegen die Kloten Flyers keine Eintagesfliege ist. 20 ereignislose Minuten später - der annullierte Zuger Treffer durch Ramholt ist der einzige Aufreger - gewinnen die Fans die Erkenntnis, dass die Abwehr dicht hält und man (einmal mehr) in der Lage ist, den arroganten Zugern Paroli zu bieten. Arrogant deshalb, weil der EV Zug über ein enormes Potenzial verfügt, dieses aber zu wenig konsequent abruft, da und dort einen Pass zu viel einstreut, im Abschluss zu wenig konsequent ans Werk geht.

Ambrì bestraft die Kreis-Truppe ein erstes Mal, als Giroux eine Vorlage von Hall nach 44 Sekunden im Mitteldrittel zur Tessiner Führung verwertet - und andeutet, dass sich das Powerplay auf dem Weg zur Besserung befindet. Für den Rest des Drittels sind vor allem die Zuger am Drücker, scheitern aber - wie zuvor erwähnt - am eigenen Unvermögen oder dann am hervorragend disponierten Sandro Zurkirchen. Er ist, neben dem omnipräsenten Adam Hall, im Moment die sicherste Bank bei Ambrì-Piotta.

Zurkirchen hält den Laden vorerst auch im Schlussdrittel dicht. Alexandre Giroux, heute eiskalter Skorer und ein bisschen weniger "Spaziergänger" als auch schon, sorgt mit einem schönen Schlenzer (54.) für die vermeintliche Vorentscheidung. Aber die Ambrì-Fans ahnen, dass noch nicht aller Tage Abend ist, weil man es in der aktuellen Spielzeit (noch) nicht geschafft hat, in der Valascia einen Sieg in der regulären Spielzeit einzufahren. Zangger und Bouchard - nach schöner Vorarbeit von Earl - kehren den Match innert 41 Sekunden und sorgen dafür, dass Spannung und Emotionen im Spiel bleiben - und der Lärmpegel in der Valascia noch einmal deutlich ansteigt. Herzog - Dummheit oder Arroganz ? - mäht dann Zurkirchen nieder und kassiert eine kleine Bankstrafe, welche dazu führt, dass Ambrì noch einmal Überzahl spielen darf. Dem möglichen Sieg steht die Querlatte im Weg, so dass es in die Verlängerung geht. Dort trifft Giroux zum dritten Mal und beschert seinem Team mit einem sehenswerten Direktschuss dann doch noch zwei Punkte.

Diese sind aber nur etwas wert, wenn man auch heute Samstag in Biel punktet und so den 8. Platz im Blickfeld behält!

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher       





[ Kloten ] - [ Ambri ]

0:3 (0:1, 0:1, 0:1)
25. Runde - Dienstag, 25. November 2014
Swiss Arena -- 4738 Zuschauer -- Prugger, Vinnerborg; Huggenberger, Küng

Tore: 8. Giroux (Aucoin) 0:1. 31. Lauper (Bouillon, Chavaillaz/Ausschlüsse Santala, Birbaum) 0:2. 49. Duca (Giroux, Aucoin) 0:3.

Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Kloten; 7mal 2 Minuten gegen Ambri. - PostFinance-Topskorer: Santala; Hall.

Kloten Flyers: Martin Gerber (21. bis 24. Jonas Müller); Back, Vandermeer; DuPont, Harlacher; Frick, von Gunten; Schelling, Gian-Andrea Randegger; Mueller, Santala, Bieber; Guggisberg, Liniger, Stancescu; Bodenmann, Lemm, Hollenstein; Praplan, Kellenberger, Casutt.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Birbaum, Bouillon; Gautschi, Kobach; Trunz, Sidler; Grieder, Chavaillaz; Daniel Steiner, Hall, Lauper; Stucki, Aucoin, Grioux; Grassi, Schlagenhauf, Elias Bianchi; Duca, Fabian Lüthi, Lhotak.

Bemerkungen: Kloten Flyers ohne Jenni, Bühler und Stoop (alle verletzt), Ambri ohne O'Byrne, Zgraggen, Pestoni und Dostoinov (alle verletzt). - 27. Martin Gerber hält Penalty von Stucki. - Timeouts: 53. Ambri, 58. Kloten, Kloten ab 57:30 ohne Torhüter.


Match-Zusammenfassung
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Man nehme einen tadellosen Torhüter, addiere dazu defensive Disziplin und vermische dies mit Herz sowie Leidenschaft: Es sind das die gewinnbringenden Ingredienzen, welche Ambrì einen lebenswichtigen 3:0-Sieg bei den Kloten Flyers bescheren - und neu 25 Punkte nach ebenso vielen Spielen. Damit reduziert sich der Abstand zum Strich auf fünf Punkte. Kaum auszudenken, was bei einer Niederlage und elf Punkten Rückstand auf den heutigen Gegner passiert wäre.

Für einmal aber bestätigt sich der positive Trend der letzten beiden Spiele. Und noch wichtiger: Endlich kann Ambrì einen Match über 60 Minuten (fast) fehlerlos durchziehen und sich über drei Punkte freuen.

Dass es ein erfreulicher Abend werden könnte, ist alles andere als selbstverständlich, denn die Spiele gegen den EHC Kloten (2 Siege aus den letzten 13 Spielen) sind oft eine frustrierende Angelegenheit, zumal mit Inti Pestoni derjenige Spieler, der vor ziemlich genau einem Jahr den letzten Sieg in der Kolping-Arena einleitete, weiterhin fehlt.

Alexandre Giroux ist es vorbehalten, seine Farben zum psychologisch wichtigen Führungstreffer zu schiessen. Das ist - nach acht Minuten - ziemlich wegweisend. Und hoch verdient, denn die Gastgeber kommen im Startdrittel kaum zu zwingenden Abschlüssen. Das ist vor allem auch das Verdienst der kompromisslos auftretenden Verteidiger, welche aus dem Weg räumen, was aufs Tor kommt. Und so kommt das gefürchtete Klotener Eisballett gar nie richtig auf Touren, auch wenn das Ensemble von Felix Hollenstein auf dem Papier deutlich stärker einzustufen ist als die Kummertruppe aus der Leventina.

Diese wehrt sich auch im Mitteldrittel exzellent und bleibt gut organisiert. Und steht dem 0:2 schon bald ganz nahe, als Stucki zum Penalty antreten darf. Routinier Gerber vereitelt vorerst grösseren Schaden, kann dann aber nichts ausrichten, als Lauper den Puck bei Spielmitte unters Netzdach hämmert. Die Flyers sind heute nicht in der Lage, dem Spiel die entscheidende Wende zu geben. Auch nicht in Überzahl, wo die Einheimischen immer wieder Gelegenheit zum Üben bekommen. Die Scheibe jedoch findet den Weg ins Tor nicht, weil da und dort ein Pass zu viel eingestreut wird, die Verantwortung immer mal wieder an nebenan stehende Spieler delegiert wird. Dass man so keine Spiele gewinnen kann, liegt auf der Hand. Das erkennen auch die fast 5000 Fans in der Kolping-Arena und verabschieden die eigenen Akteure mit einem gellenden Pfeifkonzert in die zweite Drittelspause.

Aus dieser kommen die Leventiner, erstaunlich zahlreich unterstützt von den wie immer unglaublichen Fans, gestärkt zurück, denn man hat den Sieg vor Augen - und gibt diesen nicht mehr aus der Hand. Paolo Duca beendet seine persönliche Durststrecke von 20 (!) torlosen Matches mit dem vorentscheidenden dritten Treffer. Die angezählten Flyers schaffen selbst in doppelter Überzahl - Gerber ist längst draussen - kein Tor mehr und müssen - nach den Erfolgen über Davos sowie gegen die Lakers - mit hängenden Köpfen vom Eis schleichen.

Kommenden Freitag kommt der EV Zug in die Valascia. Man darf gespannt sein, ob es Ambrì erstmals in dieser Saison schaffen wird, zu Hause einen "Dreier" einzufahren.

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher                





[ Lugano ] - [ Ambri ]

4:3 (2:0, 0:2, 1:1, 1:0) n.V.
24. Runde - Samstag, 22. November 2014
Resega Lugano -- 7800 Zuschauer (ausverkauft) -- Kurmann, Vinnerborg; Fluri, Kovacs

Tore: 11. Pettersson (Filppula, Klasen) 1:0. 12. Pettersson (McLean, Andersson/Ausschlüsse Walker, Birbaum, Bouillon) 2:0. 25. Lauper (Steiner, Birbaum) 2:1. 37. Hall (Aucoin, Steiner/Ausschluss Maurer) 2:2. 42. E. Bianchi (Grassi) 2:3. 47. Filppula (Klasen, Pettersson) 3:3. 65. (64:59) Mc Lean (Klasen, Pettersson) 4:3.

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Lugano, 4mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Pettersson und Hall.

Lugano: Merzlikins; Hirschi, Andersson; Julien Vauclair, Ulmer; Chiesa, Kienzle; Kparghai, Maurer; Pettersson, Steinmann, Klasen; Bertaggia, Filppula, Walker; Brady Murray, McLean, Reuille; Kuonen, Sannitz, Dal Pian.

Ambri: Zurkirchen; Birbaum, Bouillon; Gautschi, Kobach; Trunz, Sidler; Chavaillaz; Steiner, Hall, Lauper; Stucki, Aucoin, Giroux; Grassi, Schlagenhauf, Bianchi; Duca, Fuchs, Dostoinov; Lhotak.

Bemerkungen: Lugano ohne Kostner (verletzt), Balmelli und Walsky (krank) sowie Sartori und Fazzini (beide überzählig), Ambri ohne O'Byrne, Zgraggen und Pestoni (alle verletzt), Grieder und Fabian Lüthi und (beide überzählig). - 20:00 Tor von Aucoin aberkannt, Sirene schon ertönt. - 34. Timeout Lugano. - 64:55 Timeout Ambri-Piotta.


Match-Zusammenfassung
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si. Lugano gewinnt das 200. Tessiner Derby sprichwörtlich in allerletzter Sekunde. Unmittelbar vor Ablauf der Verlängerung gelingt Brett McLean das 4:3.

McLean war mit einem Nachschuss erfolgreich, nachdem Linus Klassen von der blauen Linie aus abgedrückt hatte. Wenige Sekunden davor hatte Ambris Trainer Serge Pelletier noch ein Timeout genommen. Denn Lugano hatte in der Schlussphase der Partie und in der Verlängerung dem Sieg näher gestanden. Raffaele Sannitz hatte in der Overtime nach glänzender Vorarbeit von Brett McLean die Scheibe nicht unter Kontrolle bringen können.

Das zuletzt erfolgsverwöhnte Lugano kam durch einen Doppelschlag von Fredrik Pettersson im Startdrittel zu einer standesgemässen 2:0-Führung. Es waren bereits die Saisontore Nummer 23 und 24 des NLA-Topskorers. Doch die Reaktion von Ambri-Piotta kündete sich spätestens an, als einem Treffer von Keith Aucoin zum Ende des Startdrittels die Anerkennung versagt blieb (Sirenenton).

In der Folge nutzten die Leventiner die nachlassende Initiative des hohen Favoriten Lugano resolut aus und machten aus einem 0:2-Rückstand eine verdiente 3:2-Führung. Adrien Lauper, Adam Hall und Elias Bianchi waren zwischen der 25. und 42. Minute für die Nordtessiner erfolgreich. Ambris Keeper Sandro Zurkirchen sah dann zwar beim 3:3-Ausgleich von Ilari Filppula (47.) unvorteilhaft aus. Doch mit einer fantastischen Parade gegen Julien Vauclair, der acht Minuten vor Spielende aus kürzester Distanz zum Abschluss kam, machte dies Zurkirchen wieder wett. Am Ende war Zurkirchen aber machtlos, Luganos 121. Sieg über den Kantonsrivalen Tatsache.




[ Ambri ] - [ Bern ]

2:4 (1:0, 1:0, 0:4)
23. Runde - Freitag, 21. November 2014
Valascia Ambri -- 4753 Zuschauer -- Küng, Stricker; Espinoza, Zosso

Tore: 8. Dostoinov (Hall, Zgraggen) 1:0. 40. (39:23) Giroux (Steiner, Hall/Ausschluss Schwerwey) 2:0. 41. (40:44) Bertschy (M. Plüss) 2:1. 42. (41:57) P. Berger (Jobin, Reichert) 2:2. 58. M. Plüss (Bertschy, Holloway) 2:3. 60. (59:30) Gragnani (Ritchie, Holloway) 2:4 (ins leere Tor).

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Ambri, 4mal 2 Minuten gegen Bern. - PostFinance-Topskorer: Hall; Ritchie.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Birbaum, Bouillon; Gautschi, Kobach; Trunz, Sidler; Zgraggen, Chavaillaz; Steiner, Hall, Lauper; Stucki, Aucoin, Giroux; Grassi, Schlagenhauf, Bianchi; Duca, Lüthi, Dostoinov.

Bern: Bührer; Jobin, Blum; Krueger, Gragnani; Randegger, Kreis; Grossniklaus; Kobasew, Ritchie, Scherwey; Alain Berger, Reichert, Pascal Berger; Holloway, Plüss, Ruefenacht; Moser, Gardner, Bertschy; Loichat.

Bemerkungen: Ambri ohne O'Byrne, Pestoni (beide verletzt), Lhotak, Fuchs, Bonnet, Grieder (alle überzählig), Bern ohne Gerber, Furrer (beide verletzt). 18. Lattenschuss von Jobin. 42. Timeout von Ambri-Piotta, ab 59:14 bis 59:30 ohne Goalie.


Match-Zusammenfassung
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Wo stünde der SCB ohne seinen Altmeister Martin Plüss? Der Zürcher in Berner Diensten schiesst den HC Ambrì-Piotta 165 Sekunden vor Schluss aus einem unmöglichen Winkel ins (unverdiente) Elend, denn die Leventiner spielen heute engagiert, ja gar leidenschaftlich und hätten auf Grund der fabelhaften Einstellung Punkte verdient. Und spinnt man den Faden noch ein bisschen weiter, hätte ein Sieg heute eine Art Zusammenschluss am Strich bedeutet, der nun aber weiterhin ein im Moment nicht überwindbares Hindernis darstellt.

So schlecht der Match gegen Lausanne war, so befreit und schwungvoll agiert Ambrì gesten Samstag. Dostoinov findet endlich den Weg zum ersten Saisontor und sorgt für gute Laune unter den knapp 5000 Fans in der Valascia. Die gute Laune bleibt, weil Ambrì fightet, was das Zeugs hält - und der SCB noch nicht ganz Betriebstemperatur erreicht hat. Und wenn dann doch zwischendurch die unbestrittene Klasse der zuletzt siegreichen Berner aufblitzt, entschärft Zurkirchen alles, was auf sein Tor geflogen kommt. Und auch die Latte muss nach 18 Minuten und einem Schuss von Jobin herhalten, um die knappe Führung in die erste Pause zu retten.

Natürlich, der SCB spielt kultiviert, kann das Tempo variieren. Und er spielt mit dem Selbstvertrauen einer Mannschaft, welche die letzten elf von zwölf Spielen gewonnen hat. Alexandre Giroux trifft nach einer gefühlten Ewigkeit auch wieder einmal - im Powerplay und in einem strategisch günstigen Moment. Das ist, nach 39:23 Minuten, der Valascia einen euphorischen Jubel wert. Und bedeutet die Doppelführung, welche die Hoffnung nährt, dass Ambrì in der heimischen Halle auch einmal drei Punkte einfahren könnte.

Doch es bleibt beim Konjunktiv, denn der SCB kehrt die Partie zu Beginn des Schlussdrittels mit scheinbarer Leichtigkeit und innerhalb von lediglich 73 Sekunden. Das führt zu einer Art Schockstarre auf den Rängen. Gut, dass sich die Cracks auf dem Eis nicht beirren lassen und weiterackern, den Kopf nicht hängen lassen. Es gibt auch Chancen zum Sieg, doch wird in der Regel bestraft, wer die eigenen Möglichkeiten nicht verwertet. So ist es Plüss, der den eingangs geschilderten Untergang einleitet. Das 2:4 durch Gragnani sei nur noch der Vollständigkeit halber erwähnt.

Morgen Samstag steigt in der ausverkauften Resega das 200. Derby. Ob es Ambrì-Piotta Glück bringen mag?

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher     





[ Ambri ] - [ Lausanne ]

3:2 (0:0, 0:1, 2:1, 1:0) n.V.
22. Runde - Dienstag, 18. November 2014
Valascia Ambri -- 3738 Zuschauer -- Koch, Wiegand; Dumoulin, Fluri

Tore: 25. Rytz (Pesonen) 0:1. 49. Stalder (Déruns, Hytönen) 0:2. 57. Hall (Steiner, Lauper) 1:2. 60. (59:01) Aucoin (Bouillon, Hall) 2:2 (Ambri ohne Goalie). 63. Steiner (Hall) 3:2.

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 1mal 2 Minuten gegen Lausanne. - PostFinance-Topskorer: Hall; Froidevaux.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Birbaum, Bouillon; Gautschi, Kobach; Trunz, Sidler; Zgraggen, Chavaillaz; Steiner, Hall, Lauper; Stucki, Aucoin, Giroux; Grassi, Schlagenhauf, Bianchi; Duca, Fuchs, Dostoinow.

Lausanne: Caminada; Leeger, Gobbi; Stalder, Jannik Fischer; Genazzi Rytz; Lardi; Déruns, Hytönen, Bang; Neuenschwander, Froidevaux, Herren; Simon Fischer, Miéville, Pesonen; Genoway, Savary, Conz.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne O'Byrne und Pestoni. Lausanne ohne Huet, Lardi, Antonietti (alle verletzt) und Louhivaara (gesperrt). - Timeout Ambri-Piotta (58:46), danach bis 59:01 ohne Goalie.


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Gut gezählte 3738 Fans finden den Weg in die winterliche Leventina, wo die Valascia ihrem Ruf als Kühlschrank der Nation gerecht wird und wo erstmals in dieser Saison Temperaturen um den Gefrierpunkt registriert werden. Und genau so fühlt sich der Match zwischen Ambrì und Lausanne an: Zähes Geknorze hüben wie drüben, ein wenig stilsicheres Schiedsrichterquartett - und Gastgeber, die 57 Minuten lang total neben den Schuhen stehen. Es ist dies ohne Wenn und Aber die schlechteste Saisonleistung, die sich - besonders im Mitteldrittel - emotionslos, chancenlos und konzeptlos zugleich anfühlt.

Das ist harsche Kritik - und man fragt sich zurecht, wie es denn möglich ist, diesen Match doch noch zu kehren. Das wissen (wieder einmal) nur die Eishockeygötter, die vielleicht ein Einsehen mit dem treuen Publikum haben. Vielleicht ist es aber auch schlicht das Unvermögen einer bis kurz vor Schluss soliden Gästemannschaft, denn diese führt völlig verdient mit 2:0 Toren, wobei der zweite Treffer gar ein Tessiner Eigentor ist und an diesem Abend so etwas wie die Vorentscheidung bedeutet.

Glauben wohl auch die (vereinzelt pfeifenden) Fans. Und machten die Rechnung ohne die beiden Vorkämpfer Hall und Steiner, welche die Niederlage partout nicht akzeptieren wollen und sich in besagter 57. Minute zum 1:2 kombinieren. Caminada, der den verletzten Huet gut vertritt, ist machtlos. Ja, und dann sind die bis dato schmerzlich vermissten Emotionen plötzlich da; Lausanne fällt völlig aus dem Tritt und muss 59 Sekunden vor Schluss durch Aucoin sogar noch den Ausgleich hinnehmen. Die Halle tobt - umso mehr, als kurz vor Schluss Schlagenhauf beinahe den Siegestreffer erzielt, seinen Scharfschuss aber abgelenkt sieht.

Und dann? Ja dann geht es in die Verlängerung, wo Ambrì doch noch den Sieg ausgräbt. Und wow, was für ein Tor! Daniel Steiner hält Ambrìs-Playoff-Hoffnung dank einem wunderbaren Solos aufrecht.

Kommenden Freitag kommt der zuletzt sehr erfolgreiche SC Bern in die Valascia. Da können die Gastgeber gar nichts verlieren. Ob dies vielleicht sogar befreiend wirkt?

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher    





[ Servette ] - [ Ambri ]

4:2 (2:1, 2:1, 0:0)
21. Runde - Samstag, 15. November 2014
les Vernets Servette -- 7135 Zuschauer (ausverkauft). -- Eichmann, Prugger; Dumoulin, Fluri

Tore: 11. Mercier (Romy, Rubin) 1:0. 14. Daniel Steiner (Hall, Lauper) 1:1. 18. D'Agostini (Romy, Loeffel) 2:1. 25. Rivera (D'Agostini, Romy/Ausschluss Hall) 3:1. 31. (30:40) Daniel Steiner (Giroux, Bouillon/Ausschlüsse Romy, Rod) 3:2. 36. Jacquemet (Mercier, Rod) 4:2.

Strafen: 7mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 4mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Rubin; Hall.

Genève-Servette: Bays; Vukovic, Marti; Dario Trutmann, Bezina; Loeffel, Mercier; Eliot Antonietti, Iglesias; Jacquemet, Romy, Kast; D'Agostini, Tom Pyatt, Taylor Pyatt; Rubin, Rod, Picard; Traber, Rivera, Roland Gerber.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Bouillon, Birbaum; Gautschi, Kobach; Trunz, Chavaillaz; Zgraggen; Daniel Steiner, Hall, Lauper; Stucki, Aucoin, Giroux; Grassi, Schlagenhauf, Elias Bianchi; Duca, Fuchs, Dostoinow; Lhotak.

Bemerkungen: Genève-Servette ohne Lombardi, Robert Mayer, Simek (alle verletzt) und Ranger (überzähliger Ausländer), Ambri-Piotta ohne O'Byrne, Pestoni und Grieder (alle verletzt). - Timeout Ambri-Piotta (30:27).



Match-Zusammenfassung
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si. Erstmals seit dem 20. September gewinnt der Genève-Servette HC zweimal hintereinander. Auf den Auswärtssieg in Rapperswil folgt ein 4:2 in Genf gegen Ambri-Piotta.

Dabei waren die Voraussetzungen für die Servettiens für diese Doppelrunde alles andere als gut. Derweil die Konkurrenz nach der Nati-Pause wieder trainieren konnte, bewältigte der GSHC eine beschwerliche Reise in den hohen Norden, wo in Lappeenranta in einem Penaltyschiessen das Out aus der Champions League erfolgte. Zudem hatte Genf gegen Ambri die letzten beiden Duelle verloren. Mit abgeklärten Leistungen fand Servette jedoch nach vorher vier Niederlagen am Freitag und Samstag binnen 24 Stunden zu zwei Siegen.

Gegen den HC Ambri-Piotta spielte Servette gewiss nicht grandios. Der neutrale Beobachter bekam sogar den Eindruck, dass die Gäste aus dem Tessin mehr Aufwand betrieben und die grössere Leistungsbereitschaft an den Tag legten. Die Genfer jedoch bewahrten vor 7135 Zuschauern die Geduld und die Ruhe und wurden für diese Vorsicht belohnt. Jonathan Mercier erzielte nach zehn Minuten sein erstes Saisontor (1:0), drei Minuten nach Ambris Ausgleich brachte Matt D'Agostini die Genfer sogleich wieder in Führung, und auch das zweite Goal von Ambris Daniel Steiner beantwortete das Heimteam mit dem 4:2 durch Arnaud Jacquemet.

Weitere Highlights neben dem Genfer Sieg bildeten die ausverkaufte, stimmungsvolle Les-Vernets-Halle und der Plüschtierregen nach Merciers erstem Goal. Zum zehnten Mal fand die Plüschtier-Wohltätigkeitsaktion aux Vernets statt. Servette war der erste Klub, der diese Aktion, die mittlerweile von den meisten NLA-Klubs übernommen wurde, in der Schweiz eingeführt hat. Bei der Premiere 2005 flogen 3000 Plüschtiere aufs Eis, vor einem Jahr waren es 7000, und in diesem Jahr wird in Genf immer noch gezählt.




[ Ambri ] - [ Biel ]

3:4 (2:1, 0:0, 1:2, 0:0) n.P.
20. Runde - Frietag, 14. November 2014
Valascia Ambri -- 4501 Zuschauer -- Eichmann, Küng; Huggenberger, Wüst

Tore: 1. (0:42) Steiner (Lauper, Hall) 1:0. 11. Chavaillaz (Schlagenhauf) 2:0. 18. Spylo (Umicevic, Rossi) 2:1. 47. Rossi (Kamber, Umicevic) 2:2. 59. (58:58) Aucoin (Giroux) 3:2; 60. (59:31) Umicevic (Jecker) 3:3. - Penaltyschiessen: Hall -, Niklas Olausson -; Aucoin 1:0, Arlbrandt -; Giroux -, Oliver Kamber 1:1; Daniel Steiner -, Spylo 1:2; Duca -.

Strafen: 7mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 6mal 2 Minuten gegen Biel. - PostFinance-Topskorer: Hall; Arlbrandt.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Birbaum, Bouillon; Gautschi, Kobach; Trunz, Sidler; Chavaillaz; Daniel Steiner, Hall, Lauper; Grassi, Schlagenhauf, Elias Bianchi; Stucki, Aucoin, Giroux; Duca, Fuchs, Dostoinow; Fabian Lüthi.

Biel: Simon Rytz; Joggi, Gloor; Nicholas Steiner, Jecker; Cadonau, Fey; Gossweiler, Wellinger; Arlbrandt, Niklas Olausson, Wetzel; Tschantré, Gaetan Haas, Spylo; Rossi, Oliver Kamber, Herburger; Umicevic, Peter, Ehrensperger.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne O'Byrne und Pestoni, Biel ohne Jelovac, Untersander, Meili (alle verletzt) und Rouiller (krank). - Lattenschuss Giroux (54.). - Timeout Biel (63.). - Trauerminute für Marco Lombardi, ehemaliger Präsident von Ambri-Piotta (1990 - 92).


Match-Zusammenfassung
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58:58 Minuten zeigt die Matchuhr in der Valascia an; die Halle tobt und die Fans jubeln, denn soeben haben sich die derzeit eher flügellamen "Zwillinge" Giroux und Aucoin herrlich zum 3:2 kombiniert. Wäre dies das Endresultat gewesen, hätte Ambrì den Abstand zu Biel auf zwei Einheiten verkleinern können - und den Strich in Sichtweite gehabt. Umicevic lässt den schönen Traum platzen, gleicht nur 33 Sekunden später aus und ebnet seinem Team den Weg zum späteren Sieg, den Kamber und Spylo unter Dach und Fach bringen, denn sie beide treffen im Penaltyschiessen und stürzen Ambrì ins vorübergehende Elend.


Und vorher? Da markieren die Einheimischen Präsenz, kombinieren toll und führen nach elf Minuten und Toren von Steiner sowie dem energisch nachsetzenden Chavaillaz mit 2:0. Spylo - natürlich mit einem seiner gefürchteten Handgelenkschüsse - markiert noch vor dem ersten Sirenenton den Anschlusstreffer, den Ambrì-Piotta postwendend wieder hätte wegstecken können, würde man im Powerplay erfolgreicher agieren. Fünf gegen drei Feldspieler schaffen den dritten Treffer aber nicht, was die Gäste beflügelt. Diese erwachen aus ihrer Lethargie, spielen schneller und direkter - und gewinnen die Mehrzahl der Zweikämpfe. Der Ausgleich liegt mehr als nur einmal in der Luft und wird dann im Schlussabschnitt Tatsache, als Rossi im Anschluss an ein zwingendes Überzahlspiel das 2:2 erzielt.

Bevor sich die Ereignisse in der Schlussminute überschlagen, tanzt sich Giroux durch die gegnerischen Abwehrreihen, setzt den Puck aber an die Latte. Später, als man sich die Punkte geteilt hat und in der Verlängerung spielt, darf sich Biel abermals mit einem Mann mehr versuchen. Ambrì und dessen drei Haudegen werfen sich jedoch in alle Schüsse und retten sich ins eingangs erwähnte Penaltyschiessen, wo es die kalte Dusche gibt - und neu einen Abstand von sechs Punkten zu Biel und zum achten Platz.

Bitter für die Leventiner und deren Fans, die nach dem Spiel mit hängenden Köpfen davonschleichen und - passend zum verpatzten Abend - den Heimweg im strömenden Regen antreten müssen.

Heute Samstag geht es gegen Genf, am Dienstag kommt Lausanne in die Valascia. Es sind dies, im düsteren November 2014, Spiele der Wahrheit!

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher


si. In extremis hievt sich der EHC Biel wieder über den Playoff-Strich. Die Seeländer gewinnen in Ambri mit 4:3 nach Penaltyschiessen.

Nicht nur wegen des dramatischen Finishs ärgerten sich Trainer und Spieler des HC Ambri-Piotta nach der Niederlage grün und blau. Diese Partie hätten die Leventiner nie und nimmer aus der Hand geben dürfen. Ambri führte nach elf Minuten und Goals von Daniel Steiner und Benjamin Chavaillaz mit 2:0. Sie kontrollierten 40 Minuten lang die Partie. Dann nahmen sie aber den Fuss vom Gas, was dem EHC Biel die Wende ermöglichte. Ahren Spylo (18.) und Matthias Rossi (47. in Überzahl realisierten für die Gäste den Ausgleich.

Ambri forcierte daraufhin wieder die Offensive, kam zu einem Lattenschuss durch Alexandre Giroux (54.) und 62 Sekunden vor Schluss zum vermeintlichen Siegtor durch Keith Aucoin. Aber nochmals gab das Team von Serge Pelletier die Partie aus der Hand. Dragan Umicevic glich 29 Sekunden vor Schluss mit sechs gegen fünf Feldspielern aus. Und im Penaltyschiessen holte Biel zum dritten Mal am Abend einen Rückstand auf.

Zum Matchwinner avancierte am Ende Ahren Spylo. Im zweiten Abschnitt hatte Spylo nach einem missglückten Ausflog von Ambris Keeper Sandro Zurkirchen den Puck aus kurzer Distanz am leeren Tor vorbeigeschossen. Diesen Faux-pas machte Spylo im Penaltyschiessen mit dem verwerteten Versuch zum 2:1 gut. Paolo Duca hätte danach für Ambri noch ausgleichen können, jedoch parierte Biels Torhüter Simon Rytz den Versuch.





[ Ambri ] - [ Fribourg ]

4:3 (2:1, 0:0, 1:2, 0:0) n.P.
19. Runde - Samstag, 1. November 2014
Valascia Ambri -- 5672 Zuschauer -- Koch, Linde (SVE); Bürgi, Espinoza

Tore: 3. (2:40) Stucki (Trunz, Birbaum) 1:0. 4. (3:26) Kwiatkowski (Tristan Vauclair) 1:1. 10. Daniel Steiner (Gautschi, Hall) 2:1. 48. (47:39) Sprunger 2:2. 49. (48:14) Birbaum (Elias Bianchi, Schlagenhauf) 3:2. 60. (59:33) Kamerzin (Huguenin, Pouliot) 3:3 (ohne Torhüter). - Penaltyschiessen: Hall 1:0, Pouliot 1:1; Aucoin 2:1, Benny Plüss -; Giroux 3:1, Sprunger 3:2; Daniel Steiner -, Tambellini 3:3; Stucki -, Hasani -; Pouliot 3:4, Giroux 4:4; Pouliot -, Giroux 5:4.

Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 7mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron. - PostFinance-Topskorer: Giroux; Sprunger.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Bouillon, Birbaum; Gautschi, Chavaillaz; Trunz, Sidler; Zgraggen; Stucki, Aucoin, Giroux; Daniel Steiner, Hall, Lauper; Duca, Fuchs, Dostoinow; Grassi, Schlagenhauf, Elias Bianchi; Fabian Lüthi

Fribourg-Gottéron: Melvin Nyffeler; Ngoy, Kwiatkowski; Kamerzin, Schilt; Maret, Huguenin; Maxime Montandon, Marghitola; John Fritsche, Ness, Tristan Vauclair; Mottet, Pouliot, Tambellini; Sprunger, Dubé, Benny Plüss; Hasani, Wirtanen, Brügger.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne O'Byrne, Pestoni und Kobach, Fribourg-Gottéron ohne Marc Abplanalp, Monnet, Helbling, Bykow (alle verletzt) und Mauldin (krank). Tristan Vauclair verletzt ausgeschieden (43.). - Pfostenschüsse: Giroux (26.); Hasani (8./Latte).



Match-Zusammenfassung
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Ehre, wem Ehre gebührt: Es sind die grossartigen Fans, denen der sportliche Misserfolg nichts anhaben kann, denn zum samstäglichen Heimspiel gegen Fribourg-Gottéron pilgern 5700 Fans in die Valascia und sorgen dafür, dass die Emotionen und das Feuer von Anfang an da sind. Das energieraubende Derby vom Vorabend scheint keine Spuren hinterlassen zu haben, so dass sich gegen die offensiv ausgerichteten Gäste ein schnelles Spiel entwickelt. Stuckis Hammer ins Lattenkreuz lässt die Valascia früh beben, wobei der Jubel ebenso schnell verebbt, weil Kwiatkowski praktisch im Gegenzug den Ausgleich erzielt. Dann lenkt Steiner - endlich wieder einmal er - die Scheibe zum zwischenzeitlichen 2:1 ins Netz.

Das Mitteldrittel bringt ebenso schnelles Hockey - mit Chancen im Minutentakt und auf beiden Seiten. Die Torhüter aber verköpern Extraklasse und lassen die Stürmer auf beiden Seiten fast verzweifeln. Klar auch, dass das Powerplay von Ambrì wiederum nicht wie gewünscht funktioniert, dafür aber stimmen Einsatz und Leidenschaft umso mehr.

Es braucht die individuelle Klasse von Julien Sprunger, der seinem Team mit dem 2:2 neues Leben einhaucht: Sein präziser Schuss lanciert die Partie zwölf Minuten vor Schluss noch einmal neu. Gut für das Heimteam, dass Birbaum die schnelle Antwort parat hat, nach schönem Durchspiel mit Bianchi und Schlagenhauf die erneute Führung erzielt - und die Hoffnung auf drei Punkte aufs Neue nährt. In der hektischen Schlussphase überschlagen sich die Ereignisse dann aber, denn Tambellini trifft - via Bein eines Ambrì-Verteidigers - nur die Latte. Dann versetzt Kamerzin die Valascia in Schockstarre: Sein Hammer - genau 27 Sekunden vor Schluss - passt ziemlich genau und führt dazu, dass man sich die Punkte nach 60 Minuten teilt.

Da die Verlängerung keinen Sieger ermitteln kann, geht es ins Penaltyschiessen, das in ein Duell zwischen Pouliot (Fribourg) und Giroux (Ambrì) mündet. Der Freiburger trifft zweimal, Giroux gar dreimal, was um 22:32 Uhr und nach einem aufwühlenden Eishockeyabend zwei wertvolle Punkte für den HC Ambrì-Piotta bedeutet. Dieser geht nun mit 18 Punkten in die Natipause.

Am 14. November 2014 geht es im Heimspiel gegen den EHC Biel vor allem darum, den Abstand zum Strich weiter zu verringern. Über diesem sitzen neu nämlich die Kloten Flyers und das schwächelnde Genf. Beide haben 24 Punkte auf ihrem Konto.

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher





[ Lugano ] - [ Ambri ]

3:1 (1:0, 0:0, 2:1)
18. Runde - Freitag, 31. Oktober 2014
Resega Lugano -- 7800 Zuschauer (ausverkauft) -- Wiegand, Vinnerborg (Sd), Fluri, Tscherrig

Tore: 17. Hirschi (Klasen, Pettersson) 1:0. 44. (43:14) Lauper (Hall, Birbaum) 1:1. 44. (43:51) Pettersson (Kostner, Klasen/Ausschluss Steiner) 2:1. 60. Pettersson 3:1 (technisches Tor).

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Lugano, 7mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Pettersson; Giroux.

Lugano: Merzlikins; Hirschi, Schlumpf; Kparghai, Ulmer; Chiesa, Kienzle; Riccardo Sartori; Pettersson, Sannitz, Klasen; Kuonen, Filppula, Walsky; Walker, McLean, Kostner; Fazzini, Dal Pian, Romanenghi.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Birbaum, Bouillon; Gautschi, Kobach; Trunz, Siedler; Zgraggen, Chavaillaz; Steiner, Hall, Lauper; Stucki, Aucoin, Giroux; Grassi, Schlagenhauf, Bianchi; Duca, Fuchs, Dostoinov.

Bemerkungen: Lugano ohne Vauclair, Steinmann, Murray, Maurer, Balmelli (alle verletzt), Ambri ohne O'Byrne, Pestoni (beide verletzt), Grieder, Lüthi, Lhotak (alle überzählig). Ambri ab 59:15 ohne Torhüter. 60. (59:41) Timeout von Ambri. 



Match-Zusammenfassung
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Si. Die Bianconeri müssen für den 3:1-Erfolg gegen den Rivalen lange zu leiden.

Der dritte Heimsieg in Folge gegen Ambri ist von einer schwedischen Note geprägt. Das geniale Duo Klasen/Pettersson war mehrfach nicht zu stoppen. Hirschis 1:0 bereiteten die beiden technisch brillanten Nordländer vor. Und als Lauper den Ausgleich (44.) erzwang, benötigte Topskorer Pettersson nur 37 Sekunden zur Antwort. Sekunden vor Schluss und wenige Meter vor dem leeren Gehäuse kam er wegen eines Fouls der Leventiner gegen ihn in den Genuss eines seltenen technischen Tors.

Mit 16 Treffern führt der frühere KHL-Stürmer das Ranking der besten NLA-Stürmer überlegen an. Angreifer seiner Güteklasse hat Ambri derzeit nicht zu bieten. Die Gäste erzeugten in der Schlussphase zwar enorm Druck und konfrontierten Patrick Fischers Squadra teilweise mit erheblichen Problemen. Lugano überstand den späten Ansturm dank Keeper Merzlikins unbeschadet.

Derweil die Lugano-Tifosi im neunten Heimspiel den achten Sieg zelebrierten, steckt Ambri nach dem 199. Vergleich mit dem Erzrivalen tief unten in der Rangliste fest. Ein Playoff-Platz ist momentan nicht mehr im Blickfeld. Für Serge Pelletier bahnen sich heikle Tage und Wochen an. Die Krise nimmt ungemütliche Formen an - sieben Niederlagen in Folge hat Ambri mittlerweile angehäuft.

Anmerkungen Fipo:
Waren die Leistungen in jüngster Vergangenheit nicht immer über alle Zweifel erhaben, gibt es diesmal nicht viel auszusetzen. Ambri zeigte im 199. Tessiner Derby gegen das heimstarke Lugano eine gute Leistung und hätte mit etwas mehr Wettkampf-Glück sogar Punkte mit nach Hause nehmen können.

Einmal mehr zum wegschauen, war das inexistente Powerplay unserer Squadra. Das steht zweifellos im Zusammenhang mit der Tatsache, dass wir momentan keinen sogenannten Parade-Block aufs Eis bringen. Es fehlt ein Blueliner und ein spielstarker Center, welche das Heft in die Hand nehmen und auch mal den Unterschied ausmachen. Solche Spieler stehen leider meistens in den Reihen unserer Gegner.



[ Ambri ] - [ Kloten ]

3:4 (1:1, 1:3, 1:0)
17. Runde - Samstag, 25. Oktober 2014
Valascia Ambri -- 5108 Zuschauer -- Kurmann, Wehrli; Abegglen, Mauron

Tore: 3. Stancescu (Bühler, Lemm) 0:1. 13. Aucoin (Gautschi, Bouillon/Ausschluss Hollenstein) 1:1. 22. Trunz 2:1. 24. Praplan (Hollenstein, Schelling) 2:2. 32. (31:31) Bieber (von Gunten, Santala/Ausschluss Stucki) 2:3. 33. (32:18) Santala (Romano Lemm, Dupont/Ausschluss Stucki) 2:4. 51. Fuchs (Hall, Aucoin/Ausschluss Back) 3:4.

Strafen: 3mal 2 plus 5 Minuten und Spieldauer (Stucki) gegen Ambri-Piotta, 4mal 2 Minuten gegen Kloten Flyers. – PostFinance-Topskorer: Giroux; Bieber.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Gautschi, Kobach; Bouillon, Chavaillaz; Trunz, Sidler; Birbaum; Grassi, Hall, Elias Bianchi; Stucki, Aucoin, Giroux; Daniel Steiner, Schlagenhauf, Dostoinow; Duca, Fuchs, Fabian Lüthi; Lauper.

Kloten Flyers: Martin Gerber; von Gunten, Back; DuPont, Harlacher; Vandermeer, Frick; Gian-Andrea Randegger, Schelling; Hollenstein, Santala, Bieber; Leone, Kellenberger, Casutt; Stancescu, Romano Lemm, Bühler; Simon Bodenmann, Liniger, Praplan.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne O'Byrne, Pestoni und Zgraggen, Kloten Flyers ohne Jenni, Guggisberg, Stoop (alle verletzt) und Peter Mueller (krank). – Timeout Ambri-Piotta (59:17).



Match-Zusammenfassung
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Die nackte mathematische Wahrheit liest sich wie ein Albtraum: 16 Spiele, 16 Punkte, Rang 10 - sieben Punkte unter dem Strich, über dem im Moment der EHC Biel sitzt. Die sechste Niederlage in Serie könnte man den Schiedsrichtern in die Schuhe schieben, was aber nur schlechte Verlierer tun. Festgehalten sei an dieser Stelle lediglich, dass das Duo Kurmann/Wehrli nicht seinen besten Abend einzieht, die matchentscheidende Strafe aber - fünf Minuten gegen Stucki - korrekt ausspricht und nichts dafür kann, dass die Klotener in dieser Phase und in nur 47 Sekunden aus einem 2:2 ein 2:4 machen. Bitter für Ambrì, das kurz zuvor gar in Führung ging und die erneut über 5000 Fans auf einen Punktgewinn hoffen liess.

Diese Hoffnung stirbt auch nicht nach der Doppelführung der Flyers, denn die Leventiner sind heute präsent, wirken überhaupt nicht desolat, führen die Checks sauber zu Ende - kurz: Sie spielen einen guten Match. Und hätten den Ausgleich insgesamt verdient. So aber bleibt der erste Saisontreffer von Jason Fuchs nach 51 Minuten nicht mehr als Resultatkosmetik. Das 3:4 ist die sechste Niederlage in Serie, die dritte in dieser Woche - und weil der EHC Biel gegen Lugano gewinnt, wird der Abstand am Strich nochmals grösser.

Die positiven Nachrichten des Abends? Aucoin trifft wieder, auch das Powerplay ist verbessert und die Moral scheint intakt. Entsprechend gibt es nach dem Match auch keine Pfiffe gegen das Heimteam, sondern vielmehr gegen die Schiedsrichter, die das Eisfeld unter wüsten Verwünschungen verlassen müssen. Fast jetzt schon klar, dass sich Ambrì hier eine weitere Busse holen wird, zumal auch das Eis immer mal wieder gereinigt werden musste.

Nächsten Freitag geht es zum Derby nach Lugano. Dann kommt Fribourg in die Valascia - und dann geht es in die Natipause.

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher





[ Zug ] - [ Ambri ]

5:1 (2:0, 2:1, 1:0)
16. Runde - Freitag, 24. Oktober 2014
Bossard Arena -- 6151 Zuschauer -- Eichmann, Küng; Abegglen, Mauron

Tore: 4. Ramholt (Bürgler, Earl) 1:0. 7. Martschini (Sondell, Suri) 2:0. 21. (20:20) Aucoin (Giroux, Bouillon/Ausschluss Earl) 2:1. 34. Sondell (Bouchard, Earl/Ausschlüsse Bouillon, Trunz) 3:1. 38. Ramholt (Martschini, Grossmann) 4:1. 60. (59:52) Herzog (Suri, Sondell/Auschluss Stucki) 5:1.

Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Zug, 8mal 2 Minuten gegen Ambri. - PostFinance-Topskorer: Bouchard; Giroux.

Zug: Stephan; Ramholt, Grossmann; Andersson, Sondell; Simon Lüthi, Alatalo; Erni, Blaser; Bürgler, Earl, Bouchard; Martschini, Holden, Suri; Herzog, Sutter, Bertaggia; Lammer, Diem, Fabian Schnyder.

Ambri-Piotta: Flückiger (41. Zurkirchen); Gautschi, Kobach; Bouillon, Chavaillaz; Trunz, Sidler; Bonnet, Birbaum; Grassi, Hall, Bianchi; Stucki, Aucoin, Giroux; Daniel Steiner, Schlagenhauf, Fabian Lüthi; Duca, Fuchs, Lhotak.

Bemerkungen: Zug ohne Christen (überzählig), Morant (verletzt), Ambri ohne O'Byrne, Pestoni und Zgraggen (verletzt), sowie Dostoinov, Lauper und Grieder (überzählig). - 7. Timeout Ambri-Piotta. - 10. Bürgler verletzt ausgeschieden.

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Sehen wir es pragmatisch: Die teuerste Zuger Mannschaft aller Zeiten, deutlich besser bestückt als letzte Saison, müsste Ambrì vom Potenzial her 60 Minuten lang an die Wand spielen. Das schaffen die Kolinstädter nicht - im Gegenteil: Wie die Zuger im Mitteldrittel plötzlich den Faden verlieren, praktisch kein Bein vors andere bringen und mehrmals Gefahr laufen, den Ausgleich zu kassieren, müsste Harold Kreis nachdenklich stimmen. Doch wenn es läuft, dann läuft es eben schlussendlich doch - und die Eishockeygötter und ein klein wenig die Schiedsrichter helfen mit, dass es nach 40 gespielten Minuten dann doch 4:1 steht, was der Entscheidung gleichkommt. Sondell nutzt die doppelte numerische Überlegenheit zum zwischenzeitlichen 3:1, Ramholt zielt zum zweiten Mal an diesem Abend präzis und versetzt den Gästen mit dem 4:1 den Todesstoss.

Zuvor startet Ambrì überraschend gut, hat mit Schlagenhauf, Giroux und später Aucoin Chancen, die man - wenn es dann eben laufen würde - ganz bestimmt in Tore umgemünzt hätte. Im Konjunktiv aber schiesst man keine Tore - im Gegenteil: Der EV Zug lässt in dieser Phase seine Abgeklärtheit aufblitzen, schiesst eine frühe Führung und trifft kurz nach Ablauf einer Strafe gegen Ambrì mit dem wirbligen Martschini zum 2:0. Das ist hart für die Leventiner, die heute (wieder) Charakter zeigen, rennen, fighten und sich in die Schüsse werfen ...

... und nach dem Anschlusstreffer durch Aucoin - endlich er - gar Hoffnungen auf Punktezuwachs hegen dürfen. Die eingangs geschilderten Szenen, die zum dritten und vierten Gegentreffer führen, brechen den tapferen Tessinern dann aber das Genick.

Und der EV Zug? Er verfügt in der Person von Tobias Stephan über einen Torhüter der Extraklasse, weiss valable Verteidiger in seinen Reihen und hat ein Ausländerquartett mit Talent. Da kann man verkraften, dass Dario Bürgler nach einem Assist und zehn Minuten bereits wieder verletzt ausfällt. Und man wird dieses Jahr ganz bestimmt nicht um die Playoff-Qualifikation zittern müssen, denn qualitativ zu breit abgestützt ist die diesjährige Mannschaft. Ob es allerdings zum ganz grossen Wurf reichen wird, wird sich weisen müssen.

Der HC Ambrì-Piotta darf - trotz erneut hoher Niederlage - guten Mutes in die die morgige, schicksalshaft anmutende Partie gegen den Angstgegner aus Kloten antreten.

Bleibt zum Schluss des Abends nur noch die Frage offen, wie über 6000 Fans für eine dermassen traurige Stimmung sorgen können. Da bleibt nur noch die Erinnerung an die gute, alte Herti-Halle, wo die Menge bei (fast) jedem Gotthard-Derby so abtobte, dass einem Angst und Bange wurde!

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher    





[ Davos ] - [ Ambri ]

6:0 (1:0, 2:0, 3:0)
15. Runde - Dienstag, 21. Oktober 2014
Vaillant Arena Davos -- 3279 Zuschauer. -- Popovic, Vinnerborg; Espinoza, Kovacs

Tore: 10. M. Wieser (Kindschi, Du Bois) 1:0. 27. Lindgren (Axelsson, Schneeberger) 2:0. 36. Lindgren (Axelsson, Schneeberger) 3:0. 50. Axelsson (Lindgren, Corvi/Ausschluss Fuchs) 4:0. 52. Axelsson (Schneeberger, Koistinen) 5:0. 58. M. Wieser (D. Wieser, Du Bois) 6:0.

Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Davos, 3mal 2 Minuten gegen Ambri. – PostFinance-Topskorer: Lindgren; Giroux.

Davos: Genoni; Félicien Du Bois, Kindschi; Schneeberger, Koistinen; Samuel Guerra, Camperchioli; Jan von Arx, Paschoud; Marc Wieser, Ambühl, Dino Wieser; Gregory Hofmann, Lindgren, Axelsson; Simion, Corvi, Jörg; Sven Ryser, Reto von Arx, Sieber.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Gautschi, Kobach; Birbaum, Bouillon; Trunz, Sidler; Grieder, Chavaillaz; Daniel Steiner, Hall, Lhotak; Dostoinow, Aucoin, Giroux; Grassi, Schlagenhauf, Elias Bianchi; Duca, Fuchs, Lauper.

Bemerkungen: Davos ohne Samuel Walser, Forster, Paulsson und Sciaroni, Ambri-Piotta ohne O'Byrne, Zgraggen, Pestoni und Stucki (alle verletzt). – Zurkirchen hält Penalty von Marc Wieser (35:33).


Match-Zusammenfassung
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Was soll man sagen, wenn die eine Mannschaft so spielt, als würde sie ein Vorbereitungsspiel im Sommer bestreiten - und die andere so agiert, dass eine Steigerung im negativen Sinne schon fast nicht mehr möglich scheint?

Nun, der HC Ambrì-Piotta hätte sich die Reise ins Bündnerland sparen können, denn die Schwächen, die sich in den letzten Spielen akzentuiert hatten, zeigen sich auch heute Abend: Ausländer, die nach wie vor nicht das bringen, was Ambrì bräuchte. Und ein Powerplay, das diese Bezeichnung nicht verdient, denn zum Teil finden die Pucks gar nicht erst den Weg aufs Tor.

Und der HCD? Der surft, entgegen aller Prognosen, immer noch auf der Welle der Euphorie - und mischt die Liga mächtig auf. Allerdings muss auch festgehalten werden, dass der HCD - bei genauem Hinsehen - über eine Mannschaft mit viel Potenzial verfügt und in dieser Verfassung fraglos zu den besten vier Teams der Schweiz gehört.

Und der HC Ambrì-Piotta? Jemand liess sich diese Woche dahingehend zitieren, dass ein schlechter Saisonstart wie eine Erkältung sei, die man den ganzen Winter über nicht mehr loswerde. Eine Parallele zu den Leventinern ziehend, kann man sagen, dass diese im Moment im Wartezimmer des Hausarztes sitzen - und darauf warten, die richtige Medikation zu bekommen. Auf dass sich die Nordtessiner nicht noch plötzlich eine Lungenentzündung holen.

Am Freitag geht es weiter in Zug, am Samstag kommen die Kloten Flyers in die Valascia.

Bearbeitung: Gabriel Aeschbacher





[ Ambri ] - [ ZSC ]

1:5 (0:1, 0:1, 1:3)
14. Runde - Samstag, 18. Oktober 2014
Valascia Ambri -- 5689 Zuschauer -- Kurmann, Prugger; Borga, Bürgi

Tore: 13. Wick (Baltisberger, Shannon) 0:1. 29. Shannon (Baltisberger, Wick) 0:2. 48. Cunti (Nilsson) 0:3. 51. Cunti (Bärtschi, Schäppi) 0:4. 53. Seger (Bärtschi, Geering) 0:5. 59. Grassi (Schlagenhauf, Lüthi) 1:5.

Strafen: je 2mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Giroux; Wick.

Ambri-Piotta: Zurkirchen (53. Flückiger); Birbaum, Bouillon; Gautschi, Kobach; Trunz, Sidler; Chavaillaz; Duca, Hall, Giroux; Steiner, Aucoin, Lhotak; Grassi, Schlagenhauf, Bianchi; Lauper, Fuchs, Dostoinow; Lüthi.

ZSC Lions: Flüeler; Stoffel, Bergeron; Blindenbacher, Geering; Seger, Schnyder; Siegenthaler; Baltisberger, Shannon, Wick; Bärtschi, Cunti, Schäppi; Künzle, Trachsler, Nilsson; Fritsche, Malgin, Bastl; Neuenschwander.

Bemerkungen: Ambri ohne O'Byrne, Zgraggen, Pestoni, Stucki (verletzt) sowie Bonnet, Grieder (überzählig). ZSC Lions ohne Keller, Tabacek (verletzt) und Smith (krank). Lattenschuss Hall (34.).


Match-Zusammenfassung
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Knapp 5700 Fans kommen in die Valascia, um das Heimdebüt von Francis Bouillon zu sehen. Und sie staunen, denn der 39-jährige NHL-Saurier ist agil, schneller als einige seiner Mitspieler und er hat ein gutes Auge für den ersten (präzisen) Pass. Aber auch er kann nicht verhindern, dass die rein mathematische Analyse der letzten drei Spiele ziemlich verheerend ausfällt: 180 Minuten gespielt, ein Tor geschossen und deren zwölf erhalten. Da liegt es auf der Hand, dass man so keine Spiele gewinnen kann!

Und doch gibt es auch positive Aspekte: Dank der Niederlagen von Kloten und Biel bleibt Ambrì auf dem 8. Platz und momentan über dem Strich. Und: Die Mannschaft lebt, Charakter und Einsatz stimmen heute Abend, auch wenn das klare 1:5 vordergründig andere Schlüsse zulassen würde.

Man darf aber auch nicht blauäugig sein und muss zur Kenntnis nehmen, dass die Leader im Team - und damit sind nicht nur die Ausländer gemeint - nicht auf Touren kommen. Da ist eine Korrektur gefragt - je schneller, desto besser.

Die Lions ihrerseits zeigen, dass sie nicht umsonst an der Spitze stehen: Sie sind mit wahnsinnig viel Talent gesegnet, spielen die Scheibe scheinbar beliebig durch Ambrìs Abwehrreihen, münzen ihre Überlegenheit aber lange nicht in Tore um. Das 0:1 durch Wick und das nicht unhaltbar scheinende 0:2 durch Shannon werfen die Leventiner nicht aus der Bahn. Im Gegenteil: Mit viel Leidenschaft und Kampfgeist stemmen sich die Nordtessiner gegen die dritte Niederlage in Serie. Aber da steht entweder die Latte - Hall zielt nach 34 Minuten zu genau - im Weg. Oder dann Torhüter Flüeler, der kurz vor dem zweiten Sirenenton mirakulös rettet.

Klar, dass der dritte Treffer - ein Volley-Hammer von Cunti - die Entscheidung bedeutet. Und ebenso klar ist, dass die Lions während den gesamten 60 Minuten keine Konzessionen machen, das Niveau hoch halten und sehr zielstrebig nach vorne spielen. Der etwas gar fürstliche Lohn sind zwei weitere Treffer, wobei sich auch noch Oldie Seger mit einem (sehenswerten) Distanzschuss unter die Torschützen reiht. Daniele Grassi rettet die Ehre der Einheimischen und erzielt kurz vor Schluss wenigstens den Ehrentreffer.

Kommenden Dienstag geht es in Davos weiter, bevor mit Zug und Kloten weitere, schwere Brocken warten - non mollare mai; Forz'Ambrì!

Bericht: Gabriel Aeschbacher





[ Bern ] - [ Ambri ]

3:0 (0:0, 1:0, 2:0)
13. Runde - Freitag, 17. Oktober 2014
PostFinance Arena -- 15665 Zuschauer -- Stricker, Wehrli; Kovacs, Progin

Tore: 37. Ritchie (Holloway, Gragnani/Ausschluss Schlagenhauf) 1:0. 41. Plüss (Bertschy, Blum) 2:0. 49. Berger (Furrer, Krueger) 3:0.

Strafen: je 4mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Ritchie; Giroux.

Bern: Bührer; Beat Gerber, Blum; Jobin, Gragnani; Kureger, Philippe Furrer; Flurin Randegger, Kreis; Kobasew, Martin Plüss, Bertschy; Holloway, Ritchie, Scherwey; Alain Berger, Reichert, Pascal Berger; Loichat, Gardner, Ruefenacht.

Ambri-Piotta: Flückiger; Gautschi, Kobach; Birbaum, Bouillon; Trunz, Sidler; Chavaillaz; Daniel Steiner, Hall, Dostoinow; Grassi, Aucoin, Giroux; Duca, Schlagenhauf, Elias Bianchi; Lauper, Fuchs, Lhotak; Fabian Lüthi.

Bemerkungen: Bern ohne Moser, Ambri-Piotta ohne O'Byrne, Pestoni und Stucki (verletzt) sowie Bonnet, Grieder und Zgraggen (überzählig). - Pfostenschuss Grassi (35.).


Match-Zusammenfassung
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si. Der SC Bern lädt gegen Ambri-Piotta nicht gerade zu einer Gala ein, setzt sich nach langer Anlaufszeit aber souverän mit 3:0 durch.

Erst in der 37. Minute und in Überzahl gelang dem SC Bern das Führungstor durch Byron Ritchie. Zuvor hatte Ambris Goalie Lukas Flückiger 17 Schüsse pariert. Als der Bann aber endlich gebrochen war, glänzte auch Flückiger nicht mehr wie vorher (drei Gegentore aus sieben Schüssen). In den ersten acht Minuten des Schlussabschnitts stellten Martin Plüss (2:0) und Alain Berger (3:0) Berns sechsten Heimsieg der Saison sicher.

Ambri-Piotta besass seine besten Momente im zweiten Abschnitt. Die Leventiner schlugen aber aus ihren ersten drei Powerplay-Chancen kein Kapital. Ausserdem traf Daniele Grassi in der 35. Minute solo vor Goalie Marco Bührer bloss den Pfosten. Zwei Minuten später nützte Bern eine Powerplay-Chance nach bloss 29 Sekunden zum Führungstor aus.

Ambri agierte in der Defensive solide; die Verteidigung wurde am Freitag ausserdem erstmals durch den 39-jährigen NHL-Haudegen Francis Bouillon (hat heute Geburtstag) verstärkt. Im Spiel gegen vorne gelang dem HC Ambri-Piotta aber wie bereits am Dienstag (1:3 daheim gegen die Lakers) wenig bis gar nichts. Bührer genügten 18 Paraden zum ersten persönlichen Shutout der Saison.




[ Ambri ] - [ Rapperswil ]

1:3 (1:0, 0:3, 0:0)
12. Runde - Dienstag, 14. Oktober 2014
Valascia Ambri -- 3583 Zuschauer (Saisonminusrekord) -- Massy, Popovic; Ambrosetti, Küng

Tore: 18. Hall (Giroux/Ausschluss Weisskopf) 1:0. 24. Friedli (Persson, Murray) 1:1. 30. Persson (Friedli, Walser) 1:2. 39. Danielsson (Persson, Walser/Ausschluss Gautschi) 1:3.

Stafen: je 2mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Giroux; Danielsson.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Trunz, Sidler; Kinrade, Kobach; Birbaum, Chavaillaz; Gautschi, Grieder; Grassi, Schlagenhauf, Dostoinow; Steiner, Hall, Bianchi; Duca, Aucoin, Giroux; Lauper, Fuchs, Lüthi.

Rapperswil-Jona Lakers: Wolf; Weisskopf, Walser; Sven Berger, Hächler; Geyer, Sataric; Lüthi; Friedli, Persson, Murray; Danielsson, Johansson, Pedretti; Nils Berger, Obrist, Neukom; Rizzello, Hürlimann, Reto Schmutz; Heitzmann.

Bemerkungen: Ambri ohne Stucki, Pestoni und O'Byrne (verletzt) sowie Bonnet, Zgraggen, Lhotak (überzählig); Rapperswil-Jona ohne Punnenovs, Frei, Flavio Schmutz, Eigenmann, Nodari (alle verletzt) und Fransson (überzählig). Timeout Ambri (25.). Ambri ab 58:41 ohne Goalie.


Match-Zusammenfassung
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Ob die zu Hause gebliebenen geahnt haben, was sie heute Abend erwarten würde? Nun, Ambrì bestätigt sich als "Sozialhelfer" und beschenkt die zuletzt sieben Mal (!) erfolglosen Lakers mit drei Punkten. Zählt man die drei Einheiten des spätsommerlichen Auftritts in der Diners Club Arena hinzu, muss mit Schrecken festgestellt werden, dass die Rosenstädter von bisher zehn Punkten deren sechs gegen die an diesem Abend grottenschlechten Leventiner geholt haben. Und wie beim Gastspiel in Rapperswil ist es auch beim zweiten Aufeinandertreffen so, dass die Gäste den Sieg überhaupt nicht gestohlen haben, denn das Schussverhältnis von 25:37 sagt zwar nicht alles, aber doch einiges darüber aus, wie der Match gelaufen ist.

Doch der Reihe nach: In Unterzahl zieht Rizzello alleine gegen Zurkirchen, verfehlt bei dieser 3:1-Situation aber Tor und Mitspieler, so dass es im Gegenzug Adam Hall ist, der das präzise Zuspiel von Alexandre Giroux zum schmeichelhaften 1:0 verwertet. Das ist - nach gut 19 Minuten - der einsame Höhepunkt, was die Mehrheit der knapp 3600 Fans zu diesem Zeitpunkt so noch nicht ahnen können. Oder doch? Indizien dafür gibt es einige: Da wäre die fehlende Intensität zum einen. Oder die miserable Passgenauigkeit zum anderen. Und natürlich soll an dieser Stelle nicht verschwiegen werden, dass die Gäste nicht den Eindruck abgeben, dass sie zuletzt (fast) nur verloren haben. Sie kombinieren stilsicher, haben die (an diesem Abend) besseren Ausländer - und münzen ihre spielerische Dominanz auch in Tore um.

Friedli (24.) läutet mit seinem 1:1 den Umschwung ein. Und ist später auch am zweiten Treffer der Lakers beteiligt. Dieser fällt exakt bei Spielmitte, wobei - wenig erstaunlich - Persson seinen Stock im Spiel hat. Genau so wie bei den anderen Treffern, wo er auch davon profitiert, dass ihm die Gegner freien Auslauf gewähren und so erst ermöglichen, sein Potenzial unter Beweis zu stellen.

Und Ambrì? Nicht, dass es am guten Willen fehlen würde. Es gibt aber halt einfach Abende, wo Stock und Puck nicht das machen wollen, was der Geist möchte. Und so bleibt es beim letztlich verdienten Sieg der Lakers, die den Anschluss ans breite Mittelfeld schaffen. Dort tummeln sich nach wie vor auch die Mannen von Serge Pelletier. Das ist - an einem tristen Abend - die gute Nachricht.

Weiter im Programm geht es hochkarätig: Am Wochenende warten auswärts der SC Bern und die Lions, die in der Valascia gastieren werden. Und in einer Woche geht es zum Match nach Daovs.

Matchbericht: Gabriel Aeschbacher
                     





[ Ambri ] - [ Servette ]

3:2 (2:0, 0:1, 0:1, 0:0) n.P.
11. Runde - Samstag, 11. Oktober 2014
Valascia Ambri -- 6062 Zuschauer -- Stricker, Wehrli; Mauron, Rohrer

Tore: 6. Hall (Birbaum, Bianchi) 1:0. 8. Grassi (Dostoinov, Kinrade) 2:0. 28. Taylor Pyatt (Tom Pyatt, Antonietti/Ausschluss Grassi) 2:1. 56. Simek (Picard, Tom Pyatt) 2:2.
Penaltyschiessen: Hall -, Simek -; Giroux 1:0, Rubin -; Aucoin -, Tom Pyatt 1:1; Steiner 2:1, Kast -; Dostoinov -, Romy 2:2; Romy -, Giroux 3:2.

Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Ambri, 7mal 2 Minuten gegen Servette. - PostFinance-Topskorer: Giroux; Rubin.

Ambri-Piotta: Flückiger; Birbaum, Chavaillaz; Kinrade, Kobach; Trunz, Sidler; Zgraggen; Steiner, Hall, Bianchi; Lauper, Aucoin, Giroux; Grassi, Schlagenhauf, Dostoinow; Duca, Fuchs, Lüthi; Lhotak.

Genève-Servette: Mayer; Vukovic, Ranger; Antonietti, Bezina; Marti, Trutmann; Iglesias; Rubin, Tom Pyatt, Taylor Pyatt; Kast, Romy, Picard; Simek, Rod, Jacquemet; Traber, Rivera, Gerber.

Bemerkungen: Ambri ohne Stucki, Gautschi, Pestoni und O'Byrne (alle verletzt), Servette ohne Mercier (verletzt), Loeffel (gesperrt) und D'Agostini (überzähliger Ausländer). Pfostenschüsse Tom Pyatt (18.) und Rubin (38.).



Match-Zusammenfassung
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si. Aus dem Spiel heraus gelingt Alexandre Giroux für einmal nichts, doch im Penaltyschiessen sorgt der Ambri-Kanadier doch noch für die Entscheidung. Ambri-Piotta siegt mit 3:2 gegen Servette.

Wenn Ambri-Piotta in dieser Saison zuhause spielt, bekommen die Zuschauer einiges fürs Geld. Jedes der fünf Spiele ging in die Verlängerung, vier anschliessend ins Penaltyschiessen - und nur Davos verliess die Valascia als glücklicher Sieger. Gestern Abend hätten es für Ambri auch drei Punkte sein können, wenn man nach einem starken ersten Drittel nicht zunehmend nachgelassen hätte. So war der Ausgleich Juraj Simeks zum 2:2 vier Minuten vor dem Ende für die Genfer hochverdient.

Alexandre Giroux, der am Freitagabend in Biel zum 3:2 dreimal getroffen hatte, vergab 55 Sekunden vor Schluss den Matchpuck für die Leventiner - und war dann im Penaltyschiessen doch wieder die grosse Figur. Giroux und Daniel Steiner hatten Ambri zweimal in Führung gebracht, Tom Pyatt und Kevin Romy mit dem fünften Versuch Servettes wieder ausgeglichen. Romy versuchte es in der Verlängerung des Penaltyschiessens gleich noch einmal und scheiterte. Giroux liess sich nicht zweimal bitten und verlud Servettes Goalie Robert Mayer ein zweites Mal.

Im ersten Drittel hatten Adam Hall, der einen Schuss von Geburtstagskind Alain Birbaum (29 Jahre) ablenkte, und Daniele Grassi nach einem schönen, wenn auch wenig gestörten Solo das Heimteam 2:0 in Führung gebracht. Danach kämpfte sich das Team von Chris McSorley aber kontinuierlich zurück ins Spiel. Kurz vor Matchhälfte verkürzte Taylor Pyatt mit seinem vierten Saisontor, alle im Powerplay, auf 1:2. Im Schlussdrittel verteidigte Ambri seinen Vorsprung lange Zeit hartnäckig, ehe Simek den Genfern doch noch einen verdienten Punkt sicherte.

Dank dem einen Punkt blieb Servette, das nun vier der letzten fünf Spiele verloren hat, vor Lausanne und Ambri auf Platz 5. Ambri bestätigt jedoch seine überraschend gute letzte Saison immer mehr und hält sich über dem Strich auf einem Playoff-Platz.




[ Biel ] - [ Ambri ]

2:4 (1:0, 1:2, 0:2)
10. Runde - Freitag, 10. Oktober 2014
Tissot Arena -- 4873 Zuschauer -- Fischer, Massy; Ambrosetti, Küng

Tore: 19. Kamber (Ehrensperger, Umicevic) 1:0. 28. Giroux (Kinrade, Aucoin) 1:1. 34. Untersander (Herburger, Arldbrandt) 2:1. 35. Giroux 2:2. 46. Schlagenhauf (Kinrade) 2:3. 60. (59:54) Giroux (Hall) 2:4 (ins leere Tor).

Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Biel, 6mal 2 Minuten gegen Ambri. - PostFinance-Topskorer: Spylo; Giroux.

Biel: Rytz; Rouiller, Joggi; Untersander, Jelovac; Cadonau, Fey; Nicholas Steiner, Wellinger; Tschantré, Haas, Spylo; Arlbrandt, Olausson, Herburger; Umicevic, Kamber, Ehrensperger; Berthon, Peter, Rossi.

Ambri-Piotta: Zurkirchen (42. Flückiger); Birbaum, Chavaillaz; Kinrade, Kobach; Trunz, Sidler; Grieder; Daniel Steiner, Hall, Dostoinow; Duca, Aucoin, Giroux; Grassi, Schlagenhauf, Lhotak; Lauper, Fuchs, Lüthi; Bianchi.

Bemerkungen: Biel komplett, Ambri-Piotta ohne Stucki, Gautschi, Pestoni und O'Byrne (alle verletzt). Pfostenschuss Lauper (37.). Lattenschuss Herburger (51.). Timeouts Ambri-Piotta (57.) und Biel (59.). Biel von 58:50 bis 59:54 ohne Torhüter.


Match-Zusammenfassung
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si. Ambri-Piotta beging auswärts gegen Biel weniger Fehler und siegte deshalb 4:2. Die Tessiner hatten mit Alexandre Giroux auch den überragenden Spieler in ihren Reihen. Der Kanadier erzielte drei Tore.

Giroux, der als dritter Spieler in dieser Saison nach Julien Sprunger (Fribourg) und Juha-Pekka Hytönen (Lausanne) einen "Hattrick" erzielte, führte Ambri damit praktisch im Alleingang zum zweiten Auswärtssieg. Giroux glich zweimal eine Bieler Führung aus und sorgte sechs Sekunden vor dem Ende mit einem "empty netter" für den Schlusspunkt. Der PostFinance-Topskorer von Ambri hatte bereits in den beiden Partien davor je einmal getroffen.

Dass Biel trotz zweimaliger Führung verlor, lag nicht zuletzt an den zahlreichen Aussetzern. Zum Bieler Pechvogel avancierte Nicholas Steiner, der zuletzt fünf Partien verletzt pausieren musste und nun ein glückloses Comeback feierte. Erst verlor der Verteidiger im Vorwärtsgang an der eigenen blauen Linie den Puck an Giroux, der sich nicht zweimal bitten liess und zum 2:2 ausglich (35.). Und dem dritten Bieler Gegentreffer ging ein schlechtes Zuspiel Steiners voraus. Roman Schlagenhauf lenkte dann schliesslich einen Schuss von Berns Leihgabe Geoff Kinrade zur 3:2-Führung ab (46.).

Ambri hatte im Mitteldrittel bereits vor dem zweiten Tor mehr vom Spiel. Das 2:1 allerdings erzielte Biel durch Ramon Untersander, der erstmals seit der Startrunde wieder traf, wie "aus heiterem Himmel". Die schmeichelhafte Führung der Seeländer hatte allerdings - wegen des Lapsus' von Steiner - nur gerade 115 Sekunden lang Bestand.



[ Fribourg ] - [ Ambri ]

4:3 (1:1, 1:1, 1:1, 0:0) n.P.
9. Runde - Samstag, 4. Oktober 2014
BCF Arena -- 6241 Zuschauer -- Mandioni, Wiegand; Kaderli, Progin

Tore: 11. Lhotak (Sidler, Trunz) 0:1. 13. Benny Plüss (Sprunger, Pouliot/Ausschluss Hall) 1:1. 38. Giroux (Gautschi/Ausschluss T. Vauclair) 1:2. 40. (39:34) Mauldin (Helbling) 2:2. 52. Birbaum (Chaivallaz, Stucki) 2:3. 59. Sprunger (Benny Plüss, Bykov) 3:3.

Penaltyschiessen: Monnet -, Hall 0:1; Benny Plüss 1:1, Aucoin 1:2; Sprunger 2:2, Giroux -; Mauldin 3:2, Duca -; Poulliot 4:2.

Strafen: je 5mal 2 Minuten.

Fribourg-Gottéron: Benjamin Conz; Helbling, Marc Abplanalp; Kwiatkowski, Ngoy; Huguenin, Schilt; Montandon; John Fritsche, Wirtanen, Tristan Vauclair; Mauldin, Pouliot, Monnet; Mottet, Dubé, Benny Plüss; Sprunger, Bykow, Hasani; Ness.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Birbaum, Chavaillaz; Kinrade, Gautschi; Trunz, Sidler; Grieder, Zgraggen; Daniel Steiner, Hall, Dostoinow; Duca, Aucoin, Giroux; Grassi, Schlagenhauf, Lhotak; Stucki, Fuchs, Fabian Lüthi.

Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ohne Kamerzin (verletzt) und Tambellini (überzähliger Ausländer), Ambri-Piotta ohne Kobach, Lauper, Pestoni und O'Byrne (alle verletzt). - Timeout Fribourg-Gottéron (58.).                              



Match-Zusammenfassung
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Sicher, hätte man vor dem Spiel in Fribourg einen Punkt angeboten bekommen, wäre man wahrscheinlich einverstanden gewesen. Nun bleibt der bittere Nachgeschmack, dass es eigentlich deren drei hätten sein müssen. Schiedsrichter Mandioni allerdings lässt Ambrìs Traum 108 Sekunden vor Schluss platzen, denn er pfeift nach einer unübersichtlichen Situation vor Zurkirchen nicht ab - im Gegenteil: Er lässt so lange laufen, bis die Scheibe im Tor liegt; hineingewürgt von Julien Sprunger, der sich diesen Treffer gutschreiben lassen darf. Die Vorlage dazu gibt Benny Plüss, der sich seinerseits nach 13 Minuten in die Torschützenliste eintragen darf, als er die Ambrì-Führung - ein schöner Kurvenlauf von Lhotak - egalisiert.

Dann wird vor allem Sandro Zurkirchen unter Beschuss genommen. Der Teufelskerl im Ambrì-Kasten zeigt aber auch am heutigen Abend, dass seine Fangquote von über 93 Prozent nicht von ungefähr kommt; Mal für Mal lässt er die Einheimischen verzweifeln. Giroux im Powerplay und später Birbaum bringen Ambrì erneut in Front. Doch das Heimteam findet immer wieder eine passende Antwort. Natürlich nicht ganz unverdient, denn die Feldvorteile liegen klar auf Seiten der Saanestädter.

Fribourg, das heute wieder auf den zuletzt schmerzlich vermissten Greg Mauldin zählen darf, beweist Moral und holt drei Mal einen Rückstand auf - und sichert sich im Penaltyschiessen den Zusatzpunkt.

Dennoch bleibt die Lage bei den Westschweizern angespannt, denn nach wie vor liegt das Team von Hans Kossmann unter dem Strich. Das trifft auch auf Ambrì zu, doch die Leventiner haben dieses Wochenende viel Charakter bewiesen, bleiben dran und dürfen - trotz Verletzungspech - mit intakter Moral aufs nächste und wiederum sehr delikate Wochenende schauen: Zuerst geht es am Freitag nach Biel, bevor am Samstag Genf zu Gast in der Valascia sein wird.

Bearbeitung: Gabriel Aeschbacher





[ Ambri ] - [ Lugano ]

5:4 n.V. (0:1, 2:3, 2:0, 1:0)
8. Runde - Freitag, 3. Oktober 2014
Valascia Ambri -- 6500 Zuschauer (ausverkauft) -- Massy, Wehrli; Kovacs, Tscherrig

Tore: 12. Pettersson (Klasen, Ulmer) 0:1. 26. Pettersson (Klasen, Sannitz) 0:2. 30. Stucki (Fuchs, Lüthi) 1:2. 33. (32:24) Walker (Steinmann, Filppula/Ausschluss Giroux) 1:3. 33. (32:55) Walsky (Chiesa, Filppula) 1:4. 38. Aucoin (Giroux, Duca) 2:4. 43. Giroux 3:4. 51. Chavaillaz (Lüthi, Fuchs) 4:4. 61. (60:32) Hall (Ausschluss Birbaum!) 5:4.

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 2mal 2 Minuten gegen Lugano. - PostFinance-Topskorer: Steiner; Pettersson.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Trunz, Sidler; Kinrade, Gautschi; Birbaum, Chavaillaz; Grieder, Zgraggen; Grassi, Schlagenhauf, Lhotak; Steiner, Hall, Dostoinow; Duca, Aucoin, Giroux; Stucki, Fuchs, Lüthi.

Lugano: Manzato; Schlumpf, Vauclair; Hirschi, Ulmer; Chiesa, Kienzle; Maurer; Kostner, McLean, Reuille; Pettersson, Sannitz, Klasen; Walsky, Filppula, Murray; Walker, Steinmann, Fazzini.

Bemerkungen: Ambri ohne O'Byrne, Pestoni, Kobach, Lauper und Bianchi. Lugano ohne Kparghai und Dal Pian (alle verletzt). - Timeouts: Ambri-Piotta (33.); Lugano (60.).


Match-Zusammenfassung
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si. Ambri-Piotta entscheidet das 198. Tessiner Derby gegen Lugano für sich. Die Gastgeber siegen nach einem 1:4-Rückstand mit 5:4 nach Verlängerung - dank eines Shorthanders.

Auch im vierten Heimspiel von Ambri-Piotta kamen die Zuschauer in den Genuss einer Überzeit, wobei es in der Folge erstmals nicht zu einem Penaltyschiessen kam. Den Siegtreffer für die Gastgeber erzielte Adam Hall nach 32 Sekunden der Overtime, und dies in Unterzahl.

Die zweite Saisonniederlage für Lugano war nicht nur wegen des erhaltenen Shorthanders ärgerlich. Nach 38 Minuten hatte alles nach dem fünften Sieg in Serie für die "Bianconeri" gegen den Kantonsrivalen ausgesehen. Nach einem Doppelschlag in der 33. Minute innerhalb von 31 Sekunden führten die Gäste 4:1. Beim 3:1 reüssierte Julian Walker im ersten Powerplay von Lugano, vor dem vierten Tor liess Eric Walsky Ambris Verteidiger Benjamin Chavaillaz herrlich aussteigen.

Die ersten beiden Tore für die Gäste zum 2:0 (26.) hatte Fredrik Pettersson erzielt. Der Schwede, 2013 beim Gewinn des WM-Titels seines Landes dabei, befindet sich in einer beneidenswerten Form. Er erzielte bereits zum vierten Mal in dieser Saison einen Doppelpack und hat nun total zehn Tore auf dem Konto. Mit nunmehr 14 Punkten löste er Roman Wick an der Spitze der Skorerliste ab.

In der 38. Minute brachte der Amerikaner Keith Aucoin mit seinem ersten Tor im Dress von Ambri-Piotta die Hoffnung für die Leventiner zurück und leitete damit die Aufholjagd ein. In der 43. Minute verkürzte Alexandre Giroux auf 3:4, ehe Benjamin Chavaillaz (51.) seine Mannschaft in die Verlängerung rettete.




[ Kloten ] - [ Ambri ]

3:2 (0:2, 1:0, 2:0)
7. Runde - Samstag, 27. September 2014
Swiss Arena -- 4903 Zuschauer -- Eichmann, Mollard; Fluri, Mauron

Tore: 4. Steiner (Dostoinov) 0:1. 6. Grassi (Fuchs, Stucki) 0:2. 36. Bieber (DuPont, Santala) 1:2. 50. Guggisberg (Kellenberger) 2:2. 57. Romano Lemm (Jenni, Vandermeer) 3:2.

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Kloten Flyers, 4mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Bieber; Aucoin.   

Kloten Flyers: Martin Gerber; DuPont, Back; Von Gunten, Frick; Schelling, Vandermeer; El Assaoui; Bodenmann, Santala, Bieber; Stancescu, Liniger, Guggisberg; Jenni, Romano Lemm, Bühler; Casutt, Kellenberger, Parplan; Leoni.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Birbaum, Chavaillaz; Gautschi, Zgraggen; Trunz, Sidler; Bonnet, Grieder; Steiner, Hall, Dostoinov; Pestoni, Aucoin, Giroux; Duca, Schlagenhauf, Lhotak; Grassi, Fuchs, Stucki.

Bemerkungen: Kloten ohne Gian-Andrea Randegger, Stoop und Hollenstein (alle verletzt), Ambri ohne O'Byrne, Kobach, Lauper, Fabian Lüthi und Elias Bianchi (alle verletzt). - 6. Timeout Kloten Flyers. - Pfosten: 8. Giroux, 42. Guggisberg. - 59:31 Timeout Ambri, ab 59:22 ohne Torhüter.



Match-Zusammenfassung
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Fast 5000 Fans füllen die Kolping-Arena und sind guten Mutes, dass die Kloten Flyers gegen Ambrì vielleicht doch den ersten Saisonsieg einfahren können. Warum? Ganz einfach, die Statistik spricht für die Flieger, denn diese gestalteten die Heimspiele gegen die Leventiner jüngst meistens erfolgreich. Die Startphase allerdings bringt den "Dreamliner" der letzten Saison in arge Turbulenzen. Steiner zirkelt eine perfekte Dostoinov-Vorlage herrlicht ins hohe Eck. Und wenig später doppelt Grassi nach, schiesst die Gäste nach nur 360 Sekunden bereits zur 2:0-Führung. Hätte Giroux danach nicht nur die Latte, sondern das Tor getroffen, wäre der Mist wohl geführt gewesen.

Den Gastgebern muss zu Gute gehalten werden, dass sie - trotz den eingangs erwähnten Turbulenzen - den Flieger in der Luft halten können - und es schaffen, die Kadenz zu Beginn des Mitteldrittels zu erhöhen. Ambrì gibt das Heft zusehends aus der Hand, lässt es an Präzision im Aufbau vermissen und ermöglicht der Hollenstein-Truppe kurz vor dem zweiten Sirenenton das Comeback: Bieber lenkt einen harmlosen Schuss von Dupont so ab, dass (der erneut tadellose) Zurkirchen zum ersten Mal hinter sich greifen muss (36.). Ambrì ist bei nur sieben Schüssen aufs gegnerische Tor viel zu passiv und muss froh sein, die knappe Führung ins Schlussdrittel retten zu können.

Dieses nehmen die Flughafenstädter mit viel Energie und noch schnellerem Spiel in Angriff. Man konstatiert, dass das substanziell dünn bestückte Ambrì-Kader Ausfälle wie diejenigen der Verteidiger O'Byrne und Kobach nicht einfach so wegstecken kann. Mehr noch: Aus Ambrì-Optik sieht man das Unheil förmlich kommen und muss neidlos anerkennen, dass der Ausgleich durch Guggisberg nicht nur längst überfällig ist, sondern - dank Assistent Kellenberger - auch wunderbar herausgespielt ist (50.). Damit kommen die Finalisten der Vorsaison doch noch auf Kurs - und letztlich gar zum umjubelten Sieg, als Lemm nach 57 Minuten zu einem beneidenswert schönen Solo ansetzt und dafür sorgt, dass der EHC Kloten den Bann nach zuletzt 15 Niederlagen in Serie spät, aber hoch verdient bricht.

Und die Wochenendbilanz der Nordtessiner? Dem glückhaften Sieg gegen den EV Zug folgen 30 sehr gute Minuten in Kloten. Dann aber verliert Ambrì den Faden und muss zuletzt mit leeren Händen nach Hause reisen. Bitter, aber vielleicht auch Signal dafür, dass jeder Match mindestens 60 Minuten dauert und mit 100 Prozent Energie gespielt werden muss. Das nächste Wochenende bringt das erste Tessiner Derby und den schweren Gang zum HC Fribourg-Gottéron.

Bericht: Gabriel Aeschbacher





[ Ambri ] - [ Zug ]

2:1 (0:0, 0:0, 1:1, 0:0) n.P.
6. Runde - Freitag, 26. September 2014
Valascia Ambri -- 5116 Zuschauer -- Mandioni, Vinnerborg; Ambrosetti, Kohler

Tore: 42. Earl (Grossmann, Bouchard) 0:1. 45. Hall (Pestoni, Gautschi/Ausschluss Erni) 1:1. - Penaltyschiessen: Hall 1:0, Holden -; Giroux -, Earl -; Steiner -, Bouchard -; Pestoni -, Martschini 1:1; Aucoin 2:1, Lammer-. - PostFinance-Topskorer: Aucoin; Bouchard.

Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 4mal 2 plus 5 Minuten (Christen) plus Spieldauer (Christen) gegen Zug.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Birbaum, Chavaillaz; Gautschi, Kobach; Trunz, Sidler; Grieder, Zgraggen; Steiner, Hall, Dostoinov; Pestoni, Aucoin, Giroux; Duca, Schlagenhauf, Lhotak; Grassi, Fuchs, Lauper.

Zug: Stephan; Andersson, Sondell; Ramholt, Grossmann; Simon Lüthi, Alatalo; Erni, Stämpfli; Martschini, Holden, Suri; Christen, Earl, Bouchard; Herzog, Fabian Sutter, Bertaggia; Lammer, Diem, Fabian Schnyder.

Bemerkungen: Ambri ohne O'Byrne, Fabian Lüthi und Elias Bianchi (alle verletzt), Zug ohne Bürgler und Morant (beide verletzt). - 2. Kobach mit Verdacht Hirnerschütterung ausgeschieden. - 64. Timeout Ambri-Piotta.

Match-Zusammenfassung
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Sind wir mal ganz ehrlich: Der grosse Aufreger ist dieser Match nicht - zu lahm, mit zu wenig Emotionen, dafür aber mit rigoroser defensiver Disziplin neutralisieren sich die beiden Teams weitgehend. Dass die spielerisch besseren Zuger die feinere Klinge führen, erstaunt nicht. Erstaunlicher schon eher, dass die Kolinstädter "Luxustruppe" grosszügig zwei Punkte in der Valascia lässt, denn - gemessen am Potenzial dieser Mannschaft - dürfte das mit nur drei Ausländern angetretene Ambrì eigentlich nicht zum Stolperstein werden.

Nach der Hiobsbotschaft um O'Byrne (kaputte Hüfte) muss mit Vorzeigekämpfer Reto Kobach schon sehr früh ein zweiter Verteidiger das Feld räumen: Christen trifft den Luzerner im Ambrì-Dress nach einer Köpercharge so unglücklich, dass dieser mit Verdacht auf Hirnerschütterung ausscheidet. Und Christen wandert unter die Dusche, ehe der Match richtig angefangen hat. Dafür ist Sandro Zurkirchen hellwach. Er muss es auch sein, denn die Gäste belagern sein Tor, kombinieren sich immer wieder gefährlich vor den Kasten, finden aber kein Mittel, den überragenden Ambrì-Keeper zu bezwingen. Manch einer auf der Tribüne fragt sich, wo Ambrì stünde, würde der eigene Schlussmann nicht derart hexen.

Und Ambrì? Es fehlt nicht an gutem Willen, aber (zu) oft an der Präzision und an offensiver Durchschlagskraft. Das Publikum aber honoriert den generösen Einsatz und feuert seine Lieblinge erneut mit Leidenschaft an. Nach dem torlosen Mitteldrittel scheint das Momentum auf die Seite der Leventiner zu kippen, zumal diese mehrfach in Unterzahl spielen müssen, das Tor aber noch immer rein halten können.

Es ist jedoch Earl, der den Puck nach 42 Minuten regelrecht über die Linie würgt. Keine unverdiente Führung für die Zuger, die weiterhin vorwärts marschieren. Eine Strafe gegen Erni führt zum schnellen Ausgleich durch Hall, der eine perfekte Vorlage von Pestoni direkt abnimmt und die meisten der knapp über 5000 Fans jubeln lässt. Und es hätte noch besser kommen können, denn Ambrì darf sich in der Verlängerung mit vier gegen drei im Powerplay üben, trifft die Scheibe aber nicht - auch nicht, als Freund und Feind am Boden liegen und das Tor ziemlich weit offen steht. Also geht es - zum dritten Mal im dritten Heimspiel - ins Penaltyschiessen, wo Hall und Aucoin für Ambrì treffen, für die Zuger aber nur Martschini, so dass die Valascia jubelt - und mit Sandro Zurkirchen den Matchwinner feiert.

Heute Samstag geht es nach Kloten und zu den noch sieglosen Flyers. Ein schwieriger Gang, denn die Kolping-Arena war in der Vergangenheit oft ein Ort, wo man keine Punkte geholt hat ...

Bericht: Gabriel Aeschbacher
                         





[ Lausanne ] - [ Ambri ]

0:2 (0:1, 0:1, 0:0)
5. Runde - Samstag, 20. September 2014
Malley -- 5865 Zuschauer -- Eichmann, Kämpfer; Ambrosetti, Kohler

Tore: 12. Hall (Giroux, Pestoni/Ausschluss Herren) 0:1. 35. Steiner (Aucoin, Dostoinov) 0:2.

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Lausanne, 5mal 2 Minuten gegen Ambri.

Lausanne: Huet; Gobbi, Leeger; Lardi, Jannik Fischer; Rytz, Genazzi; Stalder, Benjamin Antonietti; Louhivaara, Hytönen, Déruns; Simon Fischer, Miéville, Pesonen; Ruzicka, Froidevaux, Herren; Paul Savary, Florian Conz, Augsburger.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Birbaum, Chavaillaz; Gautschi, Kobach; Trunz, Sidler; Grieder, Zgraggen; Daniel Steiner, Hall, Dostoinow; Pestoni, Aucoin, Giroux; Duca, Schlagenhauf, Lhotak; Grassi, Fuchs, Lauper.

Bemerkungen: Lausanne ohne Bang, Genoway, Neuenschwander und Seydoux, Ambri-Piotta ohne O'Byrne, Elias Bianchi, Lüthi, Stucki (alle verletzt). Pfostenschuss Pestoni (42.). Timeout Lausanne (58.).



Match-Zusammenfassung
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Die Frage vor dem Wochenende war, ob Ambrì den Charaktertest  bestehen würde. Nach den Auftritten gegen Davos und Lausanne kann diese Frage vorerst mit JA beantwortet werden, denn nach der samstäglichen Aufholjagd gibt es heute das erste "Dreierpack", das der Moral und vor allem auch dem Punktekonto gut tut. Baumeister des heutigen Erfolgs ist - genau so wie letzte Saison an selber Stätte - Sandro Zurkirchen, der alle und alles entschärft, was auf sein Tor kommt. Am Ende der Partie müssen die knapp 6000 Fans zur Kenntnis nehmen, dass das Heimteam zwar meist feldüberlegen, im Abschluss aber zu wenig clever agiert - und nach der Nullnummer in Zug auch heute Abend kein Tor zu Stande bringt.

37 Paraden zeigt Zurkirchen in 60 Minuten, gerade mal 11 Schüsse seiner Mitspieler finden den Weg aufs gegnerische Tor - aber zwei davon zappeln im Netz. Giroux donnert die Scheibe im endlich überzeugenderen Powerplay in die Maschen (12.). Und am Ende einer Druckphase der Lausanner ist es Daniel Steiner, der alleine auf Huet zieht und diesen mit einem präzisen Hocheckschuss zum zweiten Mal bezwingt. Das ist - nach 35 Minuten - ein Hammerschlag für die Gastgeber. Und von diesem erholen sie sich letztlich nicht mehr.

Somit bringt das Wochenende vier (lebenswichtige) Punkte. Und das macht Appetit auf mehr. Kommenden Freitag gastiert der EV Zug in der Valascia. Mit einem Sieg könnte man die Zuger in der Tabelle gar überholen. Dann geht es nach Kloten, wo die Flughafenstädter ihren kolossalen Fehlstart vielleicht immer noch nicht verdaut haben werden.

Bearbeitung: Gabriel Aeschbacher 





[ Ambri ] - [ Davos ]

3:4 (1:2, 1:1, 1:0, 0:0) n.P
4. Runde - Freitag, 19. September 2014
Valascia Ambri -- 4896 Zuschauer -- Mandioni, Wiegand; Abegglen, Espinoza

Tore: 10. Jörg (Koistinen, Simion) 0:1. 11. Giroux (Aucoin) 1:1. 18. Lindgren (Sieber, J. von Arx) 1:2. 26. Jörg (Samuel Guerra, Simion) 1:3. 30. Duca (Chavaillaz, Aucoin/Ausschlus Koistinen) 2:3. 46. Pestoni (Aucoin/Ausschluss Sieber) 3:3. - Penaltyschiessen: Giroux -, Paschoud -; Aucoin -, Koistinen -; Pestoni -; J. von Arx -; Hall -, Du Bois 0:1; Duca -.

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Ambri, 8mal 2 plus 10 Minuten (Koistinen) gegen Davos.

Ambri: Zurkirchen; Birbaum, Chavaillaz; Gautschi, Kobach; Trunz, Sidler; Grieder, Zgraggen; Steiner, Hall, Dostoinov; Pestoni, Aucoin, Giroux; Duca, Schlagenhauf, Lhotak; Grassi, Fuchs, Lauper.

Davos: Genoni; Du Bois, Kindschi; Schneeberger, Koistinen; Guerra, Jung; Jan von Arx, Paschoud; Marc Wieser, Ambühl, Dino Wieser; Paulsson, Lindgren, Axelsson; Simion, Walser, Jörg; Ryser, Reto von Arx, Sieber.

Bemerkungen: Ambri ohne O'Byrne, Bianchi, Lüthi und Stucki (alle verletzt) sowie Bonnet (überzählig), Davos ohne Sciaroni und Forster (alle verletzt) sowie Hofmann (überzählig). Pfostenschüsse: 2. Reto von Arx, 21. Dino Wieser, 33. Lindgren. 150. NLA-Tor von Duca, 50. NLA-Tor von Pestoni.



Match-Zusammenfassung
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si. Verteidiger Félicien Du Bois sichert dem HC Davos in Ambri nach einem 3:3 im Penaltyschiessen den zweiten Punkt. Zuvor haben die Tessiner einen 1:3-Rückstand aufgeholt.

Der HC Davos kam am 77. Geburtstag des HC Ambri-Piotta ohne Gastgeschenk in die Leventina. Im Penaltyschiessen entführte er den Sieg aus dem Tessin. Während keiner der fünf Penaltyschützen von Ambri an Davos-Goalie Leonardo Genoni vorbeikam, verwertete der von Kloten gekommene Félicien Du Bois den vierten Versuch des Teams von Trainer Arno Del Curto.

Im Gegensatz zum Dienstag in Rapperswil hatte sich Ambri diesmal jedoch nicht vom Zweitore-Rückstand entmutigen lassen. Die Leichtigkeit der vergangenen Saison, als die Tessiner das grosse Überraschungsteam war, ist zwar etwas abhanden gekommen. Auch, weil die Ausländer nicht mehr so dominant auftreten. Immerhin erzielte der Kanadier Alexandre Giroux zum zwischenzeitlichen Ausgleich nur 41 Sekunden nach dem 0:1 seinen ersten Saisontreffer. Ansonsten mussten es aber die Ambri-Urgesteine richten. Noch vor dem Ende des zweiten Drittels brachte Captain Paolo Duca mit dem 2:3 die Hoffnung zurück, nach gut fünf Minuten im Schlussabschnitt gelang Inti Pestoni der Ausgleich. Beide Male agierte Davos in Unterzahl. Erst hatte Ville Koistinen für einen Check gegen den Kopf eine 10-Minuten-Strafe kassiert, dann wurde die Mannschaft von Del Curto schon zum zweiten Mal an diesem Freitagabend wegen zu vielen Spielern auf dem Eis gebüsst. Es sollten jedoch die einzigen Geburtstagsgeschenke der Gäste bleiben.

Die grosse Figur im Dress der Bündner war Mauro Jörg. Der 24-jährige Churer traf zweimal mit trockenen Handgelenkschüssen zum 1:0 (10.) und zum 3:1 (26.), als er von der Tessiner Abwehr viel zu wenig energisch gestört wurde. Es waren bereits seine Saisontore drei und vier, im Dress der Rapperswil-Jona Lakers hatte Jörg vergangene Saison in 49 Partien nur fünf Mal ins Schwarze getroffen.




[ Rapperswil ] - [ Ambri ]

4:2 (1:2, 3:0, 0:0)
3. Runde - Dienstag, 16. September 2014
Diners Club Arena -- 3824 Zuschauer -- Massy, Prugger; Bürgi, Tscherrig

Tore: 3. Persson (Walser, Danielsson/Ausschluss Trunz) 1:0. 6. Hall (Dostoinov, Steiner) 1:1. 8. Hall (Duca/AusschlussSchlagenhauf!) 1:2. 22. Persson (Danielsson, Johansson/Ausschluss Hall) 2:2. 36. Danielsson (Murray/Ausschlüsse Walser; O'Byrne, Giroux) 3:2. 39. Rizzello (Hürlimann, Walser/Ausschluss Sataric) 4:2.

Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona, 7mal 2 Minuten gegen Ambri. - PostFinance-Topskorer: Walser; Steiner.

Rapperswil-Jona Lakers: Wolf; Weisskopf, Walser; Hächler, Sven Berger; Geyer, Sataric; Eigenmann; Pedretti, Persson, Murray; Danielsson, Johansson, Obrist; Rizzello, Hürlimann, Reto Schmutz; Neukom, Heitzmann, Nils Berger; Thibaudeau.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Gautschi, Kobach; Grieder, Zgraggen; O'Byrne, Birbaum; Trunz, Chavaillaz; Steiner, Hall, Dostoinow; Pestoni, Aucoin, Giroux; Duca, Schlagenhauf, Lauper; Grassi, Fuchs, Lhotak.

Bemerkungen: Rapperswil-Jona ohne Nodari, Frei, Valentin Lüthi, Flavio Schmutz, Fransson und Friedli; Ambri ohne Bianchi, Fabian Lüthi, Sidler und Stucki (alle verletzt). Timeout Ambri (59:09). Ambri ab 58:30 ohne Goalie.



Match-Zusammenfassung
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Klar, es ist nicht einfach gegen einen Gegner zu spielen, der mit drei Niederlagen in die Saison gestartet ist. Und selbstverständlich wusste man im Vorfeld, dass die Lakers nicht so schlecht sind, wie es die Tabelle hätte vermuten lassen können. Das erste Powerplay verdeutlicht diesen Umstand, denn Persson bringt seine Farben früh (3.) in Front. Dann versetzt NHL-Legende Adam Hall die einheimischen Fans für kurze Zeit in Schockstarre, denn mit seinen beiden Einschüssen dreht er das Spiel kurzzeitig. Beim zweiten Treffer - ein Tor in Unterzahl - profitiert er von einer magistralen Duca-Vorlage (8.). Die Lakers und ihre knapp 4000 Anhänger wanken, fallen aber nicht. Im Gegenteil: Einem tadellosen Sandro Zurkirchen ist zu verdanken, dass Ambrì-Piotta mit einer Führung in die erste Pause geht.

Persson - erneut im Powerplay - trifft zum schnellen 2:2 und läutet damit die beste Phase der Rosenstädter ein: Sie kombinieren keck, spielen die Scheibe schnell aus der eigenen Zone und bringen mit ihrem Tempospiel die Gäste immer wieder in Verlegenheit. Den überfälligen und somit hoch verdienten Führungstreffer erzielen die Lakers nach 36 Minuten, wobei es dieses Mal Danielsson ist, der die numerische Überlegenheit nutzt. Ambrì spielt ein schlicht unterirdisches Drittel, wäre aber dennoch fast noch zum Ausgleich gekommen, hätte Giroux die geniale Vorlage Pestonis verwertet. Doch Hüter Tim Wolf rettet gekonnt und elegant gegen Ambrìs Nummer zehn, die nach wie vor auf den ersten Saisontreffer wartet. Im selben Powerplay schaffen die Einheimischen - genau so wie Ambrì zu Beginn - auch einen Shorthander - sogar einen der Extraklasse, denn Rizzello verwertet das Zuspiel von Hürlimann mittels sehenswerter Direktabnahme.

Damit ist der Match entschieden, denn Ambrì versemmelt eine weitere Überzahl und kann den Lakers keine Angst mehr einflössen. Damit ist auch gesagt, dass die Leventiner vor allem an den Special-Teams arbeiten müssen. Und möglichst schnell jemanden zum "Blueliner" machen sollten, denn was in Überzahl aufs Tor kam, war schlicht zu harmlos.

Das Wochenende und die Spiele gegen Davos und Lausanne werden zeigen, ob Ambrì in eine Mini-Krise schlittert oder dann den Schlüssel zum Erfolg findet. Damit dies möglich ist, müssen sich allen voran auch die Ausländer steigern, denn sie blieben - kurze Ausnahme Hall - praktisch unsichtbar!

Bericht: Gabriel Aeschbacher





[ ZSC ] - [ Ambri ]

5:1 (1:1, 3:0, 1:0)
2. Runde - Samstag, 13. September 2014
Hallenstadion Zürich -- 8424 Zuschauer -- Mandioni, Wehrli; Borga, Mauron

Tore: 10. Cunti (Seger, Bärtschi/Ausschluss O'Byrne) 1:0. 19. Pestoni (Aucoin, Giroux) 1:1. 26. Baltisberger (Cunti, Wick) 2:1. 35. (34:51) Geering (Sandro Zangger) 3:1. 36. (35:20) Cunti (Baltisberger, Wick) 4:1. 59. Wick (Baltisberger, Cunti) 5:1.

Strafen: 7mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions, 8mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Künzle; Steiner.

ZSC Lions: Flüeler; Seger, Geering; Tabacek, Bergeron; Siegenthaler, Smith; Baltisberger, Cunti, Wick; Künzle, Shannon, Schäppi; Sandro Zangger, Fritsche, Neuenschwander; Bärtschi, Trachsler, Bastl

Ambri-Piotta: Flückiger/Zurkirchen (ab 36.); Gautschi, Kobach; O'Byrne, Birbaum; Trunz, Chavaillaz; Sidler; Grieder; Steiner, Hall, Dostoinow; Pestoni, Aucoin, Giroux; Duca, Schlagenhauf, Lauper; Grassi, Fuchs, Lhotak.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Nilsson, Blindenbacher, Stoffel und Keller. Ambri-Piotta ohne Bianchi, Lüthi und Stucki (alle verletzt). - Sidler in der 40. Minute mit Gesichtsverletzung ausgeschieden



Match-Zusammenfassung
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Playoff-Intensität gestern, Yoga-Hockey heute im Zürcher Wellnesstempel, der mit gut 8500 Fans gefüllt ist, einem stimmungsmässig nach wie vor nicht vom Sitz reisst, bestimmt aber eine der spektakulärsten Pre-Shows bietet: Viel Laserzauber und ein cool designtes Lichtspektakel stimmen auf den Match ein, den Ambrì zu Beginn gut unter Kontrolle hat und die eher zurückhaltenden Lions ziemlich problemlos in Schach hält. Dann allerdings spielen die Hausherren zum ersten Mal in Überzahl und buchen dort gleich den Führungstreffer, wobei Flückiger gegen den Ablenker von Cunti (10.) nichts ausrichten kann.

Kurz vor dem ersten Sirenenton zielt Pestoni ganz genau und sorgt dafür, dass es mit einem leistungsgerechten 1:1 in die Pause geht. Diese scheint Ambrì gut zu bekommen, denn Aucoin spielt den freistehenden Steiner herrlich frei, welcher das offene Tor aber nicht trifft. Da machen es die Lions besser, überzeugen nicht spielerisch, aber mit meisterlicher Effizienz: Dem zwischenzeitlichen 2:1 durch Baltisberger folgt der Doppelschlag mit zwei Toren in nur 39 Sekunden, so dass der Mist nach 40 Minuten geführt ist.

Pelletier versucht, mit dem Torhüterwechsel ein Zeichen zu setzen, kann aber keine Wende mehr erwirken. Das hat auch mit dem Powerplay zu tun, das diese Bezeichnung heute (noch) nicht verdient: Zu wenig Bewegung, zu wenig Abschlüsse; da wirkte Ambrì mit fünf gegen fünf Feldspielern deutlich agiler. Wick - nach schönem Durchspiel mit Baltisberger und Cunti - sorgt dafür, dass es nach 60 Minuten wohlwollenden Applaus von den eigenen Fans gibt - und für die Gäste aus der Leventina die Erkenntnis, dass man nur mit absoluter Leidenschaft und effizientem Powerplay zu Punkten kommt, wenn es gegen die Besten im Land geht.

Bericht: Gabriel Aeschbacher





[ Ambri ] - [ Bern ]

4:3 (0:0, 2:1, 1:2, 0:0) n.P
1. Runde - Freitag, 12. September 2014
Valascia Ambri -- 6500 Zuschauer (ausverkauft). -- Eichmann, Kämpfer; Küng, Zosso

Tore: 21. (20:25) Plüss (Scherwey, Furrer) 0:1. 29. Lauper (Duca, Schlagenhauf) 1:1. 47. Steiner (O'Byrne, Birbaum/Ausschluss Randegger) 2:1. 49. Steiner (Duca, Gautschi) 3:1. 58. Gragnani (Ritchie, Holloway) 3:2. 60. (59:59) Kobasew (Ritchie) 3:3. - Penaltyschiessen: Giroux 1:0, Pascal Berger -; Aucoin -, Plüss -; Steiner -, Holloway 1:1; Pestoni 2:1, Gragnani -; Dostoinow -, Kobasew -.

Strafen: je 6mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Duca; Scherwey

Ambri-Piotta: Zurkirchen; O'Byrne, Birbaum; Gautschi, Kobach; Trunz, Chavaillaz; Grieder, Sidler; Pestoni, Aucoin, Giroux; Steiner, Hall, Dostoinow; Duca, Schlagenhauf, Lauper; Grassi, Fuchs, Lhotak

Bern: Bührer; Gerber, Blum; Krueger, Furrer; Jobin, Gragnani; Randegger, Kreis; Bertschy, Plüss, Scherwey; Holloway, Ritchie, Rüfenacht; Kobasew, Gardner, Pascal Berger; Loichat, Reichert, Alain Berger

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Bianchi, Lüthi und Stucki, Bern ohne Moser (alle verletzt) und Kinrade (überzählig). 400. HCAP-Spiel für Kobach. Gerber verletzt ausgeschieden (11.). Timeouts Bern (34.) und Ambri-Piotta (55.). Bern ab 58:59 ohne Torhüter. Pfostenschuss Steiner (64:27).



Match-Zusammenfassung
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Grosses Eishockey-Kino gleich zum Saisonstart: Ambrì jubelt und lacht - und singt La Montanara. Zu früh, denn die Schiedsrichter sehen das temporäre 3:2 nicht als Sieg der Leventiner, sondern lassen die Matchuhr noch einmal sieben Sekunden laufen. Adam Hall, der noch Luft nach oben hat, verliert das Bully in der Mittelzone. Und weil auch Ryan O'Byrne die Scheibe nicht aus dem Drittel spedieren kann, stochert Byron Ritchie diese 0.8 Sekunden vor Schluss über die Linie und bringt den Bernern so den nicht mehr erwarteten, aber auch nicht ganz unverdienten Ausgleich. Dramatik pur in der Verlängerung, wo Doppeltorschütze Steiner nur den Pfosten trifft und die beiden Teams so zum Penaltyschiessen "verdonnert". Dort treffen Giroux  und Pestoni, der mit seinem "Zaubertor" um 22.34 Uhr die Tessiner ins Glück und die Berner ins Elend schiesst. 

Dass Ambrì zuvor ein 3:1 leichtfertig verspielt hatte, war vergessen. Und der Jubel in der ausverkauften Valascia erreichte bereits wieder die (hohen) Werte der Vorsaison, in die man ähnlich euphorisch gestartet war.

Man darf aber auch nicht vergessen, dass Bern im ersten Drittel die bessere Mannschaft ist, 19 Mal aufs Tor schiesst, aber immer wieder am untadeligen Zurkirchen scheitert. Gegen den Schlenzer von Plüss (21.) ist er jedoch chancenlos. Genau so wie auf der Gegenseite Bührer, der einen präzisen Schuss Laupers (29.) passieren lassen muss. Dieser Treffer beflügelt das neue und "böse"Ambrì, das mit viel Wasserverdrängung in die gegnerische Zone stürmt, den SCB minutenlang in die eigene Defensive drängt - und kurz vor dem zweiten Sirenenton ein zweites Mal jubelt, als Steiner alle und alles austänzelt und Ambrì mit einer Führung ins Schlussdrittel gehen lässt.

Dort ist es erneut Steiner, der in Überzahl den dritten Tessiner-Treffer erzielt. Doch der SCB steckt nicht auf, kombiniert sich vor Zurkirchen und markiert das Anschlusstor, das Neuzuzug Gragnani nach einem wirklich sehenswerten Durchspiel erzielt. Ja, und dann folgen die eingangs geschilderten Szenen, welche schlussendlich in einen (späten) Jubel Ambrìs münden.

Bericht: Gabriel Aeschbacher 


si. Eine dramatische und verrückte Auftaktpartie zwischen Ambri-Piotta und Bern endet mit 4:3 nach Penaltyschiessen. Der SCB glich eine Sekunde vor dem Ende der regulären Spielzeit zum 3:3 aus.

Aus den Boxen der ausverkauften Valascia tönte bereits die Ambri-Siegeshymne "La Montanara" und die Spieler schüttelten sich die Hände. Doch die Schiedsrichter hatten die Partie in der turbulenten Schlussphase bereits davor unterbrochen und liessen noch einmal sieben Sekunden nachspielen. Und in diesen letzten Sekunden traf Byron Ritchie nach einem Durcheinander vor Goalie Sandro Zurkirchen doch noch zum 3:3-Ausgleich für den SCB.

Weil die Leventiner im Penaltyschiessen die besseren Nerven besassen, ertönte "La Montanara" am Ende doch noch. Aber Ambri musste von einem verlorenen Punkt sprechen. Denn die Tessiner, die letzte Saison nicht zuletzt zu Ungunsten von Bern die Playoffs erreicht hatten, führten bis 159 Sekunden vor dem Ende scheinbar souverän mit einer Differenz von zwei Toren. Doch dann traf erst der kanadische Neuzuzug Marc-André Gragnani zum 2:3 und buchstäblich in letzter Sekunde Ritchie zum schmeichelhaften Ausgleich.

Schmeichelhaft, weil Bern im Mitteldrittel das Spiel aus der Hand gab. Adrien Lauper (29.) und zweimal Daniel Steiner (39./47.) drehten das Spiel, nachdem Martin Plüss die Berner nur 25 Sekunden nach der ersten Pause in Führung geschossen hatte. Phasenweise erinnerte der SCB an die verunsicherte Mannschaft aus dem letzten Jahr. Mit der späten Aufholjagd und dem Punktgewinn zog sich das Team von Trainer Guy Boucher immerhin noch einigermassen achtbar aus der Affäre.         













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